Die Sache mit dem Mamasein + Wochenrückblick #2

Montag, 6. April 2015
Nachdem ich euch im letzten Wochenrückblick auf den neuesten Stand brachte, ist nun schon wieder über eine Woche vergangen. Ich hätte ja ehrlich gesagt gedacht, dass ich es nun wieder öfter schaffe zu bloggen. Immerhin wurde der April eingeläutet und somit liegt der aufregende, aber auch anstrengende März hinter uns. Geklappt hat das leider irgendwie nicht und natürlich lag das wieder nicht an mangelnden Ideen, sondern der Zeit. Es ist wirklich einfach immer alles auf die Zeit zu schieben. Begonnen habe ich immerhin mit einem Entwicklungs-Update, welches eigentlich keines werden sollte und dann aber doch dazu mutierte. Leider habe ich es noch nicht fertig gestellt. Das ist immer so viel, was mir hier und da noch einfällt und was ich unbedingt aufschreiben, nicht vergessen möchte. Dann frage ich mich immer: Liest das überhaupt jemand? Und dann rufe ich mir wieder ins Gedächtnis, dass es mein Blog ist. Mein Tagebuch, welches ich öffentlich teile. Das bedeutet: Hier schreibe ich nieder, was ich nicht vergessen will oder was besonderes passiert ist. Ich teile Rezepte, DIY-Ideen und einen kleinen Teil unseres Familien-Lebens. Und natürlich hoffe ich, dass es euch gefällt. Trotzdem ist mir noch immer wichtiger, dass ich mir für mich und für die Püppi eine Erinnerung schaffe. Derzeit komme ich auch nicht dazu, noch handschriftlich etwas festzuhalten, also dienen diese Einträge, dieser Blog AUCH als Gedächtnisstütze. Und trotzdem bedeutet es nicht, dass ich alles mit euch teile. Vieles ist zu intim. Einiges trenne ich strikt vom Blog, dass sind aber auch Dinge, die man nicht aufschreiben muss. Dinge, die man nicht vergisst oder die schnell erledigt sind oder einfach Dinge, die man lieber mit der besten Freundin bespricht. Also wird es das Update definitiv geben.

Apropos Update. Die Püppi ist mal wieder krank. Am Samstag-Nachmittag habe ich schon gespürt, dass da was kommt. Denn wenn das Zukkermädchen fünf Mal hintereinander niest, dann bekommt sie in 98% der Fälle einen Schnupfen oder eine Erkältung oder die Grippe. Gestern Abend konnte sie nicht richtig schlafen, sie drehte sich hin und her und ich dachte schon: Herrje, was wird das denn wieder. Heute Morgen war sie dann direkt quietschfidel und das hielt auch den ganzen Tag an. Die Schnupfnase ist zwar allgegenwärtig, aber beeinträchtigt sie nicht. Deshalb hoffe ich inständig, dass es bei dem Schnupfen bleibt und sie in ein, zwei Tagen wieder über den Berg ist. Ich möchte sie nämlich auch unbedingt morgen in den Kindergarten bringen. Da ist großes Osterfrühstück. Es wäre viel zu schade, wenn sie das verpasst. Sollte sie also diese Nacht nicht noch Fieber bekommen oder andere Anzeichen haben, dass sie mehr ausbrütet, als eine einfache Erkältung, wird sie morgen am Osterfrühstück teilnehmen. Schon am Donnerstag hat sie sich darauf gefreut und sich an die bereits mit Geschirr gedeckten Tische im Kindergarten gesetzt. Morgen essen alle Gruppen zusammen im riesigen Eingangsbereich der KiTa.

Achja und dann wäre da noch der Wocheneinkauf, den der Mann und ich erledigen müssen, da es sein einziger, freier Tag diese Woche ist. Den würde ich gerne ohne Püppi im Anhang erledigen. Es wird so schon wahnsinnig anstrengend werden. Denn alle die nicht noch wie verrückt Samstag alles in ihren Einkaufswagen geschmissen haben, als würde die Welt untergehen, kaufen morgen ein, als wären die Geschäfte 3 Monate geschlossen gewesen. Mindestens! Ich benötige aber unbedingt viel frisches Obst und Gemüse, ebenso wie Brot und Fleisch/Fisch. Dazu muss ich noch den Essensplan schreiben, auf dem ich jetzt auch immer fleißig mein Frühstück notiere.

