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LESEMONAT APRIL

Freitag, 8. Juli 2016
Ehe ich jetzt erst lang und breit ausführe, warum es -mal wieder- so still auf dem Blog war, möchte ich eigentlich nur folgendes sagen: 2016 ist echt ein Jahr, welches ich am liebsten aus meinem Leben streichen möchte und vermutlich nach 2011 eines der schlimmsten Jahre überhaupt. Das soll auch keine Entschuldigung sein, weil es die nicht braucht. Es ging mit dem Bloggen einfach nicht. Ich hatte entweder keine Zeit, keine Nerven oder nicht den Kopf dafür. Leider scheint es bisher keinen absehbaren Zeitpunkt für den ganzen Mist zu geben, weswegen ich hier einfach nichts versprechen möchte, was ich am Ende eh wieder nicht halten kann, obwohl ich es mir für dieses Jahr so fest vorgenommen hatte. Verzeiht mir das. Wenn ich Zeit und Lust habe, werde ich mich wieder dem Blog widmen, weil es mir noch immer Spaß macht und meine Zuflucht, mein Tagebuch ist und es eigentlich wieder so viel gibt, was ich euch erzählen möchte, aber vielleicht klappt das ja ganz bald mal. Ansonsten möchte ich unbedingt die vergangenen Lesemonate noch verbloggen. Für mich selbst und um euch zu zeigen, dass ich das nicht aufgegeben habe.

Im April hatte ich von meiner Lese-Challenge 20 Bücher in einem Jahr zu lesen schon 80% erreicht und damit ganze 16 Bücher in 3 Monaten gelesen. Für mich wirklich eine große Leistung. Im April habe ich also 4 Bücher gelesen, insgesamt waren das 1836 Seiten.


DU - ZORAN DRVENKAR / 576 Seiten / Roman / 4

Nachdem ich euch in den letzten Buchvorstellungen ausführlich von Zoran vorgeschwärmt habe, ersprare ich es euch dieses Mal. Jedenfalls ein bisschen. Es war natürlich klar, dass ich "DU" von Zoran Drvenkar noch lesen musste, nachdem mich "Still" und "Sorry" vollends überzeugt und in ihren Bann gezogen haben. Einzig die Seitenanzahl hat mich etwas abgeschreckt. Die Bücher die ich am besten bewerte haben meistens zwischen 380 und 500 Seiten. Alle anderen sind mir meistens zu kurz um die Geschichte ausführlich genug zu erzählen oder sie haben zu viele Längen.

Darum gehts: Mit den Beschreibungen von Zorans Büchern tue ich mich immer etwas schwer, da seine Klappentexte selbst kaum etwas verraten und man eventuell schnell zu viel verrät.
Es gibt fünf Freundinnen, die in eine schlimme Situation geraten, es gibt einen Vater, der über Leichen geht und es gibt einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und überall wo er hinkommt, niemanden lebend zurück lässt. Und jetzt stell dir einfach vor, sie alle würden Rache nehmen wollen, Rache aneinander und dann stell dir vor, dass sie sich alle aufeinander zu bewegen.

Zoran hat es wieder einmal geschafft unheimlich bildhaft zu schreiben. Wann immer ich ein Buch von ihm zur Hand nehme, kann ich noch ganz genau die Stimmung fühlen und die Bilder vor meinen Augen sehen, dir er mit seiner Sprache gezeichnet hat. Allerdings habe ich dieses Mal sehr sehr lange gebraucht, ehe ich so richtig im Buch drin war. Es gab einige Längen und auch mit den Charakteren wurde ich nicht richtig warm. Es ist ja nicht so, dass ich mit ihnen sympathieren muss, aber irgendwas fehlte mir. Trotzdem gelang es Zoran -mich gerade zum Ende hin- wieder sehr zu überraschen und ein Ende zu schaffen, welches ich nicht habe kommen sehen und das gibt bei mir immer viele Pluspunkte. Dazu der wahnsinnig gute Schreibstil (zeitweise Du-Perspektive) und fertig ist ein doch ziemlich gut gelungenes Buch. Danke Zoran!



A L L E R L I E B S T E  S C H W E S T E R - WIEBKE LORENZ / 240 Seiten / Roman / 3

Wiebke Lorenz wurde schon nach 2 Büchern eine meiner Lieblings-Autorinnen, von der ich am liebsten noch ganz arg viele Bücher lesen möchte. Neben "Alles muss versteckt sein" und "Bald ruhest du auch", gibt es bisher nur noch "Allerliebste Schwester" und auch wenn dieses mit 240 Seiten ein sehr kurzes Buch ist, wollte ich es unbedingt lesen. Ich hoffe da kommt schon ganz bald wieder ein neues Buch, ich habe nämlich eindeutig Wiebke Lorenz - Entzug.

Darum gehts: Vor drei Jahren verlor Eva ihre Schwester Marlene. Eva ist jetzt mit Marlenes Mann zusammen und neuerdings hat sie immer wiederkehrende Tagträume von Marlene, die meistens plötzlich neben ihr sitzt oder steht und mit ihr redet. Und eines Tages taucht ein Mann im Buchladen auf in dem sie arbeitet und in dem Marlene schon zuvor arbeitete und auf eine gewisse Weise fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Hatte er etwas mit Marlene zu tun?

Tatsächlich war dieses Buch so ein Paradebeispiel, für ein zu kurzes Buch. Alles wurde schnell erzählt und auch wenn ich es mag, wenn eine Handlung schnell Fahrt aufnimmt, gab es hier eben wenig Überraschungen, weil dafür auf so wenig Seiten eben kein Platz ist. Trotzdem ist es insgesamt ein lesenswertes Buch, was man mal schnell zwischen schieben kann, wenn man Lust auf ein bisschen Spannung hat. Der Schreibstil von Wiebke Lorenz ist so gut wie ich es gewohnt bin. Daher ist es ein solides Buch, aber eben ohne großen Spannungsbogen und ohne ein überraschendes Ende.



O H N E  E I N  W O R T - LINWOOD BARCLAY / 492 Seiten / Psychothriller / 4

Eigentlich stand gar nicht dieses Buch von Linwood Barclay auf meiner to-read Liste, sondern das, welches nachfolgend noch kommen wird. Als ich dann in der Bibliothek aber dieses Buch direkt neben dem auf meiner Liste fand, las ich den Klappentext und entschied kurzerhand es mitzunehmen. Auch war mir mehr nach dieser Geschichte, sodass ich es vor dem anderen Buch von Linwood Barclay las.

