Wochenrückblick #26

Montag, 14. Juli 2014
In der letzten Zeit denke ich unheimlich viel nach. Keine Ahnung woran das liegt, aber mein Kopf steht nie still. Mein Mund schweigt dafür umso öfter. Ich lasse meine Gedanken kreisen, in jede Richtung und am Ende ist es Matsch. Ich bekomme es nicht in Worte gefasst, ich bekomme es nicht schwarz auf weiß. Ich versuche die Gedanken zu ordnen, die Worte zu formen und auf Papier zu bannen, aber es gelingt mir nicht. War es der zweite Geburtstag vom Zukkermädchen, der mich erneut, mein ganzes Leben überdenken ließ? Sind es die Gedanken an mein Buch, welches geschrieben werden möchte? Ist es meine Sehnsucht nach Berlin, nach meinen Freunden? Hänge ich zu sehr in der Vergangenheit und habe Angst vor der Zukunft? Angst vor dem Kita-Einstieg der Püppi? Angst, nicht genügend Zeit mit ihr verbringen zu können? Angst vor der Veränderung? Ist es ein Zusammenspiel von allem, welches meinem Kopf keine Ruhe lässt? Ich sehne mich nach Freiheit, kann aber trotzdem nicht loslassen. Will verändern, bin aber zu festgefahren, zu träge. Ich halte mich lieber selbst hin, denn wenn ich etwas verändern will ist es endgültig und ich weiß nicht wie es ausgeht. Zum Glück bin ich abends so müde, das meine Gedanken zur Ruhe kommen und ich schlafen kann. Vielleicht ist es auch das Buch, welches ich lese. Vielleicht ist dieses Buch der Auslöser. Ein Buch voller Emotionen und Fragen über das Leben. Ein Buch mit bitterer Wahrheit. Ein Buch, welches viele Lebenssituationen treffend beschreibt. Plötzlich sind da wieder all die Fragen, die ich mir sowieso immer wieder stelle, aber noch allgegenwärtiger. Noch häufiger. Immer da. Nicht auszuschalten. Sollten wir uns in unserem Leben mit weniger zufrieden geben, als wir haben könnten? Sind wir nicht in der Lage Dinge so zu verändern, dass sie besser zu uns passen? Wir schreiben unser Leben selbst. Natürlich hängt es von vielen Faktoren ab, inwieweit wir Veränderungen vornehmen können, aber sollte uns das abhalten? Eigentlich nicht. Und dann kommen da diese bequemen Gedanken. Der Alltag, der natürlich einfach ist, weil er eingespielt ist. Aber ist es da, was wir vom Leben wollen? Sollten wir nicht wenigstens (!) probieren, jeden Tag zu etwas Besonderem zu machen? Sagen wir unseren Herzmenschen oft genug, wie viel sie uns bedeuten? Jagen wir unseren Träumen nach oder hängen wir ihnen hinterher (weil das ja eh NIE klappen wird)? Gibt es Menschen, die füreinander bestimmt sind und wenn es diese Menschen gibt, finden diese dann immer zueinander? Das fragte ich mich aussortierte Liste an Followern bei Twitter (denn mal ehrlich? Was nützen beinahe 200 Follower, wenn eh immer nur dieselben mit dir kommunizieren)? Die wunderbare Solveig sah das Ganze ziemlich neutral und meinte, dass man sich auch an den falschen Menschen gewöhnen kann und vielleicht gar nicht merkt, dass es nicht der/die Richtige ist. Lori hingegen war überzeugt davon, dass es so ist und wenn man sich erst mit 80 findet. Ich persönlich hatte/habe gar keine richtige Meinung dazu. Vielleicht stellte ich deswegen diese Frage einfach so in den Raum. Oder vielleicht tat ich es, weil es das einzige war, was sich aus meinem Gedanken wirr warr überhaupt in Worte fassen ließ. Lori sagte ich, dass es genau das war, was ich hören wollte. Warum? Weil der Gedanke das es so ist, doch einfach nur ganz wunderbar ist. Die Vorstellung alleine treibt mir Tränen in die Augen. Ist es nicht das, wonach wir streben im Leben? DEN EINEN perfekten Partner zu finden, der allein nicht perfekt ist, aber welcher uns perfekt ergänzt? Und ist es nicht der Sinn des Lebens, Kinder zu bekommen und sie aufwachsen zu sehen? Ganz tief im Inneren verspürt doch sicher jeder Mensch -irgendwann- dieses Gefühl. Zu Solveig sagte ich, dass ich mir sicher bin, das man weiß, wann man sich an dem falschen Partner festhält. Man spürt es einfach. Und trotzdem wird es nie einfach so funktonieren, nur weil man füreinander bestimmt ist. Es ist immer Arbeit. Ohne Arbeit funktioniert keine Art von Beziehung. Und natürlich weiß man nie, ob man JETZT in diesem Augenblick wirklich seinen Seelenpartner gefunden hat. Meiner besten Freundin stellte ich gestern dieselbe Frage am Telefon. Und ihre Antwort war so typisch ihre Antwort. Ich hätte es so nicht für sie formulieren können, aber als sie es aussprach wusste ich, dass nur sie es in diese Worte fassen könnte. Natürlich glaubt sie daran, dass es Menschen gibt die füreinander bestimmt sind, aber sie glaubt auch, dass das nicht nur für einen Menschen gilt. Ebenso ist sie -wie ich- der Meinung das es immer Arbeit bedarf und abschließend sagte sie, dass man nie weiß, wie lange ein Seelenpartner an deiner Seite verweilen kann. Und genau deswegen gibt es nicht nur einen. Wenn ich jetzt über all das nachdenke, fasse ich den Schluss, dass es wohl genauso ist, wie alle zusammen sagen. Menschen finden ihren Seelenpartner, der uns für eine gewisse Zeit auf unserer Reise begleitet. Man kann sich so sehr an ihn gewöhnen, dass man vielleicht nicht sieht, dass diese Reise vorbei ist und das Leben eigentlich noch mehr mit uns vorhat. Und vielleicht finden sich dann manche auch erst mit 80 oder sie finden sich, weil sie zuvor einen Partner verloren haben. Man sollte allerdings nie außer Acht lassen, das man immer an jeder Beziehung arbeiten muss. Es gibt immer Tiefen und diese gilt es zu überwinden. Man kann immer versuchen gemeinsam neue Wege zu gehen und erst wenn man merkt, dass trotz eines neu eingeschlagenen Weges die Reise vorbei ist, sollte man sie beenden und sich auf eine neue Reise begeben. Denn, wir haben nur dieses eine Leben und das sollten wir in vollen Zügen genießen mit Menschen die uns lieben. Mit den schönsten Erinnerungen, die trotzdem nie verblassen und uns am Ende zeigen, das wir alles richtig gemacht haben. Am Ende, wenn wir nicht bereuen und wissen, dass wir ein schönes Leben hatten. Mit den wunderbarsten Menschen an unserer Seite, egal wie lange sie uns begleitet haben. 

