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Unser Weihnachten 2014 ♥

Dienstag, 30. Dezember 2014

LOVE IS WHAT'S IN THE ROOM WITH YOU AT CHRISTMAS IF YOU STOP OPENING PRESENTS AND LISTEN!


So schnell wie der Zauber kam, war er auch schon wieder weg. Ich bin etwas wehmütig und trauere dem Weihnachtsfest hinterher. Weihnachten ist eine Zeit der Wunder, an Weihnachten kann alles passieren. Gerade deshalb, aber auch wegen der vielen Lichter, der großen grünen Tanne, den strahlenden Gesichtern, dem Glühwein und den leckeren Plätzchen. Natürlich kann man das alles weiterhin fortführen (ausgenommen die Tanne), aber mal ehrlich: das ist doch dann alles nur noch halb so schön. Die Vorfreude auf Weihnachten macht es eben so besonders.

Wie unser Weihnachtsfest war, möchte ich euch erzählen. Denn es war ein ganz besonders schönes Weihnachtsfest. Nicht besonders aufregend oder spektakulär, sondern einfach ganz normal, aber wunderschön normal. So wie es sein sollte.

Als die Püppi am Weihnachtsmorgen erwachte wartete unter dem Baum ein kleiner Teller mit Süßigkeiten auf sie. Bisher handhaben wir es noch so, dass wir Heiligabend bei den Eltern vom Mann verbringen, trotzdem wollte ich, dass sie unter unserem Baum auch etwas vorfindet. Hätte sie zuhause die Geschenke bekommen, hätte es den Teller erst am Nachmittag zu den Geschenken gegeben. Ein Stückchen Schokolade durfte sie dann auch naschen. 

Dann lebten wir so ein bisschen in den Tag hinein. Wir mussten noch einen letzten Einkauf erledigen, der erstaunlich ruhig ablief. Kein Gedränge, keine große Parkplatzsuche und auch kein Anstehen an der Kasse. Leider wurden nur unsere Fotokalender noch gerade pünktlich geliefert - das Fotobuch lässt noch immer auf sich warten. So beschlossen wir also kurzerhand das die Püppi nochmal richtig mit Fingerfarben rummatschen kann. Sie patschte eine Leinwand voll, die am Ende wirklich wieder wie ein kleines Kunstwerk aussah (kann ich nur empfehlen!). Danach ging es direkt mit dem Papa in die Badewanne, anschließend gab es ein kleines Mittagessen und den Mittagsschlaf für Mann und Püppi. In der Zwischenzeit erldigte ich noch schnell die nötigste Hausarbeit und machte mich schön. Nägel lackieren, duschen, schminken - ihr kennt das ;) Da Papa und Tochter echte Langschläfer sind, musste ich sie irgendwann gegen 15:30h wecken, damit es nicht zu spät wird. Als wir alle "ausgehfertig" waren, holte der Mann das Auto, verstaute die Geschenke und wir fuhren zu meinen  Schwiegereltern in spe.

Dort angekommen wurde die Püppi schon sehnlichst von ihrer Tante erwartet und geknuddelt. Die Püppi war erst etwas schüchtern (weil Uromi und Uropi auch da waren), aber das legte sich dann ganz schnell. Dann erkundschaftete sie den Baum ihrer Oma und benannte alles was sie erkannte. Bei allem anderen halfen die Tante und ich weiter. Wir warteten nur noch auf den Bruder -samt Freundin und Baby- vom Mann und dann konnte es auch langsam losgehen. Die Püppi war schon sehr aufgeregt, wobei ich noch immer glaube, dass sie nicht genau wusste was da gleich passiert, sondern nur, das etwas passiert.

Was ich zuerst nicht wusste, aber schon bei der Autofahrt vom Mann erfuhr: Der Opa der Püppi spielte den Weihnachtsmann. Eine süße Idee, wobei ich mir nicht sicher war, ob ddas Zukkermädchen das so toll finden wird. Warum? Weil ich damals schrecklich heulte und ins Bad flüchtete, als ich den Weihnachtsmann zum ersten Mal sah. Generell hört man ja oft, dass Kinder nicht nur positiv auf den Mann mit dem weißen Bart reagieren. Die Püppi war allerdings zunächst so beschäftigt, dass es völlig an ihr vorbeiging, dass der Weihnachtsmann die Treppe hinunter, durch den Schornstein kam ;) Als sie ihn dann aber sah (und den Opa natürlich nicht erkannte), weinte sie. Allerdings ließ sie sich schnell beruhigen, hundert Mal schneller als ich damals. Irgendwann ging sogar auf ihn zu. 

Ich hatte übrigens vergessen zu erwähnen, dass ich mit der Püppi noch ausgiebig: Lieber, guter Weihnachtsmann übte und den ganzen Tag "Feliz Navidad" laufen ließ. Ich liebe den Song! Am Ende konnte sie: Lieba, guta Mann. Schau mich nicht böse an. Packe deine Rute ein, ich werd immer sein. (manchmal funktionierte auch artig). Und natürlich "Feliz Dad". 
Das trug sie dem Weihnachtsmann (mit meiner Flüsterstimme) auch sehr gut vor und bekam dafür sehr sehr viele Geschenke. Sie war auch unheimlich lieb, aber mindestens genauso aufgeregt. Ihr könnt es euch ja denken. Aber ausgepackt hat sie in Windeseile. Das macht ihr mittlerweile sooo viel Spaß. 
Ihre Augen leuchteten bei jedem Geschenk. Sie war so unendlich dankbar für alles. Die ganze Zeit hörte man sie lachen und ständig ein "Ohhh" "Ahhhh" "schön". Sie war wirklich hin und weg und so ein Goldschatz. Ich war so dankbar und schaute ihr einfach zu. Das machte mich so unfassbar glücklich. Sie blätterte durch ihr Mitmachbuch und fand' die Punkte so klasse. Je öfter sie das Buch anschaut und man es mit ihr "durchgeht" umso mehr versteht sie worum es geht und macht eifrig mit. Ihr liebster Teil ist definitiv der, an dem geklatscht wird. Ich kann das Buch wirklich empfehlen.

Die beiden kleinen Highlights waren aber definitiv ihr Stofftier "Bernd das Brot" und die Autobahn, die man auch zur Murmelbahn umfunktionieren kann. Sie kuschelte und küsste Bernd, als wäre es ihr größter Schatz und die bei der Autobahn wurden die Autos runtergejagt und jedes Mal laut gelacht. Sie verschenkte die Autos an den Uropa, den Papa, die Tante - eigentlich an so ziemlich jeden. Und jeder hatte so viel Spaß - es erwärmte mein Herz komplett. Als sie mit ihrem Uropa spielte, da hatte ich das Gefühl, es sei sein größtes Geschenk an diesem Abend. Ihre strahlenden Augen. Ihre kleinen Hände, die sie in seine legte, immer wenn sie ihm ein Auto übergab und das Lachen, wenn sie beide zusammen die Autos fahren ließen. Oder als sie Spaß mit Bernd hatten. Es war so schön!

Nachdem die Kinder alle Geschenke vom Weihnachtsmann ausgepackt hatten waren dann alle anderen dran. Es wurde sehr wuselig, aber das störte die Püppi gar nicht. Sie war vertieft in ihr Spiel und jeden darin einzubinden. Sie wusste auch gar nicht, womit sie sich als erstes beschäftigen sollte und bespielte alles mal kurz. Ab und an merkte man, dass es ihr zu viel wurde. Die ganzen Eindrücke. Aber sie wurde nicht einmal quengelig. Sie legte sich kurz hin und ruhte sich aus. Sie schlief nicht, sondern lag einfach da und entspannte, kam etwas zur Ruhe und kuschelte ihren Bernd. Das war sehr niedlich. Anschließend durfte es dann wieder losgehen, denn da wartete ja noch ein großes Geschenk auf die Püppi, welches wir uns bis zum Schluss aufsparten - DAS LAUFRAD!
Und ihr könnt es euch sicher denken. Als die Püppi das riesengroße Geschenk war, wusste sie gar nicht wo sie zuerst anfangen sollte. Sie kam aus dem Staunen und "Ohhhh" nicht mehr heraus. Ich half ihr dann etwas beim Auspacken und sie konnte immer mehr erahnen, was da zum Vorschein kam. Sie strahlte bis über beide Ohren und war so glücklich. In dem Moment blieb die Welt für mich kurz stehen, ich ließ das alles auf mich wirken und war so überglücklich, dass wir mit den Geschenken alles richtig gemacht haben. Die Stimmung war so schön, alle waren fröhlich und strahlten. Der Mann drückte mir einen Kuss auf und das war ebenso besonders, wie der ganze Abend. 
Natürlich wollte das Zukkermädchen gleich mal eine Probefahrt starten, aber sie merkte schnell, dass das nicht mehr so einfach ist, wie beim Pukylino. Trotzdem versucht sie es immer wieder und macht es immer besser. Allerdings wollen wir (ehe wir das Laufrad auch außerhalb der Wohnung ausprobieren) noch ein Fahrrad-Fachgeschäft und einen ordentlichen Helm kaufen, der auch gut auf ihren Kopf passt. Das wollten wir nicht einfach so machen und auf gut Glück hoffen, dass das schon irgendwie geht. Außerdem kann sie ihn sich dann auch selbst aussuchen ;) Denn die Püppi entwickelt so langsam ihren eigenen Kopf und entscheidet selbst was sie mag und was nicht und vor allem, was schön ist und was nicht. 

Anschließend gab es noch leckeren, selbstgemachten Kartoffelsalat und dazu Würstchen und Frikadellen. Ebenso wie Brot und Gemüse. Danach wurde noch viel geredet, die Kinder spielten und nach und nach leerte sich das Haus. Wir traten dann auch irgendwann gegen 21h den Heimweg an und verabschiedeten uns nur bis zum nächsten Tag. Da gab es eine leckere Ente mit Rotkohl und Klößen. 

Es war wirklich ein wunderschönes Fest. Das Hinfiebern darauf hat sich mehr als gelohnt. Ich war am Ende des Abends so dankbar für all das. Für mein Mädchen, welches so überglücklich und seelig war. Sie ist verliebt in jedes ihrer Geschenke und bespielt sie jeden Tag. Sie kuschelte sich oft an uns und überhäufte uns mit bedingungsloser Liebe. Sie umarmte die ganze Familie, verteilte Küsse und erhellte den Abend mit ihrem Lachen. Sie verbreitet Lebensfreude, wann immer sie den Raum betritt. Ich liebe sie und ihr großes Herz. Sie quatschte die ganze Zeit vor sich hin, sie teilte ihr Spielzeug und war rundum zufrieden. Und mehr braucht es nicht, damit ich glücklich bin. Es war ein wunderschönes Fest und ich kann euch mit Worten nicht beschreiben, wie verzaubert ich war. Jonas begleitete mich den ganzen Tag und ich weiß, er hat es ebenso erlebt wie wir. Ich danke -wem auch immer- für diesen Tag, der so unbeschreiblich schön war und der mich vergessen ließ, was sonst vielleicht nicht so schön ist. An diesem Tag gab es nur uns, eine kleine Familie, die eine große Familie hat, in der jeder sehr glücklich war. Ich bin dankbar und wurde reich beschenkt - mit Liebe, auch wenn es kitschig klingt. ♥


P.S.: Das allerschönste Geschenk erwartete uns im Briefkasten. Ein selbstgebastelter-und gestalteter Kalender von der Püppi und ihren Erzieherinnen. Ich heulte. Ernsthaft. Das tue ich ja immer, aber wirklich ... ES ist das schönste Weihnachtsgeschenk, welches ich je bekommen habe.

