Unser Weihnachten 2014 ♥

Dienstag, 30. Dezember 2014

LOVE IS WHAT'S IN THE ROOM WITH YOU AT CHRISTMAS IF YOU STOP OPENING PRESENTS AND LISTEN!


So schnell wie der Zauber kam, war er auch schon wieder weg. Ich bin etwas wehmütig und trauere dem Weihnachtsfest hinterher. Weihnachten ist eine Zeit der Wunder, an Weihnachten kann alles passieren. Gerade deshalb, aber auch wegen der vielen Lichter, der großen grünen Tanne, den strahlenden Gesichtern, dem Glühwein und den leckeren Plätzchen. Natürlich kann man das alles weiterhin fortführen (ausgenommen die Tanne), aber mal ehrlich: das ist doch dann alles nur noch halb so schön. Die Vorfreude auf Weihnachten macht es eben so besonders.

Wie unser Weihnachtsfest war, möchte ich euch erzählen. Denn es war ein ganz besonders schönes Weihnachtsfest. Nicht besonders aufregend oder spektakulär, sondern einfach ganz normal, aber wunderschön normal. So wie es sein sollte.

Als die Püppi am Weihnachtsmorgen erwachte wartete unter dem Baum ein kleiner Teller mit Süßigkeiten auf sie. Bisher handhaben wir es noch so, dass wir Heiligabend bei den Eltern vom Mann verbringen, trotzdem wollte ich, dass sie unter unserem Baum auch etwas vorfindet. Hätte sie zuhause die Geschenke bekommen, hätte es den Teller erst am Nachmittag zu den Geschenken gegeben. Ein Stückchen Schokolade durfte sie dann auch naschen. 

Dann lebten wir so ein bisschen in den Tag hinein. Wir mussten noch einen letzten Einkauf erledigen, der erstaunlich ruhig ablief. Kein Gedränge, keine große Parkplatzsuche und auch kein Anstehen an der Kasse. Leider wurden nur unsere Fotokalender noch gerade pünktlich geliefert - das Fotobuch lässt noch immer auf sich warten. So beschlossen wir also kurzerhand das die Püppi nochmal richtig mit Fingerfarben rummatschen kann. Sie patschte eine Leinwand voll, die am Ende wirklich wieder wie ein kleines Kunstwerk aussah (kann ich nur empfehlen!). Danach ging es direkt mit dem Papa in die Badewanne, anschließend gab es ein kleines Mittagessen und den Mittagsschlaf für Mann und Püppi. In der Zwischenzeit erldigte ich noch schnell die nötigste Hausarbeit und machte mich schön. Nägel lackieren, duschen, schminken - ihr kennt das ;) Da Papa und Tochter echte Langschläfer sind, musste ich sie irgendwann gegen 15:30h wecken, damit es nicht zu spät wird. Als wir alle "ausgehfertig" waren, holte der Mann das Auto, verstaute die Geschenke und wir fuhren zu meinen  Schwiegereltern in spe.

Dort angekommen wurde die Püppi schon sehnlichst von ihrer Tante erwartet und geknuddelt. Die Püppi war erst etwas schüchtern (weil Uromi und Uropi auch da waren), aber das legte sich dann ganz schnell. Dann erkundschaftete sie den Baum ihrer Oma und benannte alles was sie erkannte. Bei allem anderen halfen die Tante und ich weiter. Wir warteten nur noch auf den Bruder -samt Freundin und Baby- vom Mann und dann konnte es auch langsam losgehen. Die Püppi war schon sehr aufgeregt, wobei ich noch immer glaube, dass sie nicht genau wusste was da gleich passiert, sondern nur, das etwas passiert.

Was ich zuerst nicht wusste, aber schon bei der Autofahrt vom Mann erfuhr: Der Opa der Püppi spielte den Weihnachtsmann. Eine süße Idee, wobei ich mir nicht sicher war, ob ddas Zukkermädchen das so toll finden wird. Warum? Weil ich damals schrecklich heulte und ins Bad flüchtete, als ich den Weihnachtsmann zum ersten Mal sah. Generell hört man ja oft, dass Kinder nicht nur positiv auf den Mann mit dem weißen Bart reagieren. Die Püppi war allerdings zunächst so beschäftigt, dass es völlig an ihr vorbeiging, dass der Weihnachtsmann die Treppe hinunter, durch den Schornstein kam ;) Als sie ihn dann aber sah (und den Opa natürlich nicht erkannte), weinte sie. Allerdings ließ sie sich schnell beruhigen, hundert Mal schneller als ich damals. Irgendwann ging sogar auf ihn zu. 

