Wochenrückblick #32

Sonntag, 24. August 2014
Vermehrt bemerke ich -im Internet und auch im wahren Leben- das man nicht mehr jammern darf. Über nichts. Argumentiert wird dann mit: "Person A und D geht es viel schlimmer als dir und Person Y hat einen viel schwierigeren Weg hinter sich als du, also beschwere dich nicht". Ich beziehe das jetzt nicht ausschließlich auf mich, weil mir das glücklicherweise sehr selten passiert. Vor allem seitdem ich Menschen aus meinem Leben gestrichen habe, die eben genau SO immer argumentiert haben. Das macht man nicht und ich finde es wirklich UNTER ALLER SAU. Es geht nicht darum, dass es einer anderen Person eventuell schlechter gehen könnte und wer definiert das überhaupt? Wenn es danach ginge, würden wir vermutlich jedes Mal irgendeine Person auf dieser Welt finden, der es gerade -in diesem Augenblick- schlechter geht als uns. Aber davon wird unser Problem nicht kleiner, unsere Sorgen nicht weniger und unsere Trauer wird dadurch nicht gemindert. Wenn es einer Person in unserem Umfeld schlecht geht, welche uns nahe steht, dann haben wir unterstützend zu sein, weil die Person es ebenso für uns wäre oder schon mal war. Wir haben zuzuhören und aufzumuntern. Wir sind die starke Schulter und in diesem Moment der Vertraute. Ich behaupte einfach mal, dass ein richtig guter Freund nicht einmal nur EINEN Gedanken daran verschwendet, ob es eine Person gibt, der es schlechter geht. Ganz im Gegenteil. Und wenn es nun im Internet passiert? Wenn dort Menschen teilen, dass es ihnen schlecht geht? Dann hat man vielleicht ein nettes Wort übrig? Oder eine virtuelle Umarmung? Und wenn nicht, warum hält man dann nicht einfach den Mund? Wieso muss man einer Person -der es schlecht geht- sagen, dass man nicht das recht dazu hat, weil es anderen schlechter geht? Ich bitte euch. Jeder Mensch auf unserem Planeten hat sein Päckchen zu tragen. Jeder von uns musste schon schreckliches erleben. Und in diesem einem Moment, darf man schwach sein, sich im Selbstmitleid suhlen und getröstet werden. Denn in diesem einen Moment, empfindet man das was passiert ist, als schlimm. Und das ist es auch. Jedes Problem sollte ernst genommen werden. Ich schätze mal das Leute, die so einen Schmarrn von sich geben, gerade selbst Probleme haben und diese als schlimmer empfinden. Und selbst wenn es wirklich so sein sollte, dann ist das noch lange kein Grund, einen anderen Menschen (der gerade in demselben Boot sitzt) runterzumachen, die Probleme in den Boden zu treten. Stell dir mal vor, das würde dann auch jemand mit dir machen. Jemand, dem es noch schlechter geht als dir? Da fällt etwas auf, oder? Wie oben bereits erwähnt, wenn man wollte, würde man immer eine Person finden der es noch schlechter geht. Und dann würde jeder von uns in den Hintergund treten. Also wurden uns Menschen an die Seite gestellt, die hoffentlich immer da sind, wenn uns mal wieder etwas schlimmes widerfährt und denen wir es zurück geben können. Und wenn man seine Sorgen auch einmal öffentlich teilen will, dann habe -ICH für meinen Teil- ein offenes Ohr.

