Die letzten Tage!

Mittwoch, 17. April 2013
Guten Abend ihr Lieben,
die letzten Tage ging es hier drunter und drueber. Wenn ich mich nicht gerade um das Schaefchen gekuemmert habe, habe ich die Hausarbeit erledigt.
Der Mann musste kurzfristig arbeiten, obwohl wir uns viel vorgenommen hatten. Wir wollten unser kleines Gartenstueck hinter dem Haus endlich auf Vordermann bringen. Die Vormieter haben sich nicht sehr liebevoll darum gekuemmert und hinzu kommen natuerlich die ganzen wetterbedingten Schaeden und das Unkraut. Ich sags euch: Forsythien sind die Pest. Die wachsen schneller als Unkraut. Und die sehen nicht schoen aus, wenn sie nicht bluehen. Furchtbar. Fuer morgen haben der Herzmann und ich uns das aber erneut vorgenommen. Wir sagen ihnen den Kampf an. Ebenso wie dem Baum von dem keiner weiß, welchen Nutzen er hat und warum er mitten im Weg steht. Ausserdem muss der Boden etwas "begeradigt" werden und etwas neuer Rasen gesaet. Mal sehen, ob das ueberhaupt alles machbar ist in evtl. zwei Tagen. Wir werden sehen. Das meiste muss eh der Mann machen. Das Schaefchen und ich machen es uns mit einer Decke und etwas Spielzeug auf der Wiese bequem, hihi :) Natuerlich werde ich viele Fotos knipsen um euch ein bisschen daran teilhaben zu lassen. Das habe ich aber auch die letzten Tage getan. Jaaa, natuerlich habe ich an euch gedacht.

Das Schaefchen steckt immer noch in ihrer schwierigen Phase und jeder Tag ist ein Ueberraschungsei. Spiel, Spaß und Spannung ... oft auch Stress. Dafuer hat sie aber heute das zweite Mal zum Fruehstueck etwas Haferflocken mit Milch, etwas Joghurt und Obst gegessen. Dann wollte ich Weintrauben fruehstuecken, aber davon mopste sie mir die Haelfte und aß sie ganz selbststaendig. Wahnsinn. Und zur Kroenung trank sie das erste Mal selbststaendig aus so einer Schnabelflasche mit 2 Henkeln dran ;) Ich war wahnsinnig stolz und bin immer noch geplaettet. Wo kam das auf einmal alles her? Die Naechte sind noch groeßere Ueberraschungseier als die Tage. Mal durchschlafen, mal gar nicht schlafen. Mal ruhig, dann wieder unruhig. Und ja, ich gebe zu ... wenn der Mann etwas laenger zuhause ist und dann wieder viel lange arbeiten muss, bin ich schnell am Ende meiner Kraefte, ich rufe ihn oft verzweifelt an und weine. Ich weiß, das ist nicht richtig. Aber ich kann da nicht aus meiner Haut. Ich will ihm ja kein schlechtes Gewissen machen, ich moechte nicht vor dem Schaefchen weinen und vor allem moechte ich nicht, dass meine Maus jemals denkt, ich wuerde sie zu wenig lieben. Ja, manchmal habe ich keine Lust zu spielen ... denn sie spielt nicht mit mir, sie will eben nur das ich DA bin. Wenn ich jedoch etwas anderes mache, moechte sie GENAU DAS auch tun und dann kann ich es nicht mehr machen. Natuerlich spiele ich trotzdem mit ihr. Ich rede viel mit ihr, knuddel und kuesse sie. Ich bringe sie zum Lachen und kitzele sie ab. Jedoch ist mein Kind eine Raeubertochter und kann nicht laenger als 1 Minute still sitzen. Eventuell koennte sie ja etwas verpassen. Mama und Papa feiern nachts ja auch Party.
Aber wisst ihr was? Das alles macht mir nichts mehr, wenn ich hier sitze und das aufschreibe. Ich komme mir laecherlich vor. Als waere ich das Baby. Ich reflektiere und merke, SO schlimm ist das gar nicht und dann habe ich das schlechteste Gewissen, was es auf dieser Welt gibt. Und oft wuenschte ich mir, jemand wuerde mir in den Allerwertesten treten. Gut, auf ihre Art und Weise macht es das Schaefchen auch. Sie ist nach so einer stressigen Phase, die zweite Haelfte des Tages ein echter Sonnenschein. Sie strahlt wie ein Honigkuchenpferd und kommt aus dem Lachen nicht heraus. Sie flirtet vom Einkaufswagen aus mit dem Opi von nebenan oder mit dem Kind, welches 2 Jahre aelter ist und mit einer anderen Mama. Sie verzaubert, begeistert und ja, sie macht neidisch. Sehnsucht macht sich breit. Mein Baby, wo ist es hin? Mein Baby steht an einer Hand, laeuft an Moebeln, laeuft wenn wir ihre Haende halten. Sie brabbelt, lacht und hat ihren eigenen Willen. Sie signalisiert deutlich was sie moechte und was nicht. Ich koennte schwoeren sie sagt "Mama und Mami" und auch "Babap" was ich immer wieder als "Papa" deute. Ja, mein Maedchen wird groß. Der Herzmann sagte es letztens so schoen. "Die Maus ist jetzt schon laenger aus deinem Bauch raus, als sie in deinem Bauch war" ... Wahnsinn oder? Ich bin so dankbar sie in meinem Leben zu haben. Unsere Bindung ist staerker, als alles was ich je fuehlte. Ich verstehe sie auch ohne Worte. Und so sage ich mir am Ende des Tages immer wieder, dass ich es liebe Mama zu sein. Das unser Schaefchen uns vollkommen macht. Sie gibt unserem Leben einen Sinn und wir leben und lieben.
Ich wuensche euch eine ganze zauberhafte Nacht und einen sonnigen Donnerstag! 