Darum gehts: "Ich wollte, ihr wärt tot" - das sagt die 14-Jährige Cynthia zu ihren Eltern in einem Streit. Dann geht sie ins Bett. Als sie am nächsten Morgen aufwacht ist niemand mehr da. Auch hat ihre Mutter ihr keinen Zettel hinterlassen, was sie normalerweise immer tut. Auch 25 Jahre später sind Cynthias Eltern noch verschwunden und niemand weiß, was mit ihnen passiert ist. Wurden sie umgebracht und weggeschafft. Wenn ja, warum durfte Cynthia leben? Oder hat Cynthia selbst etwas mit dem Verschwinden ihrer Eltern zu tun? Liegt überhaupt ein Vebrechen vor oder ist Cynthias Familie ohne sie verschwunden und hat sich woanders ein neues Leben aufgebaut? Fragen über Fragen auf die Cynthia endlich eine Antwort haben möchte und tatsächlich tauchen geheimnisvolle Hinweise aus ihrer Vergangenheit auf.

Linwood Barclay hat mich mit diesem Buch sehr gefesselt und in seinen Bann gezogen. Es war ein durchweg spannendes Buch, welches ich kaum zur Seite legen konnte. Allein das Ende war für mich nicht höchst überraschend. Insgesamt schafft es Barclay aber gut den Spannungsbogen aufzubauen und zu halten. Auch ist die Geschichte sehr verworren und immer mal wieder denkt man, man hätte das Rätsel um Cynthias Eltern gelöst, doch erst gegen Ende setzen sich alle Puzzleteile zusammen.



W E I L  I C H  E U C H  L I E B T E - LINWOOD BARCLAY / 528 Seiten / Thriller / 3

Das ist das "andere" Buch, von Linwood Barclay, welches schon eine ganze Weile auf meiner to-read Liste stand. Der Klappentext klang gut und nach einer spannenden Geschichte, die ich verschlingen würde. Leider war dem nicht so.

Darum gehts: Sheila, die Frau von Glen und Mutter der 8-Jährigen Kelly kommt bei einem Autounfall ums Leben. Betrunken soll sie gewesen sein. Wenig später erfährt Glen das sie außerdem 62 000 Dollar veruntreut haben soll. Kurz darauf ertrinkt eine Freundin von Sheila und Glen muss sich fragen, ob das alles nur Zufall ist oder ob hinter den Unfällen mehr steckt. Wurde seine Frau Sheila ermordet und hat es etwas mit dem Geld zu tun?

Tja, viel mehr erfährt man auch nicht aus dem Klappentext. Leider. Denn, diese Geschichte lief in eine ganz andere Richtung, als ich mir vorgestellt hatte. Das Thema war einfach gar nicht meins. Ich wurde damit nicht warm und zwang mich ein bisschen das Buch bis zum Ende zu lesen. Auch der Schreibstil von Linwood Barclay überzeugte mich nicht mehr so sehr, wie in "Ohne ein Wort". Trotzdem waren die Charaktere gut gezeichnet und die Geschichte in sich schlüssig. Leider kam auch hier das Ende nicht sehr überraschend.


Wie ihr seht, war das ein ziemlich durchwachsener Monat. Aber auch das kommt mal vor. Gerade seitdem wir in der Bibliothek angemeldet sind. Da nimmt man schon mal ein Buch mit, zu dem man sonst vielleicht nicht gegriffen hätte oder wird auch von einem Buch enttäuscht, welches man schon ewig lesen wollte, ist dann aber froh, das Geld gespart zu haben ;) Trotzdem bin ich den Büchern weiterhin verfallen und werde schnellstmöglich den Lesemonat Mai hinterherschieben, der war rückblickend nämlich ziemlich gut.

// Übrigens ist die Auflistung wirklich immer genau die Reihenfolge, in der ich die Bücher gelesen habe.

Lesemonat März

Mittwoch, 6. April 2016
Wie versprochen kommt hier der erste richtige Lesemonat auf meinem Blog und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich darüber freue. So kann ich mit euch alle Bücher teilen, die ich lese und das spornt mich an weiter mein Ziel in den Augen zu behalten und es sogar zu übertreffen, da mich das Lesen wirklich glücklich macht. Wenn ich das auch noch teilen kann und euch vielleicht Inspiration mit auf den Weg gebe, ist das natürlich umso besser. Diesen Monat hatte ich zwar keinen einzige Flop zu verzeichnen (was mich natürlich sehr freut), aber sollte das in den folgenden Monaten vorkommen, könnte euch das Buch trotzdem gefallen. Daher versuche ich meine Rezensionen so neutral wie möglich zu halten, aber dennoch genau zu schildern was mich stört oder logischerweise, was mich total umgehauen hat. Ich nehme auch gerne weiterhin eure Vorschläge für Bücher an, die quasi in jedem Genre zuhause sein dürfen, bis auf eine Ausnahme: Fantasy. Damit kann ich wirklich nichts anfangen. Ein Buch über die Liebe darf es gerne sein, trotzdem sollte das Buch dabei spannend bleiben und einige Geheimnisse parat halten. Am liebsten nehme ich natürlich Empfehlungen für Thriller/Psychothriller/Kriminalromane entgegen. Tatsächlich ist es mir diesen Monat erneut gelungen 6 Bücher zu lesen und das macht mich schon mächtig stolz. Somit komme ich meinem Jahresziel von 20 Büchern schon jetzt ziemlich nahe. 12 Bücher habe ich nämlich im Februar und März schon gelesen. Trotzdem ist mein Ansporn nicht weg, denn mein wundervoller Zähler bei der GoodReads-Lese-Challenge zählt die Prozente. 60% meines Zieles habe ich bisher erreicht. Und wenn ich mein Ziel von 100% erreicht habe, wird einfach weitergezählt. So kann es dann z.B. sein, dass ich 200% am Ende des Jahres habe, weil ich vielleicht anstelle von 20 Büchern sogar 40 geschafft habe. Soweit möchte ich mich aber heute dann doch noch nicht aus dem Fenster lehnen. Schreibt mir doch auch mal gerne, wie viele Bücher ihr in diesem Monat gelesen habt und welche es waren. Auch interessant: Wie viele Seiten habe ich eigentlich insgesamt in diesem Monat gelesen? Zusammen gerechnet sind das -für mich- stolze 2481 Seiten. Jetzt beginne ich aber mit meinen gelesenen Büchern und wünsche euch viel Spaß dabei.


