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Wochenrückblick #6

Sonntag, 9. August 2015
Eigentlich weiß ich gar nicht genau was ich schreiben soll. Vieles steht schon unten im Wochenrückblick. Nach der Veränderung enthält dieser ja sehr viel mehr Text wo vorher nur Stichpunkte waren oder in Ausnahmefällen mal ein paar Sätze. Und eigentlich möchte ich mich auch nicht wiederholen, aber hier und da fällt mir immer häufiger auf, wie sich bei mir das Gefühl einstellt dem Ganzen entwachsen zu sein. Dem Blog, Facebook, Twitter, Instagram. Ich bin übersättigt. Von weißen Möbeln, der perfekten Figur, den perfekten Fotos, perfekten Familien. Dieser rosa Zuckerwatte-Welt in der alles schön ist. Und nein, ich fühle mich tatsächlich auf solchen Profilen, Blogs, Accounts nicht wohl. Sie geben mir ein komisches Gefühl. Natürlich ist es schön, sich tolle Bilder anzuschauen. Gut ausgeleuchtet, nicht verwackelt. Aber wisst ihr, was für mich noch viel schöner ist? Echte Fotos. Gerne auch in guter Qualität, aber unaufgeräumt, nicht platziert. In Ausnahmefällen ist das okay, da mache ich das selbt - aber ständig? Nein danke. Ich suche echte Menschen mit echten Geschichten hinter den Bildern. Ich suche nicht nach Menschen, die was von schmutzigen Klamotten und aufgeschürften Knien erzählen, aber ein Kind mit teurem Kleid und glatten, weichgezeichneten Beinen zeigen. Das passt doch nicht zusammen, aber scheinbar sehe das nur ich. Da wird von wild&free geschrieben und ein Kind beim Malen am Tisch gezeigt oder wie es an einem Zaun steht. Aha. Wild und frei ist für mich etwas anderes. Also bin ich in den letzten Tagen etlichen Blogs und Accounts entfolgt.

Große Blogger heben plötzlich ab und halten sich für etwas Besseres. Hilft man ihnen bei einer Suche, bekommt man nicht mal mehr ein Danke. Das ist normal. Sie reagieren auf alle ihre Kommentare kurz und knapp oder gar nicht. Und das kurz und knapp ist meistens pampig. Ich bin zwar nicht der große Kommentare-Schreiber, aber ich sehe das ja. Außerdem versuchen sich alle immer mehr von dem zu distanzieren, was sie mal erfolgreich machte. Ich bin keine Mamabloggerin mehr und will auch nicht so genannt werden, lese ich immer wieder. Obwohl diese Personen nach wie vor über ihre Kinder schreiben. Natürlich posten sie hier und da was über Essen oder Schminke, aber im Großen und Ganzen ist das doch noch immer ein Familienblog. Ich weiß auch nicht, was plötzlich so schlimm an Mama-Bloggern ist? Ich glaube viele vergessen, dass sie ihre Miete mit ihrem Blog nicht verdienen könnten, wenn die Leser nicht da wären, die mal kamen wegen was? Der Mama-Bloggerin. Mit welcher man sich verbunden fühlte. Manchmal fühlte man sich weniger allein mit einem Problem, manchmal las man einen hilfreichen Tipp, aber mittlerweile? Ich lese nur noch Überheblichkeit. 

