Unsere Schnuller-Geschichte + Fünf Tage Schnuller-frei

Samstag, 23. August 2014
Die Püppi war von Anfang an ein Schnuller-Kind. Das kann man jetzt gut finden oder nicht, aber es ist so. Ich hätte ihn ihr vermutlich auch niemals anbieten müssen, aber auch das ist nun einmal so gewesen. Und ich finde das auch vollkommen in Ordnung. Jede Familie entscheidet das für sich. Für die Püppi haben sich niemals Beeinträchtigungen ergeben, noch hat es ihrem Gebiss geschadet. Als sie noch ein mini Baby war, hatte sie ihn desöfteren mal im Mund. Grundsätzlich gebraucht hat sie ihn aber wirklich nur zur Beruhigung oder eben zum Einschlafen. Und mir war das auch wirklich ganz lieb, dass sie dadurch nicht die ganze Nacht an meiner Brust hing, als ich sie noch gestillt habe. Obwohl sie das natürlich durfte. So oft und wann immer sie es wollte. Aber es war auch okay für sie, den Schnuller zu nehmen. Ihr allererste Schnuller war "My first NUK" (klick). Den bekam ich mal in einem großen Willkommen Baby Päckchen von der Hebamme. Da war auch eine Feuchttücherbox von Hipp und diverse Pröbchen und Stilleinlagen dabei. Sie hat ihn auch wirklich gut angenommen, aber da hatten wir eigentlich nie Probleme. Sie hat so gut wie jeden Schnuller angenommen. Passend dazu hatte ich eine "Papa is the best" - Schnullerkette (klick) und eine Winnie Pooh-Schnullerkette (klick) gekauft. Letztere hatte ich ein Jahr zuvor schon für Jonas gekauft, weil ich auf so einem Winne Pooh-Trip war. Im Kinderzimmer sieht man das heute noch sehr ;) Die beiden Schnullerketten waren auch echt super von der Länge und schön leicht. Nachdem ich nämlich auch eine wunderschöne Holz-Schnullerkette kaufte (klick), musste ich leider feststellen, dass die Püppi diese nicht mag, weil sie ihr zu schwer waren und den Schnuller quasi aus ihrem Mund zogen. Also blieben wir bei den beiden anderen Schnullerketten. Wir hatten einen Schnuller im Auto (dort haben wir dann die Holzkette verwendet, weil diese eh am Gurt festgemacht wurde), einen in der Wickeltasche und einen (+Ersatz) zuhause. Irgendwann bekam ich nochmal ein kleines Werbegeschenk von meiner Hebamme und darin befand sich ein Avent-Schnuller (klick). Da wir zu dem Zeitpunkt eh in der Größe wechseln mussten, kam uns das sehr gelegen und ich muss sagen - die Avent-Schnuller sind ein Traum. Ich finde sie optisch viel schöner, die Form sehr viel mundgerechter und es gibt verschiedene Modelle die man nicht verkehrt herum in den Mund stecken kann, weil sie von beiden Seiten gleich sind. Die Püppi hatte nämlich mal eine Phase, in der sie den NUK-Schnuller gerne und absichtlich falsch herum in den Mund gesteckt hat. Also habe ich die nachfolgenden Schnuller auch nur noch von Avent gekauft. Die findet ihr nicht nur im Internet, sondern auch bei dm. Etwas mehr als die NUK-Schnuller kosten sie, aber ich finde sie auch wirklich besser. Außerdem gefallen sie mir optisch außerordentlich gut. Diese waren unsere letzten. Die Püppi hing aber wirklich an ihrem "Zuhause-Schnuller", sodass wir diesen irgendwann überall hin mitnahmen, ohne einen Ersatz dabei zu haben. Immer mit dabei war die Winnie-Pooh Schnullerkette, weil auch diese zum Favoriten wurde und die "Papa is the best" wirklich nicht mehr schön war (Stoff abgenutzt).