G I R L  O N  T H E  T R A I N - PAULA HAWKINS / 448 Seiten / Roman / 4

Schon ein knappes Jahr stand dieses Buch auf meiner "MUST-READ"-Liste und ich war so unendlich froh, als ich es in meinen Händen hielt. Hier greift das Internet-Phänomen, dass das Buch am Anfang sehr gehyped wird und umso größer der Hype wird umso mehr kommen Leute, die das Haar in der Suppe suchen und das Buch schlecht bewerten, weil sie sich mit einem Charakter nicht identifizieren konnten oder ähnliche schlechte Argumente aufgriffen. Davon lasse ich mich aber seit "Gone Girl" nicht mehr beirren. Wäre nämlich auch schön blöd gewesen, da ich das Buch verschlungen habe und es immer kaum abwarten konnte, mehr und mehr in das Buch einzutauchen.

Darum gehts: Rachel fährt jeden Morgen mit derselben U-Bahn dieselbe Strecke. Jedes Mal bleibt diese U-Bahn an derselben Stelle mitten auf den Gleisen stehen und jedes Mal beobachtet Rachel dabei ein ganz bestimmtes Haus. In diesem Haus lebt ein Paar. Sie gibt ihnen die Namen Jess und Jason. Rachel hat ein Alkoholproblem. Als sie eines Tages beobachtet wie Jess einen Fehler begeht, gerät die Welt die sich Rachel rund um Jess und Jason aufgebaut hat ins Wanken und als Jess wenig später auch noch verschwindet, meldet Rachel das der Polizei und rückt so ins Visier der Ermittler.

Wer denkt, ich verrate zu viel, der irrt. Ihr könnt mir glauben, dass dieses Buch von einigen Twists und Geheimnissen lebt. Nichts ist wie es scheint. Und wann immer man glaubt, man könnte einzelne Teile zusammensetzen, überrascht Paula Hawkins wieder mit einer Wendung. Einzig das Ende hat mich zwar nicht enttäuscht, aber dennoch etwas verwirrt zurückgelassen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich mir noch viel wildere Theorien ausgesponnen hatte oder ob ich das Ende anders verstehe oder als einzige richtig verstehe (was absurd wäre). Jedoch hätte es dann die volle Anzahl Herzen bekommen. Trotzdem ist dieses Buch unbedingt lesenswert. Ich persönlich liebe den Schreibstil von Paula Hawkins und hoffe, dass ich ganz bald wieder ein Buch von ihr, in den Händen halten darf.

// Von dem Vergleich zu "Gone Girl" halte ich gar nichts. Einzig der Schreibstil ist sich ähnlich.



B A L D  R U H E S T  D U  A U C H - WIEBKE LORENZ / 448 Seiten / Thriller / 5

Schon im letzten Lesemonat/Buchvorstellungen habe ich euch ein Buch von Wiebke Lorenz rezensiert. In "Alles muss versteckt sein" habe ich noch schwer ins Buch gefunden. Am Ende hatte mich der Thriller aber dann doch so sehr überzeugt, dass ich wusste: Da muss noch ein Buch von Wiebke Lorenz her. Gesagt getan. "Bald ruhest auch du" ist mein Lieblingsbuch im Monat März und hat mich komplett überzeugt. Diesmal war ich fast von Seite eins gefangen und Wiebke Lorenz hat mich förmlich ans Buch gefesselt. Das hatte zur Folge, dass ich bereits ihr drittes Buch in der Buchhandlung meines Vertrauens geordert habe und mich schon sehr darauf freue.

Darum gehts: Lena verliert ihren Mann bei einem tragischen Autounfall. Sie ist im achten Monat schwanger und sie weiß nicht, wie ihr Leben weitergehen soll. Als dann plötzlich ihre Tochter aus der Wiege verschwindet beginnt für Lena ein Wettlauf gegen die Zeit. "Töte dich selbst - sonst stirbt deine Tochter" steht in großen Buchstaben auf einem Blatt Papier. Lena weiß, sie soll für etwas büßen, doch sie weiß nicht für was. Wie soll sie ihre Tochter retten und was geschah wirklich mit ihrem Mann? War es vielleicht kein Unfall?

Spannend ist, das man glaubt, man würde schon ziemlich viel wissen, aber eigentlich weiß man gar nichts. Und das macht dieses Buch so unglaublich gut. Wiebke Lorenz gibt genügend Futter, verschießt jedoch nie ihr ganzes Pulver. Sie setzt immer noch einen drauf und noch einen und noch einen. Bis zur allerletzten Seite kann man sich nicht sicher sein, ob sich das Blatt nochmal wendet. Auch hier ist wieder nichts, wie es scheint, nur auf einem ganz anderen Level. Ich bekomme sogar Gänsehaut wenn ich an dieses Buch denke und das soll schon was heißen. Meine unbedingte Leseempfehlung.

// Es gibt eine unschöne Szene mit einem Tier für die Wiebke Lorenz förmlich angefeindet wurde. Nachvollziehen kann ich das nicht. Wenn Menschen in Büchern etwas zustößt interessiert das auch keinen. Alles Fiktion!



E X T R E M  L A U T  U N D  U N G L A U B L I C H  N A H - JONATHAN SAFRAN FOER / 437 Seiten / Roman / 4

Nachdem vor einigen Jahren jeder dieses Buch gelesen hat und man nirgends um ein Foto herum gekommen ist, wollte ich diesen Roman von Jonathan Safran Foer auch endlich lesen. Ich muss zugeben, dass mich das Cover schon immer sehr angesprochen hat und das, was man zu dem Buch hier und da gehört hat, war natürlich ebenfalls ein Trigger. In der Bibo vorbei gelaufen, eingepackt und für gut befunden.

Darum gehts: Oskar ist 9 Jahre alt und auch 2 Jahren nach dem Tod seines Vaters der bei den Anschlägen auf das World Trade Center ums Leben kam, noch tief verstört. Oskar ist hochbegabt und kann auch schon eine Visitenkarte vorweisen. Sein Lieblingssatz ist: Versteht sich von selbst. Als er in einer Vase seines Vaters einen Schlüssel findet, möchte er unbedingt herausfinden, was es mit diesem auf sich hat. Mit seinem Tamburin im Gepäck macht er sich auf die Suche nach dem Schlüssel-Besitzer und erlebt kleinere und größere Abenteuer. Neben der Geschichte von Oskar wird noch eine zweite Geschichte erzählt, die seiner Großeletern, welche die Bombennacht von Dresden miterlebt haben.