Deswegen entziehe ich mich wohl immer wieder unbewusst dem Internet. Ich meine das nicht böse, wenn ihr nichts mehr von mir hört. Ich brauche lediglich Zeit, noch immer. Um mir klar zu werden was ich will und ob ich das hier alles noch will. Öffentlich. Vielleicht schließe ich den Blog und führe ihn nur noch privat. Vielleicht lösche ich Instagram und Twitter. Vielleicht. Wobei ich gerne mit euch teile und gerne von euch lese. Und ich freue mich so sehr, dass ihr alle da seid. Ich mag euch, meine Leser. Weil ihr hier seid, wegen dem was ich noch immer tue. Viel schreiben, über mein -über unser- Leben als Familie. Frei und gerade heraus. Und dafür bin ich dankbar. Und ganz vielleicht halte ich einfach weiter gegen das, was da momentan vor sich geht und mache weiter das, was ich am besten kann: Viele Worte, Fotos die aus dem Augenblick entstanden sind oder Fotos, bei denen ich mir Mühe gebe, weil ich mir selbst etwas beweisen will. Aber all das will ich ohne Druck. Immer wenn ich durch meinen Blog- und/oder Instagram-Feed scrolle, verspüre ich Druck, dass ich auch noch so ein Foto machen muss und auch noch einen Blogeintrag über das und das und das schreiben muss und dann, dann habe ich keine Lust mehr. Mit Druck bin ich noch nie sonderlich gut klargekommen und dieser Druck, der sich hier bei mir auslöst ist blöder als jeden den ich zuvor kannte. Weil ich ihn zulasse, obwohl ich ihm entweichen könnte. Weil ich immer irgendwo zwischen: "Will ich machen, weil es wirklich cool ist" und "Will ich machen, weil es scheinbar alle toll finden" stehe. 

Aber es ist ja nicht alles schlecht. Nein, es gibt die Blogger, bei denen ich noch die Texte lese, weil sie witzig und smart sind. Weil der Blogger sich Gedanken gemacht hat, weil er sich Zeit genommen hat. Und ja, das sind sogar Blogger, die davon leben können. Aber es sind auch die Blogger, die noch jedes Kommentar beantworten, auf allen Kanälen. Die wissen, dass ohne ihre Leser gar nichts geht und einfach die Blogger, die sympatisch sind, weil sie so sind, wie ich und du und das auch nicht verbergen. 



S C H Ö N S T E R   M O M E N T

Den hatten wir am Donnerstag. Gemeinsam mit zwei anderen Mamas aus dem Kindergarten verabredeten wir spontan am Mittwoch uns Donnerstag-Nachmittag zu treffen. Zuerst wollten wir ins Freibad gehen, doch wir entschieden uns dann um, da eine der beiden Mamas gerade noch ein ganz kleines Baby hat - vor ein paar Wochen geschlüpft. Somit war sie viel flexibler und die drei 3-Jährigen einen Pool für sich ganz alleine. Das war das erste Mal das wir uns zu dritt getroffen haben, mit den Kindern und es lief wirklich wirklich gut. Da war ich ganz glücklich. Sie planschten, spielten im Sandkasten, schaukelten und teilten sich einen Lipgloss ;) wir Mamas hatten etwas Zeit zu quatschen und ich händelte für kurze Zeit drei Kleinkinder und ein Baby. Ha! 



 S C H L I M M S T E R  M O M E N T

War vor einer Woche Samstag. Da entdeckte der Mann am Morgen bei der Püppi Läuse (und nein, ihr müsst euch jetzt nicht alle am Kopf kratzen!). Ich durfte länger schlafen und die Püppi kratzte sich am Morgen auffällig oft, woraufhin der Mann den Kopf genauer untersuchte. So hatten wir uns den ersten freien Samstag seit drei Wochen nicht vorgestellt. Der Mann machte sich dann sofort auf den Weg zur Apotheke und ich tat die restliche Arbeit. Ich habe sicher 5 Maschinen Wäsche gewaschen. Kuscheltiere, Bettzeug, Kleidung. Ich behandelte das Haar der Püppi, hatte aber selbst Glück und keine Läuse. Leider fand' der Mann dann noch welche auf seinem Kopf. Doch das aus der Apotheke war echt ein Wundermittel - Püppi und Mann bis heute läsuefrei. Gott sei Dank! Das brauche ich so schnell nicht wieder. Auch wenn es nicht ansteckend ist und auch nicht wehtut oder mit Medikamenten einhergeht, so nervt die ganze Prozedur einfach, durch die man da so durch muss. 