P.P.S.: Der MyBuddy den die Püppi von ihren Großeletern bekam, war leider kaputt, sodass er zurück geschickt werden musste. Ein Umtausch ist nicht möglich, nur Geld zurück. Jetzt hoffen wir, dass er bald wieder zu dem Preis verfügbar ist, zudem die Omi ihn ergatterte.

P.P.P.S.: Danke an den Mann, der das Weihnachtsfest so schön in Bildern festgehalten hat.

It's the most wonderful time of the year

Mittwoch, 24. Dezember 2014
Die letzten Geschenke sind eingepackt, meine Haare gefärbt und die Nägel rot und gold lackiert. Die Püppi öffnete das letzte Türchen ihres Adventskalenders, bekam einen bunten Weihnachtsteller und wir durften das schönste Weihnachtsgeschenk von der Püppi entgegennehmen. Ein selbstgebastelter Kalender von ihr und ihren Erzieherinnen. Ich habe gleich erstmal wieder losgeheult. 

Gleich, wenn Männchen und unser Weihnachtsengelchen ausgeschlafen haben, werden die Geschenke im Auto verstaut und wir werden Jonas am Grab besuchen. Anschließend fahren wir zu den Eltern vom Männchen und verbringen dort einen schönen und besinnlichen Heiligabend. Ich freue mich schon sehr darauf und auf all die strahlenden Gesichter. Auf das Zusammensitzen und die Magie, die in der Luft liegt. Nur schade, dass da draußen kein Schnee liegt.


Den ganzen Tag läuf schon die Weihnachtsmusik, die Püppi singt: Feliz dad (Feliz Navidad ist eines meiner liebsten Weihnachtslieder, weil es so schön einfach ist). Ich glaube, so langsam merkt sie, dass heute ein ganz besonderer Tag ist. 

Ich wünsche euch einen ganz zauberhaften Tag und hoffe das über euch allen auch diese unerklärliche Magie schwebt, die es nur an Weihnachten gibt. Besinnt euch auf das was wichtig ist und auf die Menschen, die ihr liebt und die euch lieben. Ich bin dankbar, für alles was ich habe. Vielen Menschen geht es nicht so gut. Für viele Menschen war das ein furchtbar schlimmes Jahr und da bin ich gleich doppelt dankbar, dass unser Jahr eigentlich ein ziemlich Gutes war. Ich hoffe, dass ihr alle das Beste und Allerschönste aus diesem Tag macht, das eure Augen leuchten und ihr glücklich seid. 

Fröhliche Weihnachten, ihr Lieben!

LOVE IS WHAT'S IN THE ROOM WITH YOU AT CHRISTMAS IF YOU STOP OPENING PRESENTS AND LISTEN!





Motzmädchen, Entwicklung & Wochenrückblick #46

Montag, 22. Dezember 2014
Ich habe mich schon letzte Woche wahnsinnig auf die freie Zeit mit meinem Mädchen gefreut. Viel geplant habe ich nicht, weil sich das meiste eh nicht umsetzen lässt und die Feiertage meistens eh verplant sind. Ich freute mich einfach darauf, meinen kleinen Wirbelwind mal wieder viele Tage am Stück dauerhaft um mich herum zu haben, mit ihr gemeinsam Mittagsschlaf zu machen und dabei ihren Herzschlag zu hören. Ihre geschlossenen Augen und der herzförmige Mund sehen einfach viel zu niedlich aus, da liege ich manchmal noch eine ganze Weile wach neben ihr und schaue sie einfach an. So friedlich wie ein Engel. Manchmal kann ich auch gar nicht schlafen, aber dann genieße ich das Ausruhen und die Mittagsruhe trotzdem, denn der Vormittag ist meistens schon sehr turbulent. Womit ich allerdings nicht gerechnet habe war: Ein Motzmädchen und Stinkstiefel rund um die Uhr. Aber genau das habe ich bekommen. Angefangen hat alles schon am Donnerstag, nachdem ich sie aus der KiTa abholte. Nichts konnte man ihr recht machen und anstatt zu sagen, was sie stört wird gekreischt und geheult. Auch die Nächte sind so anstrengend geworden. Kaum eine Nacht schläft sie durch, meistens wird sie sogar schon wach, wenn wir noch wach sind. Es ist so kräftezehrend. Bestes Beispiel: Die Püppi und ich gönnen uns einmal die Woche einen Pudding mit Kekskugeln. Der ist sooo lecker. Ich fragte sie also heute, ob wir ihn naschen wollen und sie heulte einfach und sagte dann irgendwann noch sowas wie: neee. Also habe ich mir meinen Pudding trotzdem genommen. Da ging das Geheule und Gemecker aber erst richtig los. Und dauernd sagte sie: Meina meina meina. Ich wollte ihr dann ihren Pudding holen, aber da heulte sie noch mehr. Meinen habe ich ihr auch angeboten, aber ratet mal: sie heulte noch mehr. Waaaaaah. Irgendwann wollte sie den Pudding dann doch. Warum, wieso, weshalb das jetzt so ablief oder warum genau sie so reagiert hat, erzählte sie mir natürlich nicht. 
Oder heute Morgen: Sie wollte malen, schien jedenfalls so. Und trotzdem heulkreischte sie die ganze Zeit, bis sie dann selbst an die Kiste mit den Stiften ging und sie herausholte. Was sie hätte die ganze Zeit tun können. Dann forderte sie ihren Papa auf, ihr etwas zu malen und gab ihm dazu einen Stift. Also er zum Malen ansetzte, fing sie an zu heulkreischen und rief immer wieder: meina meina meina. Also Stift zurück gegeben, Kind trotzdem noch irgendwie motzig. Und so geht das fast den ganzen Tag. Mein Nervenkostüm wird immer dünner und dünner. Manchmal frage ich mich ja selbst, wie man das immer wieder macht, ohne komplett am Rad zu drehen. Meine Ohren bluten jedenfalls mittlerweile und ich weiß noch immer nicht, was mit ihr los ist und ich habe die Befürchtung, ich werde es auch nicht herausfinden.

Was ich auch merkwürdig finde, dass sie plötzlich Dinge nicht mehr kann (oder wohl eher nicht mehr können will), die sie vorher schon so gut beherrschte. Farben benennen und Gegenstände in der richtigen Farbe dazu stellen. Oder Obst und Gemüse benennen. Dafür klappt das Zählen wieder und es wird weder die 4 oder die 7 vergessen. Auch sprachlich macht sie eigentlich wahnsinnige Sprünge und trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass sie unheimlich viel zurückhält. Etwas sorge ich mich um ihr Verständnis. Das sie ein Nein nicht akzeptiert zähle ich jetzt mal nicht dazu, weil sie einfach nie auf ein Nein hört. Aber wenn man ihr zum Beispiel Fragen stellt, antwortet sie immer mit ja. Sie erzählt selten von selbst etwas. Wenn ich versuche ihr etwas zu  erklären hört sie nicht zu und versteht es folglich auch nicht. So bin ich mir also sicher, dass sie noch immer nicht verstanden hat, das in 2 Tagen Weihnachten ist und da jemand Geschenke bringt. Vielleicht mache ich mir auch wieder umsonst Sorgen, aber gerade jetzt wo sie in der KiTa ist, bekomme ich ja vermehrt mit, wie "weit" andere Kinder in ihrem Alter sind und frage mich manchmal, ob ich mir wirklich ernsthafte Sorgen machen müsste. Dann habe ich auch immer Angst und Schuldgefühle. Das ich sie nicht genug fordere und fördere. Oder das ich zu wenig mit ihr rede, weil ich nicht alles kommentiere. Das Problem ist ja auch: Vieles interessiert sie auch einfach nicht. Mal sehen, vielleicht versuche ich mal im nächsten Jahr ein "exklusives" Gespräch mit einer Erzieherin zu bekommen um mich da mal auszutauschen und zu erfahren, wie sie das so sehen. Interessieren würde mich das nämlich wirklich sehr.

Morgen steht erstmal noch eine große Besorgung an (oh und was für eine) und der Papa hat 2 Tage frei. Wobei er am 1. Feiertag einen Termin hat, aber ich zähle das mal nicht. Ich hoffe, es bleibt trocken und wir können nochmal auf den Spielplatz. Vielleicht entspannt sie das etwas. Ich hoffe nämlich auf besinnliche Weihnachten und ein glückliches Kind, welches mal ein paar Stunden nicht motzt. Wäre ein Traum!

P.S.: Das Zukkermädchen leistet mir seit den letzten 10 Minuten Gesellschaft. Sie will Sport machen und heult. Ich warte auf den Papa, der den Döner mitbringt und damit ein bisschen den Abend rettet. Ich sags euch ja, der Wurm ist drin. Waaah! Die Geschenke kann ich dann hoffentlich morgen einpacken oder schlage mein Lager im Schlafzimmer auf.

Daumen hoch für: Selbstgemachten Glühwein, selbstgemachte Zimtschnecken, meinen Weihnachtsbaum und sowieso alles was mit Weihnachten zu tun hat.
Daumen runter für: Ausverkaufte Weihnachtsleckereien, durchwachsene Nächte und Unfähigkeit.
Sehenswert: Das Winterfinale von Revenge und das Weihnachts-Special von Pretty Little Liars!
Hörenswert:
Hoizer - Take Me To Church und George Ezra - Blame It On Me
Gelesen:
Rachekind von Janet Clark (wahnsinnig spannend) und Passagier 23 von Sebastian Fitzek
Gegessen:
Zitronenpasta mit Lachs (die unfassbar vorzüglich ist), selbstgemachte Plätzchen, Apfel-Zimt-Schnecken, Spaghetti Bolognese, Hähnchen-Enchilada-Auflauf, Pitataschen mit Salat und Hähnchen, Döner, Chicken Wings, selbstgemachten Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen
Getrunken: Cherry Cola, viiiiel Tee, selbstgemachten Glühwein, Feuerzangenbowle auf dem Weihnachtsmarkt, Multi 12 Saft, Latte Macchiato mit selbstgemachtem Schoko-Minz-Sirup
Geärgert:
Das war in den letzten 2 Wochen wirklich einiges, aber das soll nicht hier stehen, weil ich darüber nicht mehr nachdenken will ;) vor allem nicht so kurz vor Weihnachten!
Geschockt: Über den Tod von 2 großen Musiklegenden: Udo Jürgens und Joe Cocker. Ich bin erschüttert und tieftraurig. Sie verlassen unsere Bühnen für immer. Hoffentlich ruhen sie in Frieden.
Gefreut: Über den Besuch der Herzfreundin und einer anderen lieben Freundin. Das war ein schöner Tag!
Gestaunt: Darüber wie schnell der 4. Advent da war und alle 4 Kerzen brannten.
Gekauft:
Die letzten Weihnachtsgeschenke!
Gebloggt: Dankeschön Weihnachts-Gewinnspiel, Weihnachtsvorbereitungen und Geschenkeliste, [Rezept] Unwiderstehliche Plätzchen , Wenn Weihnachten auch Trauer bedeutet
Süchtig nach:
Gutem Essen, der warmen Badewanne und dem Buch Rachekind!
Vorfreude auf: Heiligabend und die strahlenden Augen der Püppi.
Letzte Sünde: Ein Glas Weißwein, weil ich es mir verdammt nochmal verdient habe, nach den letzten Tagen ;) Schokolade wäre auch noch gut gewesen.
Gut zitiert:
What do we live for, if it is not to make life less difficult for each other? [George Eliot]

Ich wünsche euch noch einen zauberhaften Abend

Unser Weihnachtsbaum steht und ich liiiebe ihn | Das Weihnachtsoutfit der Püppi steht auch - sie wird goldig aussehen ;) | Die leckersten Plätzchen, die ich je gemacht habe
Wir haben den Weihnachtsmarkt besucht und es war wunderschöne Familienzeit | Die Kerzen brannten weltweit für Sternenkinder | Leckere, weihnachtliche Apfel-Zimt-Pancakes
Maria & Josef durften eine Nacht bei uns verbringen, die Püppi ist heute noch begeistert | Nach dem Plätzchen backen müssen diese noch verziert werden - Naschen nicht vergessen ;) | Ein bisschen Liebe!

