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Die schönste Nachricht des Jahres & Wochenrückblick #33

Sonntag, 31. August 2014
Diese Woche erreichte mich die allerschönste und beste Nachricht des Jahres. Ich bin schier ausgeflippt, habe geheult und mich wie ein riesiger Keks gefreut. Ich konnte kaum an mich halten, wollte es in die Welt hinausrufen und jeden wissen lassen. MEINE HERZFREUNDIN HAT EINEN HEIRATSANTRAG BEKOMMEN!!! Auf Rügen, am Strand, umgeben von Kerzen. Damit geht einer ihrer größten Träume in Erfüllung und ich darf dabei sein, wenn all das geschieht. Wenn einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben heiratet. Meine Herzfreundin, welche mich seit Jahren begleitet. Sie hält meine Hand, wenn ich den Halt brauche. Sie fängt mich auf, wenn ich falle. Sie erdet mich, wenn ich abhebe. Sie hört zu wenn ich es benötige, sie redet auf mich ein, wenn ich den Tritt in den Hintern brauche. Sie lebt und liebt mit mir. Sie ist mein Halt, mein Anker, mein Hafen. Sie ist ein Stück zuhause.

Es macht mich so unendlich glücklich das dieser wundervolle Mann an ihrer Seite sie zur glücklichsten Frau der Welt macht. Ich danke dir, Marcel. Von Herzen. Mehr kann ich kaum dazu sagen, weil ich weiß, dass es genauso richtig ist. Ihr beide habt euch gefunden und gehört zusammen, für immer!

Marcel kenne ich schon genauso lange wie meine Herzfreundin. Als wir uns das erste Mal trafen, lernte ich auch ihn kennen. Es war ein wundervoller Tag und es blieb nicht der letzte. In den vergangenen Jahren entwickelte sich unsere Freundschaft zu etwas, das mehr ist, als man es in Worten beschreiben könnte. Wo anfangs Sympathie und einfache Freundschaft mit gelegentlichen Treffen stattfanden, sind es heute die intimsten Gespräche, großes Leid welches wir geteilt haben. Wir sind erwachsen geworden und unsere Freundschaft ist gereift. Zu etwas Großem. Es ist die Gewissheit, das da immer jemand ist, egal worum es geht. Da ist ein Mensch, der dein Leben nie wieder verlässt. Da ist Liebe, Vertrauen, Verständnis, Ehrlichkeit, Kraft und Halt. 

Ich bin also gerade die glücklichste Herzfreundin der Welt. Ich kann es gar nicht erwarten mit allen Vorbereitungen loszulegen. Im November geht es auf jeden Fall schon mal nach Berlin auf die Hochzeitsmesse! Da waren wir vor ein paar Jahren schon einmal, damals aber hatte SIE noch nicht die Gewissheit, ob er sie irgendwann fragen würde. Dieses Jahr wissen wir, dass diese Hochzeit stattfindet. Und für sie muss alles perfekt sein. ALLES! Sie soll den Traum einer Hochzeit bekommen, den sie verdient. Ich bin Brautjungfer und es ist mir eine Ehre. Ich bin dankbar das alles miterleben zu dürfen.

Ihr könnt euch denken das ich nur noch auf Hochtouren arbeite. Schon jetzt! Wie wird das erst sein, wenn der Termin steht? Überall finde ich Inspiration und mindestens 10mal am Tag denke ich wegen irgendwas an die Hochzeit und was man alles machen und aufgreifen könnte. Aber genug davon, sonst mache ich meine Herzfreundin noch ganz verrückt und das will ich ja nicht.

Mein liebe Isi, da du mitliest richten sich diese Worte nun an dich.
Danke, dass ich dich auf deinem Weg begleiten darf - auch auf diesem. Es ist für mich die schönste Nachricht des Jahres und mir schießen die Tränen in die Augen. Du bist einer der wundervollsten und beeindruckendsten Menschen, die mir je begegnet sind. Wie du dein Leben meisterst und deine Wege beschreitest ist bewundernswert. Du hast nie aufgegeben, das ist einfach nicht dein Ding und ich habe immer geglaubt. Immer! Genau DAS habe ich immer vor mir gesehen. Nur dieser Weg war möglich. Und ich schaffe es nicht die richtigen Worte zu finden. Ich hoffe, das gelingt mir morgen besser ;) Wie alles begann, was wir alles gemeistert haben, in welchen Bereichen wir uns gestützt haben ... das alles hat uns so stark gemacht und für immer miteinander verbunden. Keine Sekunde möchte ich je missen. Du warst die erste Freundin, bei der ich von Anfang an wusste, dass es etwas Besonderes ist. Diese Freundschaft, die man nicht einfach so findet. Die nicht nur aus Disco-Besuchen und Lästerei besteht. Sondern etwas ehrliches, standhaftes. Egal welcher Sturm auf uns zukommt, wir haben ihn immer besiegt und uns gerettet. Wir haben uns aus tiefen Löchern geholt. Wir haben uns ehrlich gesagt, wenn ein Kleid viel zu eng saß oder der Lippenstift auf den Zähnen klebte. Wir haben nie ein Blatt vor den Mund genommen und das ist es vermutlich auch, warum diese -UNSERE- Freundschaft so gut funktioniert. Ich danke dir für deine Freundschaft, deine Liebe und sage dir, dass du deine Traumhochzeit bekommst, egal wie viele Beine ich mir ausreißen muss.
Ich liebe dich [Our Song] and Miracles Happen ;)

Daumen hoch für: Menschen, die ihre Stimme abgeben, denn die ist wichtig, damit sowas wie heute NICHT noch einmal passiert! 
Daumen runter für: Nicht-Wähler! Es gibt KEINEN Grund nicht wählen zu gehen. Es gibt keine Ausrede. Wenn DU nichts tust, wer soll es tun? Wenn DU nichts änderst, wer soll es für dich übernehmen? Tu was und gib deine Stimme ab, wann immer sie gebraucht wird!
Hörenswert: Ella Henderson - Ghost   (ich bin sehr sehr verliebt in diesen Song!)
Gegessen: weltbeste Spaghetti Bolognese, griechische Hackpfanne mit Tzaziki, selbstgemachte Chicken Nuggets mit Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer, ausgiebiges Frühstück mit Brötchen, Ei & Obst, Kartoffelbrot
Getrunken: Kaffee, Wasser, Cherry Cola, Weißwein
Gekauft: Herbstschuhe, Langarmshirts, einen Schlafanzug, einen Hoodie, 3 Hosen und 2 Bücher für die Püppi (Herbstgarderobe steht also soweit), für den Mann eine Jacke und für mich eine Leggings.
Geärgert: Über die vorläufigen Wahlergebnisse!
Gefreut: Über die schönste Nachricht des Jahres!
Gestaunt: Die Püppi hat einen Sprachschub. HEUTE sagte sie endlich ihren ersten Zweiwortsatz: "Nein, meina" - das ist sooo cool! Sie setzt es auch in den richtigen Kontext und benutzt ihn von alleine.
Süchtig nach: Klingt bestimmt komisch, aber ich könnte jeden Tag was mit Hähnchen essen.
Vorfreude auf: Den hoffentlich wunderschönen September  
Letzte Sünde: Ein kühles Glas Weißwein!
Gut zitiert: “The thing that is really hard, and really amazing, is giving up on being perfect and beginning the work of becoming yourself.” [Anna Quindlen]

Ich wünsche euch einen zauberhaften Abend, eine ruhige Nacht & einen tollen Start in die neue Woche

 Endlich wieder einen Waldspaziergang gemacht | Die Püppi erklärt mir erstmal das mit der Kamera ;)
 Wir pflücken alles, was wir am Wegesrand finden | Die Püppi hat da mal stehend durchgepasst - wo ist die Zeit nur hin? | #ichliebediesesmädchen
2 neue Bücher für das Zukkermädchen und die schönsten Herbstschuhe  

Jonas, ich vermisse dich!