Nochmal zurück zum Thema kranke Püppi. Geht es euch auch so, dass ihr wahnsinnig genervt seid, wenn euer Kind oft krank ist? Mich macht das mittlerweile echt fertig. Ich halte das kaum noch aus. Das klingt total schlimm und manchmal fühle ich mich auch sehr schlecht deswegen, weil andere Menschen so viel mehr erleiden und durchmachen müssen. Aber ich kann da dann trotzdem nicht aus meiner Haut. Die Püppi tut mir immer sehr Leid, sobald sie krank ist. Ich umsorge und pflege sie, so wie es meine Pflicht ist, als Mama. Ich kuschel intensiv mit ihr, bin für sie da, wische gegebenfalls die Kotze weg, sauge drölftausend Mal die Nase ab, tätschele, ertrage Gewimmer und Gejammer. Keine Frage, das Zukkermädchen ist immer sehr sehr tapfer - ich möchte nicht mehr in der Haut des kleinen, kranken Kindes stecken, das nicht weiß, was los ist oder was da gerade passiert. Aber genauso wenig möchte ich alle zwei Wochen ein krankes Kind. Ich habe das scheinbar noch immer nicht "gelernt". Ich komme scheinbar noch immer nicht so richtig damit klar. Mich kostet das noch immer tausend Nerven und ich möchte noch immer am liebsten wegrennen, sobald sie krank wird. Klingt nach einer grauenvollen Mama, oder? Dabei liebe ich die Püppi so sehr und ich bin unendlich dankbar, dass sie unser Leben auf so wundervolle Art und Weise verzaubert und vollkommen macht. Ich liebe es Quatsch zu machen, mit ihr zu malen, zu basteln oder zu backen. Eine Leidenschaft, die sie komplett mit mir teilt, schon jetzt. Ich stecke gerne zurück und das habe ich so oft getan in den letzten (fast) 3 Jahren. Ich habe ein "Ja-Wort" verpasst, sämtliche Konzerte vom Mann, Kinofilme usw.! Mittlerweile "breche ich desöfteren aus" und merke wie gut es tut mal loszulassen. Mal ein paar Stunden NICHT Mama zu sein, sondern Frau. Und das Problem? Jetzt fühle ich mich noch schlechter, wenn ich es noch immer so schlecht ertrage, wenn die Püppi krank ist. Und das obwohl mir auch völlig bewusst ist, dass das Ganze schneller vorbei ist als ich gucken kann. Das mein Mädchen in weniger als 3 Monaten schon 3 Jahre alt wird macht mir sogar Angst. Wie soll das weitergehen? Wo ist die Zeit bloß hin? Habe ich mit der Püppi etwas verpasst, wenn ich nicht immer 100% da war? Diese Zeit kann ich nicht mehr zurück bekommen, sie ist einfach weg. Jede Sekunde ist so kostbar und ich nutze jede einzelne zu wenig. Das ist jedenfalls mein Empfinden. Und wie widersprüchlich ist es eigentlich, Zeit für sich haben zu wollen und im Nachhinein zu bereuen, weil man diese Zeit nicht mit dem Kind genutzt hat. Es sind Gedankengänge, die viele vielleicht nicht nachvollziehen können. Vielleicht sind es nur Gedankengänge, die eine Erstlings-Mama hat, vielleicht stimmt mit mir auch etwas nicht ;) Da ist so viel was ich nicht verstehe und egal wie oft ich darüber nachdenke oder es zerdenke, ich komme zu keinem Ergebnis. Alles was ich immer wollte und noch immer will, ist eine gute Mama zu sein. Eine Mama, die die Kotze ihres Kindes aufwischt, die es tröstet und es im Arm wippt, wenn es ganz verzweifelt weint. Eine Mama, die gelassen bleibt, wenn die Milch auf dem Tisch umkippt, die bei Unordnung nicht verrückt wird. Eine Mama, die ihr Kind selbstständig sein lässt, aber trotzdem festhält. Eine, die sich Zeit für sich nimmt um danach gelassener zu sein. Eine Mama, die aus jedem Tag etwas Besonderes macht, ohne etwas besonderes zu tun. Die kleinen Dinge im Leben zu schätzen und das auch an mein Kind weiter zu geben. Ich möchte die Mama sein, über die mein Kind irgendwann sagt: Ich hätte mir keine bessere Mama vorstellen können. Ja, ich muss noch einiges lernen, nicht alles kann ich umsetzen, aber ich weiß ich bin auf einem guten Weg und das Wichtigste: Ich bin auf dem richtigen Weg!


