Ein Tag im wundervollen Sonnenlandpark / Lichtenau

Dienstag, 18. November 2014
Schon so lange wollte ich euch von unserem wunderschönen Tag im Sonnenlandpark berichten. Irgendwie kam immer etwas dazwischen oder ich habe einen anderen Eintrag vorgezogen. Ebenso in der Warteschleife hängen immer noch der Zoobesuch (welcher noch länger her ist) und unser Besuch im O-Park vor 3 Wochen. Grund dafür, dass ich mit dem Sonnenlandpark beginne ist ganz einfach: Da habe ich schon die Fotos fertig bearbeitet. Die Foto-Bearbeitung kostet wirklich immer viel Zeit, weshalb ich solche Einträge vermutlich auch vor mir herschiebe. Allerdings will ich sie natürlich trotzdem verbloggen. Als Erinnerung und um euch an unseren wunderschönen Tagen teilhaben zu lassen. Außerdem ist es gerade schön diese Spätsommerfotos zu sehen, wenn es draußen grau und nass ist. Vielleicht fühlt ihr euch auch inspirert, solche Unternehmungen mit euren Kindern zu machen oder zu schauen, ob sich etwas Ähnliches bei euch in der Nähe befindet. Natürlich wird es jetzt langsam zu kalt, aber man kann sich das ja schon für das Frühjahr vornehmen.

Der Sonnenlandpark befindet sich in Lichtenau/Sachsen. Das ist ungefähr 70km von Dresden entfernt und 45 Minuten Fahrzeit. Von uns aus sind es nur knapp 30 Minuten. Es sind genügend Parkplätze vorhanden, welche immer sonnengeschützt sind und lediglich 1€ kosten. Gleichzeitig wird mit ihnen Solarenergie gewonnen. Das Einzige was ich überhaupt am Sonnenlandpark zu bemängeln habe: zu wenig Bollerwagen. Da sollte man am Besten selbst was für den Transport des Kindes dabei haben, wenn dieses nicht mehr laufen will. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. 


Was genau ist nun also der Sonnenlandpark? Eigentlich ist es nichts anderes als ein Freizeitpark. Aber nicht im Sinne von vielen Karussells und riesigen Attraktionen, sondern viel mehr eine Mischung aus Natur, Tieren, einigen Karussels und Spielplätzen. 

Ganz genau gibt es u.a. folgende Attraktionen im Sonnenlandpark: Ein Kletterparadies, ein Riesenrad, Nautic-Jet,  Minibagger, Butterfly, Kettenkarussell, Wasserspielplatz und Miniflöße. Außerdem Natur pur mit Hirschen, Hirschkälbern und einem Streichelzoo. Man kann (nein man muss) einen ganzen Tag im Sonnenlandpark einplanen und auch dann hat man längst nicht alles gesehen. Überall gibt es Grillplätze, wo ihr eure mitgebrachten Bratwürste und Steaks grillen könnt. Aber auch da muss man schnell sein und sich einen der vielen Plätze sichern. Zudem ist der Sonnenlandpark ausgestattet mit barrierefreien Attraktionen sowie einer Rollstuhlwippe, einem Rollstuhlkarussell und einer extra Rollstuhl-gerechten Gondel im Riesenrad. Das finde ich wirklich ganz toll! Man merkt auch das es wirklich genutzt wird. Da es im Umkreis von vielen vielen Kilometern der einzige Park seiner Art ist, der eben auch barrierefrei und daher Rollstuhl-gerecht ist.


Das Ganze kostet ab 4 Jahren 11€ pro Person. Eine Familienkarte (Eltern/Großeltern) und 2 Kinder (4-16 Jahre) kostet 38€ - jedes weitere Kind 7€! Ein Geburtstagskind muss keinen Eintritt bezahlen. Wir hatten sogar das Glück einen Gutschein zu haben, sodass wir für 2 Erwachsene nur den Preis von einem zahlen mussten und die Püppi hat eh noch nichts gekostet, denn bis 4 Jahre ist der Eintritt frei. Bis auf Dezember und Januar hat der Sonnenlandpark auch in der kälteren Jahreszeit an den Wochenenden geöffnet. Zusätzlich dafür gibt es die IN-Sola die eigentlich nichts anderes, als ein Indoorspielplatz ist. Da gibt es viele Hüpfburgen, ein Kinder-Riesenrad, Airhockey, einen Kleinkind-Bereich und ein Bällebad. Besuchen kann man das IN-Sola aber natürlich zu jeder Jahreszeit. Das Essen für die Kinder ist ziemlich günstig. Für Nudeln mit Tomatensoße zahlt man ca. 2,50€! Wir haben für Wiener mit Pommes, Currywurst und die Nudeln knapp 10€ bezahlt. Getränke hatten wir dabei. Die Ausgaben spart man sich natürlich, wenn man sein Essen komplett selbst mitbringt.

