Wochenrückblick #5

Montag, 29. Juni 2015
Schon wieder Montag und ich habe es wieder nicht geschafft den Wochenrückblick -wie geplant- am Sonntag zu veröffentlichen. Die Püppi war nämlich dagegen und hielt mich gestern lieber bis 22:30h auf Trab und schlief dann todmüde auf dem Sofa ein. Soviel dazu.

Heute hat sie zwar auch ihr übliches "Theater" gemacht: "Ich muss nochmal pullern. Papa/Mama komm her." "Pittiplatsch ist alle" "Mama, meine Püppi" ... ihr fällt jedes Mal etwas Neues ein und all diese Dinge kann sie ganz allein. Sowohl die CD erneut abspielen, als auch auf ihr Töpfchen gehen oder auch sich noch ein Kuscheltier (oder eine Püppi) zu den 23.456 ins Bett holen. Oft holt sie sich auch die Pixibücher aus dem Nachtschrank und liest sie noch ihrem Panda vor und den 23.455 anderen Bettgenossen. Dass mein Kind überhaupt noch Platz in ihrem Bett hat, grenzt an ein Wunder. Ihr kennt das, oder? Aber jetzt scheint sie dann doch eingeschlafen zu sein. Zwei Abende hintereinander nicht schlafen, ist dann wohl doch zu viel des Guten. Da habe ich noch eine nette Anekdote, aber da muss ich weiter ausholen. Die Püppi hat ja eine Sonnenbrillen-Obsession. Ich weiß ja nicht, ob ihr das schon wusstet. Jetzt wisst ihr es jedenfalls. Ihre Sammlung besteht mittlerweile aus sieben Sonnenbrillen. Selbst ich habe nur eine. Jedenfalls zieht die Püppi fast täglich eine an, auf dem Weg zum Kindergarten. Da kann es regnen oder schneien, die Püppi ohne Sonnenbrille? Gibt es fast nicht. Heute Morgen wurde es die Minnie Mouse Sonnenbrille in Herzform mit Schleifen an den Seiten. Jaja. Und da sie eh schon bekannt ist als "Das Mädchen mit der Sonnenbrille" wundert sich schon kaum noch jemand, obwohl wir doch immer ein Lächeln zugeworfen bekommen. Aber so ein nettes, kein verwirrtes. Heute jedenfalls sah uns dann der superliebe Papa eines "Gruppen-Freundes" der Püppi und scherzte: Oh, du hast ja eine tolle Sonnenbrille Helene - die braucht man an einem Montag auch". Ahahaha :D Wenn er wüsste wie recht er damit hat.



S C H Ö N S T E R  M O M E N T

Hatten wir am Sonntag. Ganz spontan äußerte die Püppi den Wunsch, ihre Oma und ihre Tante zu besuchen. Der Mann hatte zum Glück nicht so spät Feierabend und so erfüllten wir unserem Zukkermädchen den Wunsch. Mit dem Laufrad im Gepäck machten wir uns auf den Weg. Wunderschöne 3 Stunden waren das und auch, wenn die Zeit "knapp" war, überflutete es mein Herz mit Liebe. Die Püppi fuhr mit dem Papa bestimmt einen Kilometer Laufrad durch die Häusersiedlung, vorbei an Feldern und mit einem Besuch bei den Fischen am Teich. Mit der Tante hüpfte sie beinahe die gesamte restliche Zeit im Trampolin des Nachbarn herum und ich? Ich konnte mal durchatmen und die Püppi so wahnsinnig glücklich sehen, dass mir das völlig ausreichte um selbst sehr glücklich und zufrieden zu sein.