Jonathan Safran Foer hat ein unglaubliches Talent zum Schreiben. Er bewegt einen mit seinen Worten und er bewegt einen dazu, sein Leben zu überdenken. Dieses Buch ist extrem laut. Die Stille ist extrem laut und ja, das Buch geht einem unheimlich nah. Mehr als einmal musste ich mit meinen Tränen kämpfen. Und dennoch hatte ich hier und da Passagen, die sich für mich schwer lesen ließen. Ein außergewöhnlicher Schreibstil gefällt mir sehr gut, aber doch tat ich mich bis zum Ende etwas schwer. Dem Buch an sich tut das aber keinen Abbruch. Die Geschichte sollte unbedingt gelesen werden.

// Es gibt auch eine Verfilmung mit Tom Hanks und Sandra Bullock, leider habe ich diese nicht zu Ende gesehen, kann aber sagen: Lieber das Buch lesen, da im Film doch sehr viel übergangen wird.



D E R  M Ä R C H E N E R Z Ä H L E R - ANTONIA MICHAELIS / 448 Seiten / Jugendbuch / 4

Puh! Mit dem Buch habe ich mich auch schwer getan, da es "Fantasy-Elemente" hatte. Ein bisschen relativiert hat es sich dadurch, dass es auch eindeutig als erzähltes "Märchen" gekennzeichnet wurde und natürlich wusste ich eigentlich auch worauf ich mich einließ, denn was will man erwarten bei dem Titel? Die Stimmen waren jedoch so so gut und der Klappentext so vielversprechend, dass ich es lesen musste. So wanderte es also in mein Körbchen. Zum Glück. Denn wenn ich mich auch etwas schwertat, so hat mich das Buch am Ende überzeugt und auch ein zweites Buch von Antonia Michaelis steht diesen Monat in den Startlöchern um von mir gelesen zu werden.

Darum gehts: Anna steckt gerade mitten im Abi und verliebt sich rettungslos in Abel. Abel Tannatek, den Drogendealer und Schulschwänzer. Einer mit dem niemand etwas zu tun haben will, außer sie wollen sich auf der nächsten Party eine Pille einwerfen. Anna lernt jedoch noch eine zweite Seite an Abel kennen. Eine Seite, die für niemand anderen sichtbar ist, als für sie. Er hat eine kleine Schwester, für die er sorgt. Ihre Mutter ist verschwunden. Abel erzählt seiner Schwester ein Märchen, welches Anna tief berührt. Doch irgendwann hat Anna das Gefühl, dass die Fantasie mit der Realität verschwimmt. Was wäre, wenn das Märchen kein Märchen ist? Was wäre, wenn das Märchen wahr ist? Anna hat Angst, dass ihre schlimmsten Befürchtungen Realität werden.

Antonia Michaelis schreibt ganz wundervoll und auch wunderbar verständlich für Jugendliche. Auch wenn ich mich etwas durch den Schreibstil gekämpft habe, möchte ich ihr dieses Talent nicht absprechen. Denn ein guter Schreibstil ist subjektiv. Ein Herzchen Abzug gab es lediglich für ein anfangs doch sehr langgezogenes Geplänkel, ehe die Geschichte endlich Fahrt aufnimmt. Das Ende war für mich unvorhersehbar. Das hat Antonia Michaelis auf jeden Fall drauf. Ich war so überrascht, dass mich tatsächlich beinahe Tränen übermannten. Ein sehr berührendes Buch, ein Thriller und eine so tiefe Liebesgeschichte, die so ehrlich und überzeugend ist, dass ich euch dieses Jugendbuch unbedingt ans Herz legen möchte.



S O R R Y - ZORAN DRVENKAR / 396 Seiten / Thriller / 5

Nachdem mich "Still" so einmal komplett vom Hocker gehauen hat, war klar: Ich muss alles von Zoran Drvenkar lesen. Jedenfalls das, was er für die Erwachsenen geschrieben hat. Bekannt und ausgezeichnet wurde er nämlich für Kinderbücher, die er unter einem Pseudonym schrieb. Ich gebe zu, nach "Still" waren meine Erwartungen an Zoran groß, aber: Er hat mich nicht enttäuscht. Hatte ich aber auch ehrlich nicht geglaubt.

Darum gehts: Vier junge Menschen gründen eine Agentur. Sorry. Eine Agentur, die sich entschuldigt, wenn man das selbst nicht auf die Kette bekommt. Sie entschuldigen sich aber nur "geschäftlich" und nicht in reinen, privaten Angelegenheiten. Die Agentur läuft gut. Frauke, Tamara, Kris und Wolf können sich sogar ein Haus am Wannsee leisten, welches groß genug ist, dass jeder sein eigenes Zimmer hat und sie von dort aus auch ihre Agentur führen können. Doch dann erscheint Kris zu einem ausgemachten Treffpunkt und findet dort nicht den Klienten, sondern eine grausam zugerichtete Leiche. Bei dieser soll er sich für die Qualen unter denen sie gestorben ist entschuldigen und damit beginnt ein grausames Spiel mit dem Mörder.

Hier geht das "Spektakel" direkt auf den ersten zehn Seiten los. Erstes Kapitel, komplett gefesselt. Nichts um mich herum habe ich mehr wahr genommen. Die Geschichte teilt sich in zwei und es ist unnötig zu erwähnen, dass nichts ist wie es scheint? Zoran ist ein Meister seines Fachs und darf sich nun, nach dem zweiten Buch, welches ich von ihm gelesen habe, in meine Lieblingsautoren einreihen. Zoran kann nämlich richtig was und am liebsten würde ich eine Lobeshymne für ihn verfassen. Ich habe wirklich noch nie solche Bücher, mit einem solch außergewöhnlichem, aber verdammt gutem Schreibstil gelesen. Zoran schreibt so bildlich, dass man in der Geschichte gefangen ist und wie die Protagonisten, nicht mehr entfliehen kann. Ich sage es euch: Dieser Mann hats einfach drauf! Anders kann ich das nicht sagen. Seine Thriller sind nicht einfach nur Thriller, sondern sie sind kleine Meisterwerke. In der Handlung, in der Darstellung der Charaktere, im Schreibstil... es gibt für mich nichts zu bemängeln, kein kleines Fitzelchen. Ihr müsst Zoran lesen, ehrlich. Ich verspreche auch: Ihr werdet nicht enttäuscht sein!