Wenn Weihnachten auch Trauer bedeutet

Sonntag, 21. Dezember 2014
Die Vorweihnachtszeit ist für mich die schönste Zeit des Jahres. Ich liebe es selbstgemachten Glühwein zu trinken, über den Weihnachtsmarkt zu schlendern und dort die beste Feuerzangenbowle zu trinken. Ich liebe den Duft von der wunderschönen Tanne, die schon eine Weile geschmückt in unserem Wohnzimmer steht. Es macht Spaß Geschenke für die Liebsten zu besorgen und zu wissen, wie sehr sie sich darüber freuen werden. Vorfreude ist die schönste Freude.

Leider wird mich an jedem Weihnachten, welches ich mit meiner kleinen Familie erleben darf , auch Trauer begleiten. Und Sehnsucht. Nach unserem Engel. Jedes Jahr frage ich mich wieder, wie wir es wohl mit Jonas erlebt hätten. Wie aufgeregt er wäre, bevor er die Geschenke auspacken darf und wie er seiner kleinen Schwester erklären würde, was Weihnachten eigentlich ist. Mit seinen Worten. Ich frage mich oft, ob er sich genauso wohl im Kindergarten gefühlt hätte und wie es gewesen wäre zwei Wirbelwinde abzuholen. Vier strahlende Augen. Und immer steht die Frage im Raum: Würde es Leni geben, wenn Jonas nicht gegangen wäre? Eine Frage die sich oft in mein Herz bohrt und auf die ich keine Antwort finde. Ich wünsche mir Jonas jeden Tag herbei und frage mich oft, ob ich die Püppi dann überhaupt jemals kennen gelernt hätte. Dieses wundervolle, engelsgleiche Wesen auf zwei Beinen mit einem Herzen aus purem Gold und dem zauberhaftesten Lachen, welches ich jemals gehört habe. Ein Leben ohne sie ist so unvorstellbar, wie der Gedanke daran, dass ich Jonas verloren habe. Dass, das alles wirklich uns passiert ist. Jonas ist in unserem Leben irgendwie einen Schritt nach hinten getreten, wie ein kleiner Schatten der uns folgt, weil so viel anderes unser Leben auf den Kopf stellt - immer und immer wieder. Wir besuchen sein Grab viel seltener und wir werden teilweise sehr vergesslich, machen alles auf den letzten Drücker. Sich das immer wieder einzugestehen tut wahnsinnig weh. Umso mehr freue ich mich auf unser weihnachtliches Ritual. Bevor wir am heiligen Abend zu den Eltern vom Männchen fahren, besuchen wir ihm an seinen Grab. Dieser Moment gehört nur uns Vieren allein. Denn Jonas ist ein großer Teil unseres Lebens. Er hat uns geprägt, verändert und hat uns so viel gelehrt. Wie einzigartig und lebenswert dieses Leben ist. Das wir auf uns aufpassen müssen und das wir dankbar sein sollten, für alles Gute was in unserem Leben passiert. 

Viele Menschen verstehen nicht, wie ein kleiner Mensch, der schon im Bauch verstarb eine so große Rolle im Leben der Eltern einnehmen kann. Aber vielleicht wissen sie es auch einfach nicht besser. Sie sprechen dich nie auf deinen kleinen Engel an und sie verstehen nicht, dass es immer noch weh tut, wenn er bestimmte Dinge nicht erleben kann. Wenn man selbst vieles nie kennen gelernt hat. Zum Beispiel, wie seine Augen aussahen oder wie sein Lachen geklungen hätte. Ich werde niemals sehen, wie er seine ersten Schritte geht oder das erste Mal "Mama" sagt. Das alles blieb mir verwehrt. Und dann kam da die Püppi, bei der ich alles erleben darf. Ich darf sie begleiten und ich weiß das unendlich zu schätzen und trotzdem frage ich mich oft, wie das wohl bei Jonas gewesen wäre. Aber andere Menschen fragen sich das nicht, vor allem dann nicht, wenn man noch ein kerngesundes Kind geboren hat.

Jonas wird uns immer fehlen. Am Tisch ist immer ein Platz zu viel frei. Im Auto auch. Und vor allem habe ich immer eine Hand frei. Ich wäre so dankbar, wenn ich ihn nur einmal an die Hand nehmen dürfte und mit meinen beiden Kindern durch die schönsten Wälder spazieren könnte. Was würde ich dafür geben vier strahlende Kinderaugen an Weihnachten zu sehen. Die Augen meiner Kinder. Doch was mir am allermeisten fehlt ist ihn zu spüren, ganz nah bei mir und dabei seinen Herzschlag zu vernehmen.



[Rezept] Unwiderstehliche Plätzchen

Freitag, 19. Dezember 2014
Plätzchen gehören zu Weihnachten einfach dazu. Ich habe sie früher schon gerne gebacken und verziert. Nach ein paar Blechen gingen mir dann allerdings immer die Ideen aus und ich hatte keine Lust mehr. Gegessen habe ich Plätzchen allerdings nie so gerne. Erstens: Ich mag den Zuckerguss nicht und von denen mit Schokolade oder ohne alles, habe ich immer nur zwei, drei auf einmal essen können und irgendwann konnte ich sie nicht mehr sehen. Und zweitens: Ich bin generell kein Kekslienhaber. Dafür habe ich ja genügend andere Laster ;) 

Nachdem ich die letzten Jahre immer nur für Männchen und zum Verschenken gebacken habe, wollte ich dieses Jahr für uns alle backen. Den Mann, die Püppi und mich. Also mussten ein paar neue Rezepte her. Vielleicht würde ja eines dabei sein, welches mir zusagt. Denn mal ehrlich: Weihnachten ohne Plätzchen geht ja dann doch nicht - vor allem dann nicht, wenn man ein Kind hat, welches mittlerweile mindestens genauso gerne die Zutaten zusammen schüttet, verrührt und Teig knetet wie die Mama selbst. Mal ganz abgesehen vom Naschen des Teiges und dem anschließenden Ausstechen der Plätzchen. 

Begonnen habe ich dieses Jahr eigentlich ziemlich zeitig. Allerdings nicht mit den üblichen Plätzchen, sondern eher mit Keksen, die weihnachtlich angehaucht waren. Das waren Cookies mit roten, grünen und weißen Streuseln oder Red Velvet Cookies. Erstere liefen mir über das ganze Blech (darüber berichtete ich ja). Letztere waren zwar lecker, aber unfotogen. Außerdem probierte ich mich an grünen Baiser-Tannenbäumchen, die aber leider viel zu "dick" waren und Apfel-Zimt-Schnecken-Kekse. Die waren ziemlich lecker, aber wirklich fotogen sind sie ebenso wenig wie ihre große Schwester: (Apfel-)Zimt-Schnecken. Die gab es bei uns bestimmt 3 oder 4mal und die sind auch wirklich ein Gedicht! Deswegen MÜSSTE ich das Rezept eigentlich mit euch teilen, aber ein Rezept ohne Fotos geht eigentlich auch nicht, oder? Und dann gab es da noch wahnsinnig leckere Schneebälle, die sehr teigig und schokoladig und puderzuckrig waren, aber unheimlich gut. Aber sie sehen eben auch einfach aus wie teigige Schneebälle ;) 

Das habe ich also alles gebacken, bevor es an stinknormale "Butterplätzchen" gehen sollte. Wobei, ehrlich gesagt wollte ich die dieses Jahr gar nicht backen und dann dachte ich: Kannste nicht machen. Du musst mit deinem Mädchen ein paar Butterkekse backen, die sie anschließend noch verzieren kann. Tja und so stöberte ich mich quasi durch das ganze Internet. Da gibt es ja sooo viele Rezepte und fast alle sind gleich. Also musste ich mir was einfallen lassen. Mein Kopf ratterte und ich überlegte hin und her, wie ich die Plätzchen so hinbekommen könnte, dass sie auch mir schmecken. Und was für einen Guss ich machen könnte, der mir ebenfalls schmeckt. Bei ersterem verließ ich mich auf mein Bauchgefühl, gepaart mit meiner Backerfahrung bei Kuchen, Torten und Muffins. Bei letzterem nahm ich einfach den Guss, den ich auch über meine Zimtschnecken gebe, denn der schmeckt sogar mir und ist lecker frisch ohne den Zimtschnecken oder den Plätzchen die Show zu stehlen. Die Zimtschnecken will ich übrigens nochmal zu Heiligabend backen, denn die sind wirklich ein Traum! Aber jetzt geht es um die Plätzchen. Wenn ihr alles beachtet, werdet ihr die weltbesten Plätzchen herstellen, vertraut mir! Davon kann man sooo so viele essen, vor allem wenn sie gerade frisch aus dem Ofen kommen. Die Püppi hat andauernd welche stibitzt und vernascht, sodass wir zu dritt fast die Hälfte verputzt haben, ehe wir verzieren konnten. Deswegen haben die Püppi und ich ein paar Tage später direkt noch einmal welche gebacken. Probiert es unbedingt aus und esst sie selbst, verschenkt sie oder stellt sie zu Heiligabend auf die Kaffeetafel, eure Gäste werden es euch danken ;)

Ihr benötigt (für ca. 30-40 Stück):

220gr. Butter (zimmerwarm)
220gr. weißen Zucker (feine Körnung)
450gr. Mehl + etwas für die Arbeitsfläche
1 Prise Salz
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
1/2 TL Backpulver

Für den Guss:

100gr. Frischkäse
5-7 EL Milch
etwas Puderzucker
evtl. Lebensmittelfarbe (1 Msp. pro Portion)


Erster Schritt: Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben (wirklich sieben, da gibt es keine Klümpchen und der Teig wird fluffiger). Beiseite stellen. Die zimmerwarme Butter in eine große Schüssel geben. Zucker und die Prise Salz hinzufügen. Den Handmixer auf höchste Stufe stellen und mindestens 4min. zu einer cremigen Masse verrühren. Ideal ist es, wenn die Masse hellgelb ist und keine Zuckerkörnchen mehr fühlbar sind. Dafür einfach etwas Teig zwischen zwei Fingern reiben.

