Mein Kindergartenmädchen

Freitag, 8. August 2014
Das Mädchen ist nun offiziell fester Bestandteil ihrer Kita-Gruppe. Den Bienchen. Eigentlich ist sie das schon seit Montag. Seitdem bringen wir sie um 8:30h in den Kindergarten und holen sie um 14:30h wieder ab. Sie isst dort also zu Mittag und hält danach ihren wohlverdienten Mittagsschlaf. Beide Schritte klappen laut der Lieblings-Erziehrin (ja, die gibt es schon!) hervorragend und ohne Probleme. Das Mädchen spielt am Vormittag sehr intensiv mit den anderen Kindern und tobt sich aus. Anschließend hat sie einen Bärenhunger, isst alles ganz alleine und meistens auch auf. Es geht öfter etwas daneben, aber sie verweigert den Latz. Das ist nichts Neues für uns und die Klamotten kann ich waschen. Danach ist sie totmüde und fällt binnen Sekunden in einen Tiefschlaf. Am ersten Tag saß die Erziehrin noch kurz neben ihr und hat sie bei Bedarf gestreichelt (wobei sie das eigentlich nicht benötigt). An den folgenden Tagen war die Püppi schneller eingeschlafen, als die Lieblings-Erzieherin gucken konnte. Außerdem machte sich die Püppi von Tag eins an bemerkbar, wenn sie aufwachte. Dies tat sie leise und war den anderen Kindern gegenüber sehr rücksichtsvoll. An einem Nachmittag als wir sie abholten saß die Püppi breit grinsend an ihrem Platz am Tisch als wir den Gruppenraum betraten. Keks in der Hand und Mund schokoverschmiert. An dem Tag ist sie besonders schnell eingeschlafen. Sie schläft auch grundsätzlich sehr gut und auch ruhig. Sie wird in etwa mit den anderen Kindern wach. Mal früher, mal später. Am Donnerstag Vormittag waren sie bei uns im Bürgergarten spazieren, welcher ungefähr 15-Kleinkind-Gehminuten von der KiTa entfernt liegt. Die Püppi war ganz lieb und erntete ein großes Lob für den ersten "Ausflug" mit den anderen Kindern. Da war ich aber stolz :) An diesem Tag schlief sie dafür ganz schwer ein und man musste sie dann wecken, weil wir ja nur 6 Stunden haben und auch die generelle "Mittagsschlafzeit" vorrüber war. Ich spürte und hörte es gleich - die Püppi hatte einen heftigen Schnupfen bekommen. Am Morgen war davon noch keine Spur. Es scheint ein verflixter Freitag zu sein. Auch in der 3. Woche erlebt sie diesen nicht in der KiTa. Wir behielten sie heute zuhause, da die Nacht zwar ganz in Ordnung, aber eine Unterbrechung von mindestens 3 Stunden hatte. Außerdem war heute Morgen noch immer die Nase verstopft. Ansonsten geht es ihr aber soweit wirklich gut und sie lacht viel. Ich möchte es aber wirklich nicht verantworten, dass sich andere Kinder anstecken. 

Abschließend kann ich also sagen (Stand: 3 Wochen KiTa - abzüglich der verhexten Freitage), dass die Püppi ...

- nicht ein einziges Mal beim Abschied geweint hat
- nicht ein einziges Mal nur eine Minute an mir hing
- sofort auf die anderen Kinder und Erzieher zugegangen ist
- innerhalb kürzester Zeit ruhig am Tisch sitzen bleibt, ohne Faxen zu machen
- unglaublich gut in der Gruppe aufgenommen wurde
- Kleinkind-Freundschaften mit H. und F. geschlossen hat
- auch die anderen Kinder ganz ganz toll findet
- sich überaus gut in die Gruppe integriert
- weder Probleme beim Mittagsschlaf, noch beim Mittagessen in der KiTa hat
- ihrer Erziehrin vertraut und auf sie zugeht
- aber traurig ist, wenn diese nicht da ist
- gerne wieder mit nach Hause kommt (außer an einem Tag)
- sich jeden Tag auf die KiTa wie ein süßer, hibbeliger Keks freut
- einmal Höllenfieber hatte, welches am nächsten Tag verschwunden war
- einmal Schnupfen mit nach Hause brachte
- immer mit aufs Töpfchen/die Toilette geht
- ihre Erzieher respektiert, auf sie hört und sich von ihnen trösten lässt

Außerdem stelle ich auch zuhause schon einige Veränderungen fest. Bezüglich des Sprechens hat sich nichts verändert. Sie lernt immer neue Worte und verwendet diese auch selbst. Aber noch immer warten wir auf 2-Wort-Sätze, von 3-Wort-Sätzen ganz zu schweigen. Ich glaube ja, sie spart sich alles auf und beginnt irgendwann in vollen Sätzen mit uns zu sprechen. Grundsätzlich hat sich das mit dem Abendessen wieder gebessert, sie hampelt nicht mehr so viel rum und hält den Löffel viel besser. Außerdem entwickelt sich ihr Monk-Gen weiter ;)