Mama hat sich selbst und das Schaefchen fotografiert :)







































Ausserdem hat sich die Maus einfach mal im großen Liegestuhl im kleinen Garten gesonnt ;) 


1 Kommentar on "Die letzten Tage!"
  1. Ich kann so gut nachvollziehen, was du meinst. Ich denke abends, wenn ich nach einem anstrengenden Tag ein bisschen zur Ruhe gekommen bin auch, dass doch alles eigentlich gar nicht so schlimm war und ich mich doch nicht so anstellen sollte. Dann habe ich auch ein schlechtes Gewissen, warum ich mich überhaupt geärgert und mir nicht einfach gesagt habe, dass das nur eine Phase ist und ganz sicher bald vorbei ist. Schließlich entschädigt mich im nächsten Moment dieses strahlenden Lachen und wenn mein kleiner Sonnenschein mich mit seinen großen Augen anlacht, ist sowieso alles vergessen. Jeder nörgelige Moment und jeder noch so schwere Kampf ums Einschlafen.
    Und auch ich bin dankbar, wenn der Liebste dann zu Hause ist und mir ein bisschen unter die Arme greifen kann und mich entlastet. Aber das ist ja auch nur menschlich und völlig verständlich, dass man nicht 24/7 die volle Power leisten kann. Auch nicht als Mama.

    Und Mika-Flynn ist ja noch etwas jünger, als dein süßes Schäfchen, aber auch ich frage mich in den letzten Tagen immer öfter, was nur aus meinem klitzekleinen Mini-Baby geworden ist. Er ist schon so groß, wird immer eigenständiger, kann sich schon so lange mit sich selbst beschäftigen und ist auf dem direkten Weg, ein Kleinkind zu werden...Die Zeit rast und auch ich werde wehmütig, dass das alles viel zu schnell geht. Auch wenn ich mich über jeden neuen Entwicklungsshritt riesig freue, ist es doch auch jedes Mal ein weiterer Schritt in die Selbstständigkeit dieses kleinen Wunderwesens.
    Ich bedanke mich auch am Ende jeden Tages für dieses wunderbare Geschenk und dafür die Mama von unserem Schatz sein zu dürfen. Ich könnte mir wirklich nichts Schöneres mehr vorstellen. :)

    Übrigens wieder mal ganz tolle Bilder, die du uns hier zeigst. Ich muss es dieses Jahr auch unbedingt noch schaffen, den Balkon zu bepflanzen!
    Und auch das vom Grab eures kleinen Engels. So liebevoll gestaltet. Ich musste gerade wieder ein paar Tränen runterschlucken...

    Fühl dich gedrückt, du Liebe!

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