Freitag, 29. August 2014
Für den Kindergarten müssen wir ein paar Fragebögen über die Püppi ausfüllen. Einige der Fragen sind sehr intim. Doch am schwersten fiel uns die Frage nach den Geschwisterkindern auszufüllen oder wer eben zur Familie gehört. Natürlich waren der Mann und ich uns von Anfang an einig, dass Jonas nicht unerwähnt bleiben soll. Er gehört zu uns. Zu UNSERER Familie. Er ist unser Kind. Er ist der große Bruder vom Zukkermädchen. Aber wie schreibt man das auf? Der eine Fragebogen wird in den Ordner der Püppi geheftet, der andere ist für die Erziehrinnen. Da konnten und wollten wir nicht "verstorben" schreiben. Ich hatte die Idee "Jonas, mein Bruder der im Himmel wohnt" zu schreiben, aber irgendwie entschieden wir uns doch dagegen. Ich weiß nicht so genau warum, aber schon jetzt hört es sich nicht mehr so schön an, wie ich heute morgen dachte. Wir einigten uns dann einfach auf "Mein Bruder Jonas (Sternenkind)". Irgendwie hat mich das aber auch nicht ganz überzeugt. Es ist wirklich schwierig für "fremde" Menschen auf Papier in kurzen Worten etwas festzuhalten, das so viel mehr Worte benötigt. Etwas, das ich nie verkraften werde. Das schlimmste, was mir im Leben passiert ist. Kurz und knapp zusammen gefasst. Mit einem Wort. Vielleicht hört sich das komisch an, aber oft ist mir danach JEDEM unsere Geschichte mit Jonas zu erzählen. Mir brennt es noch heute stets auf dem Herzen. Ich möchte von Jonas erzählen und tue es doch so oft nicht. In die kleine Holzkiste, in der alle Erinnerungen aufbewahrt werden die man berühren kann, schaue ich nur noch sehr selten. Nicht, weil ich es nicht will, sondern weil ich weiß, dass es weh tut. Und das merke ich auch jetzt. Sobald ich intensiv an ihn denke, über ihn schreibe oder rede, kann ich die Tränen nicht zurückhalten. Und ich muss doch stark sein. Für die Püppi. Den Mann. Ich muss funktionieren. Und wenn ich alleine bin, dann lenke ich mich ab. Mit dem Haushalt oder Serien um einfach nicht darüber nachzudenken, weil es noch immer so verflucht wehtut.

How very softly you tiptoed into our world. Almost silently, only a moment you stayed. Oh, but what an imprint your footprints have left on our hearts.

Mein kleiner Engel ist nicht bei uns. Er treibt mich nicht wie seine Schwester in den Wahnsinn, aber er lächelt mich auch nicht an und sagt "Mama". Er kann nicht auf dem Spielplatz rumtollen und in den Wäldern Stöcke und Steine sammeln. Er hat diese, unsere Welt, nur durch meinen Bauch gesehen. Dabei hätte ich ihm so gerne, so viel mehr gezeigt. Hätten wir doch nur etwas mehr Zeit gehabt. Ich möchte manchmal in der Zeit zurückreisen und noch einmal den Moment erleben, in dem ich ihn das erste Mal in meinen Armen gehalten habe. Ich möchte ihn fest an mich drücken, ihn küssen und ihm noch 1000mal sagen, wie sehr ich ihn liebe, wie sehr er mein Leben bereichert hat und das er ein Wunder ist. Ich möchte ihm so viel erzählen. Und ich weiß, dass ich das tun kann, aber ich habe Angst. Ich kann nicht standhalten, ich würde zusammen brechen. Es schnürt mir die Kehle zu und drückt meine Luft ab. Ich dachte, der Schmerz würde irgendwann einmal weniger werden, aber in Wirklichkeit stellt er sich nur hinten an, bis er irgendwann wieder mit voller Wucht herausbricht. So viele Dinge hätte ich gerne mit ihm erlebt und geteilt. Und auch wenn er uns immer begleitet ist das eben einfach nicht dasselbe. Wird es nie sein. Ein Stück meines Herzens wird immer fehlen, es wird nie wieder richtig heilen, das Stück ist bei ihm und da gehört es auch hin. Mit ihm habe ich das erste Mal erlebt, was es bedeutet einen Menschen bedingungslos zu lieben. Ich habe erfahren was Mutterliebe ist. Und ich danke ihm für alles, was er mir beigebracht hat. Ich danke ihm für seine Liebe und sein Vertrauen. Für seine Stärke und seinen Mut. Dafür, dass er bei uns war, das ich ihn kennen lernen durfte, auch wenn unsere Zeit viel, viel, viel zu kurz war. Ich danke ihm für seine Schwester, für den Halt und die Kraft die er mir damit zurück gegeben hat. Jonas ist ein kleiner Mensch, von dem ich hätte noch so viel mehr lernen können. Mein kleiner Engel. Mein erstes Kind. Und das wird für immer bleiben. Das kann uns niemand nehmen.

Veränderungen und KiTa-Update

Mittwoch, 27. August 2014
Seit Montag geht das Zukkermädchen wieder in die KiTa. Wir haben die Krankheiten hinter uns gelassen und schlagen uns nur noch hier und da mit etwas Husten herum. Bei der Püppi dachte ich schon, der Husten würde sich nachts niemals legen und sie würde jetzt immer erbrechen, wenn wir sie nicht mit Schonkost ernähren. Dann bekam ich von einer lieben Freundin ein Inhalationsgerät. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es einfach war mit dem Mädchen zu inhalieren, aber es ging. Meistens haben wir ein und dieselbe "Bernd das Brot-Folge" dabei angeschaut, weil sie keine andere sehen mag. Mich hat das irgendwann leicht genervt. Aber wir bemerkten das der Husten von Nacht zu Nacht besser wurde. Langsam begannen wir wieder mit normalem Essen und alles bleibt drin. Zum Glück. Das wäre also zunächst einmal geschafft. Mal sehen, wann die Püppi die nächste Krankheit aus der KiTa mit nach Hause bringt. 

Seitdem es ihr wieder richtig gut geht, stopft sie das Essen förmlich in sich rein. Früh möchte sie immer Brot. Aber nicht nur eine Scheibe, sondern am Besten gleich zwei. Und dazu dann noch einen "Joju" (Joghurt). Außerdem trinkt sie ganz viiiiel Tee. Mittags isst sie ja dann in der KiTa. Und wenn ich sie abhole hat sie meistens schon einen Keks oder gestern erst ein Knäckebrot mit Honig in der Hand. Zuhause will sie dann am liebsten ein paar Cracker, wieder Brot oder Joju. Eine Banane, einen Apfel - was eben gerade da ist. Und zum Abendessen isst sie dann meistens eine Wiener, ein Brot, 3 Stückchen Gurke und eine Banane. Je nachdem was es zuvor schon gab. Das ist doch Wahnsinn. Ich frage mich, wo sie das alles hin isst. Aber ich lasse sie gewähren, solange es doch noch einigermaßen gesund ist. Ich finde es einfach schön, dass sie wirklich äußert, wenn sie Hunger hat. Man kann auch unterscheiden, ob sie naschen will oder eben wirklich etwas essen um ihren Hunger zu stillen. Wahrscheinlich hat sie eine Menge aufzuholen - schließlich gab es fast eine Woche nur Schonkost. Oder sie schubt. Jedenfalls wächst sie mir einfach davon. Es ist unglaublich wie sehr sie gewachsen ist. Vom kleinen Baby ist ja schon lange nichts mehr da, aber sie wird so richtig richtig groß. Vermutlich überragt sie mich irgendwann.

