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5 Tage Eingewöhnung!

Montag, 28. Juli 2014
Letzten Montag begann die Eingewöhnung in der KiTa. Heute schreiben wir Tag fünf der Eingewöhnung. Am Freitag mussten wir einen Tag pausieren, da wir dort zu der Hochzeit in Berlin waren. Schon am ersten Tag bei Betreten der KiTa fühlte sich die Püppi pudelwohl. Kaum hatte ich den Kinderwagen geparkt (die Strecke ist doch etwas länger, ich habe kein Auto, der Mann musste arbeiten) streckte sie mir ihren Sonnenhut und ihre Sonnenbrille entgegen und wollte sofort rausgenommen werden. Ich erzählte ihr immer mal wieder vom Kindergarten, jedoch weiß ich nicht, ob sie das wirklich schon richtig wahrnimmt, was da passiert. Sie gewöhnt sich aber sehr gut an den neuen Tagesablauf. An Tag 1 sollten wir um 15:30h kommen, weil da nicht mehr so viel los ist und sich alle ganz in Ruhe beschnuppern können. Nach kurzer Skepsis, als wir im Gruppenraum ankamen, rannte sie durch den Raum auf die Terrasse und begann im Sand zu spielen. 

Daraufhin zeigte mit ihre Erzieherin die gesamte Einrichtung und erklärte mir, was wir alles benötigen. Zum Glück haben wir schon alles da, sodass ich nach und nach alles mitbringe, was die Püppi benötigt. Das wären Matschhose, Regenjacke und Gummistiefel. Ein komplettes Set Wechselsachen (ich habe eines mit Shorts und Hängerchen und eines mit Schlupfhose und Langarmshirt, Unterhose und Body,  Socken und Strumpfhose reingelegt), Hausschuhe, Rucksack, eine Packung Windeln und Feuchttücher und das was sie dann nach Bedarf benötigt (Kuschelkissen, Kuscheltier etc.)! Die Einrichtung ist ebenerdig, was wir schon von Anfang an gefiel, als wir das Zukkermädchen in der KiTa anmeldeten. Jede Gruppe hat ihren eigenen Raum (der eine schöne Größe hat) und eine dazugehörige Terrasse, die durch kleine Zäune von den anderen abgetrennt ist, sodass man auch mal zu den anderen Kindern gehen kann. Bei der U3-Gruppe der Püppi (die Bienchen) gibt es einen riesigen Sandkasten, etliches Sandspielzeug, eine kleine Wiese, Bobby Cars, einen Tisch auf dem man mit Kreide malen kann und Tische an denen man im Sommer auch mal draußen essen kann. Ganz ganz wunderbar. Am Nachmittag treffen sich dann meistens alle Gruppe draußen im großen, offenen Bereich mit Rutsche, Schaukel und nigelnagelneuem Klettergerüst, welches es der Püppi ganz besonders angetan hat. Außerdem gibt es dort noch einmal einen seperaten riesigen Sandkasten mit noch mehr Sandspielzeug, Baggern und ähnlichem. Außerdem hat jeder Gruppenraum ein seperates Zimmer, wo die Kinder Mittagsschlaf machen und ein Bad mit kleinen Toiletten, Töpfchen und Waschbecken. Dazu für jedes Kind ein Handtuch und ein Zahnputzbecher mit Zahnbürste (welche gestellt werden). Das Zukkermädchen hat das Symbol Ball, welches sich sowohl auf ihrem Zahnputzbecher, als auch an ihrem Handtuchhalter, ihrer Garderobe und der Wechselsachen-Kiste befindet. Das finde ich ein sehr schönes System und der Ball ist für unser Mädchen auch ein gutes Symbol, weil sie damit etwas anzufangen weiß. Desweiteren gibt es einen großen Sportraum, wo jeden Mittwoch die U3-Gruppe eine Stunde lang Spiel und Sport macht. Einmal im Monat kommt dann der Pfarrer und erzählt eine Geschichte. Zudem gibt es viele Feste. Die KiTa hat nie geschlossen, außer über Weihnachten. In der Gruppe der Püppi gibt es 13 Kinder (davon nur 3 Jungs) und 2 Erzieherinnen.
Fotos via

Als wir von der "Besichtigung" wiederkamen und die Betreuerin der Püppi mir alles wichtige erklärt hatte, kamen wir zurück und das Zukkermädchen spielte noch immer ganz friedlich im Sandkasten. Sie reichte anderen Kindern die Schaufel und Förmchen, die sie verloren hatten und die Erziehrin holte dann noch einen Eimer mit Wasser um schön rumzupanschen. Davon hielt das Mädchen allerdings nichts und setzte sich lieber an den Tisch um mit der Kreide zu malen. Nachdem nur noch die Püppi und ein weiteres Mädchen übrig waren, gingen wir noch kurz zu den größeren Kindern in den offenen Bereich wo die Püppi schon einmal ausprobierte, wie es sich so auf dem neuen Klettergerüst klettern lässt. Sie wagte mehr oder weniger gefährliche Stunts und fiel einmal hin, woraufhin sogar die Erziehrin sie kurz trösten durfte. Dann rannte sie schon weiter und kletterte erneut drauf los. Dann verabschiedete sich die Erzieherin, nachdem das letzte Kind abgeholt wurde und ich wollte auch los. Die Püppi fand' das allerdings voll doof und meckerte rum. Mit einem kleinen Trick lockte ich sie dann aber doch aus der KiTa und anschließend bekam sie ein kleines Croissant vom Bäcker. 

Am Tag 2 sollten wir um 15h in der KiTa sein. Dieses Mal war es so brühend heiß draußen, dass die Kinder im Gruppenraum spielten und wir uns dazu gesellten. Ich saß mit im Raum, habe mich aber quasi nicht um die Püppi gekümmert und hielt mich zurück. Sie verlor direkt jegliche Scheu und spielte drauf los. Sie klammerte kein Stückchen an mir. Manchmal brachte sie mir ein Spielzeug, welches ihr besonders gut gefiel um es mir zu zeigen. Nach ca. 30min. gab es dann einen Tee und etwas Obst. Es waren mit der Püppi nur noch 4 Kinder (alles Mädchen) und es war zuckersüß, wie sie gemeinsam am Tisch saßen. Jede wartete darauf das sie Tee in ihren Becher bekam. Das Obst verweigerte mein Mädchen noch, obwohl sie es sehr gerne mag. Nachdem sie ihren Tee ausgetrunken hatte, verkündete sie sofort "mehr" und bekam noch einen zweiten Becher. Was die Püppi nicht so gut kann ist hören und sich an Regeln halten. Damit haben wir es zuhause auch schwer. Sobald jemand "nein" sagt oder etwas anderes macht, als sie gerade will, hält sie sich die Hände vor den Mund und beginnt zu weinen, anschließend wird sie meistens noch etwas wütend. Zuhause lasse ich sie dann immer ausbocken, damit sie weiß, dass sie so nicht an ihr Ziel kommt. Im Kindergarten bin dann doch noch oft ich eingesprungen, was ich nicht ganz so gut fand', weil sie sich ja an die Erzieher gewöhnen soll. Und sie ist nun mal ein Wirbelwind, der viel entdeckt und nicht still steht. Da wird sie sich in der KiTa aber noch etwas anpassen müssen. Am Ende gingen wir nochmal kurz in den offenen Bereich und die Püppi rutschte wieder fröhlich und erkundete erneut das Klettergerüst. Alle sind immer ganz erstaunt, dass sie das schon ganz alleine packt und das sie nicht wehleidig ist. Außerdem wurde sie von allen älter geschätzt als sie ist, weil sie schon so groß sei. Am Ende verabschiedeten wir wieder die Erziehrin und ich lockte die Püppi wieder aus dem Kindergarten, sonst würde sie da noch übernachten. 

An Tag 3 blieben wir etwas mehr als eine Stunde und ich erfuhr das in unserem 6-Stunden Vertrag leider kein Frühstück und Vesper enthalten sind. Wenn ich die Püppi um 8:30h bringe ist das Frühstück schon vorbei und wenn ich sie um 14:30h abhole beginnt das Vesper. Ich habe mir am Anfang etwas Panik gemacht, dass sich das Zukkermädchen dann irgendwie ausgeschlossen fühlen könnte, aber das habe ich auch vorher nicht gewusst. Leider kann man eben keinen 7-Stunden Vertrag machen, sondern nur 4,6 oder 9 Stunden. Ich schaue mal wie sich das entwickelt, ansonsten müssen wir eben doch mehr Stunden nehmen. Einmal die Woche bringt eines der Kinder Obst mit, was dann für alle aufgeteilt wird und welches sie am Vormittag und Nachmittag essen. Das finde ich sehr schön und daran kann die Püppi auch teilnehmen. Mir ging es bis Tag 3 wirklich noch ganz gut. Da ich immer dabei war und sie beim Spielen beobachten konnte, war das für mich ein bisschen wie auf dem Spielplatz. An Tag 3 war ich auch noch dabei, aber von Tag zu Tag wird natürlich bewusster, dass es in immer mehr Stunden übergeht und der Tag an dem sie komplett dort bleibt immer näher rückt. Auch an diesem Tag fügte sich mein Mädchen direkt wieder in die Gruppe ein und wurde schon von einem Mädchen aus ihrer Gruppe fröhlich mit "Helene, Helene, Helene" begrüßt. Alle machten sich um 15h bereit in den großen Sandkasten im großen Bereich zu gehen. Fand' die Püppi auch zuerst ganz toll, aber irgendwann war ihr das zu öde und sie rutschte lieber. Da sollte ich dann auf sie aufpassen, obwohl eigentlich genügend Erzieher rumwuselten. Und da zeigte sich dann auch das erste Mal mir und der Erzieherin gegenüber so ein richtiger Bock. Genau da, wo sie zurück zu uns in den Sandkasten kommen wollte, damit ihre Betreuerin einen Blick über alle Kinder hat. Aber mein Mädchen entdeckt halt lieber und ihr wird mit einer Sache schnell langweilig. Wenn man Glück hat spielt sie 30min. im Sandkasten und das finde ich schon echt in Ordnung. Am Ende wollte sie natürlich wieder nicht gehen und im Prinzip ist ihr auch schnurzpiepegal ob ich da bin oder nicht ;)

An Tag 4 am Donnerstag hatte der Papa dann endlich frei (wegen der Hochzeit am Freitag und der Fahrt nach Berlin) und ging so das erste Mal mit der Püppi in die KiTa. Der erste Tag, an dem sie schon um 9h da sein sollte. Ich guckte nicht schlecht, als er um 9:15h in der Tür stand und ich völlig schockiert war. Er sagte dann nur ganz trocken: "Wir kamen an, die Püppi rannte schnurstracks auf den Sandkasten zu und tauchte in ihre Welt ab, da beschlossen wir kurzerhand das ich jetzt einfach mal gehe. Um 10h soll ich wieder da sein". Puh okay. Er verabschiedete sich allerdings nicht richtig, sondern ging einfach. Wir bekamen natürlich keinen Anruf, die Püppi hat ja Spaß. Als der Mann dann kurz nach 10h mit ihr nach Hause kam, war sie super fröhlich und aufgeweckt. Das Männchen sagte mir dann noch, dass die Erzieherin ein Foto von der Püppi gemacht hat, wie sie lachend im Sand gespielt hat. 