Zweiter Schritt: Das Ei in eine kleine Schüssel schlagen und mit dem Vanilleextrakt verquirlen. Zu der Butter-Zucker-Masse geben und eine Minute auf höchster Stufe weiter mixen. Nun stellt ihr das Handrührgerät auf die niedrigste Stufe und gebt etappenweise das Mehl hinzu. 4-5 Etappen solltet ihr euch Zeit lassen. Das Mehl langsam einrieseln lassen und gut mit der restlichen Masse vermixen, aber nicht zu lange, sonst geht die Fluffigkeit flöten. Sobald alles vermischt ist, den Mixer austellen und mit den Händen solange kneten, bis ihr eine Kugel formen könnt. Diese wird in Frischhaltefolie eingewickelt und mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank gelegt.


Dritter Schritt: Teig aus dem Kühlschrank nehmen und halbieren. Eine Hälfte zurück in den Kühlschrank legen. Die andere Hälfte 5min. ruhen lassen, kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 5-7mm dick ausrollen. Und ja, die sollen so dick sein, nur dann werden sie außen leicht knusprig und innen bleiben sie weich. Nicht Kuchenteig-weich, aber keks-weich und das ist wirklich himmlisch. Ich schwöre es euch. Plätzchen ganz nah beieinander ausstechen, sodass so wenig Teig wie möglich übrig bleibt und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Eine Silikonmatte geht genauso. Nochmal 10 Minuten in den Kühlschrank stellen (oder auf dem Balkon - so habe ich es gemacht). Wichtig ist nämlich das die Plätzchen kalt in den vorgeheizten Backofen kommen. So haben sie kaum eine Chance sich auszubreiten oder gar auszulaufen (was bei diesem Rezept aber eher ungefährlich ist). Außerdem ist dadurch einmal mehr gegeben, dass der Teig innen weich und außen schön knusprig, aber trotzdem hell ist. 

Vierter Schritt: Nach den 10 Minuten ab in den Ofen. Bei 190 Grad ca. 8-10 Minuten. Bei unserem Ofen ist es so, dass sich die Backzeit mit jedem Mal verkürzt, also immer gut aufpassen und besser bei der nächsten Ladung schon nach 5-7 Minuten reinschauen. Mit dem restlichen Teig verfahrt ihr einfach weiter genauso. Die Plätzchen lasst ihr dann auf einem Kuchengitter auskühlen und gebt sie anschließend in eine luftdichte Dose oder dekoriert sie zunächst.


Fünfter Schritt: Für die Glasur gebt ihr einfach den Frischkäse zusammen mit der Milch in eine kleine Schüssel und verrührt es solange miteinander bis es zu einer cremigen Masse wird. Sollte sie nicht dickflüssig, sondern zu cremig sein, noch esslöffelweise Milch hinzufügen. Anschließend Puderzucker einrühren, solange bis ihr eine schöne "streichfeste" Masse habt. Ich habe meine dann in 3 kleine Schüsseln aufgeteilt. Einen Teil habe ich grün, den zweiten Teil rot eingefärbt und den dritten Teil einfach weiß gelassen. Auf den Plätzchen verstreichen (macht vor allem Kindern Spaß) und Streusel darüber geben. Klebt bombenfest und schmeckt äußerst lecker. Guten Appetit!


Weihnachtsvorbereitungen und Geschenkeliste!

Mittwoch, 17. Dezember 2014
Endlich, endlich kann ich mal wieder bloggen und euch etwas über die letzten Tage erzählen. Hier passiert irgendwie so viel und ich komme nicht dazu, darüber zu schreiben. Das ärgert mich eigentlich am meisten, weil dieser Blog ja auch ein Ort für mich ist, an dem ich all diese Dinge festhalte. Was wir erleben, wie die Püppi sich entwickelt und was wir gerne essen, basteln usw.! Ich mache jetzt hier kurz vor Weihnachten lieber keine Versprechen mehr, die ich im Nachhinein eh nicht halten kann. Denn jetzt, wo es in großen Schritten auf das Fest zugeht, bin ich froh, wenn ich irgendwie das echte Leben geregelt bekomme und alles schaffe, was ich so zu erledigen habe. Ihr kennt das. Weihnachtsgeschenke kaufen, verpacken - hier und da noch eine Kleinigkeit. Geschenke für die Erzieher, Fotokalender erstellen, Plätzchen backen... und dann kommt die übliche Arbeit, Hausarbeit und Essen kochen noch dazu. Die Zeit rast. 

 
Mittlerweile steht unser wunderschöner Tannenbaum, den wir am Freitag ergattert haben. Danach habe ich ihn sofort geschmückt und mich sehr an ihm erfreut. Zumal ich jetzt sehr viel länger etwas von diesem Prachtstück habe. Ein bisschen schief ist er, aber ich liebe ihn. Er ist genauso wie ich mir einen schönen Baum vorstelle. Plätzchen gebacken und verziert haben wir auch. Die Püppi hatte dabei großen Spaß, vermutlich weil sie die ganze Zeit über naschen durfte. Das Rezept möchte ich übrigens noch mit euch teilen. Es ist wirklich fantastisch. Und was gibt es schöneres, als den 4. Advent mit einer heißen Schokolade, einem Apfelpunsch oder einem Heidelbeerglühwein und Plätzchen zu zelebrieren. Mit dem Heidelbeerglühwein sitze ich schon jetzt hier vor dem Laptop. Ich habe ihn selbstgemacht und das schmeckt man. Da kann jeder Glühwein, den man so kaufen kann, einpacken.  

Einfach einen Rotwein eurer Wahl (250ml) mit Heidelbeersaft (150ml) in einem Topf erhitzen. Etwas braunen Zucker hinzufügen, eine Zimtstange, 4-5 Nelken, 2-3 Sternanis und Orangenschale. Sobald sich der Zucker aufgelöst hat und sich eine dünne, weiße Schicht auf dem Glühwein bildet, ist er fertig. Durch ein Sieb in 2 Tassen füllen und noch warm genießen. 

Was die Geschenke angeht, so haben wir allmählich alles zusammen. Jaja, wir sind diese Menschen, die immer ALLES auf den letzten Drücker machen. Jedes Jahr nehme ich mir vor, es im nächsten Jahr besser zu machen, aber das gelingt mir eigentlich nie. So ist das ja mit fast allen Vorsätzen. Da ich mir dachte euch könnte eventuell trotzdem interessieren, was wir so verschenken und schenken lassen (besonders im Bezug auf die Püppi), möchte ich euch das kurz niederschreiben. 


Von uns bekommt das Zukkermädchen dieses Laufrad von Puky. Ihr kleiner roter Pukylino ist nun wirklich viel zu klein, aber sie liebt ihn nach wie vor. Darum gibt es nun das Model ab 3 Jahre mit höhenverstellbarem Sitz und Lenker. Ich hoffe wirklich das er sie gut darauf vorbereitet später einmal mit dem Fahrrad zu fahren. Das wird sie hier nämlich brauchen ;) Die Püppi wird ganz schön große Augen machen, da bin ich mir sicher. Einen Helm werden wir dann auch noch benötigen, den kaufen wir aber später mit ihr zusammen, damit da auch wirklich nichts rutscht oder drückt. Wir haben das Puky Laufrad übrigens bei uns im Spielzeugfachgeschäft gekauft, einfach falls mal was kaputt geht oder dergleichen. So haben wir immer direkt einen Ansprechpartner. 

Da die Püppi es liebt Bücher anzuschauen, sich aber nach wie vor nicht richtig vorlesen lässt, bekommt sie von uns zusätzlich das Mitmachbuch. Da muss man nämlich nicht viel lesen, sondern einfach machen, was das Buch einem "sagt". Ich bin schon ganz aufgeregt, wie die Püppi das finden wird, aber ich schätze mal, sie wird es lieben. 

Und obwohl ich überhaupt kein Liebhaber von vielen Kuscheltieren bin, weil man die alle gar nicht ausreichend bekuscheln kann und wir schon eine kleine Kiste mit den süßen Plüschfiguren bis oben voll haben, wird sie Bernd das Brot bekommen. Einfach, weil sie ihn liebt. Und Männchen findet den auch so genial, dass ich fast Angst habe, dass er ihr den Bernd jeden Abend aus dem Bett klaut ;)

Als wir in der letzten Woche die Püppi aus der KiTa abholten, hat uns eine Erziehrin ein Spielzeug für sie empfohlen. Es ist nämlich so, dass das Zukkermädchen fast jeden Nachmittag ausschließlich mit einer Murmelbahn spielt. Und wie es der Zufall so wollte, gab es bei Lidl gerade diese Autorennbahn. Wir packten sie direkt in den Einkaufswagen und ich hoffte inständig, dass die Bahn auch mit meinen Holzkügelchen bespielbar ist. Und ja, sie ist es. Eine Nummer kleiner könnten die Murmels schon sein, aber da können wir ja noch immer welche kaufen. Die Püppi hat mit den Auto aber mindestens genauso viel Spaß.

Von der Oma bekommt die Püppi den Philips My Buddy in rosa. Ich habe schon so viele Menschen von diesem Nachtlicht schwärmen hören, dass ich ihn nun unbedingt auch für das Zukkermädchen will. Sie bekommt ja Anfang nächsten Jahres ein neues Bettchen. Dazu eine neue Matratze, Bettzeug und eben einen kleinen Nachttisch, auf dem der süße My Buddy seinen Platz haben soll. 

Von der Uromi gibt es Colorama. Ein wunderschönes Lernspiel, welches schon eine Weile auf meiner Wunschliste für die Püppi steht. Sie interessiert sich sehr für Farben, Zahlen und Buchstaben. Sie kann Farben schon sehr gut zuordnen. Bei diesem Spiel finde ich es so schön, dass sie auch die richtige Form dazu finden muss. Irgendwann muss wohl auch ein Zahlenspiel her, da die Püppi dafür wirklich ein großes Interesse hat. Sie erkennt die 6, hält die 9 aber auch für eine. Bei der 2 und 5 ist es dasselbe. Die 1 erkennt sie immer. Begonnen hat es übrigens damit, dass sie immer unser Autokennzeichen angeschaut hat und wissen wollte, was dort geschrieben ist. Seitdem kann sie auch Deutschland und Europa sagen ;) Von der Uromi gibt es außerdem dazu noch diese Bibi und Tina Weihnachts-CD. Sie liebt Bibi Blocksberg und Bibi und Tina, da ist das also genau das richtige. Die einzige Bedingung für mich war nämlich, dass es weihnachtlich sein sollte.

