Seit das Zukkermädchen drei Jahre alt ist ...

Mittwoch, 24. Februar 2016
Als die Püppi drei Jahre alt wurde, änderte sich so ziemlich alles. Ihr Schlafverhalten, ihre Einstellung zum Essen - ihr Charakter formte sich noch stärker und sie entwickelte noch viel mehr Eigenheiten. Es begann schleichend und die Püppi schaffte für sich den Mittagsschlaf zuhause innerhalb kürzester Zeit ab. Im Kindergarten hält sie, auch noch heute, wie gewohnt Mittagsschlaf. Manchmal so tief und fest, dass sie sich auch nach über zwei Stunden nicht wecken lässt. Natürlich erlebt sie so einiges im Kindergarten, ist immer auf Achse, es ist immer laut und es sind immer viele andere Kinder anwesend. Aber egal, was wir auch am Wochenende unternehmen, sie macht nie schlapp. Das scheint also doch einiges auszumachen, der Unterschied mit den vielen Kindern und dem Lärmpegel. Wenn wir am Wochenende einen ganzen Tag unterwegs sind (Spielplatz, Schwimmhalle, Erlebnispark, sonstige Ausflüge) schläft sie danach zu 95% im Auto ein, sodass man schon merkt, dass auf jeden Fall eine kleine Ruhepause fehlt. Aber ausruhen ist auch so eine Eigenschaft, die die Püppi nicht besitzt. Sie ist lieber immer unterwegs, rennt und tanzt durch die Gegend. Meistens singt sie dabei. Wenn sie mal eine DVD schauen will, kann sie vielleicht 15min. still sitzen - viel länger ist das nicht möglich. Ein Buch vorlesen, ist außer vor dem Schlafen, auch unmöglich bzw. liest sie zeitgleich auch ein Buch. Diese richtige Ausruhphasen gibt es also nicht. Mittagsschlaf auch nicht mehr und ich muss zugeben: Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Noch heute bin ich am Wochenende oft ziemlich ausgelaugt, weil ich der ständige und meist einzige Empfänger der Püppi bin, da der Mann oft am Wochenende arbeitet und andere Familien eben am Wochenende etwas unternehmen. Wenn wir mal bei Oma und Opa sind, teile ich mir den Empfänger-Posten und tue auch einfach mal nichts, außer sitzen, Kaffee schlürfen und die Ruhe genießen

Nicht direkt nach dem sie drei Jahre alt wurde, aber nun schon gut 2 Monate, verweigert die Püppi ihr Abendessen. Meistens bereiten wir gar keines mehr für sie zu, weil sie ohnehin direkt deutlich macht, dass sie doch lieber Zähne putzen will. Einzig bei Aufbackbrötchen macht sie mal eine Ausnahme, aber auch nicht immer. Also haben wir beschlossen, sie das selbst entscheiden zu lassen. Will sie abends etwas essen, bereiten wir etwas zu, möchte sie nicht, lassen wir sie ohne etwas zu essen ins Bett gehen. Glücklich bin ich darüber, dass sie ihr Frühstück im Kindergarten zu 98% immer aufisst, obwohl der Inhalt der Brotdose auch nahezu gleichbleibend ist, weil die Püppi mir eine Veränderung in der Brotdose übel nehmen würde. Also beinhaltet diese Knäcke mit Butter oder Pancakes. Da wir nach wie vor (es gab mal ein paar Wochen Pause) den Pancakes-Sonntag haben, mache ich immer etwas mehr, um ihr am nächsten Morgen -ausgestochen- noch welche mitzugeben. In Ausnahmefällen löst mal ein Aufbackbrötchen das Knäcke ab (wenn vom Abendessen eines übrig blieb) oder ein Croissant. Das hat sie zuletzt aber auch eher verschmäht. Dazu kommt Apfel, Möhre, Gurke und Wiener Würstchen. Das war es! Nach dem Kindergarten frage ich sie immer, was es denn zum Mittagessen gegeben hätte und sie erzählt es meistens auch. Oft erzählt sie auch ohne Nachfrage, was sie davon gegessen hat und was nicht. Gibt es Kartoffeln mit Fleisch und Kraut (egal welches) verschmäht sie es meistens. Anderes Gemüse isst sie. Fleisch mag sie aktuell auch nicht. Das heißt am Ende isst sie Kartoffeln und Soße, manchmal mit Gemüse - wenn es kein Kraut ist. Nudeln isst sie fast immer, außer wenn Fleisch oder Wurst in der Soße ist. Fischt isst sie. Die Süßspeisen wie Milchreis, Quarkbärchen und Grießbrei mag sie meines Wissens am liebsten. Am Wochenende darf sie sich eigentlich immer aussuchen, was sie essen möchte. Ich bin da dann auch nicht so streng, weil sie in der Woche wirklich sehr ausgewogen und gesund isst. Die Entscheidung fällt in 90% der Fälle auf Nudeln mit Ketchup, Backofen-Pommes mit Ketchup, Pancakes, Grießbrei, Brötchen, Ei (nur das weiße) oder Backfischstäbchen. Ihr seht, wahnsinnig experimentierfreudig und gesund ;) Ich war ja froh als sie einmal die Spätzlepfanne nicht verschmähte, sonder lediglich die Pilze aussortierte. Obst und Gemüse mag sie auch gerne. Wobei sich das bei Gemüse tatsächlich auf Möhren, Gurke und Erbsen beschränkt und bei Obst auf Apfel, Birne, Banane, Weintrauben und Ananas. Dafür trinkt sie gerne mal etwas vom Smoothie (auch bei dem mit Spinat) oder frischgepressten O-Saft. Im Großen und Ganzen ist das also vielleicht noch irgendwie vertretbar. Außerdem bewegt sie sich ja unheimlich viel, sodass wie uns in naher Zukunft endlich mal um einen Tanz-und/oder Sportkurs bemühen werden.