Heute an Tag 5 sollten wir wieder um 9h in der KiTa sein. Ich erklärte der Püppi schon am Sonntag, dass es morgen wieder in den Kindergarten geht. Ich bekomme so ungefähr null Reaktion auf das was ich sage. Sie spricht auch immer noch sehr wenig, aber ich bin ganz sicher, dass sie alles aufnimmt, in sich aufsaugt, verarbeitet, wahrnimmt, aufspart oder so. Schon als ich die letzte Straße vor der Kurve mit dem Kinderwagen entlang fuhr, wurde sie ganz hibbelig, streckte mir Mütze und Brille entgegen und wäre am liebsten aus dem Wagen gesprungen. Zum Glück waren es wirklich nur noch weniger Meter. Sofort stürmte sie auf ihren Gruppenraum zu und mitten rein, ich hatte nicht einmal Zeit ihr die Hausschuhe anzuziehen. Diese Woche sind nur 3 Kinder da, alle anderen machen Urlaub mit ihren Eltern ;) Daher war die U2-Gruppe auch da und alle saßen noch beisammen und hatten ein verspätetes Frühstück. Plötzlich war eine neue Erziehrin da und ich staunte nicht schlecht. Sie war im Urlaub und die andere Erzieherin ist bis einschließlich Dienstag krank. Das machte mich etwas traurig, weil die Püppi ja gerade begann sich an ihre andere Erzieherin zu gewöhnen und ihr Vertrauen entgegen brachte. Sie sagte schon an Tag 1 zu mir: Ich glaube, sie mag mich und wenn sie jetzt gehen würden, würden wir beide prima miteinander auskommen. Tja, was soll ich sagen, was das anging war die Püppi schon immer pflegeleicht. Trotzdem hatte ich das Gefühl, sie war auch etwas verwirrt. Dafür sah sie aber das bekannte Gesicht der U2-Erzieherin und die der Kinder. Sofort begann sie mit der Murmelbahn zu spielen und schenkte mir null Beachtung. Ich nahm sie dann nochmal beiseite und zog ihr die Hausschuhe an. Etwas komisch fand' ich, dass die Erzieherin die aus dem Urlaub wieder da war, nicht wusste, wie wir weiter verfahren. Ich wusste da ja auch nichts Genaues, meinte aber, dass der Papa am Freitag schon mal für 45min. gegangen war und das wir das heute wiederholen wollten. Nur dieses Mal verabschiedete ich mich bei der Püppi. Die nahm das gar nicht wirklich wahr. Ich sagte ihren Namen und kurz blickte sie auf, dann sagte ich ihr Tschüss und winkte, außerdem sagte ich, dass ich bald wieder da bin und sie abhole. Ich glaube schon da hat sie mir nicht mehr zugehört. Also machte ich mich auf den Weg. In einer knappen Stunde sollte ich wieder da sein. Da der Weg nach Hause ungefähr 15min. dauert sparte ich mir das erstmal, setzte mich vor den Kindergarten auf eine Bank und rief Mann und Herzfreundin an. So hatte ich 20 Minuten totgeschlagen. Und ehrlich gesagt? Ich hatte keine Panik das Telefon zu besetzen. Erstens würde ich kein Anruf vom Kindergarten kommen und zweitens habe ich eine Anklopffunktion. Danach schlenderte ich kurz zu Lidl und dachte ich würde früh kurz nach halb zehn Erdbeeren ergattern. Aber esgab gar keine. Die Saison ist also wirklich komplett vorbei. Also schnappte ich mir ein Sandwich und ein Wasser und setzte mich damit wieder auf die Bank. Ich twitterte und instgrammte und schon war die Zeit um. Trotzdem habe ich mein Zukkermädchen schwer vermisst und fragte mich, wie das mit mir noch weiter gehen soll. 
Als ich wieder in den Gruppenraum kam, saßen wieder alle gemeinsam am Tisch und bekamen wieder einen Becher mit leckerem Schokominztee und Honig. Dann trat die Erzieherin an meine Seite und sagte mir das alles prima gelaufen ist. Die Püppi fügt sich wunderbar in die Gruppe ein, hat ganz viel mit O. gespielt und ist wirklich sehr aufmerksam, nimmt nichts weg etc.! Dafür hält sie sich eben nicht an Regeln. Wie beim Aufräumen. Dann bekommt sie einen richtigen Bock. Beim Tee trinken gab es das dann noch einmal, weil sie einfach immer aufgestanden ist und ihren Becher nicht abgestellt hat. Tjaja. Was soll ich sagen - das haben wir eventuell echt ein bisschen schleifen lassen. Ich gestand das auch ein, aber ebenso, dass sie Püppi nen ziemlichen Dickkopf hat. Die U2-Erzieherin, die auch immer noch dort war, mit den kleinen Kindern sagte mir dann, dass sich das schon legen wird und das sie das immer hinbekommen haben. Und das denke ich auch. Ich versuche mich jetzt also nicht verrückt zu machen. Das Problem ist auch, dass ich so einen unglaublichen Putz-und Ordnungsfimmel seit der Schwangerschaft entwickelt habe, dass ich alles selbst aufräume. Nichtsdestotrotz versuchen wir immer die Püppi zum Aufräumen zu bewegen, aber das mag sie nicht. Sie trotzt dann, weil sie nicht weiter spielen kann oder sie spielt einfach weiter. Aber wie gesagt, ich denke das legt sich dann schon von ganz allein. Etwas doof fand' ich, dass die Erzieherin meinte, dass die anderen Kinder jetzt Angst bekommen würden, wenn sie so weint. Das stimmt aber gar nicht. Natürlich wundern sie sich, warum die Helene weint, aber sie haben keine Angst. Ich bin wirklich gespannt was die nächsten Tage folgt und wie das Zukkermädchen sie verhalten wird. Morgen kommen wir noch einmal um 9h und die Püppi bleibt bis 10:30h während ich wieder die KiTa verlasse - das Handy immer an meiner Seite. Am Mittwoch ist dann hoffentlich die anderen Erzieherin wieder da und dann wird mein Mädchen das erste Mal mit zu Mittag essen. Das mit dem anschließendem Mittagsschlaf wird dann sicher ein, zwei Tage später folgen.
Abschließend kann ich nach den 5 Tagen also sagen, dass es GANZ GENAU SO läuft wie ich es prophezeit habe. Das Zukkermädchen integriert sich ganz wunderbar in die Gruppe. Sie behandelt die anderen Kinder mit viel Respekt und ist emphatisch. Sie tut auf ihre Weise kund was sie stört und was sie nicht mag. Sie ist ein kleiner Trotzkopf. Aber sie spielt und umgibt sich wunderbar mit den Kindern. Sie hat keine Berührungsängste, kommt auch gut ohne mich klar - sogar mit Verabschiedung. Sie fühlt sich wohl, weiß wo ihre Hausschuhe bzw. Sandalen stehen und sie kennt ihren Raum und ihre Gruppe. Sie sagt den Namen ihrer Erzieherin und verschluckt nur einen Buchstaben. Sie kann es kaum erwarten im Kindergarten anzukommen und will nicht gehen. Sie ist fröhlich, liebevoll und immer ganz erschöpft. Sie liebt das Zusammensein mit den anderen Kindern und sie nimmt es relativ leicht, das weder Mama noch Papa da sind. Das macht es mir ein ganzes Stück leichter, auch wenn ich mich noch immer auf alles gefasst mache. Ich könnte immer noch phasenweise heulen und suche manchmal wirklich nach Fehlern, aber eigentlich gibt es keine. Alles läuft wie geplant. Ich bin furchtbar stolz auf mein Mädchen. Ich liebe sie und immer wieder raubt sie mit den Atem und macht mich sprachlos.

Berlin, die Hochzeit & Wochenrückblick #28

Sonntag, 27. Juli 2014
Donnerstag um 11h ging es los. Ab in die Stadt, einen Fotorahmen kaufen und das dazugehörige "Bild" ausdrucken, welches ein kleines persönliches Geschenk für das Hochzeitspaar ist. An einem großen Geschenk sind wir beteiligt. Danach noch schnell ein Käsebrötchen und ein Hörnchen für die lange Autobahnfahrt gekauft und die Reise konnte losgehen. Die Püppi verschlang ihr Hörnchen und schlief danach ungefähr eine Stunde im Auto. Diese lief sehr gut, bis auf einen kleinen Zwischenfall, dank eines brennenden Autos, was uns ca. 40min. gekostet hat. Sowas mag ich gar nicht. Das ist verschwendete Lebenszeit, die man nicht zurück bekommt und man kann nichts dagegen machen. Aber hätte uns ja auch noch schlimmer treffen können. 