B E V O R  I C H  F A L L E - LILLY LINDNER / 304 Seiten / Roman / 5

Bei diesem Buch möchte ich am liebsten nur Lilly Lindner selbst sprechen lassen. Es war mein erster Roman von ihr, doch ich weiß: Da muss ich mehr lesen. Lilly Lindners Schreibstil ist so außergewöhnlich wie der von Zoran Drvenkar. Aber auf einer ganz anderen Ebene. Nicht umsonst wird Lilly Lindner als Ausnahmetalent bezeichnet. Sie schreibt einen Roman voller Poesie, bei dem man sich jeden zweite Satz oder die aussagekräftigen Wortkreationen aufschreiben möchte. Wer ein Buch von Lilly Lindner liest muss sich dessen bewusst sein und kann dann keineswegs enttäuscht werden. Ist nicht euer Genre? Egal, meins auch nicht, aber das Buch hat mich trotzdem komplett überzeugt. Und hier konnte ich am Ende meine Tränen nicht zurückhalten. Ein so berührendes Buch, welches jeden Nerv einzeln trifft. Ein Buch, welches erschüttert, einen die Welt mit anderen Augen sehen lässt, ein Buch mit so viel Intensität, wie ich sie selten gelesen habe. Und weil ich einfach nicht in der Lage bin, die Worte zu finde, die Lilly Lindner findet, möchte ich in diesem einen Ausnahmefall ihren Klappentext und ein paar "Zitate" aus dem Buch sprechen lassen. Wer dann nicht überzeugt ist, sollte das Buch nicht lesen, obwohl es unbedingt lesenswert ist und jeder das Buch gelesen haben sollte. Um die Welt mit Cherrys Augen zu sehen. Um ihre Verletzlichkeit zu spüren. Um zu spüren, das man lebt und wie gut man es im Leben hat. Danke Lilly, für solch ein Meisterwerk.

Klappentext: Ich war neun Jahre alt, als meine Mutter beschlossen hat, dass sie das Leben nicht mehr mag. Sie hat mich hochgehoben und ganz fest in ihre Arme geschlossen, dann hat sie mir einen Gutenachtkuss gegeben und mich in mein Bett gelegt. Meine gelbe Giraffe lag neben mir und die bunte Kuscheldecke auch. Ich weiß das noch so genau, als wäre es heute gewesen. Dabei sind Jahre vergangen, seit diesem letzten Tag in meinem Leben.

Zitate: - Du weißt nicht , wie sich Stille anfühlt. Bis sie dich anschreit. - Definitiv mein allerliebstes Zitat, welches so wahr ist, das ich mich frage, wieso es niemand zuvor es geschafft hat, das so in Worte zu packen.

- Vielleicht hätte ich es verdient zu sterben. Als Strafe für den Todesübermut.

- Zusammengezählt sind wir immer mehr als alleine, aber jeder Einzelne von uns zählt; und wenn man zu sehr berechnet, dann verliert man sowieso jeden unbegrenzten Wert.

- Da war ich für die Dauer eines Augenblicks wortstill. Denn schöne Sätze haben einen Ausklang verdient. Ohne Unterbrechung.

- Denn kein Geräusch der Welt berührt einen Raum. Wenn er nicht umgeben ist. Von Stille.

- Wir haben gelächelt, aus vollkommen verschiedenen Gründen. Wir haben gelesen, mit einem Stapel Bücher zwischen uns. Und wir sind durch die Straßen gelaufen, ohne den gleichen Boden zu berühren oder uns anzusehen. Wir waren zusammen. Zusammenhangslos.

- Zwischendurch habe ich Texte geschrieben, als ginge es um mein Leben, dabei wollte ich es gar nicht mehr haben. Ich wollte nur meine Mutter wiedersehen. Ich habe sie so sehr vermisst, dass ich vergessen habe, wie andere Gefühle aussehen und wie viel Platz in einem menschlichen Gehirn für Achtsamkeit reserviert sein sollte. Mein pochendes Blut hat mich überflutet.

- Aber wenn ich schon falle, dann wenigstens hoch durch die Luft.

- Und manchmal. Manchmal. Haben wir uns gegenseitig dabei beobachtet. Wie wir die anderen beobachten.

- Damals am Meer. Du warst noch so klein, dass die Welt größer war als die Zeit.
 

Übrigens habe ich die Bücher in genau dieser Reihenfolge gelesen und da wir ja seit zwei Monaten in der Bibo angemeldet sind, werde ich mir nicht mehr alle Bücher kaufen, die ich auch dort bekommen kann. Sollte mich ein Buch natürlich sehr umhauen, möchte ich dieses auch irgendwann in meinem Regal stehen haben. Die von Zoran Drvenkar zum Beispiel. Hier kommt ihr zu meinem GoodReads-Account!

Last Minute Ideen für den Ostertisch Ostereier mal 3, fruchtiger Hefekranz und Kerze im Ei

Freitag, 25. März 2016
Ihr seid -wie ich- fast immer zu spät dran. Mit den Geschenken an Weihnachten, mit den Vorbereitungen zur Geburtstags-Mottoparty oder mit dem Eier färben und Hefezopf backen für Ostern? Dann habe ich euch heute ein paar ganz schnelle Ideen mitgebracht, wie ihr euer Osterfrühstück am Sonntag farbenfroh, frühlingshaft und -na klar- österlich aussehen lassen könnt. Und wenn ihr morgen vielleicht eh noch in den nächsten Supermarkt huscht, dürftet ihr fehlende Zutaten oder Hilfsmittel noch bekommen. Tipp: Ganz früh und gegen 18h leert es sich langsam in den Läden, falls ihr euch nicht der Meute aussetzen wollt die glaubt, es gäbe nach den Feiertagen nichts mehr ;) An solchen Tagen habe ich schon richtig guten, deutschen Spargel für 1,50€ das Kilo bekommen und Rhabarber für 39cent das Kilo (das war vor 2 Jahren und das Osterfest fiel in den April). Für meine Verhältnisse bin ich recht zeitig dran, was aber daran liegt, dass ich euch die Ideen unbedingt verbloggen wollte. So gab es also bei uns heute schon ein festliches Osterfrühstück. Am Sonntag haben wir sowieso etwas ganz Besonderes für die Püppi geplant, sodass wir vermutlich nicht ausgedehnt frühstücken können. Und habt keine Panik, wenn ihr es euch wirklich auf die letzte Sekunden noch gemütlich machen wollt, sind meine Tipps genau das richtige für euch. Mir ist übrigens beim Hefekranz so ziemlich alles schief gegangen, aber geschmeckt hat er trotzdem und ansehnlich genug für ein paar Fotos war er auch. Und falls ihr Ostern gar nicht zelebriert, dann wünsche ich euch trotzdem viel Zeit mit den Menschen, die ihr am liebsten um euch habt. 