Daumen hoch für: Menschen, die deine Meinung akzeptieren, auch wenn sie diese nicht teilen!
Daumen runter für: Menschen die Unwahrheiten verbreiten und sich daran erfreuen!
Hörenswert: Sam Smith - Stay with me ()
Lesenswert: Gone Girl von Gillian Flynn. Ich habe nur noch knapp 100 Seiten zu lesen und habe schon Angst vor dem Ende. Dieses Buch fesselt mich so unglaublich, dass ich Angst habe, dass es vorbei ist, weil ich es ja dann nicht mehr weiter lesen kann. Würde euch eine Rezension zu dem Buch interessieren?
Gegessen: Spaghetti Bolognese, Gemelli (Pasta) mit Hähnchen Tomate Mozzarella, Pfannkuchen mit Schinken und Käse, Käsehackbällchen aus dem Ofen mit Eier-Bratkartoffeln, Hähnchen-Kokos-Suppe, Beeren-Streusel-Brownie, Biskuitrolle und Kinderschokolade-Muffins, Obst, Kartoffelbrot mit Käse, Süß-saure-Eier
Getrunken: viel Wasser, Kaffee, halbtrockenen Riesling, Pepsi, Grapefruit Limo, Milch, Kirschblüten-Sekt
Gekauft: Lederpuschen und einen Rucksack für die KiTa, der Mann Zubehör für seine Kamera, für mich einen neuen Handyakku und eine Handyhülle, die neueste Ausgabe der Lecker Bakery
Geärgert: Über Menschen und wie kindisch diese sich verhalten können!
Gefreut: Das meine beste Freundin uns besucht hat und wir mit ihr und einer weiteren lieben Freundin den Geburtstag der Püppi nachgefeiert haben und natürlich darüber das Deutschland Weltmeister geworden ist!
Gestaunt: Wie schnell wichtig geglaubte Dinge unwichtig werden.
Süchtig nach: Gone Girl - definitiv. Ich kann es kaum erwarten später ein paar Seiten zu lesen!
Vorfreude auf: Freitag! Für mich geht es nach Berlin zum Junggeselinnen-Abschied einer Freundin.
Letzte Sünde: Eis! Bei den warmen Temperaturen allerdings ein Muss ;)
Gut zitiert: "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben."  [Alexander von Humboldt]

Ich wünsche euch einen zauberhaften Abend & eine ruhige Nacht  
  
 Die Püppi liebt es auf dem Spielplatz und hat für uns gekocht | Die Lederpuschen für die KiTa sind angekommen
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