Dank mehrerer Pannen (zum Schluss gab es einen Wasserrohrbruch in der angemieteten Unterkunft) mussten wir schnellstens noch am Dienstag eine Neue finden, bei der mich meine Herzfreundin sehr unterstützte und Last Minute noch eine auftreiben konnte. Leider entpuppte sich diese bei unserer Ankunft, als kleiner Alptraum. Ich hatte die größere geordert und bekam trotzdem -wie bei der kleineren Unterkunft angegeben- nur 15m². Außerdem gab es nur 2 kleine Kellerfenster - von wegen Erdgeschoss. Dazu war der Boden dreckig, neben dem Bett fanden wir Socken die nicht uns gehörten und unter das Bett wollte man nicht gucken. Dazu ein durchgebrochenes Lattenrost, was ein angenehmes Schlafen unmöglich machte. Es gab keine Messer und nur 2 Stühle. Das Bad war winzig und die Dusche dreckig. Außerdem stank es überall ganz fürchterlich. Treten und bewegen konnte man sich, nach dem Aufstellen des Reisebettes vom Zukkermädchen, nicht mehr. Von W-Lan ganz zu schweigen. Einen Fernseher mit HD, welches aber verschlüsselt war. Yeah! Also hieß es für uns: Direkt wieder raus und atmen. Berlin sehen und entdecken und dort so wenig Zeit wie möglich verbringen. Das war natürlich sowieso der Plan, aber man kommt natürlich am Abend doch gerne in eine schöne Unterkunft zurück.

Der erste Weg führte uns zum Alex. Einmal Bus und zweimal U-Bahn fahren. Das fand' die Püppi richtig klasse und steckte alle Leute mit ihrem Lachen an. In der U-Bahn spielte sie dann mit einem völlig fremden Mann ;) Das war herzallerliebst! Am Alex angekommen tröpfelte es die ganze Zeit, der Himmel war grau und das änderte sich auch den ganzen Nachmittag nicht mehr. Ich wollte nur mal schnell zu Primark um die Hose vom Mann umzutauschen, welche ich eine Woche zuvor in der falschen Größe mitnahm weil ich 32/30 anstelle von 30/32 kaufte. Aber bei Primark ist es immer voll und ich habe noch nach einem Cardigan gesucht. Nunja. Nach einer knappen Stunde rief der Mann an und sorgte sich schon, da war ich zum Glück gerade schon auf dem Weg zum Ausgang. Dann gab es eine leckere Roster für 1,35€ für uns (von den Männern die am Alex mit dem Grill stehen) und die Püppi bekam das Brötchen. Anschließend kurz zu dm, ins Alexa um uns noch etwas Proviant für die nächsten 2 Tage zu holen und eine DVD wanderte auch ins Körbchen. Danach machten wir uns auf den Rückweg. Zweimal S-Bahn und einmal Doppeldecker-Bus. Den fand' die Püppi richtig klasse. Wir kämpften uns mit Einkaufstüten, schweren Taschen und "Notfall-Buggy" nach oben in die erste Reihe und hatten so beinahe dieselbe Sicht wie der Busfahrer. Das ist für mich -bis heute- ein tolles, kleines Erlebnis. Ebenso war es das für die Püppi. Sie saß die ganze Zeit auf dem Schoß von ihrem Papa und hielt sich an einer gepolsterten Stange fest, die sich vor ihr befand. Sie bestaunte die Lichter, die Straßen und sagte kaum etwas - so gespannt verfolgte sie die Fahrt. Um ungefähr 22h waren wir dann wieder in der Unterkunft, die Püppi bekam noch etwas Milch und schlief sofort ein. Um 5:30h war die Nacht dann aber fast vorbei. Wahrscheinlich weckte ich mein Zukkermädchen mit dem knarrenden Bett. Gnaaah. Irgendwie schlief sie nochmal eine Stunde in unserer Mitte ein und etwas später lagen dann schon diverse Playmobil-Figuren und Bücher an meinem Fußende ;) 

Dann sprang erst der Mann unter die Dusche, die Herzfreundin kam mit Kaffe und letzten Instruktionen vorbei und anschließend huschte ich unter die Dusche. Anschließendes Aufhübschen und ab ins Auto zum Standesamt. Wir waren die Ersten! Kurz darauf trafen der Bräutigam, anschließend die Braut und dann nach und nach alle anderen Gäste ein. Es war noch eine kleine Runde. Das Standesamt war wunderschön. Meine Strumphose und mein Bauch-Weg-Höschen (welches eher fast nichts bis nichts tat) juckten unheimlich am Po und an den Oberschenkeln, aber es ging mit dem Wohlfühlen. Auch an diesem Freitag waren es ca. 26 Grad und Nieselregen. Habe echt geschwitzt. Dieses schwüle Wetter ist ja echt noch schlimmer, als einfache Hitze. Aber egal. Meckern verboten, es ist ein besonderer Tag! Die Püppi rannte lieber rum und ich immer hinterher, damit sie nicht vor ein Auto läuft oder sich bei einer fremden Hochzeit auf die Fotos drängelt ;) Der Mann konnte mir leider nicht unsterstützend zur Seite stehen, da er ja quasi beruflich vor Ort war. Um 12h war es dann soweit. Die standesamtliche Trauung begann. Alle ganz entzückt von der Püppi wollte ich den Schein wahren und legte ihr mein Handy auf den Stuhl damit sie durch die Galerie scrollen konnte. Die Standesbeamtin war ziemlich cool und sehr locker. Die Braut wunderschön, die Herzfreundin zauberhaft. Ich sah viele liebe Menschen wieder und es war eine schöne Atmosphäre. Es dauerte knapp eine halbe Stunde, dann war das Hochzeitspaar ein Ehepaar - noch ohne Ringe, aber das sollte noch am Nachmittag folgen. Als das Ehepaar aus dem Standesamt kam, wartete dort schon ein Laken mit einem aufgemalten Herz auf sie. Dieses schnitt die Braut aus und der Bräutigam trug sie -so elegant wie möglich- hindurch. Zuckersüß war wie die Braut immer wieder betonte, dass ihr Mann bloß aufpassen soll, dass man nicht unter ihr Kleid schauen konnte ;) Daraufhin gab es einen kleinen Sektempfang und es wurden viele Fotos gemacht. Es war wirklich schön und die Püppi noch gut drauf. Anschließend verabschiedeten wir uns, da es erst um 16:30h weiterging. Wir hofften also, dass die Püppi noch etwas Mittagsschlaf halten kann, da die Nacht ja schon relativ kurz war. Der Mann und ich aßen Döner und die Püppi bekam Milchreis mit Erdbeeren. Aber beim Schlaf haben wir die Rechnung natürlich ohne sie gemacht, obwohl sie auf dem Weg zur Unterkunft schon eingeschlafen war, hatten wir in der Unterkunft keine Chance mehr, sie zum Schlafen zu bewegen. Also frischte ich gegen 15h mein Make-Up auf, wechselte das Kleid, ließ MUTIG die Strumpfhose weg, zog die schwarzen Keilpumps wieder an und der Mann kümmerte sich zeitgleich um das Zukkermädchen. Sie trug ein weißes Kleid mit mintfarbenen Band (welches die Mama meiner Herzfreundin an das Kleid nähte). Nachdem meine Frisur saß (geglättet, haha - eigentlich sollte ein Haarband dazu, aber das wollte verdammt nochmal nicht halten) kümmerte ich mich um die Püppi. Ich flechtete ihren langen Pony zur Seite und steckte noch ein paar kleine Haare mit einer weißen Spange weg, welche die Braut besorgte. Ganz süß. Dann mussten wir auch schon los. Und jetzt kommt das Unerwartete - Kind schlief im Auto ein. Ganz großes Kino, die Fahrt dauerte nämlich -trotz zuerst falscher Adresse- nur 20 Minuten. Also verweilte ich noch so lange im Auto bis es 15min. vor offiziellem Traubeginn war. Dann weckte ich die Püppi sanft nach einer knappen Stunde Schlaf und natürlich war sie knatschig. Ich drückte sie fest an mich und trug sie ganz nah bei mir. Angekommen auf der Terrasse vom Schloss Britz setze ich sie ab, bekam ein Glas O-Saft und teilte es mit der Püppi, die das Glas dann erst einmal fallen lies und daraufhin den ersten Heulanfall bekam. Immer wieder sagte ich ihr, dass es nicht schlimm sei, aber das kann ich machen so oft ich will, sie ist immer ganz fassungslos und findet es ganz schlimm. Sie sehnte sich außerdem nach ihrem Papa, der aber nur ein paar Minuten Zeit hatte und dann wieder Fotos machen musste. Kurz darauf waren alle vollzählig und wir setzten uns auf die Stühle die mit umfunktionierten Sonnenschirmen auf der Terrasse standen. Dann kamen die Brautjungfern mit den Trauzeugen und sahen ganz fabelhaft in ihren mintfarbenen, bodenlangen Kleidern mit Spitze aus. Das Lied war traumhaft schön und passte fabelhaft zur Braut, die kurz darauf aus dem Schloss den Weg entlang kam und mir völlig den Atmen raubte. Ich verdrückte ein paar Tränen und war überwältigt von der Schönheit. Das Kleid passte perfekt, als wäre es einzig und allein für sie gemacht worden. Die Püppi interessierte das alles herzlich wenig und wurde immer knatschiger. Ich versuchte wieder den Handytrick, klappte aber nur ein paar Minuten. Also gab ich ihr die Digitalkamera mit der sie auch gerne rumspielt. Klappte aber auch nur ein paar Minuten und dann folgte wie aus dem Nichts ein Tobsuchtsanfall der Extraklasse. Ich musste die Trauung verlassen, alle Blicke lagen auf mir (und ich hasse das). Es war mir peinlich und es war genau das, was ich unbedingt vermeiden wollte. Natürlich weiß ich, dass das ganz normal ist, aber die Blicke von Menschen ohne Kinder die in dem Augenblick auf einem haften sind ganz fürchterlich. Ich ging kurz ins Schloss, aber es wurde nicht besser. Ich war stinksauer und ganz arg böse auf mein Mädchen. Ich ging also weiter in den Park hinaus. Dorthin wo später der Empfang und das Essen und die Party stattfanden. Die Püppi kreischte und schluchzte und heulte. Ich war unendlich verzweifelt und wütend. Alles was am Tag zuvor so super klappte ging schief. Ich heulte und war sauer. So stinkesauer, dass ich DIESEN, ausgrechnet DIESEN Moment verpasste. Ich war wütend, weil die Püppi mir -mal wieder- nicht sagen konnte, was eigentlich los war obwohl ich es doch selbst wusste. Der wenige Schlaf, die vielen fremden Menschen. Zu viele Eindrücke. Zu viel von allem. Alles auf einmal. Aber ich konnte nicht an mich halten. Ich flennte und heulte und motzte. Und die Püppi tat genau dasselbe. Genau in solchen Momenten bin ich am meisten überfordert. Wenn ich nichts tun kann, weil ich nicht weiß wie, weil mir das Zukkermädchen nicht sagt wie. Sitzen war blöd, laufen war blöd, auf Mamas Arm war es auch blöd. Es dauerte bestimmt 40min. bis sie wieder einigermaßen bei sich war, ich mit ihr an der Hand losgehen konnte. Zu den Pferden. Langsam beruhigte sie sich. Und als wir von den Pferden zurückkamen, kam mir auch schon die Herzfreundin entgegen, die meinem Männchen noch Kamerautensilien bringen musste. Daraufhin folgte ihre Eltern mit denen ich dann schon mal im "Partyraum" Platz nahm. Ich gab der Püppi einen Keks und etwas zu trinken und mit der Zeit wurde es immer besser. Zum Glück. Nach und nach trudelten alle ein. Wir betrachten Kinderfotos vom Ehepaar und die Location war wunderschön. Man fühlte sich wohl. Ich durfte direkt zwischen Weiß-und Rotwein wählen und orderte direkt einen kühlen Weißwein. Das brauchte ich auch! Nachdem der Mann die Fotos vom Hochzeitspaar geschossen hatte und alle geschlossen eintrafen, konnte ich auch kurz durchatmen, weil der Mann übernehmen konnte und die Püppi war glücklich ihren Papa wieder in die Arme schließen zu können. 