O S T E R E I E R  M A L  D R E I

Die Packungen zum Eier färben findet ihr an jeder Ecke. Davon habe ich eine mitgenommen. Leider habe ich nicht wirklich darauf geachtet, inwieweit das Kleinkind-tauglich ist, weil ich so naiv war zu denken, dass die alle gut machbar für Kleinkinder sind. So aber nicht die Eier, die man noch im sehr warmen Zustand färben muss um sie danach mit der Silberfolie zu umwickeln und auf das Ei zu streichen, damit man diesen coolen marmorierten Effekt hat. Keine Frage, dass sieht unglaublich schön aus, aber im nächsten Jahr werde ich wohl zu einer besseren Variante für Kleinkinder greifen. Die Püppi hat dafür den Silbereffekt mit einer Schere verstärkt, die sie über die Folie gerieben hat und als das Ei dann glitzerte freute sie sich sehr. Falls ihr sie dennoch nachmachen wollt, werdet ihr sicher morgen noch fündig, bei uns war nicht mal annähernd etwas ausverkauft, nicht mal die Eier?! Unser Set war dieses, gekauft habe ich es bei Rossmann für 1,99€!

Als nächstes haben die Püppi und ich aus zwei Eiern Osterhasen gebastelt. Das war auch definitiv das Highlight der Püppi. Eine Anleitung dazu hatte ich nicht, sondern habe einfach genommen was ich da hatte. In unserem Fall waren das: 2mal Pfeiffenputzer in weiß / halbiert, Wackelaugen und ein schwarzer Fineliner. Solltet ihr keinen Pfeiffenputzer haben, nehmt einfach Tonkarton, schneidet Ohren heraus und klebt sie ans Ei. Habt ihr keine Wackelaugen? Kein Problem. Malt die Augen einfach auf das Ei. Die Püppi liebt ihr Osterhasen-Ei über alles und hat es gar nicht mehr hergegeben. Das war sehr niedlich. 

Zuletzt haben wir uns drei schöne Acrylfarben herausgesucht und diese mit ein paar Tropfen Wasser verdünnt. Dann haben wir Wattestäbchen in die Farbe gehalten und anschließend Punkte auf den Eiern verteilt. Natürlich bekommt ihr das auch mit einem normalen Tuschkasten hin. Für stärkere Farbergebnisse mischt ihr etwas mit Deckweiß, sodass die Farben nicht zu hell werden, aber die Konsistenz fester. Perfekt sind sie bei uns nicht geworden, aber darum ging es ja auch nicht, sondern um den Spaß und den hatte die Püppi.

// Die Osterkarten für Oma und Uroma sind selbsterklärend, oder? :)



F R U C H T I G E R  H E F E K R A N Z

Ich wollte dieses Jahr keinen schnöden Hefezopf machen. Natürlich ist dieser sehr lecker und nein, ich habe absolut nichts gegen die großen Hefewunder. Aber ich wollte gerne etwas fruchtiges haben. Etwas, wo die Marmelade direkt schon dabei ist. Der Hefekranz ist an sich auch gar nicht so schwer, ihr solltet ihn nur nicht zu prall füllen. Den Fehler habe ich nämlich gemacht. Ganz wunderbar finde ich, dass ihr den Hefekranz füllen könnt wie ihr wollt. Ich habe mich für Erdbeermarmelade, Pfirsiche und Heidelbeeren entschieden. Die Pfirsiche habe ich lediglich in Spalten geschnitten, was am Ende wohl doch noch etwas groß war. Halbiert sie dann lieber noch einmal, solltet ihr diese Kombination ausprobieren wollen. Und nehmt vor allem nicht zu viel. Ich hatte 4 Pfirsichhälften, 3 tun es auch und eine große handvoll Heidelbeeren. Ein halbe handvoll tut es auch ;) Von der Erdbeermarmelade (oder Marmelade eurer Wahl) benötigt ihr ca. 3 große Esslöffel. 

Ansonsten benötigt ihr: 175ml warme Milch, 1 Wüfel Hefe, 30gr. Zucker, 1 Eigelb + 1 Ei, 40gr. geschmolzene Butter, 320gr. Mehl und eine Prise Salz. Wichtig! Für dieses Rezept wird kein Mixer benötigt (nur ein Holzlöffel) und die Wartezeit beträgt gerade einmal 1 Stunde. Die Milch mit der Hefe und dem Zucker in eine Schüssel geben und gut umrühren, bis sich die Hefe beinahe aufgelöst hat. Kurz stehen lassen. In der Zwischenzeit die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Anschließend zusammen mit dem Eigelb zur Hefe-Mischung geben und wieder gut durchrühren bis die Flüssigkeit Bläschen schlägt. Nun das Mehl und die Prise Salz hinzufügen und den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mindestens 10min. richtig gut durchkneten. Anschließend zurück in die Schüssel geben, mit einem Handtuch oder Klarsichtfolie abgedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen. Der Teig dürfte sich nun fast verdreifacht haben. Arbeitsfläche wieder bemehlen, den Teig nochmal kurz durchkneten und dann möglichst gleichmäßig ausrollen. Mit der Marmelade bestreichen, das Obst so gleichmäßig wie möglich darauf verteilen und den Teig von der langen Seite her aufrollen. Nun kommt der -für mich- schwierigste Part, bei dem ich grandios gescheitert bin - aufgrund der Überfüllung. Ist der Teig aufgerollt, schließt ihr ihn an den Enden und drückt alles gut fest. Nun nehmt ihr ein Messer, welches sehr gut schneidet und zerteilt die Rolle fast komplett. Die oberen 5cm lasst ihr unberührt. Jetzt habt ihr 2 Stränge. Diese dreht ihr beide nach oben, sodass ihr die Füllung sehen könnt. Fast geschafft! Nun macht ihr daraus einen ganz normalen Hefezopf, in dem ihr die Stränge immer wieder abwechselnd übereinander legt. Am Ende angekommen, verschließt ihr den Zopf nicht, sondern verbindet ihn mit dem Anfang, sodass dabei ein Kranz entsteht, der in der Mitte noch ein Loch hat. Dort kräftig zusammendrücken. Kurz ruhen lassen und eine beschichtete, ofenfeste Pfanne fetten (wahlweise könnt ihr natürlich auch eine Springform (24cm Durchmesser) nutzen. Hefekranz vorsichtig hineinlegen, mit etwas Ei bestreichen und bei 170 Grad Umluft 30min. goldbraun backen. Kranz herausnehmen und auskühlen lassen. Anschließend aus der Pfanne oder Form heben, auf einen Teller legen und mit Puderzucker bestreuen. Dann einfach nur noch gut schmecken lassen. Und psst! Schmeckt auch wirklich noch richtig gut und frisch am nächsten Tag. 