Ungefähr als das Zukkermädchen ein Jahr alt wurde, versuchten wir die Schnuller-Zeit zu begrenzen. Sie neigte bis zum Schluss dazu, diesen einfach immer in den Mund zu nehmen. Einfach so, obwohl sie ihn nicht benötigte. Ebenso wie ihr Stillkissen und ihren Panda. So begab es sich oft, dass man die Püppi nur noch mit ihren 3 liebsten Begleitern zuhause antraf. Sobald wir das Haus verließen, griff die Regel, dass wir nichts mitnehmen. Und das klappe -natürlich- außerordentlich gut, eben weil sie den Schnuller eigentlich nicht braucht. Schon gar nicht einfach so, tagsüber. Als wir dann mit großen Schritten auf den 2. Geburtstag zugingen, stellte ich mir immer wieder selbst die Frage, ob es nicht langsam mal an der Zeit wäre, ihr den Schnuller abzugewöhnen. Allerdings brachte ich das nie so ganz übers Herz. Obwohl ich wusste, dass sie ihn nur noch mittags und abends zum Einschlafen benötigte. Wenn er rausfiel, war ihr das auch relativ Wurst. Insgesamt hatten wir nie Probleme damit, dass ihr der Schnuller rausfiel und sie dann begann zu weinen. Das war immer okay für sie. Entweder steckte sie sich den Schnuller selbst wieder in den Mund oder schlief ohne weiter. Bei Erkältungen und damit einhergehender, verstopfter Nase gestaltet sich der Schnuller immer schwierig, aber sie wollte nicht darauf verzichten. Da waren wir dann doch immer froh, wenn sie eingeschlafen war und der Schnuller aus dem Mund fiel. Jedenfalls bemerkte unsere Kinderärztin zur U7 sofort, dass die Püppi noch einen Schnuller hat und meinte, dass wir langsam beginnen sollten, ihn abzugewöhnen. Aber ehrlich gesagt war ich überfragt, wie ich das tun sollte. Eine Geschichte brauchte ich ihr nicht erzählen, das hätte sie noch nicht richtig verstanden. Einfach wegnehmen, kam auch nicht infrage. Tagsüber "versteckte" ich den Schnuller schon immer, wenn ich daran dachte. Damit sie ihn wirklich nur zum Schlafen nimmt. Ihr Stillkissen und den Panda hat sie ja immer griffbereit. Hinzu kam, dass die Püppi lernte ihren Nucki (Mimi) zu benennen und ihn somit immer einfordern konnte. Natürlich wurde ich nicht weich. Zum Schlafen gab ich ihn ihr aber dennoch. In der KiTa schleppen wir auch immer Stillkissen, Panda und Schnuller von a nach b, weil wir für keine der Dinge Ersatz haben. Den Panda werden wir ein zweites Mal kaufen, sobald wir wieder mal bei Ikea sind. Das Stillkissen ist meiner Meinung nach nicht ersetzbar. Es ist so ausgenudelt und zermatscht, ein neues würde ganz und gar nicht dem Geschmack der Püppi entsprechen. Und da sie auch immer nur den einen Schnuller nimmt, musste der auch immer mit. Nun begab es sich am vorletzten Freitag in der KiTa das die Püppi so müde war, dass sie nicht einmal mehr die "Gute Nacht"-Geschichte der Erzieherin anhörte, sondern direkt in ihrem Bettchen verschwand und einschlief. OHNE Schnuller, OHNE Stillkissen, OHNE Panda. Bäm! Hallo? Was ist denn da passiert? Trotzdem gewährte ich ihr am Samstag wieder den Schnuller zum Mittagsschlaf und dann raffte uns ja die Krankheit nieder. So richtig ausgestanden ist das immer noch nicht. Die Püppi hat nachts gebrochen. Ganz schlimm. Dann war eine Nacht Ruhe und in der darauffolgenden Nacht übergab sie sich direkt zweimal. Daraufhin sind wir direkt zum Arzt gefahren, der dann feststellte, dass die Püppi Zähne bekommt und vermutlich daher Anzeichen eines Magen-Darm-Infektes hat. Der Husten tut sein Bestes in der Nacht und dadurch kann sie ihren Würgereiz nicht unterdrücken. Mit Schonkost bekommen wir das jetzt nachts hin, dass sie nicht bricht. Iberogast geben wir auch noch. Außerdem habe ich gestern ein Inhalationsgerät von einer Freundin bekommen. Ich hoffe das hilft jetzt langsam die Krankheit in den Griff zu bekommen. Denn tagsüber ist sie nach wie vor quietschfidel, hustet kaum, erbricht nie und auch kein Schnupfen in Sicht. Kommt alles nur nachts. Durchfall ist immer mal wieder da und dann mal wieder weg. Ich hoffe bis Montag wird das alles noch besser, damit sie wieder in die KiTa kann. 