G E S C H A F F T

Habe ich tatsächlich die Umgestaltung des Kinderzimmers - noch vor dem Geburtstag. Das liegt jetzt schon über einen Monat zurück und ich bereue es nicht. Im Gegenteil, wann immer ich das Zimmer betrete, bin ich so glücklich. Auch der Püppi scheint es so viel besser zu gefallen. Sie hält sich mehr in ihrem Zimmer auf und die strahlenden Augen hättet ihr sehen sollen, als es komplett fertig gestellt war. Wobei die Kreativecke noch ausgearbeitet werden soll. Da fehlen noch ein Tisch und zwei Stühle. Außerdem sollen einige ihrer Kunstwerke an die Wand.


E S S E N  G E N O S S E N

Melone, Melone, Melone oder Melonensaft. Eines der Hauptnahrungsmittel bei dieser Hitze. Wenn gar nichts geht und man trotzdem einen kleinen Hunger verspürt hilft doch nur Melone oder Eis. Aber die Melone ist gesünder. Wobei das Eis bei uns auch nicht zu kurz kommt. Vermutlich direkt nach der Melone. Auch für mich entdeckt habe ich Milchshakes! Die sind wirklich göttlich, gerade wenn einem die Hitze so zu schaffen macht, wie mir. Und man benötigt nur 3 Zutaten. Einfach ein Obst der Wahl im Mixer ganz fein pürieren, einen Schluck Sahne hinzufügen, mindestens eine Minute durchmixen und dann ca. 200ml echtes Vanilleeis dazugeben. Nochmals gut durchmixen bis es eine cremige, dickflüssige Konsistenz hat. Reicht für ein großes Glas, welches ich mir immer mit der Püppi teile. Mein Favorit ist übrigens der Mango-Milchshake - eine Offenbarung! Wer es noch einfacher mag: Obst der Wahl gegen 2 EL Sirup austauschen. 

Wenn es doch mal herzhafter sein darf, dann gerne irgendetwas mit Hühnchen oder ohne Fleisch. Mein Favorit der letzten Wochen war: frische Pasta mit Hähnchenbrust und Tomate-Mozzarella-Soße.

Und immer mit dabei, der Aperol Spritz. Mein Sommergetränk 2015!



M U S I K  D I E  M I C H  G L Ü C K L I C H  M A C H T E

Cœur de Pirate - I Don't Want To Break Your Heart / Da rollt man nichtsahnend durch seinen Instagram-Feed und stößt auf ein Video von Cœur de Pirate. Das ich eine Schwäche für sie habe, müsstet ihr schon wissen, aber diesen Song kannte ich noch nicht. Das erklärte sich auch schnell. Er ist ganz neu und wurde bisher nur live performt. Jetzt habe ich riesige Vorfreude auf das neue Album und höre diesen Song rauf und runter.

Lifehouse - Broken / Ich weiß nicht mehr was ich im Fernsehen angeschaut habe, aber plötzlich lief dieser Song. Er ist schon etwas älter und ich habe ich schon damals geliebt. Jetzt wieder entdeckt und in Endlosschleife laufend.

Joris - Herz über Kopf / Diesen Song hörte ich das erste Mal im Autoradio. Zuerst dachte ich kurz, es wäre Philipp Poisel, doch schnell erkannte ich, dass er es nicht ist und wollte wissen wer für diesen wunderschönen, deutschen Song verantwortlich ist. Seitdem läuft auch dieser auf heavy rotation. Joris. Großartige Stimme!


Außerdem arbeite ich gerade am Soundtrack meines Lebens und erstelle dazu eine Playlist mit Songs die mich bisher im Leben begleitet haben. In bestimmten Momenten und Situationen. Aber da erfahrt ihr bald mehr, weil ich meinen Soundtrack des Lebens verbloggen werde.