 S C H L I M M S T E R  M O M E N T

War leider am Samstag. Da die Püppi derzeit immer eeeeewig (bis zu 1 1/2 Stunden) zum Einschlafen beim Mittagsschlaf benötigt, dachte ich: Lass ihn mal ausfallen. War eine schlechte Idee. Eine ganz schlechte Idee. Gegen 14h verabredeten wir uns mit ihrer KiTa-Freundin und deren Mama zu einem Kinderfest im benachbarten Ort. Alles begann auch sehr fröhlich, vor allem mit der Aussicht, dass ihre Freundin das erste Mal mit zu uns kommen sollte. Zuvor waren wir immer nur bei ihnen gewesen. Freude auf beiden Seiten. Auch wegen der gemeinsamen Autofahrt. Die Mädels quasselten hinten und wir eben vorne. Auf dem Kinderfest war leider kaum etwas los, der Regen tat dann sein Übriges, sodass die Mädels nicht einmal auf die Hüpfburg konnten. Wir fuhren dann ziemlich schnell zu uns, wo das Drama seinen Lauf nahm. Herrje. Ständig wollten sie mit den gleichen Dingen spielen. Hatte ihre Freundin den kleinen Puppenwagen, wollte die Püppi ihn auch (dabei hat sie noch einen großen). Sie stritten sich darum, wer kocht, telefoniert (bei 5 Telefonen), welche Püppi hat, welches Buch, welchen Becher, welchen Teller. Sogar darum, wer auf dem Hochstuhl sitzen darf, obwohl ihn beide nicht unbedingt benötigen (unser Esstisch ist leider sehr hoch). Meistens ging dies von der Püppi aus, die ich so nicht kannte. Sie teilt unglaublich gerne. Aber dieses Mal heulte und schrie sie direkt los. Meine Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Ich konnte ihr nichts recht machen, obwohl ich jedes Mal probierte eine Lösung zu finden. Oft habe ich Angst, das Kind zu bevorzugen, welches uns besucht und habe mir vorgenommen, darauf zu achten, es nicht zu tun. Aber leider ließ die Püppi mir kaum eine Wahl. Wenn ihre Freundin den Streit begann, sprach ich auch dort bestimmt, dass es so nicht geht. Ihre Mama mischte sich kaum ein. Ich wollte die Püppi dann alleine in ihrem Zimmer oder dem Schlafzimmer lassen und schloss die Tür. Doch sie kreischte weiter und schlug oder trat in ihrer Wut gegen die Türe. Schlimm war das. Ich wollte sich drücken und beruhigen, doch sie stieß mich weg und haute mich. Da war es dann für mich vorbei und ich saß mit ihr heulend auf dem Küchenboden. Ich schätze, da hat es endlich bei ihr Klick gemacht und sie setzte sich mit ihrer Freundin und deren Mama auf das Sofa und sie schauten ein Buch ihrer Wahl an, während ich das Abendessen zubereitete.

Was mich immer mehr mitnimmt ist, dass ich sehr viele Unterschiede in den Erziehungsmethoden von den Eltern der KiTa-Freundin und uns entdecke und nicht wirklich weiß wie ich damit umgehen soll. Dabei handelt es sich nicht um Kleinigkeiten, sondern um richtige Werte und Dinge, die man einfach nicht tut. Grenzen und Situationen in die man einschreiten MUSS. Wie händelt ihr so etwas? Kommt euch das bekannt vor? Ehrlich gesagt, will ich diese Freundschaft nicht verlieren, aber es geht bei uns wirklich in sehr verschiedene Richtungen und dabei handelt es sich leider nicht um Kleinigkeiten. Noch möchte ich mich nicht genau dazu äußern, vielleicht tue ich das irgendwann einmal.



E N D L I C H  IN  A N G R I F F  G E N O M M E N

Habe ich jetzt -kurz vor dem Geburstag vom Zukkermädchen- ihr Zimmer. Die Farbe und einige neue Dekoelemente starrten mich schon ewig vorwurfsvoll an. Eingekauft war schon alles. Die blaue Wand habe ich Ende letzter Woche geweißt und dann in einem wunderschönem Altrosa-Ton gestrichen. In einer Schicht deckend, ich war verblüfft. Eine der kurzen Wände sollte nun noch eine Nuance dunkler werden. Weiß war sie schon. Der Mann spachtelte die Löcher zu, die von den vorigen Regalen hässlich von der Wand grinsten. Diese strich ich heute in dem dunkleren Altrosa-Ton. Leider war diese nicht sofort so gleichmäßig und schön deckend wie die andere und so muss ich morgen nochmal drüber (nachdem wir heute noch einen neuen Eimer angemischter Farbe kauften). Die neue Lampe hängt wenigstens schon, das hat der Mann gleich noch gemacht, nachdem er die Löcher zuspachtelte. Wenn die Wand also morgen durchtrocknet, werden Möbel gerückt und gebohrt. Neue Regale müssen an die Wand, alte Regale an einen neuen Platz und es wird eine eigene, kleine Garderobe geben. Das müsste zu schaffen sein. Und dann habe ich von Mittwoch Morgen bis Freitag Mittag Zeit die Wohnung grundzureinigen. Dann muss ich backen und die Geburtstagsparty vorbereiten. Nur noch 5 Tage!!!!


E S S E N  G E N O S S E N 

Letzte Woche habe ich tatsächlich gleich zweimal Cobbler (kommt von „to cobble something together“ - „etwas zusammenschustern “)  gegessen. Der Cobbler entstand in der britisch-amerikanischen Kolonialzeit und ist eine Süßspeise. Traditionell wird es als Dessert serviert - sehr gerne auch mit einer Kugel Vanilleeis. Ich liebe Cobbler am meisten als "Obst-Resteverwertung". Wenn ich also ein paar Blaubeeren, Brombeeren, Kirschen, Weinbergpfirsische oder Nektarinen übrig habe, deren Überlebensdauer mittlerweile absehbar ist, werfe ich alles zusammen und mache Cobbler. Das ist einfach auch so easypeasy schnell gemacht und schmeckt immer. Dazu schmelze ich ein Stückchen Butter, in einer Auflaufform, im Ofen bei 175 Grad. In der Zwischenzeit wasche, schnibbele und entkerne mein Obst. Anschließend vermische ich eine Tasse Mehl, eine halbe Tasse Zucker, eine Tasse Milch, eine Prise Salz und 2 TL Backpulver miteinander. Die Konsistenz sollte pfannkuchenteigartig sein. Zähflüssig quasi. Die Mischung kippe ich dann in die Auflaufform mit der geschmolzenen Butter, verteile die Früchte darüber und bestreue alles noch mit einem TL braunem Rohrohrzucker. 30 Minuten in den Ofen, herausnehmen, kurz auskühlen lassen und lauwarm genießen. 

