[Rezept] Quinoa-Gemuese-Pfanne

Mittwoch, 19. Februar 2014
Heute gibt es etwas mit Quinoa. Qui ... was? Quinoa! Ausgesprochen wird es uebrigens [kinwa]. Warum ich das schreibe? Weil das fast jeder falsch sagt. So wie man es eben schreibt. Und weil es mich so aergert das mir jeder die Geschichte von Quinoa erzaehlt, aber nicht einmal weiß wie es ausgesprochen wird, moechte ich euch dahingehend gerne aufklaeren - dann koennt ihr es besser machen ;) Ich stelle mir dann immer vor wie ich in einen Laden gehe und nach Quinoa frage und niemand weiß was ich meine, weil es immer wieder falsch ausgesprochen wird. Lustig.
Aber was ist Quinoa ueberhaupt? Am ehesten wuerde man wohl sagen, dass Quinoa an Reis erinnert oder Couscous oder Bulgur. Aber eigentlich kann man das nicht vergleichen, denn 1. schmeckt es ganz anders und 2. ist Quinoa kein Getreide. Botanisch gehoert es (er, sie?) zu den Fuchsschwanzgewaechsen und ist damit eher mit Spinat oder Rueben verwandt. Das Schoene an Quinoa ist zudem, dass es glutenfrei ist. Ebenso wie Amarant gehoert es daher auch zum sogenannten glutenfreiem Pseudogetreide. Quinoa kommt aus Suedamerika und gibt es schon tausende Jahre. Frueher Hauptnahrungsmittel der Inka. Ein weiterer schoener Aspekt ist der hohe Eiweißgehalt und der von z.B. Magenesium und Eisen. Hoeher als in gaengigen Getreidearten. [Quelle
Das hat mich sehr neugierig gemacht und da ich momentan auch sehr experimentierfreudig bin, musste der Quinoa (trotz seines sehr hohen Preises 500gr. ca. 5€) bei mir einziehen. Und damit es da nicht so ewig rumsteht musste ich schnellstmoeglich ein Quinoa-Gericht zaubern. Am Sonntag. Tolle Idee! Aber ich schnappte mir, was ich noch so im Kuehlschrank gefunden habe und ueberlegte mir dann, welchen Geschmack ich ungefaehr haben moechte. Quinoa ist -wie Reis- relativ neutral, sodass er Geschmaecker gut annimmt und man ihn bspw. auch fuer Sueßspeisen nutzen kann. Trotzdem hat Quinoa einen ganz anderen Geschmack als z.B. Reis. Etwas eigenes, was ich immer rausschmecken wuerde. Zum Mann sagte ich noch scherzhaft: Wenn das schmeckt, dann muss es auf den Blog. Ernsthaft? Ich dachte zuerst, vielleicht wird das nichts und was soll so ne poplige Gemuese-Pfanne auf dem Blog. Bis ich den ersten Loeffel im Mund hatte. Sofort stand fuer mich fest, dass ich dieses Rezept teilen muss und das ihr es nachmachen MUESST! Es schmeckt fabelhaft und ist -wie fast alle meine Rezepte- schoen wandelbar. Moegt ihr keine Zucchini? Gut, dann lasst sie weg. Nehmt stattdessen Brokkoli oder Erbsen. Nehmt Moehren oder was euch sonst beliebt und in euren Augen gut zusammen passt. Toppt das Ganze vielleicht noch mit ein paar geroesteten Pinienkernen oder Mozzarella. Lasst das Haehnchenbrustfilet weg und das Gericht ist sogar vegan. Oder? Naja, zumindest vegetarisch. Und ich verspreche euch, das ist so lecker. Wirklich! Probiert es unbedingt aus.

Ihr benoetigt (fuer 3-4 Personen):

1 Tasse Quinoa (z.B. von hier)
1-2 Tassen warmes Wasser
etwas Salz

1 Zwiebel 
1 Knoblauchzehe
2 rote Paprikaschoten
1 Zucchini
300gr. Haehnchenbrustfilet
6-7 kleine Datteltomaten 
etwas Olivenoel
300ml Wasser
1/2 TL Gemuesebruehe
etwas Salz, weißen Pfeffer und Paprika
Curry-Gewuerzmischung (z.B. diese)



Erster Schritt: Quinoa quasi nach Packungsanleitung zubereiten. Grundsaetzlich wird das genauso gemacht wie bei Reis. Auf eine Tasse Quinoa kommt eine Tasse Wasser und dabei auf mittlerer Hitze koecheln lassen. Eine Prise Salz dazu. Ich muss meistens dann noch eine Tasse Wasser nachschuetten, damit der Quinoa richtig aufquellen kann. Das dauert etwa 20-30min.! Der Quinoa muss nicht ganz weich sein, weil er gleich in der Pfanne nochmal Zeit zum Quellen bekommt.