S E R I E N  D I E  I C H  G E L I E B T  H A B E

Schon letztens habe ich euch eine neue Serie empfohlen und auch dieses Mal habe ich wieder eine Empfehlung für euch bzw. kann ich sie euch nur ans Herz legen, ob ihr sie ansehen mögt liegt immer in eurer Hand. Witzigerweise stoße ich wirklich auf gute Serien, seitdem so viele meiner Lieblingsserien eingestellt wurden. Long story short: Orphan Black. Meine neue große Serienliebe. Ich bin immer mal wieder über den Titel gestolpert, habe das aber immer abgetan, weil ich dachte, es wäre nichts für mich. Aber halleluja, ich wurde eines Besseren belehrt. In Orphan Black geht es um Sara, die beobachtet wie sich eine Frau umbringen will. Als sie auf diese zugeht und die Frau sich umdreht, sieht Sara sich selbst. Diese Frau sieht genauso aus wie sie und bevor sie irgendwas sagen kann, springt sie vor den Zug. Sara, die nicht das beste Leben führt entschließt sich kurzerhand die Tasche der Frau mitzunehmen und vorübergehend deren Identität anzunehmen. Doch sie stößt auf immer mehr kuriose Dinge, noch mehrere Frauen die genauso aussehen wie sie und erfährt, dass sie ein Klon ist. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht verraten, aber ich sage euch: Die Serie ist so so spannend. Sie hält unheimlich viele Überraschungen parat und ist eine gelungene Mischung aus Thriller, Drama und Action. Die Serie wirkt keineswegs unlogisch, ganz im Gegenteil. Und sie hält sich nicht zurück. Ich mag das ja, wenn eine Serie nicht Schema F folgt, sondern abweicht, ausreißt und unerwartete Dinge tut, auch wenn diese vielleicht, für den Zuschauer, erst einmal unschön sind.


G E L E S E N  U N D  G E K L I C K T 

Das war eine Menge, aber eher online und nicht offline. Über viele Dinge kann ich allerdings nur den Kopf schütteln und werde sie daher auch nicht hier verlinken. Toll finde ich, wie sich Til Schweiger für Asylanten einsetzt: klick.

Schon etwas länger her, aber diesen Artikel kann ich genauso unterschreiben. Er spiegelt am besten das wieder, was ich über Kinderfotos im Netz denke und auch ebenso wie ich das handhabe. Lesenswert.

Bei diesem Video habe ich herzlich gelacht.

Außerdem habe ich ein neues Buch angefangen. Das steht schon eine Weile im Regal und ich habe ja auch nicht fünf Stück auf dem Nachttisch liegen, ABER das hat mich irgendwie angelacht und als ich so reingelegen habe, merkte ich, dass es mich sehr anspricht und tatsächlich habe ich in einer Woche fünf Kapitel geschafft und das ist für mich wirklich viel. Ich kann nämlich nicht lesen, wenn immer ein kleines Mäuschen etwas von mir möchte oder singt. Ich brauche wirklich Ruhe beim Lesen. Jedenfalls handelt es sich dabei um: Manche Mädchen müssen sterben. Vielleicht ist es ja auch etwas für euch!



G U T E  I N V E S T I T I O N

Waren mein Kleid, welches ich euch im letzten Wochenrückblick gezeigt habe. Leider ist es mittlerweile ausverkauft, daher kann ich euch das nicht mehr verlinken. Ich war ja von Anfang an schockverliebt, habe mich dann aber doch zurück genommen. Als ich dann aber wieder zum Shop klickte war das Kleid nochmal reduziert und anstelle von 24€ habe ich nur noch 18,90€ gezahlt. Da ich auch schon immer einen Blick auf die Bikinis von Forever21 geworfen hatte und diese preislich wirklich okay sind, habe ich direkt einen mitbestellt und auch schon ausgeführt. Ich schäme mich nämlich nicht mehr und sehe es nicht ein bei dieser anhaltenden Hitze mit langen Hosen und Kartoffelsäcken rumzulaufen, nur weil irgendwem nicht gefallen könnte was er sieht. Apropo: Auch eine Shorts habe ich mir dieses Jahr gegönnt. Sie endet kurz über den Knien und schließt mit Spitze ab. Sie sitzt ganz locker und ich fühlte mich noch nie so wohl. Diese Shorts sind ein Traum. Ernsthaft.