Ganz stolz waren der Mann und ich dann heute, als wir die Püppi abholten. Morgens ist das irgendwie momentan ganz doof. Sie will sich nicht anziehen lassen, sie will den Rucksack nicht tragen, die Treppen nicht laufen und den Weg zum Auto gleich gar nicht. Sie macht es natürlich am Ende trotzdem, aber bis dahin dauert es eine kleine Ewigkeit und viel Geduld. Erstaunlicherweise macht sie das nicht, wenn nur einer von uns beiden zuhause ist. Da läuft alles ganz wunderbar. Vom Auto zur KiTa bummelt sie immer, obwohl sie sich wahnsinnig freut. Sind wir erst einmal im Kindergarten angekommen, können wir sie gar nicht schnell genug ausziehen. Dann wird erstmal ein Puppenwagen durch den endlos langen, großen Flur geschoben und dann wieder eingeparkt. Anschließend bringen wir sie in die Gruppe und werden seit 2 Tagen nicht einmal mehr verabschiedet. Sie sagt der Erzieherin "Guten Morgen" und dann war sie nicht mehr gesehen. Für mich ist das immer wieder faszinierend. Das alles so einfach war. Und sie sich von Anfang an wohl gefühlt hat. Das sie bisher nicht einmal weinte, wir nicht angerufen werden mussten, sie sich gut in die Gruppe integriert. Das sie ganz schnell ruhig am Tisch oder beim Morgenkreis sitzen blieb. Das sie schon bei der Feuerwehr und auf kleinen Ausflügen war und sich auch dort gut gemacht hat. Oft wenn ich die Püppi abhole kann ich die Erzieherin nur zwischen Tür und Angel sprechen, weil sie sich weiter um die anderen Kinder kümmern muss (ich berichtete schon einmal). Wenn mir etwas wichtig war, habe ich direkt gefragt, aber ich bin nicht so eine Person die dauernd jede Kleinigkeit nach-oder hinterfragt. Ich denke mir dann, dass die Erzieher mir schon sagen werden, wenn etwas besondern toll oder blöd war. Andererseits will ich auch nicht desinteressiert wirken. Manchmal habe ich dann Angst, dass alles beim Elternabend auf mich einprasselt, aber dann denke ich wieder, dass sie Probleme direkt ansprechen würden, wenn es welche gäbe. Heute passierte es dann, dass der Mann und ich das Zukkermädchen wieder um 14:30h abholten und sie gerade schon mit anderen Kindern am Tisch saß, sie sich unterhielten und Kekse aßen (wir gucken dann immer durch das kleine Fenster. Es ist so süß und viel besser als Kino). Sobald sie uns sieht sagt sie "Mama, Papa", steht aber erst vom Tisch auf, wenn eine Erzieherin bei ihr ist und ihr sagt, dass wir da sind und sie aufstehen kann. Ich drückte sie an mich und wir verabschiedeten uns. Als wir der Püppi gerade die Schuhe wechselten, kam ihre Erziehrin nochmal heraus und sagte uns, dass sie ganz stolz auf unser Mädchen sind, weil sie sich sehr gut macht. Seit dieser Woche sind 2 neue Kinder zur Eingewöhnung da, die auch öfter mal weinen. Die Püppi steckt das aber super weg und spielt mit diesen und anderen Kindern. Das heißt: Sie ist eben sehr selbstständig und sie müssen sich nicht immer sorgen, ob sie gerade Hilfe benötigt oder dergleichen. Ihr wisst schon was ich meine. Sie können sich gut um die neuen Eingewöhnungs-Kinder kümmern. Normal ist das scheinbar nicht. Die Püppi ist ja auch gerade mal einen guten Monat im Kindergarten. Die andere Erziehrin, die auch gerade draußen bei uns war und sich um ein Mädchen mit Behinderung kümmerte (welche ganz normal in die Gruppe intergriert werden), stellte dann noch fest, dass unser Mädchen die Natur liebt und wir konnten das nur lächelnd bejahen. Für sie gibt es kaum etwas besseres. Das wissen wir. So war sie schon immer. Ein wildes Mädchen, immer auf der Suche nach Abenteuern und das geht draußen viel besser, als zuhause. Wir waren ziemlich stolz und sehr glücklich, dass auch das so wunderbar funktioniert. 

Unser Mädchen entwickelt sich weiterhin so fabelhaft und sie wird einfach so schnell groß. Sie fehlt mir noch immer sehr SEHR, wenn sie nicht bei mir ist, aber ich habe richtig Schmetterlinge im Bauch, wenn ich sie aus der KiTa abholen kann. Das ist ein tolles Gefühl. Und ich weiß, dass die Püppi so unendlich viel Spaß hat. Ich mache mir keine Gedanken darum, wie es ihr geht, weil ich es weiß. Ich habe keine Angst, dass sie sich weh tut oder ihr weh getan wird, weil diese Gruppe von Kinder mitsamt ihrer Erzieher einfach großartig ist und unser Mädchen sich auch prima durchsetzen kann. Sie ist wirklich das tollste Mädchen, welches ich kenne. Mit einem Herzen aus purem Gold, wo jeder drin Platz hat. Sie ist einfühlsam und frech. Sie macht das Leben spannend und sie malt es bunt. Ich liebe dieses Mädchen. SO SEHR!


Wochenrückblick #32

Sonntag, 24. August 2014
Vermehrt bemerke ich -im Internet und auch im wahren Leben- das man nicht mehr jammern darf. Über nichts. Argumentiert wird dann mit: "Person A und D geht es viel schlimmer als dir und Person Y hat einen viel schwierigeren Weg hinter sich als du, also beschwere dich nicht". Ich beziehe das jetzt nicht ausschließlich auf mich, weil mir das glücklicherweise sehr selten passiert. Vor allem seitdem ich Menschen aus meinem Leben gestrichen habe, die eben genau SO immer argumentiert haben. Das macht man nicht und ich finde es wirklich UNTER ALLER SAU. Es geht nicht darum, dass es einer anderen Person eventuell schlechter gehen könnte und wer definiert das überhaupt? Wenn es danach ginge, würden wir vermutlich jedes Mal irgendeine Person auf dieser Welt finden, der es gerade -in diesem Augenblick- schlechter geht als uns. Aber davon wird unser Problem nicht kleiner, unsere Sorgen nicht weniger und unsere Trauer wird dadurch nicht gemindert. Wenn es einer Person in unserem Umfeld schlecht geht, welche uns nahe steht, dann haben wir unterstützend zu sein, weil die Person es ebenso für uns wäre oder schon mal war. Wir haben zuzuhören und aufzumuntern. Wir sind die starke Schulter und in diesem Moment der Vertraute. Ich behaupte einfach mal, dass ein richtig guter Freund nicht einmal nur EINEN Gedanken daran verschwendet, ob es eine Person gibt, der es schlechter geht. Ganz im Gegenteil. Und wenn es nun im Internet passiert? Wenn dort Menschen teilen, dass es ihnen schlecht geht? Dann hat man vielleicht ein nettes Wort übrig? Oder eine virtuelle Umarmung? Und wenn nicht, warum hält man dann nicht einfach den Mund? Wieso muss man einer Person -der es schlecht geht- sagen, dass man nicht das recht dazu hat, weil es anderen schlechter geht? Ich bitte euch. Jeder Mensch auf unserem Planeten hat sein Päckchen zu tragen. Jeder von uns musste schon schreckliches erleben. Und in diesem einem Moment, darf man schwach sein, sich im Selbstmitleid suhlen und getröstet werden. Denn in diesem einen Moment, empfindet man das was passiert ist, als schlimm. Und das ist es auch. Jedes Problem sollte ernst genommen werden. Ich schätze mal das Leute, die so einen Schmarrn von sich geben, gerade selbst Probleme haben und diese als schlimmer empfinden. Und selbst wenn es wirklich so sein sollte, dann ist das noch lange kein Grund, einen anderen Menschen (der gerade in demselben Boot sitzt) runterzumachen, die Probleme in den Boden zu treten. Stell dir mal vor, das würde dann auch jemand mit dir machen. Jemand, dem es noch schlechter geht als dir? Da fällt etwas auf, oder? Wie oben bereits erwähnt, wenn man wollte, würde man immer eine Person finden der es noch schlechter geht. Und dann würde jeder von uns in den Hintergund treten. Also wurden uns Menschen an die Seite gestellt, die hoffentlich immer da sind, wenn uns mal wieder etwas schlimmes widerfährt und denen wir es zurück geben können. Und wenn man seine Sorgen auch einmal öffentlich teilen will, dann habe -ICH für meinen Teil- ein offenes Ohr.

