Veränderungen und KiTa-Update

Mittwoch, 27. August 2014
Seit Montag geht das Zukkermädchen wieder in die KiTa. Wir haben die Krankheiten hinter uns gelassen und schlagen uns nur noch hier und da mit etwas Husten herum. Bei der Püppi dachte ich schon, der Husten würde sich nachts niemals legen und sie würde jetzt immer erbrechen, wenn wir sie nicht mit Schonkost ernähren. Dann bekam ich von einer lieben Freundin ein Inhalationsgerät. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es einfach war mit dem Mädchen zu inhalieren, aber es ging. Meistens haben wir ein und dieselbe "Bernd das Brot-Folge" dabei angeschaut, weil sie keine andere sehen mag. Mich hat das irgendwann leicht genervt. Aber wir bemerkten das der Husten von Nacht zu Nacht besser wurde. Langsam begannen wir wieder mit normalem Essen und alles bleibt drin. Zum Glück. Das wäre also zunächst einmal geschafft. Mal sehen, wann die Püppi die nächste Krankheit aus der KiTa mit nach Hause bringt. 

Seitdem es ihr wieder richtig gut geht, stopft sie das Essen förmlich in sich rein. Früh möchte sie immer Brot. Aber nicht nur eine Scheibe, sondern am Besten gleich zwei. Und dazu dann noch einen "Joju" (Joghurt). Außerdem trinkt sie ganz viiiiel Tee. Mittags isst sie ja dann in der KiTa. Und wenn ich sie abhole hat sie meistens schon einen Keks oder gestern erst ein Knäckebrot mit Honig in der Hand. Zuhause will sie dann am liebsten ein paar Cracker, wieder Brot oder Joju. Eine Banane, einen Apfel - was eben gerade da ist. Und zum Abendessen isst sie dann meistens eine Wiener, ein Brot, 3 Stückchen Gurke und eine Banane. Je nachdem was es zuvor schon gab. Das ist doch Wahnsinn. Ich frage mich, wo sie das alles hin isst. Aber ich lasse sie gewähren, solange es doch noch einigermaßen gesund ist. Ich finde es einfach schön, dass sie wirklich äußert, wenn sie Hunger hat. Man kann auch unterscheiden, ob sie naschen will oder eben wirklich etwas essen um ihren Hunger zu stillen. Wahrscheinlich hat sie eine Menge aufzuholen - schließlich gab es fast eine Woche nur Schonkost. Oder sie schubt. Jedenfalls wächst sie mir einfach davon. Es ist unglaublich wie sehr sie gewachsen ist. Vom kleinen Baby ist ja schon lange nichts mehr da, aber sie wird so richtig richtig groß. Vermutlich überragt sie mich irgendwann.