Kleid - leider ausverkauft | Bikini oben - klick / unten - klick | Shorts - klick

Außerdem habe ich der Püppi direkt mal einen Tangle Teezer bestellt, da sie mittlerweile doch sehr viel Haar hat und dieses sich gerne - gerade nach dem baden/duschen - verfilzt und kleine Knötchen bildet. Der Tangle Teezer macht seinen Job wirklich großartig und ich bin so begeistert, dass ich auch gerne einen für mich hätte. Glänzendes, weiches Haar, entwirrt und reißt keine Haare aus. Großes Lob. Klick


P L Ä N E  F Ü R  D I E S E  W O C H E

Haben wir bisher kaum. Ich mag nicht gerne planen, wenn das Thermometer nicht unter 33 Grad anzeigt. Ich bin für das Wetter nicht gemacht und schließe mich am liebsten ein, daher werden wir die Nachmittage wohl zuhause verbringen, auf dem Balkon. Die Püppi mit Wasserspiel oder Planschbecken und ich mit Buch. Da der Mann morgen frei hat, nachdem er am Wochenende wieder arbeiten musste, werden wir die Püppi früher holen und ein paar Stunden mit ihr ins Freibad gehen. Außerdem steht noch der Wocheneinkauf an. Sonst ist aber wirklich nichts weiter geplant. Mit mir kann man sicher wieder mehr anfangen, wenn die Temperatur sich bei um die 25 Grad einpendelt. Ich finde auch Spielplatz unschön bei über 30 Grad. Es erhitzt sich alles so schnell und die Püppi ist so ein Wirbelwind, dass sie das trinken vergisst und/oder ablehnt, wenn es ihr nicht direkt in den Mund stopft. Ja, so isses. Deshalb: September, ich freue mich auf dich. Aber hey, ich freue mich auch für euch, dass ihr Sommer habt - falls ihr ihn mögt :)

Mein kleines Mädchen

Mittwoch, 5. August 2015
Ist gar nicht mehr so klein. Ganz im Gegenteil. Mittlerweile ist sie mein großes Mädchen. Vor einem Monat feierten wir ihren dritten Geburtstag. Drei Wochen später, am siebten August, wechselte sie in die Ü3 Gruppe und gestern waren wir bei der U7a. Es gibt also eine Menge zu erzählen. Ich hoffe so sehr, dass ich noch alles zusammen bekomme. Einfach, weil ich es aufgeschrieben haben möchte, um es der Püppi später einmal erzählen zu können.

Das Zukkermädchen hatte einen ganz tollen Geburtstag, auch wenn wir ihn an einem der heißesten Juli-Tage feierten. Wir hatten viel Eis, Melone, Getränke und auch Eis-Muffins. Aber darüber möchte ich sehr gerne noch seperat bloggen. Auf jeden Fall hat man aber gemerkt, dass die Püppi sehr viel besser versteht was hier vor sich geht und erzählt heute noch bei jedem Spiel, welches sie bekommen hat, dass sie eben dieses zum Geburtstag bekommen hat - als Geschenk. 