Das Einzige "Negative" was ich von den Erziehern zu hören bekomme ist, dass die Püppi eben mal schnell rumbockt oder das sie schlecht drauf ist, wenn sie müde wird. Aber das ist doch ganz normal - mir geht es da ja nicht anders. Das wird alles, wenn sie sich an den neuen Rhythmus und Alltag gewöhnt hat, was sie bisher wirklich ausgezeichnet funktioniert. Sie schläft von 18:30h-19h bis 7h-7:15h, trinkt etwas, frühstückt und dann machen wir sie für die KiTa fertig. Dort nimmt sie gegen 8:45h immer am Morgenkreis teil, in welchem gesungen und Musik gemacht wird. Sie weiß, dass die Straßenschuhe vor Betreten des Gruppenraumes durch Hausschuhe ausgetauscht werden. Sie kennt ihren Platz am Tisch, sie liebt den Sandkasten auf der gruppeneigenen Terrasse und spielt mit allem und jedem. Sie wird gemocht und mit Küssen und Umarmungen begrüßt. Sie ist immer noch die Jüngste und die anderen Kinder "kümmern" sich ganz toll um sie, wenn mal der Schuh drückt ;) Die Erzieher finden sie toll und die Püppi findet die Erzieher toll. Sie liebt die KiTa, sie redet den ganzen Tag von der KiTa und sie fühlt sich so unheimlich wohl, dass mir der Abschied und das Loslassen viel leichter fällt als ich gedacht hätte. Trotzdem vermisse ich sie noch immer sehr und manchmal, wenn ich Fotos von ihr sehe, bahnt sich auch eine Träne ihren Weg, aber ich bin sicher, dass das aufhören wird. Ich freue mich für sie. Sie ist angekommen. Es ist neu und aufregend, aber sie liebt es. Keine Sekunde hat sie gezweifelt, sich gewundert oder sich gesträubt. Es ist für sie ganz normal, als wäre es nie anders gewesen. Sie lacht, ist ausgeglichen und unglaublich glücklich. Unser Zukkermädchen war schon immer ein glückliches Kind, welches den ganzen Tag gelacht hat, aber ich habe das Gefühl, dass durch die Kita ihr Vormittag viel ausgefüllter ist. Nun bin ich wirklich am Überlegen, ob ich wir aus dem 6-Stunden-Vertrag doch einen 9-Stunden-Vertrag machen. Ich finde es wirklich doof sie immer direkt nach dem Mittagsschlaf abzuholen, wenn für alle anderen Kinder schon das Vesper bereit steht und noch nicht einmal alle angezogen sind. Außerdem könnte sie so auch am Frühstück teilnehmen, aber all das ist kein Muss und trotzdem könnte ich sie immer holen, wie ich wollte. Ich muss das nochmal mit dem Mann besprechen, denn wenn er zuhause ist, sind auch ihm die 6 Stunden schon viel zu lang ;) Aber in erster Linie denke ich da eben an die Püppi und sie liebt es im Kindergarten. So könnte ich sie dann wenigstens zum Frühstück bringen (8h) und sie nach dem Vesper holen (ca.15h). Das wären dann 7 Stunden. Ich werde euch berichten, wie wir uns für den September entschieden haben - falls man das überhaupt so schnell ändern kann. Da sollte ich nochmal in der KiTa nachfragen.

Ich wünsche euch ein wunderschönes, sonniges August-Wochenende    
Kommentare on "Mein Kindergartenmädchen"
  1. Toll, dass alles so schön klappt!

    In Hamburg kann man nur zwischen 6 und 8 und 10 Stunden wählen. Wir bräuchten eigentlich nur max. 7 Stunden und holen Marie auch eigentlich immer nach 6,5 - 7 Stunden ab, aber es ist auch ganz schön zu wissen, dass wir sie auch mal 8 Stunden da lassen könnten. In Hamburg muss man allerdings beim Amt nachweisen, dass man Anspruch auf einen 8-Stundenplatz hat, also auch inkl. Fahrzeit so lange arbeitet. Durch meinen Nebenjob von zuhause bekomme ich das glücklicherweise auch hin.

    Ich bin gespannt, wofür Ihr Euch entscheidet!

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  2. Könntest du vllt verraten was für sport du zuhause machst? :)

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  3. Es ist toll, das sie sich so wohl in der Kita fühlt. Unsere Motte geht auch gerne und das sogar einem ganzen Tag, da wir beide vollzeit arbeiten. Sie mag es gar nicht wenn man sie vorm Snack am Nachmittag holt ;-)

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