Von der Uromi aus Berlin kam schon ein Päckchen an. Da gab es ein süßes Stofftier, ein Kuschelkissen und einen hübschen Pullover. Von den Eltern meiner besten Freundin bekam sie ein schönes Märchenbuch. Da uns meine Herzfreundin mit einer anderen lieben Freundin am vergangenen Samstag besuchte, veranstalteten wir schon unser eigenes kleines Weihnachtsfest. Der Baum leuchtete, wir haben die Geschenke darunter hübsch drapiert und dann alles ausgepackt. Es war wunderschön. Die Püppi war zuerst an der Reihe und ihre Augen leuchteten wirklich mit den Lichtern am Baum um die Wette. Sie bekam zwei wundervolle Tüllröcke. Einmal diesen in grau mit goldenen Sternen von meiner besten Freundin und diesen in rosa von meiner anderen lieben Freundin. Sofort schlüpfte die kleine Prinzessin in einen ihrer Röcke und sagte: "Guck ma, schick aus". Und ja, sie sieht ganz zauberhaft darin aus. Den grauen wird sie wohl zu Weihnachten tragen. Mit einer roten Strumpfhose (wenn sie denn wieder auftaucht) und einem roten Shirt. Dazu hatte ich mir für die Püppi noch Flügelchen gewünscht, damit sie sich ein bisschen verkleiden kann oder einfach das passende Outift zum Prinzessinnen-Dasein hat ;) Es wurden wunderschöne Schmetterlingsflügel mit einem "Zauberstab" dazu. Ihr glaubt gar nicht, wie hin und weg die Püppi war. Dazu noch ein Set aus Haarspangen und Zopfgummis.

Das Zukkermädchen nimmt das dieses Jahr alles schon so viel mehr wahr. Wirklich schön. Sie hat mittlerweile auch riesigen Spaß am Auspacken der Geschenke. So sehr, dass sie meine gleich mit auspackte. Das fand' sie ja vorher immer doof und langweilig. Ich denke das Laufrad wird leider nur eine Schleife bekommen, aber wir haben ja noch andere Dinge, die wir schön verpacken können, damit sie diese auspacken kann. Gestern schliefen übrigens Maria & Josef bei uns. Das ist eine ganz wunderschöne Idee vom Kindergarten. Jedes Kind bekommt sie einmal mit nach Hause. Die Püppi lief fast den ganzen Tag durch die Wohnung und rief Maria & Josef. Ein Lied sang sie auch. Ganz lieb verabschiedete sie sich von ihnen in die Nacht und gab beiden ein Küsschen. Heute Morgen übergab sie Maria & Josef dann wieder der Erziehrin. Ich glaube, sie war ganz schön stolz. Für unsere Erzieherinnen haben wir uns auch eine kleine Aufmerksamkeit überlegt. Ich finde das eine schöne Idee und außerdem sind wir so wahnsinnig begeistert und dankbar, wie wunderschön dort alles abläuft. Sie bekommen ein paar selbstgebackene und verzierte Plätzchen, selbstgemachte Weihnachtsbruchschokolade mit Spekulatiuts, Mandeln, Haselnusskrokant und Zimt. Dazu wollte ich eventuell noch Schokocrossies machen. Außerdem gibt es eine Handcreme und einen Duschsponge. Vielleicht mache ich auch noch Schokosirup. Mal schauen, ob es die Zeit morgen gut mit mir meint ;) Verschenkt ihr auch Kleinigkeiten an die Erzieherinnen?


Falls ihr noch eine kleine Inspiration sucht, was ihr Freundinnen oder anderen lieben Frauen in eurem Leben schenken könnt und noch nichts gefunden habt, schreibe ich euch noch kurz auf, was meine Herzfreundin und ich uns geschenkt haben. Ich bekam von ihr 2 Bücher die ganz oben auf meiner Wunschliste standen: Rachekind und We Were Liars. Bei Rachekind habe ich schon fast die 100 Seiten geknackt. Wirklich spannend. Dazu gab es diese Cro-CD und diese von Mark Forster. Außerdem noch Duschbad, 2 Duftkerzen, ein schönes weißes Holzbrett und Schokolade.

Sie bekam von mir ein wunderschönes Unterwäsche-Set. Ist mal etwas anderes und sie hat sich wirklich sehr gefreut, weil ich genau ihren Geschmack getroffen habe. Aber so sollte das auch sein, oder? Dazu gab es ein kleines Beautyset (Badezusätze, Duschbad, KonjacSponge) mit dem Highlight: Victoria Secrets Bodyspray. Außerdem habe ich einen schönen Bilderrahmen gefunden, der gleichzeitig als eigenes Bild funktioniert und den Schriftzug LOVE trägt. Männchen bekam von der Herzfreundin und ihrem Freund die Batman-Box mit allen 3 Teilen von Christopher Nolan. Von uns bekam ihr Freund einen Amazon-Gutschein (das sollte ich holen) und bei Pinterest entdeckte ich dann noch eine süße Idee für beide. Ich wickelte die untere Seite eines Kartons in Geschenkpapier ein und schrieb Cinema darauf. In die Kiste kamen Dinge wie Chips, Popcorn, Schokolade, eine Cola, ein Sektchen und was die beiden sonst noch mögen. Dazu gab es die Kokowääh 2 DVD und somit war es ein rundum schönes Paket für einen Filmabend zu zweit. Ich empfand das als eine sehr schöne Idee, die man so als Geschenk auch nicht alle Tage bekommt. Das war es im Groben. Hier und da waren noch Kleinigkeiten verborgen. Vielleicht ist ja noch eine Anregung für euch dabei. Gerade bei der "Cinema-Box" kann man so viel varrieren und sie als Last-Minute Geschenk auf seine Liste schreiben. 

Habt ihr bereits alle Geschenke zusammen und verpackt? Steht euer Weihnachtsbaum schon und seid ihr ebenfalls so aufgeregt wie ich? Diese Vorweihnachtszeit ist so schön. Auch wenn man sich manchmal zu viel Stress macht und die Dinge ebenfalls so ihre Wege gehen würden, freue ich mich jedes Jahr wieder darauf. Auf den Kerzenschein, den Glühwein, die Plätzchen, die Atmosphäre. Ich liebe Weihnachten, weil es eine Zeit der Wunder ist. Und dieses erlebe ich nun schon das 3. Jahr mit der Püppi. Ich bin so dankbar. So unendlich dankbar für alles, was ich habe.


Nikolaus, Miesepeter und Wochenrückblick #45

Sonntag, 7. Dezember 2014
Gestern Abend lege ich mich nach einem langen Tag am Abend auf das Sofa, schenke mir ein Glas Weißwein ein und möchte nur kurz die Ruhe genießen. Ich greife zu meinem Handy und möchte sehen, wie andere ihren Nikolaus-Samstag zelebriert haben. Ich sehe viele prall gefüllte Stiefel, ich sehe wunderschöne Weihnachtsdeko, strahlende Kinderaugen, leckere Kekse und Kakao oder Glühwein. Das Lesen der Kommentare hätte ich mir aber lieber sparen sollen. Da geht es immer wieder darum, wie viel man zum Nikolaus für sein Kind ausgeben "darf" und ob das Kind überhaupt Geschenke in einer anderen Form als Obst, Nüsse oder Schokolade bekommen "darf". Wobei man sich von dort gleich zum nächsten Streitpunkt hangelt, wie erschreckend es doch wäre, wieviele Süßigkeiten die Kinder zum Nikolaus bekommen. Da stockte mir doch mal kurz der Atem. Ich sehe das nämlich so: Jeder handhabt das so, wie es für ihn richtig ist und jeder schenkt so viel wie er kann oder eben will. Ich würde niemals auf die Idee kommen jemanden zu verurteilen, der seinem Kind ausschließlich Mandarinen, Nüsse und Schoki schenkt. Genauso würde ich niemanden verurteilen, der seinem Kind dazu noch ein Spielzeug, etwas zum Anziehen oder dergleichen schenkt. Es ist doch so: Wir sind alle an die Traditionen unserer eigenen Kindheit gewöhnt und so geben wir das in den meisten Fällen auch weiter. Bei uns war das so: Meine Schwester und ich mussten unsere Stiefel putzen (zumindest das scheint eine Tradition bei allen zu sein) und sie in den Flur stellen, sodass der Nikolaus sie auch direkt findet. Es gab ein paar Süßigkeiten und dazu ein Geschenk im Wert von 10-20€. Das variierte natürlich immer. Je nachdem was auf dem Wunschzettel stand und wie das umsetzbar war. Von Oma und Opa gab es noch mehr Süßigkeiten, etwas Obst und ein paar Socken oder eine andere Kleinigkeit. Von anderen Verwandten gab es meistens noch MEHR Süßigkeiten und manchmal auch 5€ dazu. So wurde das also solange ich denken kann gehandhabt, auch als ich noch 20 Jahre alt war. Da ich es immer genauso als schön empfunden habe, möchte ich das also auch für die Püppi machen, sofern das für uns möglich ist. Deshalb bekam sie ein Holzwürfel-Puzzle, eine Balance-Schildkröte (die ich 2 Tage zuvor noch günstig im Lidl ergattern konnte), einen Kinderschokolade-Weihnachtsmann und 2 Nougatzapfen. Das wars. Die beiden Spiele haben uns 15€ gekostet und liegen somit völlig im Rahmen. Die Püppi konnte sich aber sowieso viel mehr für die Schoki begeistern, aber sie bespielt natürlich auch die Geschenke. Das Holzwürfel-Puzzle wird kurzerhand gestapelt und das Zubehör der Balance-Schildkröte durch die Gegend geworfen oder vom Tisch gerollt ... na wenn es Spaß macht (mir macht es keinen Spaß!). Nüsse gibt es bei uns nicht, weil wir die alle nicht so gerne mögen und Obst ist die Püppi sowieso jeden Tag. So ist das also bei uns und ich finde das schön! Der Mann und ich haben uns nichts geschenkt, aber einfach aus dem Grund, weil wir uns schon so die Sachen kaufen die wir brauchen oder unbedingt haben wollen. Daher beschenken wir uns nur selten. Uns reicht das vollkommen aus, andere zu beschenken und in deren strahlende Augen zu sehen. Und natürlich sitzt uns die Kohle nicht irgendwie zu locker. Deshalb wünschen der Mann und ich uns zu Weihnachten auch Geld. Davon wollen wir dann Anfang 2015 endlich ein neues Bett mit Matratze und Nachttisch für die Püppi kaufen. Was ich damit sagen will ist einfach, dass es doch bitte jeder handhaben soll, wie er es schön findet. Jeder weiß am Besten wie er seinen Kindern die größte Überraschung bereitet. 