Wir hatten ja schon vor ein paar Monaten ein Entwicklungsgespräch in der KiTa, welches wirklich toll war. Es bestätigte sich für uns all das, was wir auch bei dem Zukkermädchen beobachten. Sie ist motorisch sehr weit. Musik, Tanz und Sport sind ihre großen Leidenschaften. Sie ist immer fröhlich, ein richtiger Sonnenschein. Ebenso ist sie ein großer Wirbelwind, der nicht still sitzen kann und wenn man etwas Negatives finden wollen würde, dann wäre es wohl das. Sie mag sich nicht mit vielen Kindern zusammensetzen und von der Erzieherin ein Buch vorgelesen bekommen, sind es hingegen nur zwei, dann ginge das schon besser. Sie ist eben immer auf Trapp. Zuhause reicht ihr still sitzen auch gerade einmal für eine Sandmann-Folge. Ausnahmen sind natürlich Frühstück, Mittag-und Abendessen. Dort bleibt sie sitzen und macht auch keinen Quatsch. Aber dieser kleine Wirbelwind weiß sich dafür auch immer zu beschäftigen. Die Erziehrin meinte so schön: Ihr wird niemals langweilig werden, sie findet immer etwas, das sie tun kann. Und dabei ist es fast egal was. Ihre Interessen sind so vielseitig, dass auch ich jedes Mal aufs Neue erstaunt bin. Allerdings fehlt es ihr wirklich manchmal an Aufmerksamkeit und langer Konzentration. Aber ich finde das mit drei Jahren noch nicht schlimm. Auch spielt sie noch immer mehr für sich, als mit anderen Kindern, ist aber dennoch sehr sozial, mitfühlend, aufmerksam, empathisch und sehr lieb zu den anderen Kindern. Sie hilft, tröstet und teilt. Trotzdem kann sie sich wahnsinnig gut durchsetzen, was für mich besonders wichtig war, jetzt wo sie in die Ü3 Gruppe geht. Auch ist sie überhaupt nicht ängstlich, immer für alles zu haben und ein sehr offenes Wesen. In den meisten Fällen war sie sogar mutiger als jeder Junge in ihrer Gruppe. Sie hat einen starken Charakter und wenn sie fällt, steht sie einfach wieder auf. Das finde ich toll und auch ein stückweit bewundernswert. Da sie von den einen auf den anderen Tag windelfrei war und auch ihre Sprache sich rasant entwickelte, stand also einem Wechsel nichts mehr im Wege. Und so ist sie -neben einem anderen Mädchen- die Zweite, die in die große Gruppe wechselt. Das macht mich ein bisschen stolz, war ich doch immer sehr ängstlich, dass ich sie nicht genug gefördert habe, obwohl ich weiß, dass das Quatsch ist.

Ein paar Gedanken habe ich mir natürlich trotzdem gemacht. Wie der Wechsel wohl laufen würde? Das Zukkermädchen ist zwar aufgeschlossen und taff, aber eben auch ein Gewohnheitsmensch. Sie steht total auf Alltag und ist immer ganz empört, wenn wir davon abweichen ;) Trotzdem macht sie natürlich alles mit. Mal mehr, mal weniger gut. Und natürlich war ich auch wehmütig. Ich habe die Bienchengruppe geliebt. Die Erzieher waren alle so warmherzig und liebevoll. Außerdem war alles noch ein bisschen geschützter. Der Wechsel in die Ü3-Gruppe bedeutet sehr viel mehr Selbstständigkeit und auch wenn ich weiß, dass sie die Kinder nicht wechseln lassen, wenn sie ihnen das nicht zutrauen, hatte ich natürlich ein paar klitzekleine Bedenken. Und was soll ich sagen: Es war mal wieder alles umsonst! Tja, wer hätte das gedacht. Tatsächlich bin ich immer wieder überrascht von meinem Kind, wie wunderbar sie das alles mitmacht. 

Wir erfuhren relativ zeitig in welche Gruppe die Püppi wechseln würde und ich war unendlich glücklich darüber. Sie ist bei einer sehr aufgeweckten Erziehrin, die scheinbar schon lange ein Auge auf die Püppi geworfen hatte. Bei ihr im Raum gibt es Musik und Tanz und Schauspiel. Die Püppi kann sich also voll und ganz ausleben. Da es ab Ü3 bei uns offene Gruppen sind, können die Kinder ja auch überall hin und kommen so auch mit allen Kindern immer wieder in Kontakt. Sie dürfen selbst bestimmen, was sie machen möchten: Kochen, töpfern, handwerken, im Garten helfen, malen, tanzen ....es gibt so viele Möglichkeiten. Nur Mittwochs, da bleiben die Gruppen unter sich. Sie ist jetzt ein großes Glühwürmchen, umgeben von 3-6 Jährigen!