Daumen hoch für: Spielplatzbesuche mit der Püppi und dazu wahnsinnig angenehme Temperaturen
Daumen runter für: Menschen die Dinge nicht persönlich ansprechen, sondern öffentlich machen.
Hörenswert: Nach wie vor, meine Hart Of Dixie-Playlist
Lesenswert: Dieser sehr ehrliche und auf den Punkt getroffene Artikel von einem sehr klaren Bild eines Reporters, welcher 15 Jahre in Amerika gelebt und gearbeitet hat.
Gegessen: Thailändisches Curry, McDonald's, Süß-saure-Eier, Hähnchen-Kokos-Suppe, Rührei mit Tomaten, Gurke, Schnittlauch und Salami, Schokopudding, Spaghetti mit Jagdwurst, Ofenhackbällchen mit Käse, Obst
Getrunken: diverse selbstgemachte Smoothies, Wasser, Kaffee, Tee, Weißwein
Gekauft: Cordhose, Fleecejacke und Strumpfhose für die Püppi ergattert. Außerdem einen wunderschönen Ringordner für die KiTa, worin all ihre Werke gesammelt werden.
Geärgert: Über die Erkrankung von mir und der Püppi und damit eine Woche KiTa-Ausfall.
Gefreut: Das es mir allmählich besser geht und ich heute viel geschafft habe. Wäsche, staubgewischt und staubgesaugt, zweimal Essen gemacht und den Kleiderschrank vom Zukkermädchen auf/aus-und umgeräumt. Jetzt würde ich gerne noch meine Haare färben und baden - mal sehen, ob es klappt ;)
Gestaunt: Wie gut die Püppi und ich den Krankheits-Alltag alleine gemeistert haben, während der Papa von früh bis spät gearbeitet hat und wir die Nächte teilweise gemeinsam durchmachten.
Süchtig nach: Den Küssen von meinem Mädchen, die sie momentan sehr gerne und oft verteilt
Vorfreude auf: Eine neue Pretty Little Liars Folge heute Abend.
Letzte Sünde: Nougat und Weißwein!
Gut zitiert: "Every day holds the possibility of a miracle." [Elizabeth David]


Ich wünsche euch einen zauberhaften Abend, eine ruhige Nacht & einen tollen Start in die neue Woche    
 Kleine Shoppingausbeute für die Püppi (erste Herbst-Kleidungsstücke mussten her) | Ich war mit der Püppi auf dem Spielplatz und wir hatten viel Spaß | Habe den Kleiderschrank vom Mädchen auf/aus-und umgeräumt (den Temperaturen angepasst)
 Papa & Püppi auf dem Spielplatz (schon vor 2 Wochen) | Der wunderschöne Ringordner für mein KiTa-Mädchen | Kleine kranke Maus schläft sich gesund und ich könnte sie stundenlang ansehen
 Leckerer Ananas-Erdbeer-Grapefruit Smoothie | Rührei mit Tomaten, Gurke, Salami und Schnittlauch

Unsere Schnuller-Geschichte + Fünf Tage Schnuller-frei

Samstag, 23. August 2014
Die Püppi war von Anfang an ein Schnuller-Kind. Das kann man jetzt gut finden oder nicht, aber es ist so. Ich hätte ihn ihr vermutlich auch niemals anbieten müssen, aber auch das ist nun einmal so gewesen. Und ich finde das auch vollkommen in Ordnung. Jede Familie entscheidet das für sich. Für die Püppi haben sich niemals Beeinträchtigungen ergeben, noch hat es ihrem Gebiss geschadet. Als sie noch ein mini Baby war, hatte sie ihn desöfteren mal im Mund. Grundsätzlich gebraucht hat sie ihn aber wirklich nur zur Beruhigung oder eben zum Einschlafen. Und mir war das auch wirklich ganz lieb, dass sie dadurch nicht die ganze Nacht an meiner Brust hing, als ich sie noch gestillt habe. Obwohl sie das natürlich durfte. So oft und wann immer sie es wollte. Aber es war auch okay für sie, den Schnuller zu nehmen. Ihr allererste Schnuller war "My first NUK" (klick). Den bekam ich mal in einem großen Willkommen Baby Päckchen von der Hebamme. Da war auch eine Feuchttücherbox von Hipp und diverse Pröbchen und Stilleinlagen dabei. Sie hat ihn auch wirklich gut angenommen, aber da hatten wir eigentlich nie Probleme. Sie hat so gut wie jeden Schnuller angenommen. Passend dazu hatte ich eine "Papa is the best" - Schnullerkette (klick) und eine Winnie Pooh-Schnullerkette (klick) gekauft. Letztere hatte ich ein Jahr zuvor schon für Jonas gekauft, weil ich auf so einem Winne Pooh-Trip war. Im Kinderzimmer sieht man das heute noch sehr ;) Die beiden Schnullerketten waren auch echt super von der Länge und schön leicht. Nachdem ich nämlich auch eine wunderschöne Holz-Schnullerkette kaufte (klick), musste ich leider feststellen, dass die Püppi diese nicht mag, weil sie ihr zu schwer waren und den Schnuller quasi aus ihrem Mund zogen. Also blieben wir bei den beiden anderen Schnullerketten. Wir hatten einen Schnuller im Auto (dort haben wir dann die Holzkette verwendet, weil diese eh am Gurt festgemacht wurde), einen in der Wickeltasche und einen (+Ersatz) zuhause. Irgendwann bekam ich nochmal ein kleines Werbegeschenk von meiner Hebamme und darin befand sich ein Avent-Schnuller (klick). Da wir zu dem Zeitpunkt eh in der Größe wechseln mussten, kam uns das sehr gelegen und ich muss sagen - die Avent-Schnuller sind ein Traum. Ich finde sie optisch viel schöner, die Form sehr viel mundgerechter und es gibt verschiedene Modelle die man nicht verkehrt herum in den Mund stecken kann, weil sie von beiden Seiten gleich sind. Die Püppi hatte nämlich mal eine Phase, in der sie den NUK-Schnuller gerne und absichtlich falsch herum in den Mund gesteckt hat. Also habe ich die nachfolgenden Schnuller auch nur noch von Avent gekauft. Die findet ihr nicht nur im Internet, sondern auch bei dm. Etwas mehr als die NUK-Schnuller kosten sie, aber ich finde sie auch wirklich besser. Außerdem gefallen sie mir optisch außerordentlich gut. Diese waren unsere letzten. Die Püppi hing aber wirklich an ihrem "Zuhause-Schnuller", sodass wir diesen irgendwann überall hin mitnahmen, ohne einen Ersatz dabei zu haben. Immer mit dabei war die Winnie-Pooh Schnullerkette, weil auch diese zum Favoriten wurde und die "Papa is the best" wirklich nicht mehr schön war (Stoff abgenutzt).