Ich hatte übrigens vergessen zu erwähnen, dass ich mit der Püppi noch ausgiebig: Lieber, guter Weihnachtsmann übte und den ganzen Tag "Feliz Navidad" laufen ließ. Ich liebe den Song! Am Ende konnte sie: Lieba, guta Mann. Schau mich nicht böse an. Packe deine Rute ein, ich werd immer sein. (manchmal funktionierte auch artig). Und natürlich "Feliz Dad". 
Das trug sie dem Weihnachtsmann (mit meiner Flüsterstimme) auch sehr gut vor und bekam dafür sehr sehr viele Geschenke. Sie war auch unheimlich lieb, aber mindestens genauso aufgeregt. Ihr könnt es euch ja denken. Aber ausgepackt hat sie in Windeseile. Das macht ihr mittlerweile sooo viel Spaß. 
Ihre Augen leuchteten bei jedem Geschenk. Sie war so unendlich dankbar für alles. Die ganze Zeit hörte man sie lachen und ständig ein "Ohhh" "Ahhhh" "schön". Sie war wirklich hin und weg und so ein Goldschatz. Ich war so dankbar und schaute ihr einfach zu. Das machte mich so unfassbar glücklich. Sie blätterte durch ihr Mitmachbuch und fand' die Punkte so klasse. Je öfter sie das Buch anschaut und man es mit ihr "durchgeht" umso mehr versteht sie worum es geht und macht eifrig mit. Ihr liebster Teil ist definitiv der, an dem geklatscht wird. Ich kann das Buch wirklich empfehlen.

Die beiden kleinen Highlights waren aber definitiv ihr Stofftier "Bernd das Brot" und die Autobahn, die man auch zur Murmelbahn umfunktionieren kann. Sie kuschelte und küsste Bernd, als wäre es ihr größter Schatz und die bei der Autobahn wurden die Autos runtergejagt und jedes Mal laut gelacht. Sie verschenkte die Autos an den Uropa, den Papa, die Tante - eigentlich an so ziemlich jeden. Und jeder hatte so viel Spaß - es erwärmte mein Herz komplett. Als sie mit ihrem Uropa spielte, da hatte ich das Gefühl, es sei sein größtes Geschenk an diesem Abend. Ihre strahlenden Augen. Ihre kleinen Hände, die sie in seine legte, immer wenn sie ihm ein Auto übergab und das Lachen, wenn sie beide zusammen die Autos fahren ließen. Oder als sie Spaß mit Bernd hatten. Es war so schön!

Nachdem die Kinder alle Geschenke vom Weihnachtsmann ausgepackt hatten waren dann alle anderen dran. Es wurde sehr wuselig, aber das störte die Püppi gar nicht. Sie war vertieft in ihr Spiel und jeden darin einzubinden. Sie wusste auch gar nicht, womit sie sich als erstes beschäftigen sollte und bespielte alles mal kurz. Ab und an merkte man, dass es ihr zu viel wurde. Die ganzen Eindrücke. Aber sie wurde nicht einmal quengelig. Sie legte sich kurz hin und ruhte sich aus. Sie schlief nicht, sondern lag einfach da und entspannte, kam etwas zur Ruhe und kuschelte ihren Bernd. Das war sehr niedlich. Anschließend durfte es dann wieder losgehen, denn da wartete ja noch ein großes Geschenk auf die Püppi, welches wir uns bis zum Schluss aufsparten - DAS LAUFRAD!
Und ihr könnt es euch sicher denken. Als die Püppi das riesengroße Geschenk war, wusste sie gar nicht wo sie zuerst anfangen sollte. Sie kam aus dem Staunen und "Ohhhh" nicht mehr heraus. Ich half ihr dann etwas beim Auspacken und sie konnte immer mehr erahnen, was da zum Vorschein kam. Sie strahlte bis über beide Ohren und war so glücklich. In dem Moment blieb die Welt für mich kurz stehen, ich ließ das alles auf mich wirken und war so überglücklich, dass wir mit den Geschenken alles richtig gemacht haben. Die Stimmung war so schön, alle waren fröhlich und strahlten. Der Mann drückte mir einen Kuss auf und das war ebenso besonders, wie der ganze Abend. 
Natürlich wollte das Zukkermädchen gleich mal eine Probefahrt starten, aber sie merkte schnell, dass das nicht mehr so einfach ist, wie beim Pukylino. Trotzdem versucht sie es immer wieder und macht es immer besser. Allerdings wollen wir (ehe wir das Laufrad auch außerhalb der Wohnung ausprobieren) noch ein Fahrrad-Fachgeschäft und einen ordentlichen Helm kaufen, der auch gut auf ihren Kopf passt. Das wollten wir nicht einfach so machen und auf gut Glück hoffen, dass das schon irgendwie geht. Außerdem kann sie ihn sich dann auch selbst aussuchen ;) Denn die Püppi entwickelt so langsam ihren eigenen Kopf und entscheidet selbst was sie mag und was nicht und vor allem, was schön ist und was nicht. 