K E R Z E  I M  E I

Dieses kleine "do it yourself" finde ich ziemlich cool und macht ganz schön was her. Zudem geht es schnell und man benötigt nur ein bisschen Fingerspitzengefühl. Arbeitsmaterialien für 4 Kerzen im Ei sind folgende: etwa 20cm Docht, 4 Bleifüße (oder direkt Docht mit Bleifüßen), 2 - 3 Eier und Kerzen bzw. Wachs. Ich hatte vor einer Weile mal Docht und Bleifüße bestellt um bunte Kerzen selbst zu machen. Daher hatte ich das schon zuhause. Allerdings habe ich auch schon kleine Votivkerzen auseinander genommen und den Docht mit Bleifuß verwendet, das stellt also kein Problem dar. So kleine Kerzen bekommt ihr ja überall. Schwieriger gestaltete sich für mich, die Eier so aufzuschlagen, dass ich zwei schöne Eierhälften hatte. Ich benötigte 3 Eier (die ihr danach noch lecker zu Rührei, Spiegelei oder porchierten Ei verarbeiten könnt) und nahm ein Messer zur Hilfe, dass ich so vorsichtig wie möglich, aber dennoch stark genug gegen das Ei klopfte. Die Eierhälften dann gut ausspülen und abtrocknen. Extra Kerzenwachs habe ich nicht gekauft, sondern 2 Votivkerzen kleingemacht und vorsichtig in der Mikrowelle geschmolzen. Wichtig! Am besten ein Gefäß verwenden, welches ihr danach nicht mehr benötigt. Bei mir war das eine alte Tasse. Je nachdem wie viel Wachs ihr schmelzt (ich hatte zu viel), dauert es bis zu 5 Minuten bis alles Wachs geschmolzen ist. Zum umrühren habe ich einen alten Hartplastik-Löffel verwendet und um das Wachs in die Eierhälfte zu bekommen, habe ich die Löffel aus diesen Pre-Milchpulver-Packungen genommen. Ich wusste das Aufheben dieser würde sich lohnen ;) Nachdem ich also das Wachs komplett geschmolzen hatte, zog ich den Docht durch die Bleifüße, stellte sie in die Eierhälften, schnitt bei Bedarf noch etwas Docht ab und füllte dann das Wachs mithilfe des Löffels in die Eierhälften (nicht zu viel). Ich habe die Arbeitsfläche gut mit Küchenpapier abgedeckt. Ihr müsst dann die Eierhälften kurz in Position halten, evtl. den Docht nochmal mittig rücken. Dann sieht man schon, dass das Wachs oben eine "Haut" bildet. Dann könnt ihr die Eierhälfte loslassen und sie bleibt in ihrer Position stehen. Nach ca. 1. Stunde sind alle Kerzen im Ei einsatzbereit. 



Ich hoffe dieser kleine Oster-Beitrag hat euch gefallen und ihr konntet ein bisschen Inspiration mitnehmen. Falls hier nichts für euch dabei war, schaut doch nochmal bei meiner Hoppelhasen-Girlande, den Nudelnestern mit Bärlauchpesto und der Osterschokolade vorbei. Mit einem kleinen Abstecher zum Supermarkt bekommt ihr auch diese Sachen noch problemlos hin. Viel Spaß beim Nachmachen!

[Rezept] Panzanella - Ein italienischer Brotsalat für Frühling & Sommer, vegetarisch

Dienstag, 22. März 2016
Ihr braucht noch eine leckere Idee für ein Mittag-oder Abendessen in dieser Woche oder in der nächsten? Dann habe ich ein ganz wunderbares Rezept für euch. Panzanella! Noch nie gehört? Nicht weiter schlimm, aber verpasst habt ihr schon etwas und wenn ihr diesen tollen Brotsalat einmal ausprobiert habt, werdet ihr ihn sicher desöfteren zubereiten. Ganz besonders zu Grillfesten im Sommer kommt der bestimmt richtig gut an. Mich könnte man damit auf jeden Fall begeistern, da ich Blattsalat nach wie vor nicht sehr gerne mag. Und Kartoffelsalat kann ja jeder mitbringen ;) Da fällt mir ein, dass ich euch unbedingt noch das Rezept von meinem Nudelsalat den ich zu Silvester zubereitet habe, verbloggen muss. Warum? Weil der auch etwas spezieller ist und ich in ihm sogar einen Feldsalat dulde. Dazu kommt eine Avocadocreme die sich um die lauwarmen Nudeln legt, Mozzarella, den man erst hinzufügt wenn der Salat abgekühlt ist und Datteltomaten. Wenn ich das so aufschreibe läuft mir ja schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Zurück zum Brotsalat. Der ist nämlich ebenfalls etwas spezieller. Und trotzdem nicht zu außergewöhnlich, mit Zutaten die man das ganze Jahr über bekommt und auch Kindern gut schmeckt. Die Angaben weiter unten reichen auch gut für 2 Erwachsene und 1 Kleinkind. 

Das Beste am Brotsalat? Er ist einfach in der Zubereitung und dauert inklusive Schnippelei nicht länger als 30 Minuten, versprochen. Zudem enthält er nur gute und gesunde Zutaten (bitte keine Diskussion über weißes Brot, der Salat schmeckt sicher auch mit anderem Brot sehr lecker). Er ist herzhaft und trotzdem angenehm frisch und auch etwas süßlich durch die aromatischen Tomaten. Ihr merkt schon, ich bin begeistert und bin mir sicher: Ihr werdet auch begeistert sein!

Was ist denn euer Lieblings-Salat und würdet ihr Panzanella auch zum Frühstück essen?


