Gedanken über mich & Wochenrückblick #30

Sonntag, 10. August 2014
In letzter Zeit lese ich so viele inspirierende Texte, die mich dazu animieren selbst zu schreiben. Jedoch überfordern sie mich auch. Bei jedem Text denke ich mir: Dazu könntest du auch einen Text verfassen, deine ganz eigene Erfahrung oder Geschichte aufschreiben. Und irgendwann ist mein Kopf dann so überfüllt, dass ich nicht einen einzigen Satz auf das Papier bringe. Mich ärgert das. Und sobald ich irgendwo eine Liste schreibe, auf der die Dinge stehen, über dich ich schreiben und/oder vielleicht sogar bloggen möchte, verkrame ich diese. Oder schaue sie nie wieder an. Ich weiß nicht warum das so ist. Aber es ist auffällig, auf wie viele andere Bereiche meines Lebens sich diese Art und Weise mit Dingen umzugehen, noch "übertragen" lässt. Ich vergesse vieles, andauernd. Früher war das nicht so. Außerdem möchte ich an einem Tag alles schaffen um an den anderen Tagen nur das "Übliche" machen zu müssen. Und trotzdem kann ich mich dann nicht aufraffen, hocke hinter meinem Laptop, starre auf das Display und lese andere Texte, anstatt meine eigenen zu schreiben oder den Boden zu wischen, oder das Bad. Ist das eine Art Blockade? Ist das einfach wirklich zu viel in meinem Kopf was ich nicht loswerde? Weil meine einzigen Gesprächspartner der Mann und die Püppi sind? Eventuell einmal in der Woche die Herzfreundin, falls wir es schaffen gemeinsam eine freie Lücke für ein Telefonat zu finden. Okay, jetzt rede ich noch 5-10min. mit den Erzieherinnen der Püppi, aber das ist nun nichts was ich ein richtiges Gespräch nennen würde. Ich befürchte wirklich das liegt an mangelnder Kommunikation mit anderen Menschen. Freunden. An zu wenig Auszeit im Sinne von Rausgehen, einen Cocktail trinken. MEINE freie Zeit richtig nutzen und nicht mit putzen zu verbringen oder damit, eine komplette Staffel einer Serie in 2 Wochen zu schaffen. Auch wenn Zoey Hart und ich eine tiefe Verbindung haben - von der weiß allerdings nur ich ;) Am Ende ist es doch so: Ich bin selbst Schuld. Ich tue ehrlich gesagt genau gar nichts dafür Kontakte zu knüpfen. Andererseits wüsste ich auch wirklich nicht wie. Ich könnte -nachdem ich die Püppi in die KiTa gebracht habe- beim Bäcker frühstücken anstatt zuhause. Aber ich glaube kaum, das mich da jemand anquatscht, weil er ebenfalls alleine beim Bäcker frühstückt. Ich hoffe momentan wirklich das sich durch die KiTa früher oder später Kontakte ergeben. Vielleicht sollte ich auch einfach offener auf Menschen zugehen und die Nachbarin ansprechen, die mich immer vom Balkon aus anlächelt. Vielleicht sollte ich von meinen fabulösen Kuchen die ich backe, den Nachbarn ein Stück vorbei bringen. Sonst kann ich mich eh bald durch die Stadt kugeln. Wobei das schon Ausnahmen am Wochenende sind.

Ist es denn nicht so, das wir uns alle nach Freunden sehnen? Nach guten Gesprächen? Nach Menschen, mit denen man einfach mal einen Kaffee trinken geht? Wir sehnen uns nach Gesellschaft. Denn was passiert mit einem Menschen, der sich zuhause vergräbt? Ich kann da nur für mich sprechen und mich macht das unzufrieden. Es macht mich träge. Und das will ich nicht mehr. Ich will da raus und Menschen kennen lernen. Ich will mehr sehen. Lernen. Von den Menschen und über mich. Denn ist es nicht auch so, dass wir uns selbst besser kennen lernen, wenn wir anderen gegenüber stehen? Wenn wir interagieren. Wenn wir Freundschaften schließen? Wenn wir Menschen in unser Herz lassen? Und auch wenn wir sie irgendwann gehen lassen müssen, geschieht das aus einem bestimmten Grund. Und auch daraus lernen wir einmal mehr etwas über uns.