Ungefähr als das Zukkermädchen ein Jahr alt wurde, versuchten wir die Schnuller-Zeit zu begrenzen. Sie neigte bis zum Schluss dazu, diesen einfach immer in den Mund zu nehmen. Einfach so, obwohl sie ihn nicht benötigte. Ebenso wie ihr Stillkissen und ihren Panda. So begab es sich oft, dass man die Püppi nur noch mit ihren 3 liebsten Begleitern zuhause antraf. Sobald wir das Haus verließen, griff die Regel, dass wir nichts mitnehmen. Und das klappe -natürlich- außerordentlich gut, eben weil sie den Schnuller eigentlich nicht braucht. Schon gar nicht einfach so, tagsüber. Als wir dann mit großen Schritten auf den 2. Geburtstag zugingen, stellte ich mir immer wieder selbst die Frage, ob es nicht langsam mal an der Zeit wäre, ihr den Schnuller abzugewöhnen. Allerdings brachte ich das nie so ganz übers Herz. Obwohl ich wusste, dass sie ihn nur noch mittags und abends zum Einschlafen benötigte. Wenn er rausfiel, war ihr das auch relativ Wurst. Insgesamt hatten wir nie Probleme damit, dass ihr der Schnuller rausfiel und sie dann begann zu weinen. Das war immer okay für sie. Entweder steckte sie sich den Schnuller selbst wieder in den Mund oder schlief ohne weiter. Bei Erkältungen und damit einhergehender, verstopfter Nase gestaltet sich der Schnuller immer schwierig, aber sie wollte nicht darauf verzichten. Da waren wir dann doch immer froh, wenn sie eingeschlafen war und der Schnuller aus dem Mund fiel. Jedenfalls bemerkte unsere Kinderärztin zur U7 sofort, dass die Püppi noch einen Schnuller hat und meinte, dass wir langsam beginnen sollten, ihn abzugewöhnen. Aber ehrlich gesagt war ich überfragt, wie ich das tun sollte. Eine Geschichte brauchte ich ihr nicht erzählen, das hätte sie noch nicht richtig verstanden. Einfach wegnehmen, kam auch nicht infrage. Tagsüber "versteckte" ich den Schnuller schon immer, wenn ich daran dachte. Damit sie ihn wirklich nur zum Schlafen nimmt. Ihr Stillkissen und den Panda hat sie ja immer griffbereit. Hinzu kam, dass die Püppi lernte ihren Nucki (Mimi) zu benennen und ihn somit immer einfordern konnte. Natürlich wurde ich nicht weich. Zum Schlafen gab ich ihn ihr aber dennoch. In der KiTa schleppen wir auch immer Stillkissen, Panda und Schnuller von a nach b, weil wir für keine der Dinge Ersatz haben. Den Panda werden wir ein zweites Mal kaufen, sobald wir wieder mal bei Ikea sind. Das Stillkissen ist meiner Meinung nach nicht ersetzbar. Es ist so ausgenudelt und zermatscht, ein neues würde ganz und gar nicht dem Geschmack der Püppi entsprechen. Und da sie auch immer nur den einen Schnuller nimmt, musste der auch immer mit. Nun begab es sich am vorletzten Freitag in der KiTa das die Püppi so müde war, dass sie nicht einmal mehr die "Gute Nacht"-Geschichte der Erzieherin anhörte, sondern direkt in ihrem Bettchen verschwand und einschlief. OHNE Schnuller, OHNE Stillkissen, OHNE Panda. Bäm! Hallo? Was ist denn da passiert? Trotzdem gewährte ich ihr am Samstag wieder den Schnuller zum Mittagsschlaf und dann raffte uns ja die Krankheit nieder. So richtig ausgestanden ist das immer noch nicht. Die Püppi hat nachts gebrochen. Ganz schlimm. Dann war eine Nacht Ruhe und in der darauffolgenden Nacht übergab sie sich direkt zweimal. Daraufhin sind wir direkt zum Arzt gefahren, der dann feststellte, dass die Püppi Zähne bekommt und vermutlich daher Anzeichen eines Magen-Darm-Infektes hat. Der Husten tut sein Bestes in der Nacht und dadurch kann sie ihren Würgereiz nicht unterdrücken. Mit Schonkost bekommen wir das jetzt nachts hin, dass sie nicht bricht. Iberogast geben wir auch noch. Außerdem habe ich gestern ein Inhalationsgerät von einer Freundin bekommen. Ich hoffe das hilft jetzt langsam die Krankheit in den Griff zu bekommen. Denn tagsüber ist sie nach wie vor quietschfidel, hustet kaum, erbricht nie und auch kein Schnupfen in Sicht. Kommt alles nur nachts. Durchfall ist immer mal wieder da und dann mal wieder weg. Ich hoffe bis Montag wird das alles noch besser, damit sie wieder in die KiTa kann. 

Jedenfalls beschloss ich dann Sonntag-Mittag bereits das sie ohne den Schnuller Mittagsschlaf macht, da zu diesem Zeitpunkt der Husten tagsüber noch präsenter war. Ich dachte mir, es ging in der KiTa am Freitag ohne, also wird das schon klappen. Außerdem hat sie zuletzt doll am Schnuller gesaugt, sodass immer ihr ganzes Kinn nass war (vermutlich auch aufgrund der Zähne) und ich mir dachte, dass das vermutlich ein Verschlucken/Erbrechen "fördert". Und was soll ich sagen? Es funktionierte einwandfrei. Sie schlief ohne Meckern ein und verlangte auch nicht nach ihrem Mimi. In den darauffolgenden Tagen musste ich ihr hier und da sogar das Stillkissen verwähren, weil dieses aufgrund vom Erbrechen in der Nacht, gewaschen wurde und immer mindesten einen Tag zum Trocknen benötigt. Aber auch das schafften wir, sodass ich ihr auch abends den Schnuller nicht mehr gab. Das mache ich konsequent seit Dienstag. Mittags und Abends. Ich habe ihn ganz hinten in einem Regal verstaut. In den fünf Tagen hat sie einmal nach dem Schnuller gefragt, aber als sie ihn nicht bekam, war das so auch okay. Vermutlich wacht sie deswegen jetzt öfter mal auf und weint, aber das regelt sich ganz schnell wieder. Auch am Morgen wacht sie weinend auf. Aber ich denke das wird mit der Zeit auch besser. Außerdem kann das natürlich auch daran liegen, dass sie von der Nacht noch müde ist, aber nicht mehr schlafen kann. Ich möchte das nicht alles auf den Schnuller schieben. Ja, so wurde die Püppi also Schnuller-frei. Ohne große Erklärungen, erfundende Geschichten (da wäre mir aber sicher eine besonders aufregende und spannende eingefallen) und ohne Gemecker. Mir ist natürlich klar das es hier und da mal sein kann, dass unser Zukkermädchen nach ihrem Schnuller fragt, aber bisher ist das nicht der Fall und wenn, dann wird mir schon etwas einfallen. 

Abschließend kann ich also sagen, dass die Püppi gar nicht so wirklich abhängig von ihrem Schnuller war. Rückblickend hat sie ihn wirklich weniger gebraucht als ich dachte. Begonnen haben wir damit erst zuhause, nicht schon im Krankenhaus und auch immer nur bei Bedarf. Gerade in der Anfangszeit hat unser Zukkermädchen den Schnuller nicht bei jedem Schläfchen benötigt und umso älter sie wurde, umso mehr hat sie quasi darauf bestanden, ihn zum Schlafen zu bekommen. Und wenn er eben mal so rumgelegen hat, hat sie sich ihn auch in den Mund gesteckt. Obwohl der Bedarf eigentlich nicht da war. Unterwegs hat sie ihn eigentlich nie gebraucht, jedenfalls nicht das ich mich erinnern könnte. Vielleicht mal bei längeren Touren durch die Stadt, wenn sie im Kinderwagen geschlafen hat. Im Auto hat sie ihn auch wenig benötigt, höchstens bei längeren Fahrten wo sie ebenfalls geschlafen hat, z.B. nach Berlin! 

Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir diesen Schritt jetzt aufgrund der Krankheit irgendwie "nebenbei" erledigt haben und der Schnuller jetzt kein großes Thema mehr ist. Aber es ist ein großer Schritt - für die Püppi und für uns. 2 Jahre, 1 Monat und 19 Tage. Irgendwie auch ein Meilenstein, oder nicht? ;)

Und weil Babyfotos so schön sind, gibt es jetzt eine kleine Collage mit Best of Schnuller, hihi.


KiTa- und Kinderarzt Geschichten!

Dienstag, 19. August 2014
Drei Wochen KiTa liegen nun hinter uns und ich muss sagen: Es ist wunderbar! Ein weiterer, großartiger Schritt. Die Püppi wird so schnell groß und lernt in kürzester Zeit so viel, das mir manchmal schwindelig wird. Seit dem Kita-Einstieg passiert da wieder so viel mehr und noch so viel schneller. Alles bekommt man gar nicht mehr selbst mit - jedenfalls nicht zum ERSTEN Mal. Das macht mich natürlich wehmütig und doch, habe ich mich mittlerweile gut mit dem Gedanken angefreundet, dass unser Zukkermädchen in die KiTa geht. Und wenn wir noch ein, zwei Gespräche geführt haben, werden wir wohl auch von 6 auf 9 Stunden wechseln. Diese müssen wir natürlich NICHT ausschöpfen und ich denke auch nicht, dass wir das jemals tun werden. Aber: Das Männchen, ich oder auch gemeinsam können wir sie am Morgen pünktlich zum Frühstück bringen und am Nachmittag erst nach dem Vesper und nicht direkt nach dem Mittagsschlaf holen. Ich denke das werden dann immer zwischen 7 und 7 1/2 Std. sein. Es ist natürlich blöd, das man trotzdem die 9 Stunden bezahlt, aber vielleicht benötigt man die früher oder später doch mal und dann ist man froh, dass man sie hat. Ich werde euch auf jeden Fall berichten, wenn wir uns endgültig entschieden haben. 