Ebenfalls habe ich einen neuen Lieblingssmoothie. Dieser entstand auch ganz einfach aus übrig gebliebenem und frisch gekauftem Obst. Pfirsisch-Himbeer-Smoothie. Schmeckt fabelhaft! Einfach zwei Weinbergpfirische waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden, in den Mixer geben und eine handvoll Himbeeren hinzufügen. Einen Schuss Agavendicksaft dazu geben und einmal kurz durchmixen. Anschließend halbgefrorene Mango oder Ananas (3-4 große Stücke), einen Schluck Wasser und eine halbe Tasse Milch hinzufügen und alles gut durchmixen (mindestens eine Minute auf voller Power). In ein Glas geben und am besten an einem warmen Sommermorgen auf dem Balkon oder im Garten genießen.



S E R I E N  D I E  I C H  G E L I E B T  H A B E

Ich habe eine neue Serie für mich entdeckt: Madam Secretary. Aktuell bin ich zwar erst bei Folge 3 angelangt, aber die Serie hat mich schon komplett in ihren Bann gezogen und das mag ich sehr. Die bisherige Story ist auch schnell erklärt: Der amtierende Außenminister stürzt mit einem Flugzeug ab und stirbt. Die ehemalige CIA-Agentin Elizabeth McCord hat inzwischen eine Familie gegründet und wird vom Präsidenten persönlich (er war ihr Mentor bei der CIA) zur Außenministerin rekrutiert. Diese versucht nun internationale Diplomatie, Büroalltag und ein komplexes Familienleben unter einen Hut zu bringen. Klingt langweilig? Ist es aber nicht. Ich bin ein großer Fan davon, wenn man in Serien noch etwas lernen kann. Das ist hier ganz klar der Fall. Dazu eine sympatische Hauptdarstellerin und schon jetzt viele Fragen, die geklärt werden müssen. Ein mysteriöser Mordfall und ein Stabschef, der mehr als unsymaptisch ist und sicher viele Geheimnisse verbirgt.

Devious Maids ist nun in die 3. Staffel gegangen und ich verfolge sie wieder sehr gespannt.



G E L E S E N  U N D  G E K L I C K T

An einem Nachmittag habe ich es tatsächlich geschafft in einem meiner Bücher ein paar Seiten zu lesen. Leider nicht ausreichend um mich endlich in der Geschichte einzufinden. Ich hoffe, dass ich im Urlaub mit der Püppi dazu komme.

Geklickt habe ich mich zu diesem wunderschönem Kleid, welches ich wirklich gerne haben würde. Ich liebe den Print, die längeren Ärmel und den Schnitt. Ein Kleid, wie für mich gemacht.



P L Ä N E  F Ü R  D I E S E  W O C H E

Das Kinderzimmer noch morgen komplett fertig zu haben - inklusive Feinschliff und Deko sozusagen. Außerdem Fenster putzen und definitiv Böden wischen. Vielleicht auch Küchen-und Wohnzimmerfronten. Aber ich bin nicht sicher, ob ich bei 30 Grad dazu Lust habe. Weiterhin steht der Einkauf für die Geburtstagsparty an. Ich benötige Eis und Waffeln und Kekse. Und pastellbunte Getränke (ähm?!) und evtl. pastellfarbene Servietten und Geschenkpapier. Dann muss ich die Geschenke noch einpacken und backen und das Frühstück + Kuchen für den Kindergarten planen. Vielleicht bastele ich auch noch eine Fotogirlande? Lieber nicht. Ich verliere mich schon wieder zu sehr im Detail und will so viel machen, obwohl es nicht machbar ist. Ansonsten sind Planschbecken und Buch lesen auf dem Balkon angesagt. Mit viel Eis und Smoothies und eisgekühlter Limonade. Bloß nicht zu viel bewegen bei den anstehenden Temperaturen ;)

Kommentare on "Wochenrückblick #5"
  1. Das Babydoll-Kleid ist wirklich toll! Stelle ich mir schön an Dir vor!

    Oh ja, das Thema mit den unterschiedlichen Erziehungsmethoden irritiert mich auch teilweise - eine Lösung habe ich leider nicht.

    Was Du immer für tolle Gerichte kennst *staun*! Danke für die Anregung.

    Der Altrosaton sieht so aus, wie in Maries Zimmer :-) und ich mag ihn sehr gerne :-)

    Hihi, ja, in Maries Bett ist manchmal auch kein Platz mehr für sie, aber Hauptsache, ihre Kuscheltiere liegen gut.

    Lieben Gruß

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  2. Bin auf die Bilder vom Endresultat des Kinderzimmers gespannt. :)

    Grüßchen - Lenchen

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