Die Püppi wurde also gemeinsam mit dem anderen Mädchen von der neuen Gruppe samt aller Kinder und Laterne abgeholt und in die neue "große" Gruppe begleitet. Dort haben die großen Kinder, den Frischlingen gezeigt, wo jetzt ihre Dinge liegen und wo sie ihre Zahnbürste usw. finden. Ich finde, es ist ein ganz tolles Ritual. Und schon am ersten Tag empfing uns die jetztige Erzieherin von der Püppi mit den Worten: "Das haben sie aber toll gemacht." Der Mann winkte noch ab und tat so, als hätten wir keinen Anteil daran, aber die Erzieherin sagte: "Doch doch, da spielen sie schon eine Rolle." Eigentlich weiß der Mann das auch. Jedenfalls war es tatsächlich so, als wäre die Püppi schon immer dort und noch nie woanders gewesen. Sie fiel wohl auch totmüde in den Mittagsschlaf. So viel Neues an einem Tag muss ja erst einmal verarbeitet werden. Als ich sie am Abend fragte, ob sie morgen wieder in den Kindergarten möchte, sagte sie nur: Nein, ich will zur (Name der Erzieherin). Sie war also wirklich angekommen und hatte ihre neue Erzieherin schon komplett ins Herz geschlossen. Uns wurde gesagt, dass es sein kann, dass die Püppi eventuell nochmal einmacht - das würde öfter nach einem Wechsel passieren, eben weil es so viel Neues gibt und sie manchmal über dem Spiel vergessen selbstständig auf die Toilette zu gehen. Habe ich auch oft gehört, aber bisher? Nichts. Nicht ein einziges Mal. Dazu muss ich ja auch sagen, dass die Püppi das generell wahnsinnig toll gemacht hat. Der Schalter war umgelegt und ich kann nicht einmal etwas von nassen Laken in der Nacht schreiben, weil ich tatsächlich nicht ein einziges wechseln musste.

Am zweiten Tag konnte die Püppi dann schon Dreirad fahren. Eigentlich war das immer ein bisschen groß und schwer, aber zwei Tage haben gereicht um es zu lernen. Sie hatte sogar noch einen Hänger dran auf dem zwei ihrer Freundinnen saßen. Das war ein herrlicher Anblick sage ich euch. Und auch gegen die Großen weiß sie sich zur Wehr zu setzen und lässt niemanden vordrängeln, wenn sie doch eigentlich an der Reihe war. Wir holen täglich ein wirklich glückliches Mädchen ab und auch die Erzieherin ist nach wie vor begeistert von der Püppi, auch wenn man bei ihr manchmal einmal mehr "Halt" oder "Mach mal langsam" sagen muss, aber das kennen wir ja nicht anders. Mittlerweile glaube ich, dass es genau das Richtige war. Als wäre die Püppi (gerade motorisch) schon in der Bienchengruppe unterfordert gewesen. Jetzt kann sie sich noch viel mehr austoben und noch mehr selbstständig sein - das ist sie nämlich wirklich gerne. Sie kann fast alles alleine. Spontan fällt mir von alltäglichen Dingen nichts ein, was sie noch nicht selbst kann. Und wenn doch, bittet sie um eine helfende Hand, die sie aber eigentlich meistens nicht benötigt hätte. Ich bin wirklich verdammt nochmal so glücklich und stolz und ich finde, dass darf ich auch sein und ebenfalls offen zugeben. 