Natürlich kann die Püppi auch nicht jede Attraktion nutzen, aber das war gar nicht schlimm. Ihr hätte es schon gereicht, den ganzen Tag auf der coolen Schaukel mit dem Papa zu verbringen oder aber auf dem Wasserspielplatz. Mama und Papa wollten jedoch wenigstens ein bisschen mehr sehen und so lernte die Püppi auch noch ein paar weitere Attraktionen kennen. Da wir am 6. September dort waren, erwischten wir tatsächlich noch einen richtig warmen Tag, der einmal durch einen Regenschauer getrübt wurde. Aber der war so schnell wieder weg, wie er gekommen war. 

So und nun lasse ich mal Fotos für sich sprechen. Die sagen nämlich so viel mehr. Viel Spaß!


Das erste Highlight für die Püppi, war diese coole Schaukel, bei der man selbst bestimmen kann, wie schnell oder langsam sie schaukelt und auch alleine bestimmt wann und wie ruckartig man bremst. Das ist ziemlich cool, weil ein Erwachsener und auch ältere Kinder das gut kontrollieren und steuern können. Der Püppi hat das echt unglaublich gut gefallen, auch wenn sie sehr ernst aussieht. Sie ist nämlich immer sehr gewissenhaft was ihre eigene Sicherheit betrifft - und das ist ja auch gut so!


Von dem Standpunkt der Schaukel aus konnte ich schon den Wasserspielplatz erspähen. Das war mein Highlight für die Püppi. Schon als ich davon im Internet gelesen habe, wusste ich, dass ist genau das Richtige für unser Mädchen. Wir mussten sie zwar ein wenig von der Schaukel wegreißen und es gab ein paar Tränen, aber nicht lange. Denn als sie den Wasserspielplatz dann auch erblickte gab es kein Halten mehr. Alles wurde ausprobiert. Angst existierte einfach nicht. Irgendwann stieg sie dann auch in ein Wasser-Schlamm-Becken und ließ sich reinplumpsen. Natürlich hatte ich direkt vorsorglich dreimal Wechselkleidung eingepackt. 

Sie hatte auch überhaupt keine Scheu mit anderen Kindern zu spielen. Oftmals war es so, dass sie sich das Wasser über die Hände plätschern ließ, während die anderen Kinder wahnsinnig Spaß hatten das Wasser heraus zu pumpen. Das wollte die Püppi aber natürlich auch mal probieren, aber das war schon ein bisschen schwierig. Trotzdem hat sie es geschafft und war dann auch wahnsinnig fasziniert. Ein ganz tolles Erlebnis war das für unser Zukkermädchen. Danach haben wir sie erst einmal komplett umgezogen und ein paar Apfelstückchen gegessen, die ich zuhause schon fertig gemacht hatte. Dazu bloß genügend trinken. Denn trotz des ganzen Spaßes ist das ja auch anstrengend und wenn es dann noch warm ist, muss genügend Flüssigkeit zu sich genommen werden.

Danach machten wir uns weiter auf Erkundungstour durch den Park. Die Püppi war ein bisschen traurig das sie sich nicht erneut von oben bis unten einsauen durfte, war dann aber auf Papas Schultern friedlich. Als wir dann eine lustige Hüpfburg erreichten, die in der Mitte eine Klettermöglichkeit hatte, war die Püppi nicht mehr zu halten. Sie rannte gefühlte hundert Mal runderherum. Sie fiel hin, ließ sich treiben und hatte eine Menge Spaß. Das Zukkermädchen ist ja nicht wehleidig und kennt keinen Schmerz. Leider war es wirklich so, dass die größeren Kinder keine Rücksicht auf die kleineren nahmen und ich so auch mal das Wort ergriff, weil niemand anderes es tat, aber jeder sich darüber aufregte. Nach ca. 20 Minuten wollte dann auch die Püppi runter und gleich danach mussten wir uns wegen dem kurzen Regenschauer unterstellen. Danach machten wir nochmal einen Versuch, einen Bollerwagen zu ergattern, aber Fehlanzeige. Also weiter vollbepackt. Wir entschieden uns dann erst einmal etwas zu essen und kurz zu verschnaufen.