Und jetzt wäre da noch die Sache mit ihrem Charakter. Zugegeben, drei ist schon ein ziemlich cooles Alter. Die Kinder können in den meisten Fällen richtig viel und deutlich sprechen. Sie entwickeln ein ganz eigenes Denken und damit verbunden ihre ganz eigene, kindliche Logik. Und das ist wahnsinnig spannend und aufregend. Es ist zuckersüß und macht einem bewusst, wie viel deutlicher die Kinder die kleinen Dinge des Lebens sehen. Wie sehr sie auf Kleinigkeiten achten, die wir selbst übersehen. Sicher hat die Entwicklung ihres Charakters auch viel mit dem Gruppenwechsel im Kindergarten zu tun. Sie gehört jetzt irgendwie zu den großen Kindern auch wenn sie die Zweitjüngste der Gruppe ist. Einige der Gruppe kommen dieses Jahr in die Schule und dann rücken wieder 3-Jährige nach und sie wird immer mehr zu den Großen gehören. Ich habe deutlich mitbekommen, wie sehr sie sich plötzlich durchsetzen musste und das sie das nicht immer richtig gemacht hat und auch heute noch nicht immer richtig umsetzen kann, was man ihr erklärt, weil sie sich dann selbst mit ihrem Dickkopf im Weg steht. Es kam anfangs vermehrt vor, dass sie sich körperlich wehrte, auch zuhause. Weil das im Kindergarten manchmal nicht anders geht, wenn ein 6-Jähriges Kind ein 3-Jähriges Kind von der Rutsche verdrängt und man sich sowas abguckt. Wann immer das zuhause passiert, reden wir auf sie ein. Immer und immer wieder. Das man nicht haut, schubst oder tritt. Erst heute zog sie mir an den Haaren. Nicht wahnsinnig doll, aber schon fest genug, dass es wehtat. Das hat sie zuvor noch nie gemacht. Ich fragte sie direkt, warum sie das gemacht hat, ob das jemand bei ihr gemacht hat ... aber da ist die Püppi sehr verschlossen. Ich habe immer das Gefühl, dass sie Angst hat. Und manchmal weiß ich nicht, ob vor mir oder generell es zu erzählen. Ja, ich schimpfe sehr viel - nicht nur in letzter Zeit, sondern bestimmt schon seit einigen Monaten. Nicht gleich nach dem sie drei wurde, aber fast unmittelbar danach, begann die bisher -für mich- schwierigste Phase mit der Püppi, die noch nicht vorbei ist. Deshalb habe ich manchmal unheimlich doll Panik, dass sie sich nicht traut mir etwas zu erzählen, aus Angst, ich würde schimpfen. Dabei habe ich ihr in solch einer Situation nie so ein Gefühl gegeben. Sie konnte mir immer alles erzählen, ich habe sie dabei immer liebevoll im Arm gehalten, sanft nachgefragt, wie damals beim Beißen. Einmal hat ein Kind die Püppi gebissen und ein paar Wochen später hat die Püppi das dann auch getan. Nachdem wir darüber redeten, ist so etwas nicht mehr vorgefallen. Und trotzdem weiß ich es nicht. Ich mache mir Vorwürfe. Mein Kind soll zu mir kommen können. Wann immer etwas passiert oder ihr jemand körperlich oder verbal wehgetan hat. 