Man konnte Photobooth Bilder für das Gästebuch machen oder für sich selbst. Für das Gästebuch gab es eine Polaroid-Kamera, daher konnte ich die Fotos nur abfotografieren ;) Es wurde gegessen und das Essen war wirklich soooo gut. Ich hätte mich reinlegen können. Ich durfte der Braut gratulieren, welche selbst wohl kaum eine ruhige Minute hatte. Die Püppi tanzte auf der Tanzfläche für den DJ und machte das wirklich gut. Sie war irgendwann ein kleines Duracell-Häschen und es schien, als würde sie nicht müde werden. Die Braut liebt die Püppi sowieso und war ganz begeistert vom Kleidchen und den Tanzeinlagen. Einmal tanzten sie auch zusammen im Kreis, das war herzallerliebst. Die Hochzeitstorte wurde angeschnitten, ich bekam ein Foto mit der Braut und finde es sogar schön. Denn ich habe wirklich gestrahlt. Nach dem "Fauxpas" mit der Püppi nahm ich mir schließlich doppelt vor, dass mir niemand mehr was kann und machte ebenfalls die Tanzfläche mit der Mama von der Herzfreundin unsicher. Der Mann machte noch einige Fotos von Torten-Anschneiden, über den Hochzeitstanz und Nachtaufnahmen vom Brautpaar. Die Püppi rannte immer ein-und denselben Weg hoch und runter, tanzte, quietschte und aß Kuchen. Es war ein wirklich gelungener Abend von dem wir nur noch das Brautstraußwerfen verpassten, aber kurz vor 23h schien uns wirklich eine gute Zeit um aufzubrechen. Wir stellten den Gästebucheintrag fertig, verabschiedeten uns beim Brautpaar und jedem der uns noch so über den Weg lief. Es war ein wirklich gelungener Tag - eine perfekte Hochzeit mit einer wunderschönen Braut, einem tollen Bräutigam, den zauberhaftesten Brautjungfern und Trauzeugen. Liebe lag in der Luft und Freude. es war traumhaft schön.

Der Weg zur Unterkunft klappte einwandfrei. Auf dem letzten Meter schlief die Püppi wieder ein und tat sich in der Unterkunft dann wieder schwer. Aber wir schliefen alle bis 8:30h, packten die Klamotten ein, machten uns fertig und besuchten nochmal die Herzfreundin und ihre Eltern. Quatschten, ließen alles noch einmal Revue passieren und traten dann den Heimweg an. Die Püppi hielt ein Schläfchen und wir kamen ohne Stau durch. Zuhause angekommen, packte ich alles aus und anschließend musste wir noch einige Dinge einkaufen. Danach gammelten wir quasi nur noch auf dem Sofa rum und der Mann und ich schliefen bei einer unserer Lieblingsserien ein. Völlig kaputt und erschöpft. Die Püppi ließ uns wieder bis 8:30h schlafen, der Mann mich noch bis 9:30h. er musste heute wieder arbeiten, war aber nach 6 Stunden wieder zuhause. Zum Glück. Wir haben heute also nichts mehr weiter gemacht, außer das, was gemacht werden muss.

Morgen starten wir wieder in eine aufregende Woche, die der Mann durcharbeiten muss, ohne einen Kollegen an der Seite zu haben und ich die 2. Woche der Eingewöhnung mit der Püppi, wovor es mich noch immer gruselt. Sie macht das ganz toll, aber ich kann noch immer nicht Loslassen. Dazu folgt aber definitiv nächste Woche noch der seperate Bericht - versprochen!! Ich verschwinde jetzt in meine wohlverdiente Badewanne und freue mich danach auf unsere Serie und das Bett ;)

Daumen hoch für: Berlin! Mit Männchen und Zukkermädchen immer wieder ein wunderschönes Erlebnis. Ich fühle mich zuhause. Berlin mit seinem Charme, seiner Hektik ...
Daumen runter für: Schäbige Unterkünfte mit Kellerfenster, ohne Mikrowelle und ohne W-Lan! Und für das riesige Gebäude direkt vor dem Fernsehturm. Das gehört direkt wieder weggerissen!
Hörenswert: Immer noch Mark Forster. Hier läuft quasi nur Mark Forster.
Sehenswert:  Der Gott des Gemetzels. Habe ich damals mit dem Mann in einem kleinen Kino in Dresden gesehen. Letztens erst lief er im Fernsehen und endlich konnten wir ihn für 6€ auf DVD ergattern. Und keine Angst, es ist kein Horrorfilm - es ist ein Kammerspiel, welches urkomisch ist (mein Humor ist das auf jeden Fall) und überaus grandios besetzt mit Christoph Waltz, Jodie Foster, Kate Winslet und John C. Reilly - ein Film von Roman Polański. Ich kann euch wirklich meine absolute Empfehlung für diesen Film aussprechen!
Lesenswert: Diesen Bericht einer Mama, die sich endlich durch die Augen ihrer Kinder sieht und diesen Blogeintrag von BerlinMitteMom, der mich so mitgenommen hat und bei dem mir die Tränen über die Wangen liefen. Über das Vermissen eines geliebten Menschen!
Gegessen: Chicken Wings, Ofenkäse, Brot, Obst, auf der Hochzeit: Lachs mit Kräutern, superleckeren Kartoffelsalat und Mini-Frikadellen, Baguette mit Kräuterquark, Schweinemedallions in die ich mich hätte reinlegen können, Obstsalat, Brownie und natürlich die Hochzeitstorte (die ein Traum war), Döner, Minipizza vom Bahnhof, Burger King für den Mann, Milchreis für die Püppi, Apfeltaschen, Mini-Croissants, selbstgemachte Frikadellen mit Bulgur-Salat
Getrunken: Cola, Kaffee, Wasser, Orangensaft, auf der Hochzeit: Weißwein, Cola und den Brautcocktail
Gekauft: einen Bilderrahmen für ein kleines Geschenk zur Hochzeit (an einem großen haben  wir uns beteiligt), Schuhe + Kette + Cardigan + Haarband für mich, Kleid für die Püppi, die DVD vom Gott des Gemetzels (GRANDIOSER Film!)
Geärgert: Einmal über den Mann, einmal über die Püppi, einmal über mich und über unsere Unterkunft.
Gefreut: Bei einer wunderschönen Hochzeit, Gast sein zu dürfen.
Gestaunt: Wie schnell die Zeit vergeht. Schnipps und schon sind 4 Tage rum.
Süchtig nach: den wunderschönen Hochzeitsfotos, die der Mann gemacht hat.
Vorfreude auf: meine wohlverdiente Badewanne.
Letzte Sünde: leckerer, halbtrockener Weißwein nach einem aufregenden Wochenende!
Gut zitiert: "The greatest mistake you can make in life is to be continually fearing you will make a mistake." 
[Elbert Hubbard]

Ich wünsche euch einen zauberhaften Abend, eine ruhige Nacht & einen tollen Start in die neue Woche    
 Die ersten Eingewöhnungstage in der KiTa!
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[Rezept] Pollo Piccante à la Vapiano

Mittwoch, 23. Juli 2014
Mein allerliebstes Restaurant in Berlin, wenn es um Preis, Qualität, Lage und Atmosphäre geht? Das Vapiano! Mittlerweile in jeder größeren Stadt zu finden, auch außerhalb von Deutschland und Europa. Ein Restaurant in welches man geht und weiß: Dort schmeckt es! Ein italienisches Restaurant mit Antipasti, Pasta, Pizza, Tiramisu und vielem mehr. Es gibt kaum Gerichte, die mehr als 10€ kosten und das in Berlin direkt am Potsdamer Platz oder in Dresden auf der Prager Straße. Außerdem gibt es Restaurants in München, Düsseldorf, Köln, Aachen usw. usw.! Außerhalb von Deutschland findet ihr das Vapiano in London, Warschau, Oslo, Paris etc.! Was ich dort am liebsten esse und vor allem, warum ich euch das alles erzähle? Weil ich mein Lieblingsgericht nachgekocht habe. Naja, ich habe den Versuch gestartet. Zum zweiten Mal und ich muss sagen, es ist schon wirklich sehr nah am Original. Aber es schmeckt immer besser in der richtigen Atmosphäre und dem super leckeren Eistee den ich immer dazu ordere. Warum das Vapiano die Preise relativ günstig halten kann, ist ganz einfach: Es gibt keine Bedienung. Das Schönste daran? Man schaut zu wie sein eigenes Gericht hergestellt wird. Außer bei der Pizza, da bekommt man dann einen Pieper mit. Am Abend kann man gemütlich in einer Lounge sitzen und Wein bestellen. An den Desserts sollte man übrigens auch nicht vorbei gehen. Aber nun habe ich euch genug vom Vapiano vorgeschwärmt. Ich hoffe, ihr wart schon einmal da - wenn nicht, wird es langsam mal Zeit. Ansonsten könnt ihr euch bis dahin ja mal an meinem Rezept probieren. Im Vapiano heißt es Pollo Piccante, dabei handelt es sich um Pasta mit Hähnchen und Pak Choi in einer Orangen-Chili-Soße. Bei der Pasta ist es euch ganz selbst überlassen, welche ihr wählt. Am besten das, was ihr am liebsten habt. Knoblauch und Parmesan sind immer optional. Ich habe mein Rezept ohne Knoblauch und Parmesan zubereitet, weil ich es so am liebsten mag.