Daumen hoch für: Spielplatzbesuche mit der Püppi und dazu wahnsinnig angenehme Temperaturen
Daumen runter für: Menschen die Dinge nicht persönlich ansprechen, sondern öffentlich machen.
Hörenswert: Nach wie vor, meine Hart Of Dixie-Playlist
Lesenswert: Dieser sehr ehrliche und auf den Punkt getroffene Artikel von einem sehr klaren Bild eines Reporters, welcher 15 Jahre in Amerika gelebt und gearbeitet hat.
Gegessen: Thailändisches Curry, McDonald's, Süß-saure-Eier, Hähnchen-Kokos-Suppe, Rührei mit Tomaten, Gurke, Schnittlauch und Salami, Schokopudding, Spaghetti mit Jagdwurst, Ofenhackbällchen mit Käse, Obst
Getrunken: diverse selbstgemachte Smoothies, Wasser, Kaffee, Tee, Weißwein
Gekauft: Cordhose, Fleecejacke und Strumpfhose für die Püppi ergattert. Außerdem einen wunderschönen Ringordner für die KiTa, worin all ihre Werke gesammelt werden.
Geärgert: Über die Erkrankung von mir und der Püppi und damit eine Woche KiTa-Ausfall.
Gefreut: Das es mir allmählich besser geht und ich heute viel geschafft habe. Wäsche, staubgewischt und staubgesaugt, zweimal Essen gemacht und den Kleiderschrank vom Zukkermädchen auf/aus-und umgeräumt. Jetzt würde ich gerne noch meine Haare färben und baden - mal sehen, ob es klappt ;)
Gestaunt: Wie gut die Püppi und ich den Krankheits-Alltag alleine gemeistert haben, während der Papa von früh bis spät gearbeitet hat und wir die Nächte teilweise gemeinsam durchmachten.
Süchtig nach: Den Küssen von meinem Mädchen, die sie momentan sehr gerne und oft verteilt
Vorfreude auf: Eine neue Pretty Little Liars Folge heute Abend.
Letzte Sünde: Nougat und Weißwein!
Gut zitiert: "Every day holds the possibility of a miracle." [Elizabeth David]


Ich wünsche euch einen zauberhaften Abend, eine ruhige Nacht & einen tollen Start in die neue Woche    
 Kleine Shoppingausbeute für die Püppi (erste Herbst-Kleidungsstücke mussten her) | Ich war mit der Püppi auf dem Spielplatz und wir hatten viel Spaß | Habe den Kleiderschrank vom Mädchen auf/aus-und umgeräumt (den Temperaturen angepasst)
 Papa & Püppi auf dem Spielplatz (schon vor 2 Wochen) | Der wunderschöne Ringordner für mein KiTa-Mädchen | Kleine kranke Maus schläft sich gesund und ich könnte sie stundenlang ansehen
 Leckerer Ananas-Erdbeer-Grapefruit Smoothie | Rührei mit Tomaten, Gurke, Salami und Schnittlauch
Kommentare on "Wochenrückblick #32"
  1. Hm, im Prinzip hast du schon recht! Aber ich denke mal man möchte mit diesem "Argument" einen anderen Blickwinkel für ein Problem, Sorge geben. Wenn es natürlich um einen Verlust geht, dann ist das ganz was anderes, dann stimme ich dir 100% zu. Und ich habe diese Sätze jetzt keinenfalls böse gemeint!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Aber muss man dann sagen, dass es X und Y schlechter geht? Kann man nicht einfach trösten? Oder der Person eine Umarmung schenken? Denn nur weil man für einen Moment den Blickwinkel ändert, erledigt sich das Problem, die Sorgen oder die Trauer nicht. Ist es nicht hilfreicher, jemanden zu sagen, dass man da ist? Das die Person stark ist und schon vieles durchmachen musste und das man das Problem JETZT auch gemeinsam meistert? So würde ich das jedenfalls machen. Als Freund.

      Löschen
    2. Sicher gehört das dazu, da hast du schon recht - aber ich finde es schon ziemlich hilfreich, wenn mein Schatz mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringt und mir erklärt, das die Welt nicht gleich untergeht und es wirklich, wirklich größere Sorgen auf dieser Welt gibt! So gehts halt mir! Aber zum Glück sind wir alle unterschiedlich - das macht die Welt so bunt. Und zum Glück haben wir nicht alle die gleiche Meinung und zum Glück gibt es kein RICHTIG und FALSCH. Da bleibt jeden nur zu wünschen, den Trost bei den geliebten Menschen zu finden, den jeder für sich gerade braucht!...

      Löschen
  2. Dazu sag ich nur: https://www.facebook.com/StillStandingMAG/photos/a.624517474252408.1073741827.335688093135349/714601251910696/?type=1&theater

    AntwortenLöschen

Auto Post Signature

Auto Post  Signature