Das Zweite Thema ist sowieso ein ewiges Streitthema unter Eltern oder speziell auch unter Müttern. So viel Schokolade!!! Mein Kind bekommt keine Schokolade und auch keine Kekse (außer mal einen der nur mit Agavendicksaft gesüßt ist), süße Getränke oder Limo schon gleich gar nicht und auch sonst bekommt das Kind nichts mit Industriezucker. Und dann wird da bewundert und beneidet, weil man es selbst nicht so hinbekommen hat, obwohl man sein Kind auch gerne so "gesund" erzogen hätte. STOP! Ihr seid doch keine schlechtere Mama, weil euer Kind mal ein Gummibärchen, ein Stück Schokolade oder einen Saft trinken darf. Ganz im Gegenteil. Es heißt so oft: Was das Kind nicht kennt, will es auch nicht haben. Früher oder später lernt es aber eh alles kennen. Natürlich kann man solange "vorbeugen", aber ich will lieber das mein Kind weiß, dass es mal etwas Naschen kann und sich das nicht heimlich irgendwo anders holen muss. Die Püppi bekommt in die KiTa ihr Frühstück mit, welches fast immer aus Kartoffelbrot mit Käse (sie liebt Kartoffelbrot und Käse! was anderes geht quasi nicht), dazu Salatgurke, ein Viertel Apfel (es gibt meistens nämlich noch ein 2. Obstfrühstück im Kindergarten) und etwas Wiener Wurst oder Mini Salami. Zum Mittag gibt es immer sehr leckeres und ausgewogenes Essen in der KiTa, welches die Püppi auch grundsätzlich sehr gut isst. Nachmittags gibt es dann Vesper im Kindergarten mit Knäckebrot und dergleichen. Wenn die Püppi zuhause ist, möchte sie ihren obligatorischen Joghurt, den wir ihr auch nicht verwehren und ab und an gibt es auch mal ein Stückchen Schokolade, ein paar Gummibären oder einen kleinen Becher Saft (welcher meistens nur fruchteigenen Zucker enthält). Die Zähne werden dann immer nochmal besonders gründlich direkt nach Verzehr geputzt. Darauf besteht die Püppi ;) 
Das heißt nicht, dass ich es nicht in Ordnung finde, wenn man es anders handhabt, denn auch hier gilt: Jeder kann es machen, wie es für ihn richtig ist. Aber ich bin es verdammt nochmal Leid, dass jeder bewertet wird für Dinge die er besten Gewissens tut. Und nicht um seinem Kind zu schaden. Ich meine, was denken sich diese Leute denn? Man postet ein Foto wie sehr sich ein Kind über seine Geschenke freut und darf sich mit irgendwelchen besserwisserischen Kommentaren auseinandersetzen. Es ist die Vorweihnachtszeit. Es ist -für mich- die schönste Zeit des Jahres und ja, auch die, in der Mann am meisten sündigt. Und ich werde einen Teufel tun, meinem Kind die eigenen, gebackenen Plätzchen vorzuenthalten oder die heiße Schokolade am Adventssonntag. Denn diese Zeit ist nur einmal im Jahr und die zelebriere ich so, wie ich sie liebe und nicht wie andere sie für richtig halten und das solltet ihr auch tun. 

Daumen hoch für: Die Vorweihnachtszeit.
Daumen runter für: Miesmacher, die nicht mal in dieser besinnlichen Zeit Ruhe geben.
Hörenswert: Viele Songs, die ich ewig nicht gehört habe, aber durch verschiedene Filme wieder auf sie gestoßen bin - zum Glück! Jem - It's Amazing ; The Dollyrots - Bad Reputation ; Pussycat Dolls - I Hate This Part ; Natasha Bedingfield - Pocketful Of Sunshine 
Sehenswert: Motive und Forever. Zwei ziemlich brandneue Serien, die der Mann und ich begonnen haben. Beide fesseln von der ersten Folge an und man will immer und immer weiter schauen. Empfehlung dafür!
Gelesen: Nach wie vor Passagier 23 von Sebastian Fitzek. Die ersten 100 Seiten habe ich fast geknackt ;)
Gegessen: Ohhh, so viel. Nach ausgelassenen Wochenrückblicken häuft sich das ja an. Ich erinnere mich an: Zitronen-Pasta mit Hähnchen, schnellen Auflauf mit Kartoffeln und Hack, Döner, Rührei mit Toast, Kartoffeln mit Spinat und Ei, Kartoffelbrot mit Käse, Plätzchen, Zimtschnecken, Hähnchen-Enchilada-Auflauf, in Folien gebackene Kartoffeln und Süßkartoffeln mit Sour Cream, Ranch Potatoes mit Sour Cream und Dressing, viel Obst, Joghurt und den weltbesten Spinat-Lachs-Fladen. Da habe ich glatt wieder Hunger. Zum Glück ist morgen Wocheneinkauf ;)
Getrunken: Ich habe meinen Kaffekonsum eingeschränkt um festzustellen, ob daher das viele Sodbrennen kommt und ich hatte recht. Also gibt es höchstens mal eine Tasse Kaffee in 3 Tagen ;) Dafür habe ich viel Tee getrunken. Jeden Tag mindestens einen zum Frühstück - ich hab da nämlich den tollen Alnatura Tee-Adventskalender. Ansonsten Cola, Bio Rhabarber und Holunder-Limo, Muskeln und Knochen Multi 12 Saft (yammi), Weißwein und Glühwein.
Geärgert: Darüber habe ich berichtet ;)
Gefreut: Über die strahlenden Augen der Püppi am Nikolaus-Morgen!
Gestaunt: Darüber müsste ich nochmal einen seperaten Blogeintrag verfassen!
Gekauft: Ein handgemachtes Utensilo auf dem Adventsbasar der KiTa, bei dem ich auch mitverkauft habe - darin werden jetzt die Haargummis-und Spangen der Püppi aufbewahrt. Die Nikolausgeschenke für die Püppi und ein paar Weihnachtsgeschenke.
Gebloggt: Sonnenlandpark Lichtenau, Antriebslos, Bindehautentzündung! Erkältung! Neurodermitis?, [Rezept] Herbstliches Pilzpfännchen mit Spätzle
Süchtig nach:
Weihnachtsstimmung!
Vorfreude auf:
Samstag! Meine beste Freundin kommt mit einer anderen lieben Freundin und wir genießen zusammen einen Tag. Das wird ganz großartig!
Letzte Sünde:
Weißwein!
Gut zitiert:
“Happiness is something that comes into our lives through doors we don't even remember leaving open.” [Rose Wilder Lane]

Ich wünsche euch noch einen zauberhaften Abend und morgen einen tollen Start in die neue Woche

 Vorbereitungen Adventskalender und der fertige Adventskalender | Alnatura Tee-Adventskalender
 Ersten Advent | Nikolaus-Morgen | Zweiter Advent und die ersten leckeren Plätzchen
 Das Grab von unserem Engelchen winterfest gemacht | Kuscheln mit der Püppi | Spielen und Lernen mit der Püppi
Noch ein Foto vom Fotografen aus der KiTa | Utensilo, welches ich auf dem Adventsbasar ergattert habe | Die Püppi war kreativ und ich ganz stolz



[Rezept] Herbstliches Pilzpfännchen mit Spätzle

Freitag, 5. Dezember 2014
Mit dem Mam Mittwoch fühle ich mich ja schon einige Zeit nicht mehr so richtig wohl. Nicht, weil ich keine Rezepte hätte, die ich mit euch teilen kann oder weil ich keine Lust mehr darauf habe, Rezepte zu teilen. Sondern einfach, weil es mich an einen bestimmten Tag bindet. Das werde ich jetzt ändern. Ich versuche regelmäßig (also wöchentlich) ein Rezept zu posten, aber das ist nicht mehr auf einen bestimmten Tag festgelegt. Sollte ich mal nicht dazu kommen ein Rezept mit euch zu teilen, finde ich das dann auch weniger schlimm, als wenn ihr euch jeden Mittwoch freut und dann eventuell doch enttäuscht werdet. Den Essensplan werde ich ab sofort wieder auf Facebook mit euch teilen. Das ist die letzten beiden Wochen krankheitsbedingt nicht wirklich möglich gewesen. Außerdem will ich ja noch ein bisschen weihnachtliches Gebäck und evtl. kleine Kuchen backen. Mal schauen, inwiefern ich diese mit der Kamera festhalten und mit euch teilen kann. 

Heute gibt es das desöfteren angefragte Pilzpfännchen-Rezept. Der Titel enthält zwar das Wort Herbst, welcher nun schon längst vorbei ist, aber das Pilzpfännchen, dass könnt ihr trotzdem noch machen. Solange ihr schöne Champignons bei euch findet. Ich finde diese fast das ganze Jahr. Im Herbst sind sie nur besonders günstig. Das Pilzpfännchen geht wahnsinnig schnell und ist wirklich ruckzuck zubereitet. Besonders toll finde ich auch, dass man es gut variieren kann. Ihr könnt z.B. Hähnchenfleisch hinzufügen oder die Zucchini weglassen und dafür etwas anderes dazugeben. Ich habe Spätzle als Beilage gewählt, aber auch hier könnt ihr nehmen was euch beliebt. Das Pilzpfännchen stelle ich mir auch besonders lecker mit Kartoffeln, Reis oder Bandnudeln vor. Ihr könnt es natürlich auch einfach so mit etwas frischem Baguette servieren.

Ihr benötigt (für 2 Personen):

250gr. Champignons (ich nehme gerne braune)
1 kleine Zucchini
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
100gr. Joghurt-Frischkäse (oder Cremefine für Pilze)
250ml Gemüsebrühe
Weißwein zum Ablöschen
1 EL Senf
etwas Öl
etwas Salz, Pfeffer, Muskat
frische Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin)


Erster Schritt: Die Champignons waschen und putzen, anschließend in Scheiben schneiden. Die Zucchini waschen und in Würfel schneiden. Zwiebel schälen und ebenfalls fein würfeln. Beiseite stellen.

Zweiter Schritt: Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Zwiebeln hineingeben und glasig anbarten. Anschließend die Champignons dazugeben und ca. 5-7 Minuten braten lassen. Dann die Zucchini hinzufügen (salzen, pfeffern) und nochmal 2 Minuten mitbraten lassen. Die letzte Minute nicht mehr rühren und dann mit Weißwein ablöschen, sodass der Pfannenboden gerade eben benetzt ist. Ordentlich einreduzieren lassen, bis vom Weißwein nur noch ein paar Tropfen übrig sind. Nun die Gemüsebrühe langsam einrühren und kurz aufkochen lassen. Auf mittlere Hitze regulieren. Frischkäse nach und nach einrühren (aufpassen das nichts flockt). Senf unterrühren. Das Ganze nun abgedeckt 15min. köcheln lassen. 


Dritter Schritt: Das Pilzpfännchen ist fertig, wenn alles etwas eingedickt ist. Dann könnt ihr das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und schon gerne etwas frische Kräuter unterrühren. Spätzle (oder was immer euch beliebt) auf die Teller verteilen, Pilzpfännchen darüber geben und mit frischen Kräutern garnieren. Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!




Bindehautentzündung! Erkältung! Neurodermitis?