Zweiter Schritt: Waehrend der Quinoa koechelt, koennt ihr schon mal die Paprikaschoten und die Zucchini putzen. Anschließend in mundgerechte Stuecke schneiden. Die Zucchini halbiere ich einmal laengs und dann die Haelften noch einmal in der Mitte und dann in Stuecke. Ich mag diese lieber klein, ihr koennt sie aber auch in groeßere Stuecke schneiden. Das mag ja jeder anders ;) Die Datteltomaten wasche ich ebenfalls kurz ab und halbiere sie. Beim Haehnchenbrustfilet entferne ich alles was ich nicht essen moechte (Senen etc.) und schneide diese in mittelgroße Stuecke - ihr koenntet das Fleisch aber bspw. auch in Streifen schneiden. Mit Salz, weißem Pfeffer und Paprika wuerzen. Anschließend Zwiebel und Knoblauch fein hacken und alles zur Seite stellen.


Dritter Schritt: Mitllerweile duerfte der Quinoa soweit fertig sein und ihr koennt ihn von der Kochstelle nehmen. Eine große Pfanne mit einem EL Oel erhitzen. Zwiebel und Knoblauch anduensten. Fleisch dazu geben und 3min. anbraten. Anschließend das Gemuese hinzufuegen (ausser die Tomaten) und nochmal 2min. in der Pfanne braten lassen. Mit 300ml Wasser abloeschen und einen halben Teeloeffel Gemuesebruehe hinzufuegen. Gut durch ruehren. Wenn es beginnt zu koecheln den Quinoa ebenfalls in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze ca. 20-30min. koecheln lassen. Immer wieder umruehren. Wenn das Gemuese noch nicht ganz gar ist, das Wasser aber schon fast verdunstet, ruhig nochmal etwas dazu geben.

Vierter Schritt: Wenn alles weich ist die Tomaten fuer 2-3min. dazu geben und alles mit Salz, Pfeffer und Currygewuerz (ich nehme 1-2 TL) abschmecken. Die Konsistenz sollte schoen schlotzig sein. Die Quinoa Pfanne beginnt dann auch so zu ploppen (wie bei Reis - wisst ihr was ich meine?). Dann ist ales fertig und ihr koennt die Quinoa Pfanne in Schuesseln geben und genießen. Guten Appetit!
Kommentare on "[Rezept] Quinoa-Gemuese-Pfanne"
  1. ich hab quinoa auch viel gekocht die letzten wochen, allerdings meistens vegetarisch bzw vegan. ich finde er hat doch einen recht nussigen geschmack, mein mann mag das zb gar nicht so gerne, außer in quinoa frikadellen, da passt es merkwürdigerweise super gut.
    mich wundert es warum in deinem rezept der quinoa so lange kochen darf, so kenne ich das aus meinen rezepten (vor allem vegan for fit) nicht. da kocht er maximal 20 minuten und ist dann fertig.
    mein liebstes rezept mit quinoa ist ein kalter salat mit kurz gegarten gemüse, getoppt mit gerösteten curry kernen. da braucht der quinoa auch den biss und muss demnach nicht so lange kochen :) probiers mal aus

    liebe grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Nikole,
      ich habe ja auch nicht geschrieben, das er nach nichts schmeckt, sondern das er schon einen Eigengeschmack besitzt, es aber trotzdem schafft verschieden Geschmacksrichtungen anzunehmen. Genauso wie bei Reis also. Mein Mann mag Quinoa z.B. viel lieber als Reis.
      Ich denke das kann man nach eigenem Ermessen entscheiden. Der eine mag es lieber weich, der andere eben bissfest. Ich wollte hier die schoene, schlotzige Konsistenz erreichen und uns hat das so sehr sehr gut geschmeckt.
      Von vegan for fit halte ich nicht so viel :D Aber das sollte jeder fuer sich selbst entscheiden. Ich moechte das aber einfach nicht. Das bedeutet ja nun wirklich nicht das ich immer Fleisch benoetige. Meine Rezepte zeigen das aber auch ganz deutlich.
      Mich hat es ehrlich gesagt auch nicht gestoert, dass er "lange" kochen muss. Ich wollte demnaechst einen lauwarmen Quinoa-Salat ausprobieren :)

      Löschen
  2. Das ist ja scheinbar gerade voll im Trend. Auf einmal lese ich andauernd von Quinoa. Aber ganz schön teuer.. hui. Ich werde es wohl auch mal probieren müssen. Dein Gericht sieht nämlich verdammt lecker aus! Die Fotos wieder... Genial!

    Wann erscheint dein Kochbuch endlich? ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, du Liebe. Vor allem für das superliebe Kompliment :) Ein Kochbuch wäre mal was, oder? Haha. Wird wohl eher ein Traum bleiben ;)

      Ohja, probiere Quinoa mal aus. Du benötigst ja gar nicht so viel für 2-3 Personen. Da hast du dann eine Weile was von :)

      Löschen

Auto Post Signature

Auto Post  Signature