Auch heute passiert: Ich zog sie zuhause um, weil sie sich komplett bekleckert hat im Kindergarten. Ich meckere da nicht, habe ich noch nie, weil das nun mal im Kindergarten passiert. Darum ziehe ich ihr dort ja auch nicht die besten Sachen an. Ich zog zuerst den Pullover aus und dann wollte ich die Leggings ausziehen. Die Püppi meinte, sie wäre nicht schmutzig und ich sagte, dass ich da doch etwas gesehen hätte und wir es uns zusammen anschauen... dann hat sie ganz süß gesagt: "Ich habe alles vollgekleckert", da habe ich nur geschmunzelt. In Wirklichkeit hatte sie gar nicht gekleckert, sondern die Leggings ist irgendwie draußen unter der Buddelhose dreckig geworden. Das habe ich ihr dann gezeigt und gesagt, dass ich die dann morgen wasche. Und sie sagte nur: "Mama, es tut mir Leid. Wirklich. Tut mir Leid". Ich erklärte ihr dann, dass sie sich für so etwas nicht entschuldigen müsste, dass so etwas nun einmal im Kindergarten passiert und das ich es ja waschen kann. Das ist gar kein Problem und trotzdem machte mich das traurig, dass sie überhaupt irgendwie das Gefühl hatte, sich entschuldigen zu müssen. Macht sie es doch auch nie dann, wenn es wirklich angebracht wäre. Jedenfalls nicht von selbst, sondern wenn man sie vorsichtig darauf hinweist. 


Das bringt mich dann vielleicht endlich zum Punkt: Die Püppi ist unheimlich launisch und zickig und bockig und laut und manchmal wirklich unerträglich. Oft ist es so schlimm, dass ich nach drei Stunden nicht mehr weiß wo mir der Kopf steht. Es ist als würde sie ihre Ohren im Kindergarten vergessen oder sie absichtlich dort liegen lassen, wie ihre Hausschuhe. Mit einem "Nein" braucht man ihr auch gar nicht zu kommen, da schaltet sie einfach auf Durchzug. Nicht selten bin ich am Ende eines Wochenendes einem Nervenzusammenbruch nahe. Nicht selten kommt es vor, dass ich heule und heule und heule. Weil es so schwer ist, weil ich nicht ruhiger bin, weil mich dann alles auf die Palme bringt, weil ich dann zu oft laut werde, zu viel meckere - auch wenn sie vielleicht nichts gemacht hat, nichts falsch gemacht hat, ich aber schon so am Ende bin, dass jedes Wort eines zu viel ist. Und ich verachte mich dafür. Ich weiß darum und schaffe es trotzdem nicht mich zu ändern und dafür verachte ich mich. Was bringt es mir, um meine eigenen Fehler zu wissen, sie aber beim nächsten Mal nicht zu korrigieren? Natürlich entschuldige ich mich jedes Mal bei der Püppi, aber das reicht ja wohl kaum aus, wenn sie am Ende des Tages keinen schönen Tag hatte. Wenn sie mit einem schlechten Gefühl ins Bett geht. Und trotzdem, mir fehlt die Kraft das zu ändern und allein das macht mich schwach und oft zu einer -in meinen Augen- schlechten Mutter. Nicht immer, nicht jeden Tag, aber doch in diesen Situationen, in denen das passiert. Ich wollte für meine Tochter die schönste Kindheit, ihr die Welt zu Füßen legen ohne sie dauerhaft zu verwöhnen. Ich wollte ihr natürlich Grenzen aufzeigen und sie mit einer gewissen Strenge erziehen. Nicht zu viel von einem, einen guten Mittelweg, der für uns alle schön und wichtig ist. Aber derzeit entgleitet mir die Erziehung - so ist das jedenfalls gefühlt für mich. Nicht selten erwische ich mich bei schreklichen Gedanken wie: "Sie wäre woanders besser aufgehoben" "Wieso hat sie sich uns als Familie ausgesucht" "Sie hat etwas viel besseres verdient". Und auch das ist nicht richtig, denn tief in mir weiß ich, dass ich jeden Tag mein Bestes gebe und nicht immer ist das gut genug, aber es ist immer genau das, was ich geben kann. An diesem Tag, in diesem Moment. Mehr geht nicht. Und wenn das mal nicht genug ist, ist das blöd, richtig elendig blöd, aber ich kann es derzeit nicht ändern. Als ich am Wochenende einen kurzen Tweet absetzte, dass sie mich in den Wahnsinn treibt und ich direkt einige Reaktionen bekam, dass andere heute ebenso fühlten, ohne zu wissen was vorgefallen war und das alle Kinder irgendwie so eine Phase durchmachten, fühlte ich mich schon weniger allein. Nur nahm mir das natürlich nicht die Angst des Versagens. In dieser einen Sache in der man keinesfalls versagen sollte. In meiner Rolle als Mama. Die von der ich immer dachte, ich würde sie bravourös meistern. Ausgerechnet das fällt mir jetzt so schwer. Ich meine klar, es ist nicht immer leicht und mit ihrer Eigensinnigkeit und ihrem Sturkopf macht das kleine Mädchen mich verrückt, aber das ist doch noch kein Grund, sich selbst zu etwas zu entwickeln, was noch unausstehlicher ist. Ich wünsche mir jeden Tag das es besser wird, dass heute mal eine Sache besser klappt als sonst. Das heute ein guter Tag wird. Das fängt beim Aufstehen an und hört beim Zubettgehen auf. Oder manchmal auch erst um 22h, weil die Püppi ja abends nicht schläft, weil sie ja Mittagsschlaf gemacht hat. Manchmal läuft tatsächlich eine der Sachen besser als sonst, der Tag ist dann wirklich etwas entspannter, aber im Großen und Ganzen macht es die Gesamtsituation eigentlich nicht besser. 