Dienstag, 2. Dezember 2014
Hui, schon der 2. Dezember. Die Zeit vergeht wie im Flug und ich weiß mal wieder nicht, wo mir der Kopf steht. Wobei! Es wird besser. Nachdem ich die letzte Woche damit verbrachte (und auch den Mann dazu verdonnerte), unsere Wohnung mal wieder gründlich zu reinigen (Bad putzen, Böden wischen, auch die letzten Ecken sauber wischen, Fettflecken von Fliesen entfernen usw. - ihr kennt das) fühle ich mich schon sehr wohl. Es ist ein schönes Gefühl wenn alles mal wieder richtig sauber ist. Dabei stelle ich allerdings immer wieder fest, wie furchtbar es ist ein Badezimmer sauber zu halten. Da liegen schon am nächsten Tag wieder die Staubkörner auf dem Badwannenrand. Vermutlich könnte ich darüber viele Zeilen verfassen und euch anbei meine liebsten Putzmittel verlinken, aber das lasse ich mal lieber ;) Ebenfalls genutzt habe ich meinen Putzmarathon für das Staubwischen und Möbel "polieren" um anschließend alles umzudekorieren. Warum? Weil ja bald Weihnachten ist und ein bisschen soll es schon auch danach aussehen. Also habe ich die 2 großen Kisten vom Dachboden geholt und es uns gemütlich gemacht. Es ist jetzt so richtig schön weihnachtlich und gleich doppelt so gemütlich wie vorher. Nur um eines mache ich mir Sorgen: Den Teelichte-Verbrauch. Der verdreifacht sich doch locker. Man rechne sich das mal aus: Wenn man jeden Tag nur 10 Teelichte anzünden würde, würde man damit über 10 Tage kommen, sofern man eine 100er-Packung kauft. Das ist doch nichts!! Das sind pro Woche 3,15€, wenn unsere Lieblingsteelichte im Angebot sind. Aber zu Weihnachten kann man das schon mal machen. Ich komme leider aber locker auf 17 Teelichte, hält also nur so 6-7 Tage! Manchmal bin ich auch echt zu faul, alle Kerzen anzuzünden. Den Adventskranz habe ich noch Samstagabend fertig gestellt, den Adventskalender für die Püppi Sonntagabend gegen 23:30h. Hätte der Mann mir nicht geholfen (er kann nämlich viel besser kleine Häuser bauen), wäre ich wohl nicht rechtzeitig fertig geworden. Somit sind jetzt die größten und dicksten To-Do's von der Liste gestrichen und ich kann mich mal wieder etwas um mich und andere Dinge kümmern. Naja, wenigstens fast. Diesen Donnerstag und auch am nächsten verkaufe ich schöne Dinge auf dem Kindergarten-Basar. Die Püppi kann einfach solange in ihrer Gruppe bleiben. 

Das Zukkermädchen geht nämlich seit heute endlich wieder in die KiTa. Die letzten Wochen waren krankheitsbedingt wirklich kräftezehrend und ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals so schlapp und ausgelaugt war. Der Schnupfen will noch immer nicht richtig weggehen, aber wenigstens fühlt sich niemand mehr matschig und hängt den ganzen Tag am Taschentuch. Ich hoffe, das hält sich jetzt wenigstens mal 2 Wochen. Ja, ich weiß, im Winter ist das eh quasi ein Dauerzustand, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. 

Viel schlimmer als die Erkältung erwischte uns letzte Woche Mittwoch eine von roten Punkten übersähte Püppi. Der halbe Oberkörper war betroffen. Hinzu kamen die immer wieder trockenen Stellen in den Kniekehlen, am Hals und unter den Armen. So schlimm, dass sie sich regelmäßig kratzte und wir das auch mit unseren abgefüllten Cremes aus der Apotheke nicht in den Griff bekamen. So machten wir uns Donnerstag in der Früh direkt auf zum Kinderarzt, den wir mit diesem Besuch nun auch offziell wechselten. Eine richtige Diagnose konnte er nicht stellen, aber das am Bauch war wohl ein Ekzem, resultieren aus der trockenen Haut, dem Kratzen und den Cremes. Ein Allergietest soll durchgeführt werden, sobald wir das Ganze im Griff haben. Wir haben dann eine "Cremetherapie" bekommen und mussten die Püppi 5mal täglich mit 3 verschiedenen Cremes eincremen. Eine mit Cortsion, eine die austrocknet und einen riesigen Pott Pflegecreme. Schon alleine deswegen wäre ein Besuch im Kindergarten unmöglich gewesen. Hinzu gesellte sich aber direkt in dieser Minute (wirklich DIREKT in DIESER Minute) eine Bindehautentzündung, die wir mit einer Salbe aber direkt in den Griff bekamen und bekämpft haben. Der Haut geht es mittlerweile sehr viel besser. Unter den Armen ist alles komplett verheilt, am Bauch ist nur noch Schorf von den aufgekratzten Stellen und die Kniekehlen beruhigen sich auch langsam. Diese waren aber auch am schlimmsten betroffen. Ich habe jetzt schon ziemlich Panik, dass die Püppi eventuell doch Neurodermitits hat und frage mich ernsthaft, wieso ein kleines Mädchen schon so unter ihrer Haut leiden muss und sich nicht einfach wohlfühlen kann. Macht mich ziemlich fertig. Aber das Zukkermädchen meistert alles ganz toll. Die letzten 2 Nächte hat sie sogar richtig lange durchgeschlafen, sie hat aber auch einiges aufzuholen, denn die 2 Wochen davor, war kaum an Schlaf zu denken. Wir cremen jetzt noch immer regelmäßig, aber nicht mehr ganz so häufig, bald sogar nur noch alle 2 Tage. Das Waschmittel werde ich wieder wechseln, die Etiketten der Kleidung müssen überall entfernt werden und bei Shampoo und Duschgel werde ich wohl auch auf Produkte zurückgreifen, die für Neurodermitis geeignet sind, nur um sicher zu gehen. Nächste Woche müssen wir nochmal zum Arzt, damit er sich den Heilungsprozess ansehen kann und wir besprechen können, wir wir dann weiterverfahren. Ich bete einfach weiterhin das es eine allergische Reaktion auf ein Waschmittel oder Lebensmittel oder diese blöden Etiketten ist. Aber auch, wenn es eine Neurodermitis ist (und eine superempfindliche Haut hat sie so oder so) bekommen wir das hin, da bin ich mir sicher. Auch wenn das absolutes Neuland für mich ist.




Antriebslos.

Montag, 24. November 2014
Da bin ich wieder. Tatsächlich sitze ich mal wieder hier, eingeloggt in mein Dashboard und versuche einen Blogeintrag zu schreiben. Die Erklärung ist eigentlich dieselbe wie immer: Die Püppi war krank. Aber das wäre nur die halbe Wahrheit. Momentan geht es mir einfach nicht so gut. Es ist als hätte mich eine Winterdepression erwischt, was eigentlich nicht mit meiner Liebe zum Winter konform geht. Vielleicht ist es auch etwas anderes. Ich weiß es nicht. Andauernd habe ich Kopfschmerzen, ich bin wahnsinnig antriebslos und lasse mich hängen. Gerade so schaffe ich es, den Haushalt zu schmeißen und zu kochen. Aber selbst das verlangt mir gerade viel ab. Meine Akkus sind komplett leer, aufgebraucht. Meine Nervenkostüm existiert nicht mehr. Und ich komme nicht dazu die Akkus aufzuladen oder das Nervenkostüm wieder aufzubauen. Momentan weiß ich nicht mal genau, wie ich das erklären soll, weil ich die Worte nicht auf das Papier bekomme. 

Vielleicht ist es Weihnachten. So viel will erledigt werden. Das Weihnachtsfest soll schön werden und noch schöner, die Vorweihnachtszeit, welche ich so liebe. Doch momentan gehen alle Backversuche schief. Plätzchen werden zu dunkel, Zimtschnecken gehen nicht hoch, Cookies zerlaufen über das ganze Blech. Mit dem Basteln für den Adventskalender der Püppi habe ich bisher nicht einmal begonnen. Den Adventskranz habe ich auch noch nicht hergerichtet, dabei steht der 1. Advent kurz vor der Tür. Ich liebe diese Zeit. Und ich möchte das Gefühl von Weihnachten so gut es geht an die Püppi weitergeben. Ich will, dass sie diesen Zauber fühlt und sich ebenso an den ganzen Lichtern erfreuen kann. Aber momentan ist das für mich nicht möglich. Ich gebe mich mit nichts zufrieden, fange aber nicht mal an.

Überall sehe ich wunderschön, aufgeräumte Wohnungen mit den schönsten Winter-und Weihnachtsdekorationen. Ich möchte hier am liebsten alles verändern. Vor allem will ich mehr Stauraum, ein Mädchenzimmer für das Mädchen. Plötzlich scheint mir alles nicht mehr gut genug zu sein, dabei bin ich vor 2,3 Jahren in diese Wohnung gekommen und habe sie abgöttisch geliebt. Sie war voller Liebe und zu Weihnachten leuchteten die buntesten Lichter.

Ich hoffe, dass ich dieses Tief schnellstens überwinde und dann endlich beginnen kann, alles aufzuräumen, die Böden zu wischen, das Bad zu putzen und auch die Fenster. Ich will die Gardinen noch waschen und dann alles wunderschön dekorieren, sodass wir diese Vorweihnachtszeit bestmöglich genießen können. Ich möchte an jedem Advent mit der Püppi eine selbstgemacht heiße Schokolade oder einen Kinderpunsch trinken. Dazu Plätzchen oder Schokopudding mit Zimt essen. Die Kerzen sollen leuchten und die großen Augen der Püppi noch mehr. Morgen werde ich erst einmal Tanne kaufen und das Grab von unserem Engel abdecken. Und Tanne für das Adventsgesteck. Außerdem brauche ich noch 2, 3 kleine Dinge für den Adventskalender der Püppi, mit dem ich dann endlich beginnen kann und hoffentlich noch rechtzeitig fertig werde. 

Momentan kann ich euch nicht versprechen, dass ich wieder regelmäßig bloggen werde, aber ich tue mein Bestes, versprochen. Denn auch mit euch will ich die Vorweihnachtszeit ein wenig zelebrieren. Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps für mich. Habt ihr euch auch schon einmal so gefühlt, was habt ihr dagegen getan und wo nehmt ihr Energie her, wenn die Akkus restlos aufgebraucht sind? 

Übrigens stehen immer noch viele Rezepte in der Warteschleife, denn das Essen haben wir dann doch noch oft fotografiert und auch den Essensplan dieser Woche werde ich spätestens morgen wieder auf unserer Facebook-Seite hochladen. Bis dahin wünsche ich euch noch einen wunderschönen Abend und bis bald





Ein Tag im wundervollen Sonnenlandpark / Lichtenau

Dienstag, 18. November 2014
Schon so lange wollte ich euch von unserem wunderschönen Tag im Sonnenlandpark berichten. Irgendwie kam immer etwas dazwischen oder ich habe einen anderen Eintrag vorgezogen. Ebenso in der Warteschleife hängen immer noch der Zoobesuch (welcher noch länger her ist) und unser Besuch im O-Park vor 3 Wochen. Grund dafür, dass ich mit dem Sonnenlandpark beginne ist ganz einfach: Da habe ich schon die Fotos fertig bearbeitet. Die Foto-Bearbeitung kostet wirklich immer viel Zeit, weshalb ich solche Einträge vermutlich auch vor mir herschiebe. Allerdings will ich sie natürlich trotzdem verbloggen. Als Erinnerung und um euch an unseren wunderschönen Tagen teilhaben zu lassen. Außerdem ist es gerade schön diese Spätsommerfotos zu sehen, wenn es draußen grau und nass ist. Vielleicht fühlt ihr euch auch inspirert, solche Unternehmungen mit euren Kindern zu machen oder zu schauen, ob sich etwas Ähnliches bei euch in der Nähe befindet. Natürlich wird es jetzt langsam zu kalt, aber man kann sich das ja schon für das Frühjahr vornehmen.

Der Sonnenlandpark befindet sich in Lichtenau/Sachsen. Das ist ungefähr 70km von Dresden entfernt und 45 Minuten Fahrzeit. Von uns aus sind es nur knapp 30 Minuten. Es sind genügend Parkplätze vorhanden, welche immer sonnengeschützt sind und lediglich 1€ kosten. Gleichzeitig wird mit ihnen Solarenergie gewonnen. Das Einzige was ich überhaupt am Sonnenlandpark zu bemängeln habe: zu wenig Bollerwagen. Da sollte man am Besten selbst was für den Transport des Kindes dabei haben, wenn dieses nicht mehr laufen will. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. 