Ihr benötigt (für 2-3 Personen):

1 Pak Choi
400gr. frisches Hähnchenbrustfilet
1 rote oder gelbe Paprika
ca. 200ml Orangensaft (am besten frisch gepresst oder z.B. diesen)
1/2 TL Chilipulver
ca. 20ml Sweet Chili Soße 
(gibt es in jedem gut sortierten Asiamarkt oder hier)
500gr Pasta nach Wahl (ich habe Gemelli von Barilla genommen)
ein würfelzuckergroßes Stück Ingwer 
Salz, weißer/bunter Pfeffer, etwas Honig



Erster Schritt: Zuerst wird geschnibbelt. Hähnchen in 2x2cm große Stücke schneiden. Pak Choi waschen, putzen und trocknen. Den Strunk entfernen, längs durchschneiden und in etwas 2cm dicke Streifen schneiden. Die Paprika aushöhlen und in der Mittel teilen. Die Hälften noch einmal in der Mittel durchschneiden und die weißen Reste entfernen. In Streifen und dann in ca. 2x2cm große Stücke schneiden. Ingwer klein hacken. Orangensaft und Sweet Chili Soße abmessen und bereit stellen. 


Zweiter Schritt: Topf mit leicht gesalzenem Nudelwasser aufsetzen. Eine große beschichte Pfanne (am besten Wok-Pfanne) mit einem Teelöffel Öl erhitzen. Erst wenn die Pfanne ganz heiß ist, das Hähnchenfleisch hinein geben. Salzen, pfeffern und rundherum kurz anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und dafür den Pak Choi gemeinsam mit der Paprika in die Pfanne geben. Pasta in das kochende Wasser geben.

Dritter Schritt: Pak Choi und Paprika salzen und pfeffern, den Ingwer dazu geben. Der Pak Choi geht langsam etwas ein und in der Pfanne ist wieder mehr Platz. Das ist der Zeitpunkt wo mit dem Orangensaft abgelöscht wird. Alles kurz zusammen aufkochen lassen und anschließend die Sweet Chili Soße dazu geben.


Vierter Schritt: Das Hähnchenfleisch wieder mit in die Pfanne geben und alles mit dem Chilipulver, Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf etwas Honig hinzufügen. Es sollte leicht süßlich, fruchtig und etwas scharf im Abgang schmecken. Dann habt ihr alles richtig gemacht. Und keine Sorge, es ist weder zu wenig Flüssigkeit noch ist diese zu dünn - das Ganze bindet sich ganz ordentlich mit den Nudeln, die ihr nach dem Abtropfen mit in die Pfanne gebt. Alles kurz verrühren, erneut aufkochen lassen und in Schüsseln oder auf tiefe Teller verteilen. Gerne noch mit ein paar Chiliflocken garnieren. Guten Appetit!

Junggesellinnenabschied in Berlin & Wochenrückblick #27

Dienstag, 22. Juli 2014
Und schon wieder ist es so wahnsinnig still auf dem Blog geworden. Der Sommer ist vollgepackt wie viele Jahre nicht mehr. Der zweite Geburtstag vom Zukkermädchen, die dazugehörigen Vorbereitungen. Der Geburtstag vom Papa des Männchens. Eine Hochzeit diesen Freitag und der dazugehörige Junggesellinnenabschied vergangenen Samstag. Das eine Wochenende an dem nichts geplant war ausgeruht und nichts gemacht. Kurzfristig haben der Mann und ich ein gutes Angebot bekommen uns ein bisschen zusätzliches Geld zu verdienen, was uns quasi jeden Abend und mich mittag (wenn die Püppi schläft) einspannt. Außerdem mussten schon Fotos für 2 Blogeinträge geschossen werden, damit ich nur noch die Texte dazu schreiben muss. Und zu guter Letzt natürlich die Eingewöhnung in der KiTa, welche seit Montag läuft. 

Aber eins nach dem anderen. Am vergangenen Freitag-Nachmittag habe ich mich auf den Weg nach Berlin gemacht. Relativ kurzfristig - zum Junggesellinnenabschied. Ohne Männchen und ohne Püppi. Der Abschied fiel mir so unglaublich schwer, das ich am liebsten direkt umgedreht wäre. Von den Tränen der kleinen Zuckerschnute mal ganz zu schweigen. Es hat echt mein Herz zerrissen. So richtig! Am liebsten wäre ich gar nicht in den Bus gestiegen. Und ehrlich gesagt war ich auch völlig fertig, wurde nicht fröhlich, die Tränen standen 2 ganze Stunden in meinen Augen. Als ich dann in Berlin ankam wurde es etwas besser. Heimat und so. Da fühlt man sich direkt besser. Ich wurde von meiner Herzfreundin empfangen und anschließend ging es zum Alex. Blumenmädchenkleid für unser Zukkermädchen kaufen - zum Glück auch fündig geworden. Anschließend etwas leckeres zum Abendessen geholt und damit im nahe gelegenen  Volkspark Friedrichshain auf eine Decke gesetzt. Gequatscht, Musik gehört ... kurzzeitig vom Nichtstun nicht geschwitzt und Menschen beobachtet. Da war es ein bisschen für früher. Die Sehnsucht wurde kleiner, bis ich dann alleine im Bett lag. Es fehlt eben immer was. Ich möchte wieder zurück nach Berlin - für immer. Damit ich solche Abende erleben kann und trotzdem später zu meiner Familie nach Hause komme. Hier wo ich momentan wohne, kann ich solche Abende leider nicht haben, weil ich hier bis heute kaum Freunde habe ... nicht mal Bekannte, mit denen man mal was trinken gehen kann. Am nächsten Tag hatte ich dann kaum Zeit zum Vermissen, aber die Püppi war natürlich trotzdem immer bei mir. Wenn der Mann mir Fotos schickte oder ich kurz mit ihr telefonieren konnte war ich so dankbar und glücklich dieses wundervolle Mädchen in meinem Leben zu wissen und bei dem Gedanken sie am nächsten Tag wieder in die Arme schließen zu können, schossen mir immer und immer wieder die Tränen in die Augen.

Am nächsten Morgen blieb kaum Zeit zum Vermissen. Nach ausgiebigem Frühstück gings los. Als erstes trafen wir uns bei einer Freundin von der zukünftigen Braut. Es war schon brühend heiß um 10:30h und da begann der Junggesellinnenabschied ja gerade einmal. Wir zogen dann alle unsere Shirts an (ich war die einzige, der ihres kaum passte und aussah wie ne Presswurst die da reingeschossen wurde - keine Ahnung wann ich mich das letzte Mal so unwohl in meiner Haut fühlte), dazu dann mindestens 37 Grad (gefühlt 50) und klitschnasse Haare. Danke Hormone. Neben mir standen dann nur schlanke Mädels, die sich alle die Hälfte vom Shirt abgeschnitten haben, ein Bandeautop drunter zogen und dazu knappste Shorts. Da fühlste dich dann gleich noch 3mal so fett wie vorher. Kein Scheiß! Meine roten Haare fand' ich plötzlich auch ganz furchtbar schrecklich und bin kurz davor morgen nochmal auf braun umzufärben. Make-Up kannste bei den Temperaturen eh vergessen. Auf den Fotos fiel dann immer nur ich auf, weil ich doppelt so breit war wie die anderen. Tja, selbst Schuld wa? Anschließend ging es ab auf die GoKart-Bahn und ich ließ mir 100mal von meiner Herzfreundin versichern das ich ins Kart passe. Naja ... reingequetscht habe ich mich. Joah. Zu dicker Arsch und zu breit. Der Bauch per se hat keine Probleme bereitet. Aber wir wurden dann einmal alle fotografiert - glaubt mir, ich sehe aus als würde ich da drin keine Luft bekommen. Nunja. Selbst Schuld. Auf der Kartbahn selbst war es ganz cool. Hat schon Spaß gemacht. Irgendwann hats auch am Po nicht mehr wehgetan und viel bewegen muss man sich ja Gott sei Dank nicht ;) Im Qualifying wurde ich 7. von 8. Im Rennen verbesserte ich mich dann einen Platz und wurde 6. von 8. Durchgeschwitzt  war ich trotzdem schon und die Haare klebten noch immer. Ich hätte am liebsten eine Dusche genommen. Aber da war keine. Klar, wa? Dann musste die Braut Telefonnummern auf ihrem Shirt sammeln - das belustigte alle. Wir hatten dann da noch so nen Spruch den wir immer fleißig in einem Sing-Sang wiedergaben: Malin ist heut' unsre Braut, die sich nächsten Freitag traut. Ja, sehr einfallsreich, ich weiß. Eine Freunde der zukünftigen Braut hatte eine Trillerpfeife dabei und das amüsierte mich jedes Mal aufs Neue. Danach gab es erstmal etwas zu essen (hätte ich mittlerweile am liebsten ausfallen lassen), aber der Burger im Burgeramt war auch einfach zu gut, die Leute nett - was will man mehr? Und es wurde wirklich immer heißer. Kaum noch aushaltbar. Ich habe dann beschlossen das ich nie wieder einen Junggesellinnenabschied im Hochsommer mitmache. Die Klamotten klebten fest und immer mehr sehnte ich die Nacht herbei, in der ich dann endlich meine wohlverdient Dusche nehmen würde. Zuvor ging es aber noch ein paar Nummer sammeln und anschließend auf das deutsch-französische Volksfest. Wurde mit der Hitze nicht besser. Liegt nämlich in der prallen Sonne - ohne Bäume. Vorher noch ein bisschen Alkohol reingeschüttet. Machts nur noch schlimmer, gehört aber dazu. Die süßen Mädels fuhren dann die Wilde Maus und ich packte mich mit der Herfreundin und einem anderen Mädel unter nen Sonnenschirm. Und ich fühlte mich echt so elendig. Schmutzig, durchgeschwitzt, nass...die Haare gingen gar nicht mehr, der Pony gesträhnt - ich sah bestimmt wie so ne Pennerin aus, die sich 3 Wochen nicht geduscht hat. Mindestens! Und noch schlimmer fühlte sich das an. Wie die anderen Mädels es geschafft haben, wie am Morgen auszusehen: Ich weiß es nicht! Naja, ick sah aus wie ick aussah und kugelte vor mich hin :D Bisschen komisch angeglotzt haben mich auch alle. Kein Plan ob ich denen peinlich war - konnte ich aber auch nichts machen. 2 Slushys und eine Wasserrutschte später gings mit dem Schwitzen, für die Haare war das dann der tödlichste Tod, aber war dann auch egal. Abschließend dann zum Karaokesingen und Cocktails schlürfen. Alles vollgestunken, getrunken und gesungen. Wir waren alle völlig fertig und beendeten den Abend dann um 22:30h! War an sich auch wirklich schön, wären es 15 Grad weniger gewesen und das Shirt größer. Nun überlege ich die ganze Zeit, ob ich mich wirklich auf der Hochzeit blicken lassen sollte :D Mein Selbstbewusstsein ist seit dem JGA so dermaßen im Keller. Nachdem ich die Fotos nochmal allein anschaute war ich wirklich erschrocken wie schlimm ich aussah. So sehe ich mich selbst nicht, aber vermutlich ist das die grausame Wahrheit. Shred wird also wieder richtig durchgezogen wenn es mein Kreislauf mitmacht. Der gibt nämlich bei 27-30 Grad in der Wohnung plus Sport auch auf. Allerdings wird sich bis Freitag nichts ändern. Muss ich dann auch mit leben. Irgendwie wirds schon gehen. Und außerdem bin ich ne mini Randfigur - um mich gehts ja nicht und bei den Gruppenfotos bin ich dann halt auf Klo oder die Püppi rennt weg - da fällt mir schon was ein ;) Nur der Mann tut mir Leid - taucht der da mit der Presswurst auf, hahaha!

