Leben lieben. Leben leben.

Dienstag, 8. Oktober 2013
Das Schafechen liebt das Leben. Sie entdeckt die Welt. Jeden Tag. Sie liebt Steinchen, Stoeckchen, Blaetter, Eicheln, Sand und Matsch ... einfach alles. Sie findet Straßenpfeiler, Zaeune und Treppen interessant. Gestern lief sie fast die ganzen Stufen bis zu unserer Wohnung, welche sich auf der 3. Etage befindet. Das Schaefchen bekommt nicht genug vom Wasser und moechte beim Spazieren immer schnurstraks in den Teich laufen. Sie wird ganz bockig, wenn wir sie dann nicht lassen. Die Enten duerfen doch auch rein, denkt sie sich wohl.

Das Schaefchen ist Leben zum Anfassen. Das Schaefchen ist sichtbar gewordene Liebe und gibt diese an jeden Menschen weiter. Ihr Lachen steckt an und man kann kaum boese auf sie sein. Sie moechte ihren Weg gehen und keinen der ihr vorgegeben wird. Da moechte sie sich auch nicht erklaeren lassen, das die Straße gefaehrlich ist oder die Autos. Oder das man den Berg nicht runtersprinten kann, schon gar nicht wenn man dabei selbst den Buggy schieben moechte. Wenn es steil bergauf geht, moechte sie nicht hoeren, dass es schwierig ist. Sie krabbelt ihn dann hoch und wenn sie 10mal runterrutscht. Sie steht immer wieder auf, nimmt Hilfe an, erklimmt den Berg und moechte direkt wieder runter um erneut hinauf zu klettern.
Fuer das Schaefchen gibt es keine Grenzen, alles muss funktionieren - irgendwie. Was Mama und Papa koennen, das kann ich auch. Sie moechte sich selbst die Schuhe anziehen und die Jacke auch. Sie moechte die Tuer und das Auto auf-und abschließen. SIE moechte Fotos machen. Sie will den Teller und die Schuessel halten. Sie will den Waschlappen selbst nass machen und sich selbst die Zaehne putzen.

Heute fiel das Schaefchen -auf dem Heimweg- das erste Mal so richtig. Mit Aua! Sie schuerfte sich die Nase auf und hat ein dickes Auge. Sie weinte ganz fuerchterlich und tat mir so unendlich Leid. Nach knapp 2 Minuten war alles wieder in Ordnung und ich moechte ihr am liebsten eine Tapferkeits-Medaille ueberreichen. Sie hat dann nicht mehr geweint, auch nicht als ich ihr Gesicht abwusch. Ich bin sehr stolz. Und da gibt es noch etwas. Etwas, das ich euch ganz leise sage: Das Schaefchen aß zwar mehr schlecht als recht Abendbrot, aber sie schlief das erste Mal in ihrem Bett ein. Zusammen mit ihrem Stillkissen und ihrer Spieluhr. Die letzten Tage funktionierte das Schlafen in ihrem Bett, in ihrem Zimmer, schon wieder sehr gut. Doch sie schlief immer noch bei uns im Wohnzimmer ein oder wahlweise mit Papa im Schlafzimmer. Heute haben wir es gewagt und es hat funktioniert. Das Schaefchen wird groß. So schnell. Und sie macht mich stolz. Ich komm gar nicht umhin von ihr zu schwaermen, obwohl der Tag heute nicht famos war. Ganz im Gegenteil. Aber vielleicht ist da was. Vielleicht lernt sie schon wieder tausend Dinge, die sie mir morgen vorfuehrt. Die mir Traenen in die Augen treiben. Die mich vor Glueck, Liebe und Stolz Sturzbaeche heulen lassen. Und irgendwann - das garantiere ich euch - platze ich, ernsthaft!


Kommentare on "Leben lieben. Leben leben."
  1. was für ein tolles, charismatisches bild. wirklich ganz toll, ich bin hin und weg :)
    hat das schäfchen auch zweifarbige augen? sieht auf dem foto ein wenig so aus.

    liebe grüße

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    1. Vielen Dank :)
      Ja, hat sie! So gruen-braun. Ich hoffe sie bleiben so, denn ich liebe ihre Augen. Wobei der Mann und ich braune Augen haben...
      Hat deine Maus denn auch zweifarbige Augen?

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  2. schöne augen hat die kleine maus!
    hatten wir hier auch zeitweise!
    blau und braun, traumhaft schön
    mittlerweile leider wieder anders. daran sieht man auch wie die zeit vergeht... gut das man mit fotos so einiges festhalten kann :)

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