Was genau ist nun also der Sonnenlandpark? Eigentlich ist es nichts anderes als ein Freizeitpark. Aber nicht im Sinne von vielen Karussells und riesigen Attraktionen, sondern viel mehr eine Mischung aus Natur, Tieren, einigen Karussels und Spielplätzen. 

Ganz genau gibt es u.a. folgende Attraktionen im Sonnenlandpark: Ein Kletterparadies, ein Riesenrad, Nautic-Jet,  Minibagger, Butterfly, Kettenkarussell, Wasserspielplatz und Miniflöße. Außerdem Natur pur mit Hirschen, Hirschkälbern und einem Streichelzoo. Man kann (nein man muss) einen ganzen Tag im Sonnenlandpark einplanen und auch dann hat man längst nicht alles gesehen. Überall gibt es Grillplätze, wo ihr eure mitgebrachten Bratwürste und Steaks grillen könnt. Aber auch da muss man schnell sein und sich einen der vielen Plätze sichern. Zudem ist der Sonnenlandpark ausgestattet mit barrierefreien Attraktionen sowie einer Rollstuhlwippe, einem Rollstuhlkarussell und einer extra Rollstuhl-gerechten Gondel im Riesenrad. Das finde ich wirklich ganz toll! Man merkt auch das es wirklich genutzt wird. Da es im Umkreis von vielen vielen Kilometern der einzige Park seiner Art ist, der eben auch barrierefrei und daher Rollstuhl-gerecht ist.


Das Ganze kostet ab 4 Jahren 11€ pro Person. Eine Familienkarte (Eltern/Großeltern) und 2 Kinder (4-16 Jahre) kostet 38€ - jedes weitere Kind 7€! Ein Geburtstagskind muss keinen Eintritt bezahlen. Wir hatten sogar das Glück einen Gutschein zu haben, sodass wir für 2 Erwachsene nur den Preis von einem zahlen mussten und die Püppi hat eh noch nichts gekostet, denn bis 4 Jahre ist der Eintritt frei. Bis auf Dezember und Januar hat der Sonnenlandpark auch in der kälteren Jahreszeit an den Wochenenden geöffnet. Zusätzlich dafür gibt es die IN-Sola die eigentlich nichts anderes, als ein Indoorspielplatz ist. Da gibt es viele Hüpfburgen, ein Kinder-Riesenrad, Airhockey, einen Kleinkind-Bereich und ein Bällebad. Besuchen kann man das IN-Sola aber natürlich zu jeder Jahreszeit. Das Essen für die Kinder ist ziemlich günstig. Für Nudeln mit Tomatensoße zahlt man ca. 2,50€! Wir haben für Wiener mit Pommes, Currywurst und die Nudeln knapp 10€ bezahlt. Getränke hatten wir dabei. Die Ausgaben spart man sich natürlich, wenn man sein Essen komplett selbst mitbringt.

Natürlich kann die Püppi auch nicht jede Attraktion nutzen, aber das war gar nicht schlimm. Ihr hätte es schon gereicht, den ganzen Tag auf der coolen Schaukel mit dem Papa zu verbringen oder aber auf dem Wasserspielplatz. Mama und Papa wollten jedoch wenigstens ein bisschen mehr sehen und so lernte die Püppi auch noch ein paar weitere Attraktionen kennen. Da wir am 6. September dort waren, erwischten wir tatsächlich noch einen richtig warmen Tag, der einmal durch einen Regenschauer getrübt wurde. Aber der war so schnell wieder weg, wie er gekommen war. 

So und nun lasse ich mal Fotos für sich sprechen. Die sagen nämlich so viel mehr. Viel Spaß!


Das erste Highlight für die Püppi, war diese coole Schaukel, bei der man selbst bestimmen kann, wie schnell oder langsam sie schaukelt und auch alleine bestimmt wann und wie ruckartig man bremst. Das ist ziemlich cool, weil ein Erwachsener und auch ältere Kinder das gut kontrollieren und steuern können. Der Püppi hat das echt unglaublich gut gefallen, auch wenn sie sehr ernst aussieht. Sie ist nämlich immer sehr gewissenhaft was ihre eigene Sicherheit betrifft - und das ist ja auch gut so!


Von dem Standpunkt der Schaukel aus konnte ich schon den Wasserspielplatz erspähen. Das war mein Highlight für die Püppi. Schon als ich davon im Internet gelesen habe, wusste ich, dass ist genau das Richtige für unser Mädchen. Wir mussten sie zwar ein wenig von der Schaukel wegreißen und es gab ein paar Tränen, aber nicht lange. Denn als sie den Wasserspielplatz dann auch erblickte gab es kein Halten mehr. Alles wurde ausprobiert. Angst existierte einfach nicht. Irgendwann stieg sie dann auch in ein Wasser-Schlamm-Becken und ließ sich reinplumpsen. Natürlich hatte ich direkt vorsorglich dreimal Wechselkleidung eingepackt. 

Sie hatte auch überhaupt keine Scheu mit anderen Kindern zu spielen. Oftmals war es so, dass sie sich das Wasser über die Hände plätschern ließ, während die anderen Kinder wahnsinnig Spaß hatten das Wasser heraus zu pumpen. Das wollte die Püppi aber natürlich auch mal probieren, aber das war schon ein bisschen schwierig. Trotzdem hat sie es geschafft und war dann auch wahnsinnig fasziniert. Ein ganz tolles Erlebnis war das für unser Zukkermädchen. Danach haben wir sie erst einmal komplett umgezogen und ein paar Apfelstückchen gegessen, die ich zuhause schon fertig gemacht hatte. Dazu bloß genügend trinken. Denn trotz des ganzen Spaßes ist das ja auch anstrengend und wenn es dann noch warm ist, muss genügend Flüssigkeit zu sich genommen werden.

Danach machten wir uns weiter auf Erkundungstour durch den Park. Die Püppi war ein bisschen traurig das sie sich nicht erneut von oben bis unten einsauen durfte, war dann aber auf Papas Schultern friedlich. Als wir dann eine lustige Hüpfburg erreichten, die in der Mitte eine Klettermöglichkeit hatte, war die Püppi nicht mehr zu halten. Sie rannte gefühlte hundert Mal runderherum. Sie fiel hin, ließ sich treiben und hatte eine Menge Spaß. Das Zukkermädchen ist ja nicht wehleidig und kennt keinen Schmerz. Leider war es wirklich so, dass die größeren Kinder keine Rücksicht auf die kleineren nahmen und ich so auch mal das Wort ergriff, weil niemand anderes es tat, aber jeder sich darüber aufregte. Nach ca. 20 Minuten wollte dann auch die Püppi runter und gleich danach mussten wir uns wegen dem kurzen Regenschauer unterstellen. Danach machten wir nochmal einen Versuch, einen Bollerwagen zu ergattern, aber Fehlanzeige. Also weiter vollbepackt. Wir entschieden uns dann erst einmal etwas zu essen und kurz zu verschnaufen.

Danach fuhren wir mit der Parkbahn Anton zum Riesenrad. Auf dem Weg sieht man so ziemlich den ganzen Park und es ertönt eine Stimme, die eine Menge Wissenswertes über den Park erzählt. Wir fuhren vorbei an dem Streichelzoo und an den Hirschen und Hirschkälbern. Teilweise ließen diese sich von bis zu 5 Kindern streicheln, so zutraulich sind diese, wenn man sich ihnen gegenüber ruhig verhält. Man kann den Weg natürlich auch zu Fuß gehen, aber das wäre für das Zukkermädchen zu viel gewesen. Mit Bollerwagen wären wir aber sicherlich gelaufen. Das nächste Mal!

Ich glaube die Fahrt fand die Püppi wirklich toll. Auch wenn es etwas ganz Neues für sie war und sie auch teilweise sehr skeptisch wirkte. Bei jedem Hirsch schrie sie lauthals "Wauwau" und quiekte. Damals waren alles noch Hunde ;) Mittlerweile kann sie verschiedene Tiere schon gut auseinander halten.

Auf dem Riesenrad hatte die Püppi echt eine Menge Spaß. Hätte ich erst gar nicht so gedacht, aber vermutlich hat sie doch keine Höhenangst. Sie hat immer wieder rausgeschaut und war wahnsinnig fasziniert von dem was sie von oben sehen konnte. Blöd war es nur, wenn das Riesenrad plötzlich anhielt. Das hat sie nicht verstanden und fand es auch nicht okay. Verstehen kann man das ja. Das Riesenrad kostet übrigens nichts extra und fährt ungefähr 5 Runden. Danach haben wir noch versucht an einen Hirsch heranzukommen, aber das gelang uns leider nicht. Dort beim Riesenrad scheinen sie noch nicht so zutraulich zu sein, denn die Püppi war wirklich sehr vorsichtig und ruhig, als sie sich ihnen näherte.

Ob man wieder mit Anton zurückfährt oder lieber läuft ist einem selbst überlassen. Wir sind natürlich gefahren. So langsam wurde es auch echt spät und die Püppi wirkte schon sehr schlapp. Das hielt sie allerdings nicht davon ab, nochmal diese Hüpfekissen auszuprobieren, vor denen sie ganz am Anfang noch viel Respekt hatte. Hier hat sie sich nochmal so richtig ausgepowert, wollte sogar vorsichtig raufgeschmissen werden, nachdem sie das bei einem anderen Kind gesehen hatte. Das hat echt gefetzt. Sie rutschte dann auch noch ein paar Mal, hangelte sich eine Wackelbrücke entlang und schaukelte auch nochmal mit dem Papa.

Dann wurde es langsam wirklich spät, die Püppi war nicht mehr so gut drauf und meckerte an allem rum - kein Wunder, hatte sie keinen Mittagsschlaf gemacht. Dazu die Wärme und die vielen Eindrücke. Sie machte dann noch ein bisschen Musik und ich entschied das sie zum Abschluss noch ein kleines Eis bekommt. Das war auch ganz richtig so. Ich sattelte sie auf meinen Schultern, sie aß ihr Eis und es gab keine Diskussionen und keine Tränen beim Verlassen des Sonnenlandparks. 

Das war wirklich ein schöner Tag, auch wenn er anstrengend war. Der Püppi hat das alles so viel Spaß gemacht und auch ich war ganz begeistert wie schön das alles ist. Für Kinder ist es genau das richtige und die ganze Familie kann dort richtig Spaß haben. Am Besten nimmt man noch ein paar Freunde mit und grillt dort zum Mittag. Das stelle ich mir ganz toll vor. Wir waren auf jeden Fall nicht das letzte mal dort und nehmen uns das für März/April wieder vor. 


Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Eindruck davon vermitteln wie schön es dort war und das sich das wirklich lohnt. Ein rundum perferkter Tag, der preislich auch wirklich vertretbar ist. Die glücklichen Kinderaugen sind es allemal wert, aber eben nicht nur die! So, wer kommt jetzt im Frühjahr vorbei und besucht den Sonnenlandpark mit uns gemeinsam? ;)





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