Anschließend gab es noch leckeren, selbstgemachten Kartoffelsalat und dazu Würstchen und Frikadellen. Ebenso wie Brot und Gemüse. Danach wurde noch viel geredet, die Kinder spielten und nach und nach leerte sich das Haus. Wir traten dann auch irgendwann gegen 21h den Heimweg an und verabschiedeten uns nur bis zum nächsten Tag. Da gab es eine leckere Ente mit Rotkohl und Klößen. 

Es war wirklich ein wunderschönes Fest. Das Hinfiebern darauf hat sich mehr als gelohnt. Ich war am Ende des Abends so dankbar für all das. Für mein Mädchen, welches so überglücklich und seelig war. Sie ist verliebt in jedes ihrer Geschenke und bespielt sie jeden Tag. Sie kuschelte sich oft an uns und überhäufte uns mit bedingungsloser Liebe. Sie umarmte die ganze Familie, verteilte Küsse und erhellte den Abend mit ihrem Lachen. Sie verbreitet Lebensfreude, wann immer sie den Raum betritt. Ich liebe sie und ihr großes Herz. Sie quatschte die ganze Zeit vor sich hin, sie teilte ihr Spielzeug und war rundum zufrieden. Und mehr braucht es nicht, damit ich glücklich bin. Es war ein wunderschönes Fest und ich kann euch mit Worten nicht beschreiben, wie verzaubert ich war. Jonas begleitete mich den ganzen Tag und ich weiß, er hat es ebenso erlebt wie wir. Ich danke -wem auch immer- für diesen Tag, der so unbeschreiblich schön war und der mich vergessen ließ, was sonst vielleicht nicht so schön ist. An diesem Tag gab es nur uns, eine kleine Familie, die eine große Familie hat, in der jeder sehr glücklich war. Ich bin dankbar und wurde reich beschenkt - mit Liebe, auch wenn es kitschig klingt. ♥


P.S.: Das allerschönste Geschenk erwartete uns im Briefkasten. Ein selbstgebastelter-und gestalteter Kalender von der Püppi und ihren Erzieherinnen. Ich heulte. Ernsthaft. Das tue ich ja immer, aber wirklich ... ES ist das schönste Weihnachtsgeschenk, welches ich je bekommen habe.

P.P.S.: Der MyBuddy den die Püppi von ihren Großeletern bekam, war leider kaputt, sodass er zurück geschickt werden musste. Ein Umtausch ist nicht möglich, nur Geld zurück. Jetzt hoffen wir, dass er bald wieder zu dem Preis verfügbar ist, zudem die Omi ihn ergatterte.

P.P.P.S.: Danke an den Mann, der das Weihnachtsfest so schön in Bildern festgehalten hat.
1 Kommentar on "Unser Weihnachten 2014 ♥ "
  1. Hach, wie schön! Und toll, dass ihr so gute Fotos als Erinnerung habt!

    Ich habe mich übrigens auch immer vor dem Weihnachtsmann versteckt.

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