Witzigerweise bin ich dann zuhause auf süße Blogeinträge gestoßen die sich in meinem Feed befanden. Ungelesene Blogbeiträge. Und darunter sind auch ein paar Plus-Size Bloggermädels. Das habe ich mir dann erstmal reingezogen und die hübschen Frauen bewundert. Dafür, wie schön sie sich kleiden. Dafür das sie sich nicht scheuen ihre Oberarme zu zeigen. Dafür, dass sie ihre Beine nicht in Leggings oder Strumpfhosen hüllen. Dafür, dass sie sich lieben und akzeptieren. Und ich weiß, das sagt man so nicht, weil es normal sein sollte. Jeder sollte sich und seinen Körper zeigen dürfen wie er will. Niemand hat ein recht darüber zu urteilen ob das falsch oder richtig ist, nur weil er es nicht schön findet. Wieso soll jemand mit ein paar oder vielen Kilos auf den Hüften im Sommer in langer Jeans schwitzen? Also versuche ich mir ein Beispiel zu nehmen, denn was nämlich wirklich Ausstrahlung verleiht, ist das eigene Selbstbewusstsein. Wenn man von innen strahlt, trägt man das auch nach außen. Das versuche ich also am Freitag und wer weiß, vielleicht strahle ich auf einem Foto so sehr, dass ich es euch zeigen werde :)

Eigentlich wollte ich euch jetzt noch von den ersten beiden Eingewöhnungstagen in der KiTa erzählen, aber das wäre wirklich zu viel. Der Eintrag folgt dann seperat - vielleicht noch am Donnerstag, wenn ich es von Berlin aus auf die Reihe bekomme. 

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Abend und hoffe, ihr seid gut in die Woche gestartet!

Daumen hoch für: Gute Musik, selbstbewusste Frauen und Akzeptanz!
Daumen runter für: Intoleranz, Arroganz und Hitzewellen!
Hörenswert: Das komplette Album von Mark Forster "Bauch und Kopf" () Von meiner Liebe zu Au Revoir berichtete ich euch bereits mehrmals. Endlich habe ich es mal geschafft in das komplette Album reinzuhören (das mache ich nicht mehr oft -leider, nur wenn ich denke, dass es sich echt lohnen könnte) und ich bin wirklich sehr begeistert. Meine Lieblingsstücke neben Au Revoir sind: Immer immer gleich und Königin Schwermut () Unbedingt reinhören!
Lesenswert: Gone Girl - am Donnerstag habe ich es ausgelesen und es ist wirklich zu empfehlen. Spannend und überraschend bis zur letzten Seite. Außerdem hat es mich etwas fragend und verstört zurück gelassen - ein Buch über das man noch lange nachdenkt.
Gegessen: Chicken-Curry Burger beim Burgeramt, Chicken Sandwich & Bulgur-Salat von Scoom, Pollo Piccante nach Vapiano-Art, Bratwurst & Hähnchen vom Grill, Ofenhackbällchen mit Käse, Spaghetti mit Jagdwurst, Kartoffelstampf mit Spinat & Rührei, Kartoffeln mit Quark, viel Obst, Müsli
Getrunken: Weinbrause Zitrone Rhabarber, Watermelon on the beach, Maracuja-Schorle, Malibu mit O-Saft, diverse Slushy's, Wasser, Säfte, Kaffee, Vitamin-Water (ziemlich lecker), Vanilla Milkshake, Pepsi
Gekauft: Jeans für den Mann, 2 Kleider für die Püppi, Leggings & Bluse für die Püppi, Schwimmreifen und Wasserball für die Püppi, Geschenkbänder
Geärgert: Über die Hitze - das ist einfach zu viel des Guten, vor allem bei einem Jungesellinnenabschied!
Gefreut: Ich bin 6. beim GoKart-Fahren geworden. Es gab aber auch nur 8 Plätze ;) Am meisten habe ich mich gefreut, als ich die Püppi nach 2 Tagen & Nächten wieder in die Arme schließen konnte! Außerdem kam mein Laptop mit neuer Festplatte aus der Reperatur und der neue Handyakku an - ich bin also wieder voll mittendrin, statt nur dabei ;)
Gestaunt: Wie viel Muskelkater man vom GoKart-Fahren bekommen kann.
Süchtig nach: dem Album von Mark Forster "Bauch und Kopf"
Vorfreude auf: die Hochzeit einer lieben Freundin am Freitag, auch wenn ich noch nicht weiß wie das mit der Püppi und der Hitze werden soll...
Letzte Sünde: Weinbrause und Chicken Wings
Gut zitiert: Ich weiß jetzt, auf dem Weg, auf dem ich lauf bin ich an so vielen vorbeigerauscht. Auf dem Weg liegt was ich such. Ich schau jetzt hin, ich lass es endlich zu. [Mark Forster - Auf dem Weg]

 Frühstück: Erdbeercrunch, Weizen gepufft, Blaubeeren, Naturjoghurt, frische Ananas und Chia Samen | Lecker Abendessen á la Vapiano | Obst-Frühstück mit Kirschen, Blaubeeren und Ananas
 Der KiTa-Rucksack ist angekommen | Die Püppi springt für ihr Leben gerne | Gone Girl ausgelesen
 Junggesellinnenabschied in Berlin | Abend im Volkspark Friedrichshain verbringen | Erste Station beim JGA: GoKart-Bahn!
 2. Station beim JGA: Burgerarmt - ich habe einen Chicken-Curry-Burger genossen | 3. Station beim JGA: Deutsch-Französisches Volksfest bei mindestens 37 Grad!
4. und letzte Station beim JGA: Karaokebar und Cocktails | Am nächsten Tag zurück | Die Püppi endlich wieder in die Arme schließen - ihr Lachen genießen