Daumen hoch für: Ehrlichkeit. Unverblümtheit. Für Menschen die mehr das Leben leben als andere. Immer das Beste daraus machen. Und für Menschen die uns teilhaben lassen. Für Authentizität und Empathie.
Daumen runter für: Kälte, Erkältungen und Wäscheberge.
Sehenswert: Die 3. Staffel von The Following. Sie hat einen guten Anschluss an Staffel 3, obwohl sie einen Hauptcharakter aus der Serie genommen haben. Ob er wieder auftaucht steht in den Sternen ;) Revenge legt zum Ende der Staffel immer mehr zu, umso schockierter war ich, dass sie noch immer nicht verlängert wurde. Kein gutes Zeichen. Nach Perception, The Mentalist und Hart Of Dixie kann es also sein, dass ich mich schon bald auch noch von Revenge verabschieden muss. Das wäre ziemlich blöd!
Hörenswert: Tom Rosenthal - Go Solo
Gelesen:
Leider und tatsächlich nichts außer SMS, WhatsApp-Nachrichten oder Blogs. Lesenswertes war trotzdem dabei. Zum Beispiel dieser aufschlussreiche Artikel von der ehemaligen Familienministerin und dieser Blogeintrag, der mich nachdenklich machte, mich schmunzeln ließ und so viel Wahrheit enthält.
Gegessen: Hähnchenteile mit Kartoffeln und Möhren im Ofen gebacken, Kartoffeln mit Quark, beste Hähnchen-Grillgemüse-Pfanne, Spaghetti Bolognese, die ersten Roster und Steaks vom Grill mit Kartoffelsalat, Kartoffelbrot mit Häschen-Käse, Breakfast-Smoothie zum Löffeln, Vollkorntoast mit Ei und Käse im Ofen gebacken, Breakfast Bowl aus Äpfeln mit Chia Samen und frischem Obst, Blueberry Quinoa mit Milch, Pfirsisch-Croissant-Auflauf, Spätzle mit Lachs in Gorgonzolasoße
Getrunken: Wasser medium, Grapefruit Green Ice Tea, Raspberry Vanilla Iced Coffee, Kaffee, Cherry Cola
Gefreut: hat mich die Ostersuche mit der Püppi und das wir mit ihrem Geschenk goldrichtig lagen. Und natürlich darüber, dass sie tagsüber quasi windelfrei ist.
Gestaunt: Darüber, dass das Zukkermädchen binnen einer Woche, tagsüber scheinbar windelfrei ist (aber dazu folgt noch ein seperater Blogeintrag).
Geärgert: Das sich die Püppi schon wieder etwas eingefangen hat. Bisher ist es nur Schnupfen, hoffen wir das es dabei bleibt - morgen ist nämlich großes Osterfrühstück im Kindergarten!
Gekauft: Ein kleines Ostergeschenk für die Püppi.
Vorfreude auf: Das schöne Wetter, welches für die nächsten Tage angekündigt ist!
Letzte Sünd
e: Ein kühles Glas Sekt und ein kleiner Hefekranz mit Marmelade.
Gut zitiert: "I just wanna go on more adventures. Be around good energy. Connect with people. Learn new things. Grow!" [Kid Cudi]

Ich wünsche euch noch einen zauberhaften Abend

 Tag 1,2 und 3 vom Frühstücksexperiment (auch darüber werde ich noch gesondert berichten)
 Tag 4 und 5 vom Frühstücksexperiment. Tag 5 inspirierte mich schon zu einer neue Idee ;)
Erinnerungen | Kartoffeldruck-Osterhasen | Geburtstagsgeschenk: Das etwas andere Familienfoto



Kommentare on "Die Sache mit dem Mamasein + Wochenrückblick #2"
  1. Liebe Sahra,
    Du schreibst mir mal wieder direkt aus dem Herzen. Ich empfinde es auch so bei einer Krankheit unserer Lütten. Ich möchte alles für sie geben und es ist dabei so schwierig, nicht auch mal verbittert zu sein, dass man schon wieder alle Pläne über den Haufen werfen muss, sehen muss, wie man den Job trotzdem gewuppt bekommt.
    Und auch ich habe öfter das Gefühl, mal raus zu müssen, allerdings verkneife ich es mir meistens und fühle mich dann auch nicht gut, weil ich weiß, dass ich mich vernachlässige. Aber wenn ich unterwegs bin, habe ich ein schlechtes Gewissen, ob ich das darf - mal alleine Spaß haben. Wenn ich zum Handball gucken gehe, gestatte ich es mir zwischenzeitlich, aber ansonsten fällt es mir so schwer, auch meinen Interessen nachzugehen, obwohl ich weiß, dass ich das darf und es auch für mich wichtig wäre. Außer meinem Krankenhausaufenthalt war ich noch nie über Nacht weg. In eine andere Stadt bin ic nur geschäftlich gefahren und war dann auch rechtzeitig zum Abendbrot wieder zuhause. Ich tue mich da sehr schwer und weiß, dass es mir aber nicht gut tut - ich sitze so oder so in der Zwickmühle.
    Auf jeden Fall finde ich überhaupt nicht, dass Du eine grauenvolle Mutter bist, sondern auch Deine Zwickmühlen auskämpfst und das halte ich für normal. Ich denke, dass Du für die Püppi eine tolle Mutter bist. Du gibtst ihr das Gefühl, dass Du immer für sie da bist und machst Dir Gedanken!

