#iseehumansbutnohumanity #prayforparis

Samstag, 14. November 2015
Wie fasst man etwas in Worte, für das man keine Worte hat? Ich bin fassungslos und zutiefst erschüttert. Vielleicht wäre mein Schweigen besser, aber das bekomme ich nicht auf die Reihe. Den ganzen Tag kreisen die Gedanken wie verrückt in meinem Kopf. Die ganze Wohnung habe ich geputzt, bis nichts mehr zu putzen war, weil das meine einzige Möglichkeit ist, kaum bis gar nicht zu denken. Aber am Ende des Tages? Da sitze ich jetzt hier und versuche das Unbegreifliche zu begreifen, aber das ist mir unmöglich. Also schreibe ich einfach auf, was mir durch den Kopf geht, so wirr es auch sein mag. Ich muss das für mich tun. 

#iseehumansbutnohumanity 

Was passiert hier eigentlich gerade? In unserer Welt? Wir sind so priviligiert hier auf dieser Erde leben zu dürfen. Wieso zerstören wir uns selbst und dabei alles um uns herum? Natürlich ist es naiv zu glauben das irgendwann alles besser wird, aber wann begreifen die Menschen, dass wir näher zusammenrücken müssen? Egal welche Hautfarbe, welche Nation, welche Religion. 

#prayforparis

Die Ereignisse in Paris erschüttern die ganze Welt. Der 13. November 2015 ist ab sofort ein Datum, welches wie der 11. September 2001 in die Geschichte des Terrorismus eingehen wird. Dieser Anschlag war gezielt. Menschen wurden regelrecht hingerichtet. Es treibt mir immer wieder so viele Tränen in die Augen, weil ich einfach niemals begreifen werde, wieso Menschen sich gegenseitig umbringen. Egal in welchem Zusammenhang die Tötung steht.

Mir ist auch bewusst, das jeden Tag furchtbare Dinge auf dieser Welt passieren und das bestürzt mich ebenso. Ich habe jetzt auch nicht mehr Angst, als zuvor. Ich drücke nur meine Gefühle und meine Gedanken aus, weil ich sie nicht loswerde, weil sie mich seit einigen Stunden begleiten. Alles was gerade passiert hängt zusammen. Die Menschen, die zu uns kommen, flüchten vor genau dem was in Paris geschehen ist. Sie flüchten vor dem Terrorismus, der nicht endet. 

#noussommesunis

Meine Gedanken sind in Paris. Eine Stadt die immer leuchtet, doch heute schwarz ist. Disneyland hat das erste Mal seit 1992 seine Türen nicht geöffnet. Doch ich hoffe das ihr weiterlebt, weiterliebt - dass ihr lacht, weint, leidet, genießt, redet und zuhört. Aber das ihr die Angst nicht euer Leben bestimmen lasst, denn dann gewinnen die. Und ich hoffe, dass wir jetzt zusammenstehen um diesen Menschen zu zeigen, dass sie uns nicht brechen oder beugen können. Wir sind stärker. Wir müssen Zeichen setzen.

Noch weniger ertragen kann ich alles was rund um das Thema geschrieben wird. Jetzt bekommen wir was wir verdienen, weil wir "die" selbst in unser Land gelassen haben. Weil natürlich alle Flüchtlinge auch Terroristen sind. Ernsthaft? Ich möchte mich bei solchen Äußerungen wirklich übergeben. Jemand schrieb von einem ersten Vorfall in einem Bus, in dem ein Mann eine Flüchtlingsfamilie mit weinendem Kind mit den Worten: "Ihr wart das" beschimpft hat. Das beschreibt insgesamt ein großes, gesellschaftliches Problem. Nämlich das, des Über-den-Kamm-scherens. Vielleicht sollten wir das einfach mal sein lassen. Vielleicht ist das aber auch einfach nicht möglich. Leider ist das sogar sehr wahrscheinlich. 

Meine größte Angst war und ist immer dieselbe: Ein erneuter Krieg. Und der entsteht nicht durch die Flüchtlinge, sondern durch jene, die deren Unterkünfte abfackeln. Diese sind nämlich kein Stück besser, als die Selbstmordattentäter in Paris. Es sind jene, die dem falschen Organ folgen würden und es werden immer mehr. 

Wenn ich jetzt einen Wunsch frei hätte, so wie Anna im Pusteblumengarten, dann wäre es nur dieser eine: Dem Terrorismus ein Ende setzen. Für immer. Aber dieser Wunsch ist so real wie der Pusteblumengarten selbst. Leider. 


// Drückt eure Lieben heute einmal alle doppelt so fest und doppelt so lang. Seid dankbar dafür, dass es euch gut geht und schickt all eure Kraft und Gedanken raus in die Welt. Überall dahin, wo sie gebraucht werden. 
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