Wochenrückblick #26

Montag, 14. Juli 2014
In der letzten Zeit denke ich unheimlich viel nach. Keine Ahnung woran das liegt, aber mein Kopf steht nie still. Mein Mund schweigt dafür umso öfter. Ich lasse meine Gedanken kreisen, in jede Richtung und am Ende ist es Matsch. Ich bekomme es nicht in Worte gefasst, ich bekomme es nicht schwarz auf weiß. Ich versuche die Gedanken zu ordnen, die Worte zu formen und auf Papier zu bannen, aber es gelingt mir nicht. War es der zweite Geburtstag vom Zukkermädchen, der mich erneut, mein ganzes Leben überdenken ließ? Sind es die Gedanken an mein Buch, welches geschrieben werden möchte? Ist es meine Sehnsucht nach Berlin, nach meinen Freunden? Hänge ich zu sehr in der Vergangenheit und habe Angst vor der Zukunft? Angst vor dem Kita-Einstieg der Püppi? Angst, nicht genügend Zeit mit ihr verbringen zu können? Angst vor der Veränderung? Ist es ein Zusammenspiel von allem, welches meinem Kopf keine Ruhe lässt? Ich sehne mich nach Freiheit, kann aber trotzdem nicht loslassen. Will verändern, bin aber zu festgefahren, zu träge. Ich halte mich lieber selbst hin, denn wenn ich etwas verändern will ist es endgültig und ich weiß nicht wie es ausgeht. Zum Glück bin ich abends so müde, das meine Gedanken zur Ruhe kommen und ich schlafen kann. Vielleicht ist es auch das Buch, welches ich lese. Vielleicht ist dieses Buch der Auslöser. Ein Buch voller Emotionen und Fragen über das Leben. Ein Buch mit bitterer Wahrheit. Ein Buch, welches viele Lebenssituationen treffend beschreibt. Plötzlich sind da wieder all die Fragen, die ich mir sowieso immer wieder stelle, aber noch allgegenwärtiger. Noch häufiger. Immer da. Nicht auszuschalten. Sollten wir uns in unserem Leben mit weniger zufrieden geben, als wir haben könnten? Sind wir nicht in der Lage Dinge so zu verändern, dass sie besser zu uns passen? Wir schreiben unser Leben selbst. Natürlich hängt es von vielen Faktoren ab, inwieweit wir Veränderungen vornehmen können, aber sollte uns das abhalten? Eigentlich nicht. Und dann kommen da diese bequemen Gedanken. Der Alltag, der natürlich einfach ist, weil er eingespielt ist. Aber ist es da, was wir vom Leben wollen? Sollten wir nicht wenigstens (!) probieren, jeden Tag zu etwas Besonderem zu machen? Sagen wir unseren Herzmenschen oft genug, wie viel sie uns bedeuten? Jagen wir unseren Träumen nach oder hängen wir ihnen hinterher (weil das ja eh NIE klappen wird)? Gibt es Menschen, die füreinander bestimmt sind und wenn es diese Menschen gibt, finden diese dann immer zueinander? Das fragte ich mich aussortierte Liste an Followern bei Twitter (denn mal ehrlich? Was nützen beinahe 200 Follower, wenn eh immer nur dieselben mit dir kommunizieren)? Die wunderbare Solveig sah das Ganze ziemlich neutral und meinte, dass man sich auch an den falschen Menschen gewöhnen kann und vielleicht gar nicht merkt, dass es nicht der/die Richtige ist. Lori hingegen war überzeugt davon, dass es so ist und wenn man sich erst mit 80 findet. Ich persönlich hatte/habe gar keine richtige Meinung dazu. Vielleicht stellte ich deswegen diese Frage einfach so in den Raum. Oder vielleicht tat ich es, weil es das einzige war, was sich aus meinem Gedanken wirr warr überhaupt in Worte fassen ließ. Lori sagte ich, dass es genau das war, was ich hören wollte. Warum? Weil der Gedanke das es so ist, doch einfach nur ganz wunderbar ist. Die Vorstellung alleine treibt mir Tränen in die Augen. Ist es nicht das, wonach wir streben im Leben? DEN EINEN perfekten Partner zu finden, der allein nicht perfekt ist, aber welcher uns perfekt ergänzt? Und ist es nicht der Sinn des Lebens, Kinder zu bekommen und sie aufwachsen zu sehen? Ganz tief im Inneren verspürt doch sicher jeder Mensch -irgendwann- dieses Gefühl. Zu Solveig sagte ich, dass ich mir sicher bin, das man weiß, wann man sich an dem falschen Partner festhält. Man spürt es einfach. Und trotzdem wird es nie einfach so funktonieren, nur weil man füreinander bestimmt ist. Es ist immer Arbeit. Ohne Arbeit funktioniert keine Art von Beziehung. Und natürlich weiß man nie, ob man JETZT in diesem Augenblick wirklich seinen Seelenpartner gefunden hat. Meiner besten Freundin stellte ich gestern dieselbe Frage am Telefon. Und ihre Antwort war so typisch ihre Antwort. Ich hätte es so nicht für sie formulieren können, aber als sie es aussprach wusste ich, dass nur sie es in diese Worte fassen könnte. Natürlich glaubt sie daran, dass es Menschen gibt die füreinander bestimmt sind, aber sie glaubt auch, dass das nicht nur für einen Menschen gilt. Ebenso ist sie -wie ich- der Meinung das es immer Arbeit bedarf und abschließend sagte sie, dass man nie weiß, wie lange ein Seelenpartner an deiner Seite verweilen kann. Und genau deswegen gibt es nicht nur einen. Wenn ich jetzt über all das nachdenke, fasse ich den Schluss, dass es wohl genauso ist, wie alle zusammen sagen. Menschen finden ihren Seelenpartner, der uns für eine gewisse Zeit auf unserer Reise begleitet. Man kann sich so sehr an ihn gewöhnen, dass man vielleicht nicht sieht, dass diese Reise vorbei ist und das Leben eigentlich noch mehr mit uns vorhat. Und vielleicht finden sich dann manche auch erst mit 80 oder sie finden sich, weil sie zuvor einen Partner verloren haben. Man sollte allerdings nie außer Acht lassen, das man immer an jeder Beziehung arbeiten muss. Es gibt immer Tiefen und diese gilt es zu überwinden. Man kann immer versuchen gemeinsam neue Wege zu gehen und erst wenn man merkt, dass trotz eines neu eingeschlagenen Weges die Reise vorbei ist, sollte man sie beenden und sich auf eine neue Reise begeben. Denn, wir haben nur dieses eine Leben und das sollten wir in vollen Zügen genießen mit Menschen die uns lieben. Mit den schönsten Erinnerungen, die trotzdem nie verblassen und uns am Ende zeigen, das wir alles richtig gemacht haben. Am Ende, wenn wir nicht bereuen und wissen, dass wir ein schönes Leben hatten. Mit den wunderbarsten Menschen an unserer Seite, egal wie lange sie uns begleitet haben. 

Daumen hoch für: Menschen, die deine Meinung akzeptieren, auch wenn sie diese nicht teilen!
Daumen runter für: Menschen die Unwahrheiten verbreiten und sich daran erfreuen!
Hörenswert: Sam Smith - Stay with me ()
Lesenswert: Gone Girl von Gillian Flynn. Ich habe nur noch knapp 100 Seiten zu lesen und habe schon Angst vor dem Ende. Dieses Buch fesselt mich so unglaublich, dass ich Angst habe, dass es vorbei ist, weil ich es ja dann nicht mehr weiter lesen kann. Würde euch eine Rezension zu dem Buch interessieren?
Gegessen: Spaghetti Bolognese, Gemelli (Pasta) mit Hähnchen Tomate Mozzarella, Pfannkuchen mit Schinken und Käse, Käsehackbällchen aus dem Ofen mit Eier-Bratkartoffeln, Hähnchen-Kokos-Suppe, Beeren-Streusel-Brownie, Biskuitrolle und Kinderschokolade-Muffins, Obst, Kartoffelbrot mit Käse, Süß-saure-Eier
Getrunken: viel Wasser, Kaffee, halbtrockenen Riesling, Pepsi, Grapefruit Limo, Milch, Kirschblüten-Sekt
Gekauft: Lederpuschen und einen Rucksack für die KiTa, der Mann Zubehör für seine Kamera, für mich einen neuen Handyakku und eine Handyhülle, die neueste Ausgabe der Lecker Bakery
Geärgert: Über Menschen und wie kindisch diese sich verhalten können!
Gefreut: Das meine beste Freundin uns besucht hat und wir mit ihr und einer weiteren lieben Freundin den Geburtstag der Püppi nachgefeiert haben und natürlich darüber das Deutschland Weltmeister geworden ist!
Gestaunt: Wie schnell wichtig geglaubte Dinge unwichtig werden.
Süchtig nach: Gone Girl - definitiv. Ich kann es kaum erwarten später ein paar Seiten zu lesen!
Vorfreude auf: Freitag! Für mich geht es nach Berlin zum Junggeselinnen-Abschied einer Freundin.
Letzte Sünde: Eis! Bei den warmen Temperaturen allerdings ein Muss ;)
Gut zitiert: "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben."  [Alexander von Humboldt]

Ich wünsche euch einen zauberhaften Abend & eine ruhige Nacht  
  
 Die Püppi liebt es auf dem Spielplatz und hat für uns gekocht | Die Lederpuschen für die KiTa sind angekommen

Zweiter Geburtstag! (Regenbogenparty + Rezept)

Mittwoch, 9. Juli 2014
Mein Zukkermädchen! 5 Tage ist es nun hier, dass du zwei Jahre alt geworden bist. ZWEI! Ich kann das noch immer nicht so recht begreifen. Zwei Jahre und 5 Tage begleitest du uns nun schon auf unserem Weg. Du gehst ihn mit uns und das allein ist das größte Glück, welches ich je erfahren durfte. Ich reiche dir meine Hand und meistens nimmst du sie dankbar an. Ich könnte dich stundenlang ansehen und von dir erzählen. Wie toll du bist - was für ein zauberhaftes 2-Jähriges Mädchen du bist. Was du alles kannst, was du den ganzen Tag macht. Wie einfühlsam und herzlich du bist. Das du immer lachst und fröhlich bist. Auch von deinem Sturkopf und deinen "Eigenarten" könnte ich berichten. Wie stark dein Charakter ist, welche kleine Persönlichkeit da herangereift ist. Du bist mitfühlend und emphatisch. Du weißt genau was du tun musst, um jemanden zum Lachen zu bringen. Du erorberst die Herzen mit deinem offenen Wesen im Sturm. Seit zwei Jahren weiche ich nicht von deiner Seite. Ich empfinde immer wieder Angst, dir könnte irgendwas passieren oder jemand könnte dir wehtun. Ich mache mir Sorgen, wenn du krank bist. Ich tröste dich, wenn dir etwas wehtut. Aber ich übertreibe es nicht. Du bist ein selbstbewusstes Mädchen. Du bist stark und clever und mutig. Frech und launisch. Mit dir wird es nie langweilig und ich kann mich nicht mehr an die Zeit zurück erinnern in der du noch nicht bei uns warst. Ich habe gelernt, dass der Sinn des Leben der ist, einem anderen einen Sinn zum Leben zu geben. Keine Floskel, sondern die Wahrheit. Ein Kind mit Liebe großzuziehen ist wohl das Schönste im Leben. Ich werde immer an deiner Seite sein, immer da wenn du mich brauchst. Ich werde dich manchmal eineengen, aber dir auch Freiheiten geben. Ich werde dich manchmal nerven, aber du wirst immer das Gefühl haben, geliebt zu werden. Ich werde mir noch tausend mal Sorgen machen. Ich werde das Bestmögliche tun um dir eine gute Mama zu sein. Wir werden alles tun, damit du weißt, dass du das Großartigste in unserem Leben bist. Wir lieben dich. Du bist unser Mädchen und ich danke dir für die zwei schönsten und unvergesslichsten Jahre in meinem ganzen Leben. Ich danke dir für deine Liebe und dein Vertändnis - wann immer ich mal schwach war, nicht mehr weiter wusste. Ich danke dir, dass du mich liebst - bedingungslos.

Der Geburtstag vom Zukkermädchen begann damit, dass der Mann seine Kamera bereit machte, bevor wie die Püppi aus ihrem Bett holten, nachdem sie schon fröhlich vor sich hin quatsche und uns damit weckte. Es war ca. 8:30h - also völlig in Ordnung (ich hatte ja noch einen Backmarathon vor mir). Ich führte unser Mädchen dann langsam ins Wohnzimmer wo ihre 2 Tage zuvor aufgebaute Küche auf sie wartete. Um sie als Geschenk zu "kennzeichnen", habe ich ausnahmsweise keine Schleife drum gebunden, sondern eine "Girlande" in Regenbogenfarben gebastelt und sie an der Küche befestigt. Dahinter auf einem Regal standen noch ihre Geschenke von den Urgroßeltern aus Berlin. Dekoriert habe ich den "Geburtstagstisch" mit einem Strauß rosa Rosen, Luftballons und einer Girlande, welche Fotos von der Püppi zeigen (1 Tag alt, 3 Monate, 6 Monate, 9 Monate, 12 Monate, 18 Monate und ein aktuelles). Ein Partyhütchen und eine Sternchenbrille lagen auch bereit ;)


Sie war ganz aufgeregt und wusste gar nicht so recht, was eigentliche gerade passiert. So traute sie sich zunächst nicht einmal an ihre Geschenke und bestaunte alles von weitem. Dann zog es sie zu den Luftballons, von denen ich noch ein paar im Zimmer verteilte. Danach wollte sie auch an die Luftballons, welche ich an der Wand befestigte.