Ganz stolz waren der Mann und ich dann heute, als wir die Püppi abholten. Morgens ist das irgendwie momentan ganz doof. Sie will sich nicht anziehen lassen, sie will den Rucksack nicht tragen, die Treppen nicht laufen und den Weg zum Auto gleich gar nicht. Sie macht es natürlich am Ende trotzdem, aber bis dahin dauert es eine kleine Ewigkeit und viel Geduld. Erstaunlicherweise macht sie das nicht, wenn nur einer von uns beiden zuhause ist. Da läuft alles ganz wunderbar. Vom Auto zur KiTa bummelt sie immer, obwohl sie sich wahnsinnig freut. Sind wir erst einmal im Kindergarten angekommen, können wir sie gar nicht schnell genug ausziehen. Dann wird erstmal ein Puppenwagen durch den endlos langen, großen Flur geschoben und dann wieder eingeparkt. Anschließend bringen wir sie in die Gruppe und werden seit 2 Tagen nicht einmal mehr verabschiedet. Sie sagt der Erzieherin "Guten Morgen" und dann war sie nicht mehr gesehen. Für mich ist das immer wieder faszinierend. Das alles so einfach war. Und sie sich von Anfang an wohl gefühlt hat. Das sie bisher nicht einmal weinte, wir nicht angerufen werden mussten, sie sich gut in die Gruppe integriert. Das sie ganz schnell ruhig am Tisch oder beim Morgenkreis sitzen blieb. Das sie schon bei der Feuerwehr und auf kleinen Ausflügen war und sich auch dort gut gemacht hat. Oft wenn ich die Püppi abhole kann ich die Erzieherin nur zwischen Tür und Angel sprechen, weil sie sich weiter um die anderen Kinder kümmern muss (ich berichtete schon einmal). Wenn mir etwas wichtig war, habe ich direkt gefragt, aber ich bin nicht so eine Person die dauernd jede Kleinigkeit nach-oder hinterfragt. Ich denke mir dann, dass die Erzieher mir schon sagen werden, wenn etwas besondern toll oder blöd war. Andererseits will ich auch nicht desinteressiert wirken. Manchmal habe ich dann Angst, dass alles beim Elternabend auf mich einprasselt, aber dann denke ich wieder, dass sie Probleme direkt ansprechen würden, wenn es welche gäbe. Heute passierte es dann, dass der Mann und ich das Zukkermädchen wieder um 14:30h abholten und sie gerade schon mit anderen Kindern am Tisch saß, sie sich unterhielten und Kekse aßen (wir gucken dann immer durch das kleine Fenster. Es ist so süß und viel besser als Kino). Sobald sie uns sieht sagt sie "Mama, Papa", steht aber erst vom Tisch auf, wenn eine Erzieherin bei ihr ist und ihr sagt, dass wir da sind und sie aufstehen kann. Ich drückte sie an mich und wir verabschiedeten uns. Als wir der Püppi gerade die Schuhe wechselten, kam ihre Erziehrin nochmal heraus und sagte uns, dass sie ganz stolz auf unser Mädchen sind, weil sie sich sehr gut macht. Seit dieser Woche sind 2 neue Kinder zur Eingewöhnung da, die auch öfter mal weinen. Die Püppi steckt das aber super weg und spielt mit diesen und anderen Kindern. Das heißt: Sie ist eben sehr selbstständig und sie müssen sich nicht immer sorgen, ob sie gerade Hilfe benötigt oder dergleichen. Ihr wisst schon was ich meine. Sie können sich gut um die neuen Eingewöhnungs-Kinder kümmern. Normal ist das scheinbar nicht. Die Püppi ist ja auch gerade mal einen guten Monat im Kindergarten. Die andere Erziehrin, die auch gerade draußen bei uns war und sich um ein Mädchen mit Behinderung kümmerte (welche ganz normal in die Gruppe intergriert werden), stellte dann noch fest, dass unser Mädchen die Natur liebt und wir konnten das nur lächelnd bejahen. Für sie gibt es kaum etwas besseres. Das wissen wir. So war sie schon immer. Ein wildes Mädchen, immer auf der Suche nach Abenteuern und das geht draußen viel besser, als zuhause. Wir waren ziemlich stolz und sehr glücklich, dass auch das so wunderbar funktioniert. 

Unser Mädchen entwickelt sich weiterhin so fabelhaft und sie wird einfach so schnell groß. Sie fehlt mir noch immer sehr SEHR, wenn sie nicht bei mir ist, aber ich habe richtig Schmetterlinge im Bauch, wenn ich sie aus der KiTa abholen kann. Das ist ein tolles Gefühl. Und ich weiß, dass die Püppi so unendlich viel Spaß hat. Ich mache mir keine Gedanken darum, wie es ihr geht, weil ich es weiß. Ich habe keine Angst, dass sie sich weh tut oder ihr weh getan wird, weil diese Gruppe von Kinder mitsamt ihrer Erzieher einfach großartig ist und unser Mädchen sich auch prima durchsetzen kann. Sie ist wirklich das tollste Mädchen, welches ich kenne. Mit einem Herzen aus purem Gold, wo jeder drin Platz hat. Sie ist einfühlsam und frech. Sie macht das Leben spannend und sie malt es bunt. Ich liebe dieses Mädchen. SO SEHR!


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