Oft weiß ich gar nicht, was ich für mich am schlimmsten finde. Ihre Sturheit, ihre Unaufmerksamkeit, ihren ständigen Bewegungsdrang, das dauerhafte Schnattern oder dieses ständige Gejammer, wenn etwas nicht nach ihrer Nase läuft. Ich glaube mit der Unaufmerksamkeit und dem Gejammer komme ich am wenigsten klar. Das andere kenne ich alles irgendwie auch von mir (okay, außer den Bewegungsdrang, aber damit komme ich klar), jedoch bin ich ein sehr aufmerksamer Mensch und normalerweise müsste sich das wohl ergänzen, aber nicht, wenn sie mir nicht zuhört. Nicht nur wenn ich eventuell belanglose Dinge erzähle, sondern auch, wenn ich ernst mit ihr reden will oder ihr eben etwas vorlesen will. Wenn sie mit uns spielen will, hält sie meistens nicht mal eine Runde durch und muss sich wieder bewegen. Zuhören quasi unmöglich, aufhalten erst recht. Und wenn es dann nicht läuft wie sie will, wird gejammert wie ein sterbender Schwan. Es vergeht kein Tag ohne Jammern und Tränen. So ein Mensch bin ich gar nicht. Ich jammere eigentlich nie. Okay, seitdem die Püppi drei Jahre alt ist, jammere ich wohl doch etwas mehr. Aber wenn ich z.B. Schmerzen oder sonstige Beschwerden habe, jammere ich nie. Da weiß man schon, wenn ich jammere, muss es echt schlimm sein. Ich verplemper einfach nicht gerne meine Zeit mit Gejammer. Ich will lieber glücklich und fröhlich sein und das Leben genießen, weil es doch so schön sein kann. 

Und doch, ich weiß, die Püppi macht das nicht absichtlich, jedenfalls nicht grundsätzlich und schon gar nicht will sie mir etwas Böses oder mir einen Nervenzusammenbruch bescheren. Das bin ich schon irgendwie ganz selbst. Ich weiß, dass es nicht leicht ist drei Jahre alt zu sein und ich weiß, dass ich immer für sie da sein muss, ihr rettender Anker, ihr Fels in der Brandung und ich hoffe einfach, dass sie das trotzdem weiß. Mir ist bewusst, dass sie im Kindergarten bestimmt nicht nur rundum schöne Tage hat, sondern das es dort auch mal zu Streitereien kommt und das es sicher nicht immer leicht ist, wenn man drei ist und die meisten anderen sind schon vier, fünf und sechs. Ich weiß, dass es nicht leicht ist, wenn viel von einem verlangt wird und eine gewisse Selbstständigkeit ist viel. Was ein Kind bis zum 4. Lebensjahr schon alles gelernt hat ist unglaublich. So viel wie ein Kind in 12, 14 Jahren lernt, lernt doch kein Erwachsener mehr. Darum weiß ich, dass ich nachsichtiger sein muss, mit ihr und mit mir. Ich muss neue Rituale schaffen, die besser zu uns passen und mich noch mehr darauf zu konzentrieren auf die Bedürfnisse der Püppi einzugehen, auch wenn sie nicht immer zu meinen passen. Ich habe mich dazu entschieden Mama zu werden und ich trage Verantwortung für dieses kleine, noch immer zerbrechliche Wesen. Denn wenn mein Kind eins hat, dann ein Herz und zwar das allergrößte, welches ich kenne. Und dieses große, starke Herz ist trotzdem so leicht zu zerbrechen, weil sie so einfühlsam und sensibel ist. Empathie durchflutet dieses Kind. Sie hat Mitgefühl, sie ist fürsorglich und sie liebt. So wie eine 3-Jährige nur lieben kann. Es ist diese reine, bedingungslose Liebe, die man ohne Kinder nicht erfährt. Sie legt dieses wertvolle Herz in meine Hände, sie vertraut mir ihr Leben an, sie baut darauf, dass ich sie schütze und ich werde mein Bestes tun, mein Allerbestes und noch viel mehr. Ich lege meine schützenden Hände um ihren kleinen Körper und ich trage ihr Herz, ich trage es in meinem Herzen.