Beim Absetzen dann entdeckte die Püppi einen Riegel Kinderschokolade, welchen ich in der Spüle der Kinderküche "versteckte". Der musste dann erst einmal vernascht werden und danach wurde sie dann richtig wach und zeigte das erste Interesse an ihrer Küche. Natürlich wurde zunächst eine Runde telefoniert. Mit Oma und Opa und vermutlich auch mit der Kinderschokoladen-Abteilung ;) Mögen sie doch bitte noch mehr Schokolade liefern. Dann haben wir die Geschenke gemeinsam ausgepackt. Das findet unser Zukkermädchen nämlich gar nicht so spannend, sie will lieber sofort den Inhalt sehen. Also riss ich mit ihr die Pakete auf und erklärte ihr, wie der Toaster für die Küche funktionierte. Das mit den Schneide-Lebensmitteln hatte sie in weniger als 10 Sekunden selbst rausgefunden und es ist seitdem ihre liebste Beschäftigung. Schnippeln. Ganz der Papa ;)


Dann gab es das Geburtstagsfrühstück. Dafür hantierte ich schnell in der richtigen Küche, während Papa und Tochter weiter die Kinderküche erforschten. Schon vor einiger Zeit hatte ich die süße Frühstücksidee bei Pinterest entdeckt (hilft und inspiriert enorm bei Geburtstagsvorbereitungen). Also rührte ich meinen Standard-Pancakesteig an, füllte pro Stück jeweils eine Kelle in die Pfanne und wartete, bis er von unten schon schön goldbraun war und der Teig oben schon kleine Bläschen bekommt. Dann habe ich bunte Streusel darauf gestreut und 2 Scheiben Erdbeeren leicht in den Teig gedrückt. Kurz umgedreht, angebraten und fertig. Macht ein bisschen was her und schmeckt. Dazu gab es eine Kerze mit der 2 (erstes Foto oben). Ausgeblasen haben wir sie, da die Püppi das einfach nicht geschafft hat und endlich essen wollte ;) Anschließend stellte ich mich für meinen Backmarathon in die Küche, während die Püppi und der Mann weiter leckere Suppe kochten...


Ein Mittagessen brauchte ich nicht zuzubereiten, da von den Pancakes so viel übrig geblieben ist, dass die Püppi davon direkt noch mehr verspeiste. Es folgte eine wunderschöne Zeit im Planschbecken, bei der ich sie sogar beobachten konnte, weil unser Balkon von der Küche abgeht. Ich kam langsam echt ins Schleudern, weil ich einfach nicht wusste wo ich beginnen sollte. Ich wollte alle Kuchen ganz frisch haben. Aber das war ehrlich gesagt, nicht die beste Idee. Meine Hände schmerzten schon ein wenig vom Bastelmarathon am Abend davor. Aber ich will mich wirklich nicht beschweren. Ich wollte das so. Und die Mühe hat sich wirklich gelohnt. Ich habe eine Biskuitrolle mit Quark-Aprikosenfüllung in Regenbogenfarben gebacken. Zum Einfärben habe ich die Wilton Icing Colors verwendet. Dazu sollte es runde Regenbogen-Türmchen mit Mascarpone-Erdbeer-Schicht geben. Die Angaben zum Teig waren leider dermaßen ungenau (wie sich später herausstellte) das ich improvisieren musste und die Türme am Ende umstürtzten. Zum Glück sahen diese auch liegend gut aus ;) Wirklich! Ich bin echt fast verzweifelt. Zwischendrin legten sich der Mann und die Püppi zum Mittagsschlaf hin, während ich weiter werkelte und irgendwann echt nicht mehr wusste wo mir der Kopf steht. Ich stand echt einmal mitten im Chaos der Küche und wusste nicht wo und wie ich jetzt weitermachen sollte. Angewurzelt. KEIN Scherz. Erwähnte ich schon die Kinderschokolade-Muffins? Ja, die gab es auch noch. Die sind zum Glück perfekt gelungen, aber vom Einfärben habe ich echt steife Hände bekommen.



Hier seht ihr meine kleine Kuchenplatte mit den Regenbogen-Kinderschokolade-Muffns und der aufgeschnittenen Biskuitrolle. Dieses Mal konnte ich sie leider nicht komplett fotografieren, da ich die falsche Seite bestrichen hatte. OH MAN! Nicht fragen. Schön siehts auf dem Foto ja trotzdem aus. Ich bin mir fast sicher, ihr hättet gerne jedes Rezept, aber heute gibt es erst einmal nur das easypeasy Rezept für die:

Kinderschokolade-Muffins

Ihr benötigt (für 12 Muffins): 

125gr. weiche Butter
150gr. Zucker
2 Eier (Klasse M)
300gr. Mehl 
2 TL Backpulver
250ml Milch
2 Tafeln Kinderschokolade

Für Regenbogen-Muffins: Wilton Icing Colors 

Erster Schritt: Ofen auf 200 Grad vorheizen. Kinderschokolade klein hacken und beiseite stellen. Muffinblech mit Papierförmchen auslegen. Butter, Zucker und Eier gut miteinander vermixen, bis es schön schaumig ist.

Zweiter Schritt: Mehl und Backpulver in einer seperaten Schüssel miteinander vermischen und anschließend durch ein Sieb geben. Milch und Mehlmischung abwechselend zu der Eier-Zucker-Masse geben und gut miteinander verrühren.

Dritter Schritt: Die gehackte Kinderschokolade zu dem Teig geben und unterheben. Anschließend den Teig in die Förmchen füllen. Falls ihr Regenbogen-Muffins wollt: Den Teig relativ gleichmäßig auf 6 kleine Schüsseln/Becher verteilen und mit den Wilton Icing Colors einfärben (höchstens eine Messerspitzen pro Schüssel). Anschließend in die Förmchen geben. Von jeder Farbe bekommt ihr dann 2 Muffins. Ihr könnt die Farben natürlich auch im Muffin übereinanderschichten.

Vierter Schritt: Die Muffins für 20-25 Minuten ab in den Ofen. Fünf Minuten in der Form auskühlen lassen und anschließend auf einen Teller/eine Tortenplatte geben. Guten Appetit!


Auf diesem Foto seht ihr die liegenden Türmchen und einen Teil des gedeckten Tisches. Das Holzbesteck habe ich bei minidrops bestellt und selbst in Regenbogenfarben (Filzstifte von Tchibo) bemalt.

Und tatsächlich wurde ich bei uns im Kaufland fündig und haben Getränke in Regenbogenfarben in schöne Milchflaschen gefüllt und nach dem Regenbogen angeordnet.
(rotes - Himbeer, orangenes - Apfelsine, grünes - Waldmeister und lila - Waldbeer - Getränk: ilis Brause | gelbes: Orangenbrause-Zero | blaues: Powerade). Ich gebe zu, das orange hätte vielleicht mehr orange sein können, aber man kann ja auch kleinlich sein ;) Die Wolken welche die Strohhalme zieren, habe ich ach am Abend zuvor selbst auf weißem Tonkarton aufgezeichnet, ausgeschnitten und mit dem Locher ein Loch in die Mitte gestanzt. Anschließend werden sie einfach auf die Strohhalme gezogen. Insgesamt, denke ich, hat man schon ganz gut gesehen, welches Motto ich gewählt habe. Selbst wenn man davor nicht meinen Blog gelesen hat.
Tatsächlich habe ich es noch unter die Dusche geschafft und den Tisch zu decken für den Besuch. Ich war echt völlig fertig, aber stolz es geschafft zu haben. Yeah! Der Besucht trudelte dann auch nach und nach ein und die Püppi konnte noch mehr Geschenke auspacken. Alles Küchenzubehör. So hat sie ein großes Geschenk, mit dem sie gleich loslegen kann. Ist auch ziemlich gut angekommen und im Dauereinsatz. Auch der Mann und ich haben viel Spaß mit der wunderschönen Küche (über welche noch ein seperater Eintrag folgt).


Ich sachs euch: Das war ein anstrengender Geburtstag mit viel Vorbereitung, aber er war so so schön. Perfekt. Die Püppi hat es geliebt und ich wette, sie ist mit den schönsten Träumen eingeschlafen. Ihr anhaltendes Lachen, das Spieln mit der Küche, die leckeren Muffins und das gemeinsame Spielen mit ihrer Tante - es war rundum gelungen. Ein grandioser, zweiter Geburtstag. Und als der Mann am Abend neben mir im Bett lag und mir sagte, wie wunderschön ich das alles gemacht habe und das ich eine wundervolle Mama bin, war das nur noch das Tüpfelchen auf dem i - das, was ich in dem Moment, nach dem Tag, gebraucht habe. Und das mache ich nächstes Jahr gerne wieder. Ohja.

Bezugsquellen:
Kerze 2: Marktkauf
Luftballons Metallic: Marktkauf
Luftballon Herz: Marktkauf
Partyhut: minidrops
Sternchenbrille: blueboxtree
rosafarbene Retro-Kinderküche: pirum Holzspielzeuge
Happy Birthday Kerzen: Rossmann
Holzbesteck/Teller: minidrops
Becher: blueboxtree
Strohhalme und Milchgläser: Party Princess
Muffinförmchen: blueboxtree
Servietten/Luftschlangen: minidrops

Püppis Geburtstagskleid: Von einer meiner treuesten Leserinnen - Michaela. Auch hier nochmal ein riesiges Dankeschön. Ich kann dir nicht genug danken und du sollst wissen, JEDEM ist das Kleid aufgefallen und alle haben es geliebt. Es ist einfach wunderschön und wird durch den Sommer getragen, das verspreche ich dir.

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