Nun waren wir gestern noch bei der U7a. Da hatte ich eigentlich keine Bedenken mehr. Erstens, weil wir ja seit einiger Zeit bei einem viel besserem Arzt sind und zweitens, weil ich nicht gewusst hätte, woran die Püppi hätte scheitern sollen. Und so war es dann auch. Sie baute Türmchen, benannte Farben (ihre riesengroße Leidenschaft - sie sortiert alles nach Farben, spielt nach Farben ... alles einfach), malte eine Sonne und ein Gesicht. Zählen musste sie nicht, das hätte sie aber auch gekonnt. Dann lag auf dem Tisch noch ein Papier mit vielen Bildern darauf, welches aber noch gar nicht für unsere Untersuchung, sondern schon für eine höhere war und die Püppi konnte von schätzungsweise 30 Bildern 27 benennen. Und die, die sie nicht benennen konnte, mit denen ist sie einfach noch nicht in Berührung gekommen z.B.: Knochen oder Krone (bei ihr sind alles Mützen oder Hüte). Die Püppi ist also soweit bestens entwickelt und Ende August werden dann noch die rein körperliche Untersuchung und die Impfungen folgen. Das haben wir kurzerhand beschlossen, weil das Zukkermädchen am Anfang nicht zum Arzt wollte, weil ihr beim letzten Mal Blut gezogen wurde, wegen einem Allergietest. Und obwohl sie dabei nicht einen Ton gemacht oder geweint hat, blieb ihr das wohl schlecht in Erinnerung. Sie war ja auch knallhart und hat hingeschaut wie das Blut aus ihr rausgezogen wurde. Jedenfalls sagte sie vor der Tür beim Arzt: Meine Arme nicht zum Docdoc (keine Ahnung woher sie das hat, hihi). Also beschlossen wir gemeinschaftlich, dass sie nicht einmal den Arzt sehen sollte, um das Erlebnis in guter Erinnerung zu behalten und beim nächsten Mal kommt dann eben wieder der weniger schöne Teil, aber ich weiß, sie wird das trotzdem super meistern. 

Ich bin wirklich wahnsinnig stolz auf die Püppi und kann nicht ansatzweise in Worte fassen, wie sehr ich dieses Mädchen liebe. Wie glücklich sie mich macht und wie sehr sie unser Leben bereichert. Dieser kleine Wirbelwind, mit diesem riesengroßen Herzen, raubt mir zwar manchmal wirklich den letzten Nerv, aber ich schaue zu ihr auf, weil ich so viel von ihr lernen kann und weil am nächsten Tag immer alles vergessen ist. Sie ist nicht nachtragend, also bin ich es auch nicht. Und so soll es bleiben, denn nachtragend zu sein, das mag ich eh nicht. Und obwohl das Zukkermädchen ein Wirbelwind ist und immer alles besser weiß (kleiner Klugscheißer), ist sie ebenso verletztlich und auch wenn ich nichts schlimmer finde, als das mein Mädchen verletzt wird, so zeigt es mir einmal mehr, wie groß ihr Herz ist und wie sehr sie Menschen darin einschließt. 

"Wir waren einmal bei Bekannten im Garten. Wir kennen uns aus der KiTa und die Mädchen mögen sich eigentlich. Sie rasseln natürlich aneinander, aber sie haben das gemeinsame Spiel für sich entdeckt. Sind beide gut drauf, klappt auch alles erstaunlich gut und es ist wirklich entspannt. Einmal wollte die Freundin die Püppi auf der Schaukel anschubsen und die fand' das auch toll und hat gelacht und gegurgelt. So süß. Dann wollte die Freundin auf die Schaukel und die Püppi wollte sie anschubsen. Das Gleiche, nur umgekehrt. Ganz normal. Aber das fand' die Freundin vom Zukkermädchen wohl doof und schrie rum, sie würde nur von ihrer Mama angeschaukelt werden wollen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie traurig und enttäuscht die Püppi war. Sie hat das ja auch gar nicht verstanden. Warum weint ihre Freundin, sie hat doch nichts gemacht. Erklär das mal so einem Mäuschen. Da habe ich so sehr gespürt wie verletztlich sie ist und will mir gar nicht vorstellen, was mich da noch erwartet, denn schon diese Situation hat mir mein Herz zerrissen."

Püppi, ich liebe dich so sehr, dass es mich um den Verstand bringt und ich werde immer da sein, deine Hand halten, dein Herz heilen und an deiner Seite weilen, wann immer du es willst oder wann immer du es brauchst. Du bist mein Herz. Mein Leben. 













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