Danach fuhren wir mit der Parkbahn Anton zum Riesenrad. Auf dem Weg sieht man so ziemlich den ganzen Park und es ertönt eine Stimme, die eine Menge Wissenswertes über den Park erzählt. Wir fuhren vorbei an dem Streichelzoo und an den Hirschen und Hirschkälbern. Teilweise ließen diese sich von bis zu 5 Kindern streicheln, so zutraulich sind diese, wenn man sich ihnen gegenüber ruhig verhält. Man kann den Weg natürlich auch zu Fuß gehen, aber das wäre für das Zukkermädchen zu viel gewesen. Mit Bollerwagen wären wir aber sicherlich gelaufen. Das nächste Mal!

Ich glaube die Fahrt fand die Püppi wirklich toll. Auch wenn es etwas ganz Neues für sie war und sie auch teilweise sehr skeptisch wirkte. Bei jedem Hirsch schrie sie lauthals "Wauwau" und quiekte. Damals waren alles noch Hunde ;) Mittlerweile kann sie verschiedene Tiere schon gut auseinander halten.

Auf dem Riesenrad hatte die Püppi echt eine Menge Spaß. Hätte ich erst gar nicht so gedacht, aber vermutlich hat sie doch keine Höhenangst. Sie hat immer wieder rausgeschaut und war wahnsinnig fasziniert von dem was sie von oben sehen konnte. Blöd war es nur, wenn das Riesenrad plötzlich anhielt. Das hat sie nicht verstanden und fand es auch nicht okay. Verstehen kann man das ja. Das Riesenrad kostet übrigens nichts extra und fährt ungefähr 5 Runden. Danach haben wir noch versucht an einen Hirsch heranzukommen, aber das gelang uns leider nicht. Dort beim Riesenrad scheinen sie noch nicht so zutraulich zu sein, denn die Püppi war wirklich sehr vorsichtig und ruhig, als sie sich ihnen näherte.

Ob man wieder mit Anton zurückfährt oder lieber läuft ist einem selbst überlassen. Wir sind natürlich gefahren. So langsam wurde es auch echt spät und die Püppi wirkte schon sehr schlapp. Das hielt sie allerdings nicht davon ab, nochmal diese Hüpfekissen auszuprobieren, vor denen sie ganz am Anfang noch viel Respekt hatte. Hier hat sie sich nochmal so richtig ausgepowert, wollte sogar vorsichtig raufgeschmissen werden, nachdem sie das bei einem anderen Kind gesehen hatte. Das hat echt gefetzt. Sie rutschte dann auch noch ein paar Mal, hangelte sich eine Wackelbrücke entlang und schaukelte auch nochmal mit dem Papa.

Dann wurde es langsam wirklich spät, die Püppi war nicht mehr so gut drauf und meckerte an allem rum - kein Wunder, hatte sie keinen Mittagsschlaf gemacht. Dazu die Wärme und die vielen Eindrücke. Sie machte dann noch ein bisschen Musik und ich entschied das sie zum Abschluss noch ein kleines Eis bekommt. Das war auch ganz richtig so. Ich sattelte sie auf meinen Schultern, sie aß ihr Eis und es gab keine Diskussionen und keine Tränen beim Verlassen des Sonnenlandparks. 

Das war wirklich ein schöner Tag, auch wenn er anstrengend war. Der Püppi hat das alles so viel Spaß gemacht und auch ich war ganz begeistert wie schön das alles ist. Für Kinder ist es genau das richtige und die ganze Familie kann dort richtig Spaß haben. Am Besten nimmt man noch ein paar Freunde mit und grillt dort zum Mittag. Das stelle ich mir ganz toll vor. Wir waren auf jeden Fall nicht das letzte mal dort und nehmen uns das für März/April wieder vor. 


Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Eindruck davon vermitteln wie schön es dort war und das sich das wirklich lohnt. Ein rundum perferkter Tag, der preislich auch wirklich vertretbar ist. Die glücklichen Kinderaugen sind es allemal wert, aber eben nicht nur die! So, wer kommt jetzt im Frühjahr vorbei und besucht den Sonnenlandpark mit uns gemeinsam? ;)





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