Kommentare on "Seit das Zukkermädchen drei Jahre alt ist ..."
  1. Ach Sahra, du weißt ja bereits durch Instagram, dass es mir ähnlich geht. Jeder Tag ist eine Herausforderung und meine Nerven sehr dünn. Mit dem Gejammer und Weinen komme ich schlecht klar. Es macht mich wütend.
    Ich bin halt auCh echt andauernd alleine mit den Mädels. Das macht es nicht besser. Wir sind eben nur Menschen...
    Ich arbeite jeden Tag wieder an mir, damit ich besser und ruhiger mit meiner 3 jährigen umgehen kann. Dann bin ich vielleicht für die Pubertät gewappnet. :D
    Ich wünsche uns mehr Geduld und starke Nerven! Das wird besser... ganz bestimmt. Ooommm. ♡
    Liebe Grüße
    Tanja

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  2. Ich hoffe auch, dass es besser wird. aber ich finde es total super, dass du dich so hinterfragst! auch wenn sich dann erstmal noch das Verhalten oder die Situation wiederholt, finde ich, dass es enorm wichtig ist, sich zu reflektieren. Bei uns schafft es der Papa oft, Humor in die Situation zu bringen. Ich krieg das nicht so hin, aber er schafft es, dass dann am Ende plötzlich alle lachen. Ich hoffe, dass das bei euch auch so klappt, dass ihr euch dann wütend anseht und plötzlich lachen müsst:) wegen des Vorlesens hab ich überlegt, ob sie mehr Spass daran hätte, wenn sie nicht nur passiv beim Lesen ist, sondern nach jeder Seite Fragen beantworten muss oder auf etwas achten oder suchen soll... die Seite umblättern, wenn sie das Wort xy hört oder so was. Vielleicht funktioniert das bei ihr? Wünsche dir viiiieeel Durchhaltevermögen und ich finde es super, dass du so ehrlich schreibst! Da kann man sich einfach viel besser mit identifizieren!!! :)

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  3. Liebe Sahra,
    ich erkenne mal wieder so viel wieder und auch, wenn wir "das Schlimmste" wohl halbwegs überstanden haben, weiß ich noch sehr gut, wie anstrengend diese Launigkeit, dieses Bocken ist. Ich finde es toll, dass Du das alles so ehrlich schreibst und genau das beweist, dass Du niemals eine schlechte Muter sein könntest, denn Du analysierst und reflektierst und arbeitest so daran, dass Du mit den Situationen zufriedener zu werden. Das wird nicht immer klappen, aber es wird auch mal klappen. Es klingt so leicht gesagt, aber Du darfst Dich so fühlen, wenn Dich das Zukkermädchen bis auf das Äußerste fordert. Du darfst fertig, kaputt sein. Du bist ein Mensch! Und ein (zumindest virtuell) sehr liebenswerter und das weiß Dein Zukkermädchen auch! Sei Dir nicht böse. Nimm es so an und versuche es nächstes Mal anders! Und es sind wirklich "nur" Phasen, die verändern sich auch wieder (und dann kommt was anderes ;-)
    Marie schläft übrigens momentan immer erst so gegen 22 Uhr und ist morgens in der Woche um 8 Uhr und am Wochenende um 7 Uhr hellwach. Kein Mittagsschlaf, kein Tagsüber und kaum mal ein Einschlafen im Auto. Wo sie das hernimmt? Keine Ahnung. Aber ich weiß, dass es für uns Eltern sehr kräftezerrend ist und wir kaum mehr Zeit für uns haben zzt. Aber auch das wird sich wieder ändern.

    Lieben Gruß aus Hamburg

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