Wie läuft das jetzt so bei uns? Nach der schönsten und unkompliziertesten Eingewöhnung ging es genauso weiter. Am Morgen bringen wir die Püppi gegen 8:30h in die KiTa. Wir ziehen Jacke und Mütze aus, wechseln Straßenschuhe gegen Hausschuhe und dann begrüßen wir auch schon die Erziehrinnen und die anderen Kinder im Gruppenraum. Manchmal spielt die Püppi auch noch im Eingangsbereich rum und schiebt die Kinderwagen kreuz und quer, die dann natürlich auch wieder akkurat eingeparkt werden müssen, aber spätestens danach geht es in den Gruppenraum der Bienchen. Sie begrüßt ihre Erzieherin und wird auch immer mit einem Lächeln empfangen. Meistens sitzen die Kinder alle noch an ihrem Platz und essen ihre letzten Bissen vom Frühstück. Viele rufen dann schon ihren Namen oder sagen "Guten Morgen". Dann winkt sie uns auch schon und sagt "Tsüüü". Ich möchte mich dann aber gerne noch mit einem Kuss und einem "Ich habe dich lieb" verabschieden, knie mich hin, strecke die Arme aus und die Püppi verabschiedet mich dann ganz toll. Anschließend sagen ich noch "Bis später" und winke ihr. Sie tut es mir gleich und ich schließe die Tür. Manchmal gucke ich dann nochmal durch das kleine Fenster und sehe wie die Püppi mit der Erzieherin an der Hand geht und schon das erste Spiel spielt oder sich mit an den Tisch an ihren Platz setzt und einen Becher Tee trinkt. Bisher hat es meistens so geklappt, dass der Mann und ich die Püppi zusammen bringen konnten, weil er seinen ersten Termin erst gegen 9h hatte. Dann fährt er mich auch wieder mit dem Auto nach Hause. Dort kümmere ich mich dann um den Haushalt und mache ehrlich gesagt nichts weiter. Irgendwie tut aber genau das mal gut. Eine Folge der Lieblingsserie sehen und zu wissen, man wird jetzt definitiv von niemanden unterbrochen? Genau das ist so ein Moment, der nur mir gehört. Meistens ist Stillstand aber dann doch nichts für mich und ich schaue, dass ich Blogbeiträge vorbereite, Papierkram erledige, Bilder bearbeite etc.! Ich gehe Anzeigen zu Jobangeboten durch und stelle immer wieder fest das Initiativ-Bewerbungen wohl doch das Beste sind. Außerdem muss dann ja auch alles passen. Ich kann zwar um 6 anfangen, muss aber um 14h Feierabend haben. Einen Führerschein habe ich nicht, bin aber bereit bis zu 30min. in die Stadt zu laufen. Aber viel bleibt da ehrlich gesagt nicht übrig. Die Busse fahren spärlich. In Berlin brauchte ich keinen Führerschein, hier ist eigentlich dringend einer von Nöten. Ich werde also sehen wie das weiter geht, wenn ich wieder gesund bin. 

Denn wie sollte es anders sein? Uns hats erwischt! So richtig. Ich kämpfe seit Tagen mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Halsweh. Die Püppi mit Erbrechen, Husten und geringem Schnupfen. Tagsüber ist sie quietschfidel, ich könnte sie quasi in die KiTa schicken. Sie hustet kaum, die Nase läuft kaum bis gar nicht. Erbrechen und Durchfall? Keine Spur. Bis es Nacht wird. Vor 2 Nächten das erste Mal. Da hatte ich mir noch keine großen Gedanken gemacht. Der Sonntag lief eigentlich auch ganz gut, trotzdem wollte ich das die Püppi sich auskuriert und am Montag in der KiTa aussetzt. Da wir ja schon vor einer Woche mit Schnupfen zu kämpfen hatten. Und letzte Nacht erbrach sie sich dann direkt zweimal und am Morgen kam noch schlimmer Durchfall dazu. Komischerweise ist sie auch danach immer queitschfidel, als wäre nichts passiert. Und ich frage mich wirklich was das ist. Heute wollte ich dann also direkt früh um 8h zum Arzt. Unsere Ärztin hatte allerdings Urlaub, also sind wir zur Vertretung gefahren (zwischen diesem und unserer Ärztin hatten wir damals die Wahl) und dort hatte ich dann sowas wie ein Schlüsselerlebnis. Die Sprechstundenhilfen waren super freundlich, haben gelächelt, der Püppi direkt Komplimente gemacht und sie stellte sich direkt nach Aufforderung ohne Meckern auf die Waage. Eine der beiden Sprechstundenhilfen witztelte dann noch, dass sie die Schuhe der Püppi behält, weil die so schick sind ;) Dann nahmen wir Platz und mussten ca. 30min. warten, was vollkommen in Ordnung war, dafür dass das Wartezimmer schon ziemlich voll war, wir unangemeldet kamen und der Arzt auch noch den Vertretungsdienst übernehmen musste. Das Wartezimmer war schön groß. Nicht so viel Spielzeug wie bei unserer Ärztin, aber ausreichend. Dann gab es noch einen kleinen Bereich der an diesen grenzte und in dem sich 3 (!!) Wickeltische befanden. Bei uns gibt es lediglich einen und dieser reicht oft nicht aus. Als der Arzt bei einem Sprechzimmerwechsel schon die Püppi bemerkte, weil sie voll cool mit ihrer Sonnenbrille auf einem Schaukelpferd saß und er das auch ziemlich toll fand, mochte ich ihn sofort, weil er dies auch kundtat. Kurz darauf kam noch ein kleines Mädchen mit ihrer Mama herein und die Püppi zeigte direkt auf das Schaukeltier neben ihr und sagte: "schau schau, ja? schau schau, ja?", aber das Mädchen wollte leider nicht bzw. konnte sie das vielleicht auch noch gar nicht. Bis wir aufgerufen wurden dauerte es nicht mehr lange und als ich dann mit Männchen und Püppi eintrat und der Arzt uns direkt ein Lächeln schenkte und ganz toll mit unserem Mädchen umging, schoss mir schon zum zweiten Mal an diesem Morgen derselbe Gedanke: Ich möchte, nein, ich WILL DIESEN Arzt!!! Das versteht vielleicht nicht jeder, aber doch diejenigen die schon einmal unzufrieden mit ihrem Kinderarzt waren. Und ich gehe noch weiter, das war der tollste Kinderarzt, den ich JEMALS kennen gelernt habe. Nicht mal meiner früher war so nett und kompetent. Ebenso einfühlsam und mit ganz viel Verständnis. Das Herz am rechten Fleck. Er begrüßte die Püppi: "Ach du bist das" (wegen der Sonnenbrille) und ich sagte: "Ohne die gehts nicht aus dem Haus" ... der Mann und Arzt witzelten noch was von Augenringen und der letzten Nacht. Dann fragte der Arzt ganz in Ruhe nach den Beschwerden und wollte der Püppi anschließend den Bauch abhören. Und das kann unser Zukkermädchen gar nicht haben. Im Gegensatz zu unserem Arzt musste sie hier auf eine Liege, welche sehr viel niedriger ist, als der "Schrank mit Wickelauflage" bei unserer Ärztin. Das Sprechzimmer auch um ein vielfaches größer. Natürlich weinte und quengelte die Püppi auch, aber sie schrie nicht als würde man ihr etwas Böses antun, so wie sie es sonst tut. Der Arzt ging viel mehr auf sie ein, fragte wo ihre Sonnenbrille sei (die ich dann gleich holte und dann ging es tatsächlich schon besser) und er immer wieder mit ihr redete, dass sie eine Prinzessin mit schönen Haaren sei. Dann griff er nach ihren Händen und sie zog sich hoch - schlaues Mädchen ;) Daraufhin hörte er den Rücken ab und sie lehnte sich leicht an seinen Oberkörper, was mir zeigte, das sie ihm vertraut, auch wenn sie noch immer weinerlich war. Es verlief insgesamt viel ruhiger. Ich bin mir sicher, dass die Püppi sich, genauso wie ich, direkt viel woher fühlte. Der Arzt erklärte uns dann noch alles ganz in Ruhe, checkte auch ob Magen-Darm gerade in unserer KiTa ausgeschrieben ist (ist es bisher nicht) und stellte fest, dass sie zwei Zähne bekommt und das sie eben auch Magen-Darm Anzeichen hat. Noch stellt er das in Verbindung mit den Zähnen, falls es jedoch sehr viel schlimmer werden sollte oder sie Fieber bekommt, sollen wir sofort wieder kommen. Dabei war er sehr ruhig und freundlich. Er hat gelächelt und sich Zeit genommen. Unsere Ärztin ist immer hektisch und überhaupt machen die immer viel Stress. Hier war das alles viel entspannter. Und wenn das so einfach geht, möchte ich unbedingt den Arzt wechseln. Sofort. Die Püppi konnte den Raum zwar nicht schnell genug verlassen und rief schon die ganze Zeit "Autou, Autou", aber sie sagte ebenso "Tsüüü" und verteilte Luftküsse. Habe ich bei unserer Ärztin so noch nicht erlebt. Mein Entschluss steht also. Arztwechsel. Zu unserem Wohl! Die Püppi soll jetzt diese Woche zuhause bleiben, wenn nichts mehr kommt, kann sie Montag wieder in die KiTa. Total ärgerlich, dass uns jetzt direkt eine ganze Woche fehlt, aber ich glaube nicht, dass das zu Problemen führt.