Daumen hoch für: Träume und den Mut sie zu verwirklichen!
Daumen runter für: Angst vor Veränderungen und die daraus resultierende Unzufriedenheit!
Hörenswert: Kip Moore - Up all night  (leider ist die Qualität des Videos sehr schlecht - falls ihr Spotify oder Ähnliches habt, unbedingt dort reinhören!)
Sehenswert: Noch immer bin ich ganz in das Märchen von Hart of Dixie verliebt. Die Geschichte rund um Zoey Hart mit den wunderbaren Veränderungen die sie in ihrem Leben durchmacht und wie viel sie über sich selbst lernt. Vor einer Gilmore-Girls-ähnlichen Kulisse. Sehr inspirierend.
Lesenswert: Diese Geschichte eines Mädchens die schockiert und trotzdem Mut macht!
Gegessen: Hähnchen-Kokos-Suppe, griechische Hackpfanne mit Tzaziki, Kartoffeln mit Sour Creme, Hähnchen-Mozarella-Pasta, viel Obst (Melone, Äpfel, Birnen, Blaubeeren, Ananas, flache Nektarinen), Mousse au Chocolat Cheesecake, Milchreis mit selbstgemachten Apfelmus, ausgiebiges Frühstück mit Brötchen und Ei
Getrunken: Wasser, Kaffee, Himbeer-Eistee, Detox-Tee, Weißwein, Zitronenlimonade
Gekauft: ein paar KiTa-Klamotten für die Püppi (alle im Sale ergattert), das Spiel Affenbande
Geärgert: Über den Schnupfen, den die Püppi sich am Donnerstag eingefangen hat.
Gefreut: Das Grab von unserem Engel wieder schön hergerichtet zu haben.
Gestaunt: Wie unkompliziert und perfekt die Eingewöhnung von der Püppi gelaufen ist.
Süchtig nach: noch immer Hart of Dixie (Staffel 1 habe ich beendet)
Vorfreude auf: Den Spätsommer und besonders auf den anschließenden Herbst (Lieblings-Jahreszeit)
Letzte Sünde: Weißwein und Haribo Goldbären Fan-Edition
Gut zitiert: "Time is what we want most, but what we use worst."  [William Penn]

Ich wünsche euch einen zauberhaften Abend, eine ruhige Nacht & einen tollen Start in die neue Woche  

 Nach der KiTa gab es auf dem Spielplatz Cookies & Sand-Eis ;) | Mein glückliches Abenteuermädchen | Wir spielen Affenbande und die Püppi zockt uns ab ;)
Ausgiebiges Frühstück mit dem Mann gegen großes Püppi-Vermissen | Eine Sünde wert: selbstgemachter Mousse au Chocolat Cheesecake
Kommentare on "Gedanken über mich & Wochenrückblick #30"
  1. Ich kann das gut verstehen. Leider fehlt mir oft die Zeit und Motivation, mich bei alten Freunden zu melden. Viele sind auch kinderlos und können einige Dinge nicht nachvollziehen. Bei mir haben sich Kontakte durch die Krabbelgruppe ergeben und daraus ist ein fester Kern von 6 Mamas entstanden. Wir treffen uns sehr regelmäßig, auch mal ohne Kinder! Das hält nun schon seit 3 Jahren! Durch den Kindergarten wirst du sicher auch neue Leute kennenlernen. Was ist denn mit einer Turngruppe für die Püppi? Oder Musikschule.....das sind auch gute Orte, um neue Leute zu treffen.

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  2. Es ist total schwer. Ja, in einer Spielfreude trifft man Mütter, kommt ins Gespräch. Aber was muss man für ein Glück haben, wenn man dort auch jemanden findet der passt.. Ich fange gerade von vorne an. Da haste dann die Tratschweiber, die nur am reden sind und die das ganze Dorf kennen. Frauen, an die du nicht rankommst, weil sie nichts erzählen (oder nicht zu Wort kommen). Und Typen, sie dir einfach nicht behagen. Oder es hat sich schon ein eingeschworenes Grüppchen gebildet. Ich bin nicht so die Tratschtante und leider öffne ich mich nicht schnell. Ich weiß meistens ganz genau was ich nicht will, anstatt dass ich mich darauf besinne was ich will. Es fällt mir also auch schwer Kontakte zu knüpfen oder mich auf Menschen einzulassen...
    Zudem kenne ich es, tausend Ideen im Kopf zu haben, aufzuschreiben, aber die Liste niemals mehr anzuschauen. Musste ja echt lachen, dass mir heute so einiges bekannt vorkam. ��
    ICh wünsche dir, dass du dort tolle Kontakte findest. Denn ohne ist es einfach sehr einsam und man wird noch spezieller und eigenbrötlerischer... und kann sich selbst nicht leiden.

    Ganz lieben Gruß
    Tanja

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    1. Grrr... das ist ein Handy-Kommentar. Deswegen mach ich das lieber am Pc. ;)

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