    Nun drücke ich die Daumen, dass die Nacht Besserung bringt und das Zukkermädchen morgen in die Kita kann.

    Ganz lieben Gruß
    Michaela

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    1. Liebe Michaela,
      wir sind uns so ähnlich. Es wird wirklich Zeit, das wir euch mal im schönen Hamburg besuchen kommen. Denn weißt du, was richtig schön sein kann? Sich mit Freunden treffen, die auch Kinder haben. Eine Mama haben, mit der man sich gut versteht und quatschen kann. Die Männer kümmern sich dann etwas mehr um die Kinder und man hat kein schlechtes Gewissen und trotzdem irgendwie "Ich-Zeit" ohne etwas zu "verpassen". Denn du hast recht, es gibt kaum einen Ausweg aus der Zwickmühle. Ob das irgendwann aufhört oder besser wird? Ich weiß es nicht. Derzeit kann ich es mir kaum vorstellen. Und es ärgert mich. Die Männer haben damit nicht so viele Probleme. Vermutlich weil sie es von Anfang an gewohnt sind, weil sie viel eher wieder arbeiten gehen müssen, als die Frauen. Jedenfalls ist das ja in den meisten Fällen so.

      Ich würde dir jetzt am liebsten einen Vortrag halten, dass du dir deine "Ich-Zeit" so sehr verdient hast und das du kein schlechtes Gewissen haben brauchst. Das du auch mal über Nach weg sein kannst und dass das völlig normal und legitim ist. Das ein Kind nicht nur "aufgeben" und "aufopfern" bedeutet. Aber den müsste ich dann genauso mir selbst halten. Ich haben aus gegebenen Anlässen schon in Berlin übernachten müssen, ohne das die Püppi bei mir war und jedes Mal war es ein Stich ins Herz sie nicht ins Bett begleiten zu können, nicht von ihr geweckt zu werden. Jedes Mal habe ich geweint, wenn ich wieder bei ihr war, wei ich so glücklich war, weil sie mein Zuhause ist - das was ich immer wollte. Und deswegen hast du recht: Ich bin eine gute Mama, ebenso wie du. Denn was soll an bedingungsloser Liebe falsch sein?

      Vielleicht sollten wir uns nur ab und an ein paar Freiheiten einräumen, denn die tun nicht nur uns gut - das übersehen wir zu häufig.

      Alles Liebe,
      Sahra!

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  2. Eben... es ist dein Blog, deine Erinnerungen werden hier festgehalten. ♡
    Ich glaube, dass die Mehrheit solche Zweifel hat. Jede Mama hat sich innerlich geärgert, wenn ein Plan auf Eis gelegt werden muss, weil das Kind (die Krankheit) einem mal wieder nen Strich durch die Rechnung gemacht hat oder weil mal wieder ein Glas zu Bruch ging oder die Tischdecke versaut wurde. Ich arbeite jeden Tag daran gelassener zu werden... zu bleiben... zu sein. Und kein Tag war bisher perfekt. Aber viele Tage waren saugut oder besser. Das ist doch schon mal was. :)

    Gute Besserung der Süßen!

    Lieben Gruß
    Tanja

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  3. Ich muss Dir ein Kompliment aussprechen!

    Du hast einen tollen Blog! Gefällt mir sehr!

    Ich bin selber Mama und weiss genau, was Du meinst!

    Ich musste schmunzelt, als Du geschrieben hast, wenn Deinen kleine ca. 5x hintereinander niest, kommt zu 98% einen schnupfen!

    Bei meinem ist es genau so! ;o/

    Ich hoffe Deiner Maus geht es bald wieder besser!

    Toller und interessanter Post, mit sehr schönen Bildern!

    Wünsch Euch einen schönen Tag morgen, hoffentlich im Kindergarten mit Osterfrühstück!!

    xoxo Jacqueline
    www.hokis1981.blogspot.com

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