Zurück zur KiTa! Pünktlich um 14:30h hole ich die Püppi immer ab. Leider kann ich meistens dann auch nicht so viel mit der Erzieherin quatschen, weil die sich ja um die anderen Kleinen kümmern muss. Das Zukkermädchen wird nach dem Schlafen immer zuerst fertig gemacht, weil sie als erste abgeholt wird. Die anderen Kinder müssen dann eben noch angezogen werden, Haare gekämmt - ihr kennt das. Aber am Freitag gab es direkt 2 gute Nachrichten. Erstens: Die Püppi schlief ohne Stillkissen, Panda und Nucki. Sonst ihre treuen Begleiter (keine Belehrungen bitte, wir wissen was wir tun). Sie war so geschafft, dass sie sich nicht einmal die Geschichte vor dem Mittagsschlaf anhörte, sondern stattdessen schon in IHR Bett ging und schon schlief, als die anderen sich gerade erst hinlegten. Nach dem Schlafen machte sie dann das erste Mal in der KiTa ins Töpfchen. Yay! Zuhause klappt das auch nur ab und zu, aber es klappt. Es wird. Ich denke, ihr ist das irgendwie noch suspekt. Bei uns hat sie seit einiger Zeit einen richtigen Platz neben unserer Toilette. Dort liegen auch Bücher, weil sie das gerne mag diese anzusehen, während sie auf dem Töpfchen sitzt. Hach. Die kleine Püppi wird groß. In Elefantenschritten. Wirklich wahr! Und ich bin so stolz. Sie hört ganz toll auf die Erzieherinnen (besser als auf mich) und vertraut ihnen sehr. Sie ist beliebt und spielt viel und gerne mit den anderen Kindern. Sie ist aufmerksam und nimmt niemanden etwas weg. Sie geht an der Hand, hört, wenn sie etwas nicht machen soll und bleibt beim Morgenkreis ruhig sitzen. Beim Mittagessen sowieso. Es klappt hervorragend. Letztens waren sie bei der Feuerwehr eingeladen, die sich quasi neben der KiTa befindet und haben sich dort alles angeschaut. Dann konnten sie den großen Kindern zusehen, wie diese mit der Feuerwehr mitgefahren sind und anschließend haben sie dann noch ein Bild von dem Feuerwehrauto gemalt. Diese wurden an eine große Pinnwand gehangen, welche sich direkt neben dem Eingang des Gruppenraumes befindet. Als ich das gesehen habe, sind mir Freudentränen gekommen. Ich war so glücklich und habe mich so gefreut, wie schön sie das gemacht hat. Ist das albern? Nein, ich finde nicht. Es ist schön zu sehen, dass sie kreativ sind (Fotos und Bilder werden alle in einem Ringordner aufgehoben - ich habe endlich auch einen schönen, kindgerechten gefunden, den ich am Montag direkt mit in die KiTa nehme), dass alle Kinder ungefähr dasselbe malen und das eben alles so gut funktioniert. Einfach so! EINFACH SO! Schon eine Woche zuvor war ich unendlich gerührt als an der Eingangstür des Gruppenraumes ein Plakat angebracht war auf dem Fotos vom Sommer geklebt wurden und die Püppi auf 2 von ihnen schon mit drauf war. Das macht mich so glücklich, dass mir schon wieder die Tränen kommen. Sie wurde so toll aufgenommen und sie liebt es in ihrer Gruppe. Sie liebt es in die KiTa zu gehen. Sie ist dort angekommen. Von Anfang an und wir haben genau die richtige Entscheidung getroffen, als wir uns genau für diese Einrichtung entschieden haben. Ich könnte die Welt umarmen. Wirklich. Es ist fabelhaft. Die Püppi wird groß und sie wird von großartigen Erzieherinnen und zauberhaften Kindern begleitet. Wir gehen Hand in Hand. Mit der KiTa. Es gibt keine Verpflichtungen, es wird auf unsere Bedürfnisse eingegangen und ich könnte mir keinen besseren Ort vorstellen, als diesen um mein Kind auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Und dafür bin ich sehr dankbar. 

Die Püppi ist angekommen in ihrer Bienchen-Gruppe und ich bin glücklich und stolz. Dieses kleine Mädchen muss man einfach lieben.

Sommererinnerungen & Wochenrückblick #31

Sonntag, 17. August 2014
Mitten im August herrschen herbstliche Temperaturen. 23 Grad, grau, nass und kalt. Keine Frage, ich mag das. Ich liebe es. Wenn sich der Sommer langsam verabschiedet. Doch er lässt sich Zeit, er rast nicht. Er entschleunigt sich selbst. Schickt uns die ersten kühlen Winde, Regenschauer, Kälte. Gegen halb neun geht das Licht fast komplett. Es wird langsam Zeit für Regentänze und Pfützenspaß. Trotzdem wünsche ich mir noch ein paar warme Tage um den Sommer gebührend zu verabschieden. Denn eigentlich ist der August in meiner Erinnerung noch oft ein Hochsommermonat, der den Spätsommer dem September überlässt. Ich will abgrillen. Ein letztes Glas Wein auf dem Balkon genießen. Knallgelbes Licht, die Sonne ganz oben am Himmel. Der Himmel blau, bedeckt mit einigen Schleierwolken. Ein letztes Eis vom Eiscafé, bevor es schließt. Ein letztes Mal auf dem Brunnen sitzen, im Wasser planschen. Ja, ich mag den Sommer eigentlich nicht und doch wurden mir dieses Jahr erneut die schönen Seiten bewusst. Wenn ich die "schlechten" Seiten ausblende, dann muss ich zugeben, ist der Sommer doch ganz okay. Ich kann mit ihm leben und irgendwie habe ich ihn sogar genossen. Vielleicht liegt es daran, dass er sich dem Ende neigt. Vielleicht. Oder aber, ich verändere mich. Denn bevor ich schwanger wurde, kann ich mich nicht daran erinnern, den Sommer jemals so verachtet zu haben, wie ich es die letzten 3 Jahre tat. Ich mochte den Sommer. In Berlin. Stundenlange Gespräche im Lieblingspark auf einer Decke mit der Herzfreundin. Menschen beobachten. Ungesundes Essen. Literweise Zuckerwasser. Dazu Musik vom Handy, ein Buch, Kameras, Fotos. Viele alkoholische und nicht-alkoholische Cocktails in der Simon-Dach-Straße. Gute Gespräche, draußen sitzen und der Sonne beim Untergehen zusehen. Die Abenddämmerung. Schmerzende Füße und ein letzter Döner vor dem nach-Hause-gehen. Ruderboot fahren auf der Spree. Von der Insel der Jugend bis zur Oberbaumbrücke. Unser kleines Boot mit Sekt geweiht. Die Sonne genossen, der Hektik entkommen und uns selbst entschleunigt. Nur Zeit für uns. Frühstück auf dem Balkon. Mit Brötchen und Erdbeeren und Sekt. 