Jedenfalls beschloss ich dann Sonntag-Mittag bereits das sie ohne den Schnuller Mittagsschlaf macht, da zu diesem Zeitpunkt der Husten tagsüber noch präsenter war. Ich dachte mir, es ging in der KiTa am Freitag ohne, also wird das schon klappen. Außerdem hat sie zuletzt doll am Schnuller gesaugt, sodass immer ihr ganzes Kinn nass war (vermutlich auch aufgrund der Zähne) und ich mir dachte, dass das vermutlich ein Verschlucken/Erbrechen "fördert". Und was soll ich sagen? Es funktionierte einwandfrei. Sie schlief ohne Meckern ein und verlangte auch nicht nach ihrem Mimi. In den darauffolgenden Tagen musste ich ihr hier und da sogar das Stillkissen verwähren, weil dieses aufgrund vom Erbrechen in der Nacht, gewaschen wurde und immer mindesten einen Tag zum Trocknen benötigt. Aber auch das schafften wir, sodass ich ihr auch abends den Schnuller nicht mehr gab. Das mache ich konsequent seit Dienstag. Mittags und Abends. Ich habe ihn ganz hinten in einem Regal verstaut. In den fünf Tagen hat sie einmal nach dem Schnuller gefragt, aber als sie ihn nicht bekam, war das so auch okay. Vermutlich wacht sie deswegen jetzt öfter mal auf und weint, aber das regelt sich ganz schnell wieder. Auch am Morgen wacht sie weinend auf. Aber ich denke das wird mit der Zeit auch besser. Außerdem kann das natürlich auch daran liegen, dass sie von der Nacht noch müde ist, aber nicht mehr schlafen kann. Ich möchte das nicht alles auf den Schnuller schieben. Ja, so wurde die Püppi also Schnuller-frei. Ohne große Erklärungen, erfundende Geschichten (da wäre mir aber sicher eine besonders aufregende und spannende eingefallen) und ohne Gemecker. Mir ist natürlich klar das es hier und da mal sein kann, dass unser Zukkermädchen nach ihrem Schnuller fragt, aber bisher ist das nicht der Fall und wenn, dann wird mir schon etwas einfallen. 

Abschließend kann ich also sagen, dass die Püppi gar nicht so wirklich abhängig von ihrem Schnuller war. Rückblickend hat sie ihn wirklich weniger gebraucht als ich dachte. Begonnen haben wir damit erst zuhause, nicht schon im Krankenhaus und auch immer nur bei Bedarf. Gerade in der Anfangszeit hat unser Zukkermädchen den Schnuller nicht bei jedem Schläfchen benötigt und umso älter sie wurde, umso mehr hat sie quasi darauf bestanden, ihn zum Schlafen zu bekommen. Und wenn er eben mal so rumgelegen hat, hat sie sich ihn auch in den Mund gesteckt. Obwohl der Bedarf eigentlich nicht da war. Unterwegs hat sie ihn eigentlich nie gebraucht, jedenfalls nicht das ich mich erinnern könnte. Vielleicht mal bei längeren Touren durch die Stadt, wenn sie im Kinderwagen geschlafen hat. Im Auto hat sie ihn auch wenig benötigt, höchstens bei längeren Fahrten wo sie ebenfalls geschlafen hat, z.B. nach Berlin! 

Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir diesen Schritt jetzt aufgrund der Krankheit irgendwie "nebenbei" erledigt haben und der Schnuller jetzt kein großes Thema mehr ist. Aber es ist ein großer Schritt - für die Püppi und für uns. 2 Jahre, 1 Monat und 19 Tage. Irgendwie auch ein Meilenstein, oder nicht? ;)

Und weil Babyfotos so schön sind, gibt es jetzt eine kleine Collage mit Best of Schnuller, hihi.


Kommentare on "Unsere Schnuller-Geschichte + Fünf Tage Schnuller-frei"
  1. Glückwunsch, dass es so toll geklapp hat. Unsere Maus ist schon 3 und braucht den Nuckel noch immer, wenn sie müde ist :-(
    Dazu kommen ein Stoffschaf und auch der Stillmond, der allerdings immer zu hause bleibt. Das ist auch besser so, da er mittlerweile nicht mehr vorzeigbar ist! :-)

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    1. Lass ihr die Zeit, die sie benötigt. Aber ich verstehe schon, man sorgt sich ja wegen der Zähne etc.! Solange aber von ärztlicher Seite alles in Ordnung ist, passt das doch. Ihr werdet das sicher schaffen.

      Unser Mond sieht auch nicht mehr so schön aus, aber ohne geht nichts. Dafür kann es sein, dass der Panda bald noch zuhause bleibt :)

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  2. hach Baby fotos sind immer zucker, sie werden doch eh viel zu schnell groß <3
    Mein kleiner ist jetzt 2 und ich muß sagen da sder schnuller nie wirklich groß gebraucht wurde. Klar, wenn mein kleiner mal krank war oder zum schlafen dann war er oft ganz nützlich, aber sonst liegt er oft den ganzen Tag wo rum und wird nicht angesehen. Momentan wird er lediglich nur mehr zum schlafen gebraucht oder gerade weil er krank war. Bin mal gespannt wie das abgewöhnen hier irgendwann mal klappt. Aber deine Maus hats auf jeden fall super gemeistert :)

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    1. Da gebe ich dir recht!
      Das ist doch super. :) Es ist ja immer ganz gut, wenn die Kinder nicht allzu abhängig von dem Schnuller sind. Wie gesagt, hier war er auch meistens zur Beruhigung oder zum Schlafen nützlich. Sonst war das eher "einfach so" ... das haben wir zuerst abtrainiert. Vielleicht beim nächsten Husten einfach mal weglassen und schauen wie es klappt ;)

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