Mai, Juni, Juli, August, September - Open Air Konzert-Monate. Silbermond in der Zitadelle Spandau mit der Herzfreundin. Ich trage eine dünne Jeans und eine violette Kurzarm-Bluse. Ich fühle mich wohl und freue mich. Auf dem Weg sehen wir einen Regenbogen. Versuchen ihn einzufangen. Wir kommen langsam an, müssen warten, aber die Hitze bemerkt man kaum. Dopamin. Wir werden eingelassen und Bosse spielt. Wir setzen uns an den Rand auf die Wiese. Ein freier Platz und viele Menschen sitzen um uns herum. Es ist Sommer. Ich hole mir ein Kaktusfeige-Mixbier und setze mich wieder zu ihr. Wir reden, wir singen und tanzen. Bis der Abend vorbei ist. Stars for free in der Wuhlheide. Milow, Marit Larssen. Sunrise Avenue und die Backstreets Boys. Ich war wieder 14! Dazu Erdbeerbowle und Sonnenschein. Ich bin ausgelassen, ich genieße den Sommer. 

28. August 2009. Die Toten Hosen in der Waldbühne Berlin. Machmalauter. 17000 Menschen. Eine liebe Freundin und ich wollen in der ersten Reihe stehen. "Ein Hosen-Konzert musst du in der erste Reihe mitgemacht haben" sagt sie. Es ist drückend warm. Ich trage kurze Hosen und ein lockeres Shirt. Ich habe mal wieder rote Haare. Ich stehe ganz vorne. Nur 10 Meter von der Bühne entfernt. Getrennt von einem Gitter und vielen Securitys. Alles ist voller Sand, die Luft ist trocken. Die Menschen strömen in Massen herein und sichern sich ihre Plätze. Ich weiche nicht einen Meter von meinem Platz, drücke mich selbst manchmal fester ans Gitter und dann geht es los. Die erste Vorband rockt die Bühne. Es ist noch nicht viel los, die Waldbühne noch nicht voll. Das ändert sich als die zweite Vorband die Bühne betritt und mit Ska die Meute heiß macht. Die Sonne steht schon tief am Himmel und legt sich wie ein Schleier über die Waldbühne. Der erste Song beginnt und mir kommt es vor, als würden 16999 Menschen mich gegen das Gitter drücken. Es schmerzt, aber es ist ein tolles Gefühl. Es berauscht. Ich fange ein Plektrum und ein Kerl will mir das für 3 Bier abschwatzen. Der denkt auch ich bin blöd. Es ist warm, aber das stört mich nicht. Ich bin viel zu aufgedreht und freue mich zu sehr auf die Hosen. Aufgeben gibt es nicht. Und als sich die Sonne langsam hinter die Bühne schiebt und die Dämmerung einsetzt wird die Bühne mit tanzenden Lichtkegeln beleuchtet. Eine leise Melodie setzt ein und alle singen geschlossen: "Hey ho, let's go! Hey ho, let's go!" Die Band betritt die Bühne und dann Campino. Es wird mitgeträllert. Dann wird es kurz dunkel und anschließend setzt nur noch das Schlagzeug ein, das Licht flackert. "Einen wunderschönen guten Abend Berlin. Seid ihr bereit für ein kleines bisschen Horrorshow?!" brüllt Campino in sein Mikro. Klar sind wir das und dieses Konzert hätte kein anderes Eröffnungslied als dieses zugelassen. Es schmettert "Strom" und die Waldbühne rockt, springt, kreischt. Ich habe Gänsehaut, auch wenn sich die Massen an mich drücken und ich kaum Luft bekomme. Ja, in mir schlummert eine kleine Rockgöre. Ich kann richtig headbangen - wenn ich will. Es ist wie "kurz auf die Kacke hauen". Das hier ging allerdings fast 2 Stunden und ist DAS Konzert gewesen. Das Konzert, welches ich GENAU SO erleben musste. Ich habe nie wieder irgendwas vergessen, habe alle Erinnerungen abgespeichert. Da war so viel Dopamin, das hätte für 100 gereicht. Ich konnte mich gehen lassen und habe es auch getan. Ich habe es nie bereut. Es wurden Feuer gezündet und die Securitys sind über die Absperrungen geklettert um diese zu löschen. Ich wurde getreten, geschubst, gedrückt. Ich hatte den Sand noch 3 Tage später in Nase und Ohren, aber es war einfach grandios. Bis es vorbei war, merkte ich gar nicht wie sehr meine Füße schmerzten. Erst als ich mich wieder in Gang setzen musste und meinen hart erkämpften Platz verlassen konnte, spürte ich ihn. Aber der Schmerz hatte sich verdammt nochmal gelohnt. Auch die blauen Flecken, die abgeschürften Ellenbogen und ein drückender Schmerzen zwischen Brust-und Bauchbereich der einige Tage anhielt. Das war es wert. Ich kann auf einem Silbermond-Konzert entspannt sitzen, die Lieder mitsingen und den lauen Sommerabend genießen, ich kann aber auch rocken. So richtig. Und das beides bin ich. Danach bin ich glücklich. Währendessen sowieso. Ich liebe Musik, Sommerabende, Open-Air-Konzerte. Ich kann gar nicht genug davon bekommen. 2009, da habe ich meinen Sommer noch nach meinen Bedürfnissen gestaltet, musste keine Rücksicht nehmen. Hatte Zeit und keine Verpflichtungen. Ich war locker, frei und ungebunden. Und ich wünschte, es könnte noch einmal so sein. Und ich weiß, es wird irgendwann wieder so sein. Ich muss es nur selbst zulassen. Und das werde ich. Nicht heute und nicht morgen, aber vielleicht schon nächsten Sommer. Denn der ist eigentlich gar nicht so schlimm, der ist eigentlich ziemlich gut.
(und für ein bisschen Horrorshow / Machmalauter / Toten Hosen Waldbühne 2009 Feeling: klick und klick)

Daumen hoch für: Erinnerungen!
Daumen runter für: das volle Programm einer Erkältung!
Hörenswert: Alles was meine selbst zusammen gestellte Hart of Dixie-Playlist zu bieten hat. Klare Favoriten: Gloriana - Wild at Heart Lady Antebellum - Just a Kiss Matt Nathanson feat. Sugarland - Run & Eli Young Band - Even if it breaks your heart
Sehenswert: Hart of Dixie! Habe Staffel 3 beendet und bin noch immer ganz begeistert.
Gegessen: Thailändisches Hähnchencurry, Kartoffelbrot, viel Obst und Obstsalat, 3-Käse Sandwiches, Döner, Grießbrei mit Ananas, Schokomuffins, Kartoffelpuffer
Getrunken: Wasser, Kaffee, Detox-Tee, diverse Teesorten, diverse selbstgemachte Smoothies, Weißwein
Gekauft: Ausschließlich Lebensmittel und Getränke
Geärgert: Darüber das wir nun schon wieder krank sind. Werde mich und die Püppi jetzt erstmal auskurieren.
Gefreut: Über die nach wie vor ansteigende, positive Entwicklung der Püppi in der KiTa. Sie integriert sich so wunderbar und hat ein ganz tolles Verhältnis zu ihrer Betreuerin aufgebaut.
Gestaunt: Die Püppi kann plötzlich so viel mehr  - das geht so wahnsinnig schnell.
Süchtig nach: meiner warmen Badewanne, die mir vor dem Schlafen gehen sämtliche Gliederschmerzen und "Schüttelfrost"-Erscheinungen nimmt.
Vorfreude auf: einer bald einkehrenden Genesung ;)
Letzte Sünde: Weißwein!
Gut zitiert: I know that if we give this a little time, it will only bring us closer to the love we wanna find - it's never felt so real, no it's never felt so right ...  [Lady Antebellum - Just a Kiss] 

Ich wünsche euch einen zauberhaften Abend, eine ruhige Nacht & einen tollen Start in die neue Woche    
 Montags-Freitags ist die schönste Vorfreude, wenn ich die Püppi aus der KiTa abhole | das Zukkermädchen und die anderen Bienchen besuchten die Feuerwehr und malten anschließend dazu, jeweils ein Bild von der Feuerwehr (der Püppi gehört oben das erste!)   
 Perfekter Start in den Tag mit der Hart of Dixie Playlist und einem Smoothie   

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