P A N Z A N E L L A  
[Mittagessen, Abendessen / 2  Portionen]

Vorbereitungszeit: 15 Minuten Kochzeit: 10 Minuten Zeit insgesamt: 30 Minuten

Zutaten:
1 Ciabatta-Brot, gewürfelt
2 handvoll bunte Cocktailtomaten, halbiert
1 Kugel Mozzarella, gewürfelt
1 halbe Gurke, gewürfelt
1 Knoblauchzehe
4 EL gutes Olivenöl
Salz & Pfeffer
optional: 1 Bund Basilikum 
optional: etwas Oregano, getrocknet


Zubereitung: Ciabatta-Brot würfeln, am besten in etwas kleinere Stücke, sonst wird das kompliziert mit dem Essen des Salates. Erfahrung? Leider ja. Meine waren ein bisschen zu groß geraten, aber aus Fehlern lernt man und die Tipps kann ich euch gleich mit auf den Weg geben. Tomate und Gurke waschen. Tomaten in Scheiben schneiden oder halbieren. Ich würde aber definitiv von vorneherein kleine, bunte Tomaten nehmen. Die haben einen intensiveren Geschmack und sehen auch noch toll aus. Gurke längs halbieren und mit einem Teelöffel aushöhlen. Anschließend ebenfalls würfeln. Ebenso verfahrt ihr mit dem Mozzarella. Knoblauchzehe abziehen. 

In einer großen, beschichteten Pfanne mit 2 EL Olivenöl und einer Knoblauchzehe die Ciabatta-Würfel braten bis sie eine goldbraune Färbung haben. Dreht die Hitze lieber etwas runter, damit das Brot nicht zu dunkel wird. Die Knoblauchzehe gibt beim Mitbraten ein schönes Aroma, ohne aufdringlich zu sein.

Während das Brot brutzelt, gebt ihr die gewürfelten Tomaten und die gewürfelte Gurke in eine große Schüssel. 2 EL Olivenöl hinzufügen, mit Salz und frischem Pfeffer abschmecken.

Das warme Brot aus der Pfanne holen und auf 2 Teller verteilen. Anschließend den Tomaten-Gurken-Mix darüber verteilen, dann den gewürfelten Mozzarella. Mit Basilikum garnieren und bei Bedarf noch getrockneten Oregano darüber streuen. Ich mag gerne über alles noch eine frische Prise Pfeffer.

Wochenrückblick #2

Dienstag, 15. März 2016
Wenn dann irgendwie -schon wieder- alles auf einmal kommt und alles auf einen einprasselt. Alles was man so schön verdrängt hatte. Und man hat es natürlich wieder nicht gelernt. Nicht gelernt, das verdrängen nichts bringt. Wobei eigentlich alles soweit gut war, es war wieder schön oder auf dem Weg dahin und trotzdem kennt 2016 scheinbar keine Atempause, keine Pausetaste und bisher auch nicht so richtig glückliche Momente. Dabei könnten wir die gerade -alle drei- gut gebrauchen. Die Sache mit dem Blog lief wieder so richtig gut, die Worte sprudelten aus mir heraus und ich hatte schon wieder ein schlechtes Gewissen, schon wieder eine Woche nicht gebloggt. Facebook, Instagram und Twitter schleifen lassen - in alte Muster verfallen. Da reicht ein komplett blöder Tag aus oder 3 Tage am Stück, an denen immer ein bisschen was doof war oder eine schlechte Nachricht kam. Ich habe das Gefühl auf der Stelle zu treten. Habe ich eine kleine Baustelle beseitigt, tut sich eine größere auf. Doch ich wollte mich davon nicht mehr so runterziehen lassen. Trotzdem ist man irgendwie machtlos, wenn man dann plötzlich wieder vor dem großen, schwarzen Loch steht und Angst hat hinein zu fallen. Man steht ganz am Rand und rutscht fast ab, kann sich gerade eben noch halten. Irgendwo da stehe ich gerade. Vielleicht bin ich auch schon reingefallen und habe es noch nicht gemerkt? Vielleicht habe ich mich auch nur irgendwo festgekrallt und liege noch nicht auf dem Boden des schwarzen Loches? Oder vielleicht ist es nur ein Tunnel in dem ich stehe und am Ende ist irgendwo ein Licht? Irgendwo ist doch immer ein Licht, oder?

Und wisst ihr, was mir passiert, wenn es mir so geht wie oben beschrieben und ich alles verdrängt oder in mich reingefressen habe? Dann rächt sich mein Körper und sagt: Schluss jetzt! Das äußert sich mit Schmerzen am ganzen Körper und Schüttelfrost. Eigentlich mit typischen Grippesymptomen. Das habe ich schon seit ich Denken kann. Nur einmal habe ich bisher einen Menschen kennengelernt, dessen Körper das genauso verarbeitet hat und ihr damit sagte, dass man sich jetzt stellen muss und das man Ruhe braucht. Meistens ist das am nächsten Tag wieder vorbei. Es ist also quasi eine Art Warnschuss, den man auch ernst nehmen sollte. Meistens mache ich das. Gewiss nicht immer und auch das bereue ich dann. Aber für morgen habe ich mir vorgenommen, mich etwas auszuruhen, viel Tee zu trinken und ganz in Ruhe mich allen Blogdingen und Social Media zuzuwenden. Anrufe müssen getätigt werden, Besorgungen und dann geht es mir hoffentlich besser. Der Kopf sollte dann auch wieder freier sein. Jetzt werde ich erst einmal noch etwas essen und mich dann noch mit einem Glas Wein in die Wanne mit einem Buch verkrümeln, ehe ich in mein warmes Bett verschwinde und hoffentlich eine ruhige Nacht haben werde, damit für mein Vorhaben morgen alle Weichen gestellt sind. Habt noch einen schönen Abend und ich hoffe, ihr seid gut in die neue Woche gestartet

// Verzeiht den etwas melancholischen und späten Wochenrückblick.



S C H Ö N S T E R  M O M E N T

Das sind die doch vielen Momente, vielleicht nicht unzählig viele, aber doch sehr viele Momente in denen sich die Püppi über die kleinsten Dinge freut. Diese Freude von Kindern, die so echt ist und ihre Augen zum Strahlen bringt, ach was sage ich: zum Funkeln. Heute fragte ich sie z.B. ob sie zum Mittagessen wieder Nudeln mit Ketchup wolle (das will sie fast jeden Samstag oder Sonntag) und sie rannte in die Küche, ließ einen Freudenschrei los und tänzelte. Sie durfte sich die Nudeln selbst aussuchen und entschied sich für Spaghetti, dabei mag sie sonst lieber Piccolino-Penne oder Macaroni. Und dann ließ sie die ganze Packung fallen und ich meckerte nicht, was ich sonst getan hätte, vermutlich. Aber sie freute sich so sehr und natürlich war es nicht absichtlich. Ich sammelte dann alles wieder auf und sie setzte sich zu mir und fragte: Darf ich dir helfen? Sie ist wirklich so ein liebes Mädchen. Und sammelte alles auf. Bis zur letzten Spaghetti. Und andauernd sagte sie mir, dass ich etwas gut mache, egal was ich machte. Sie weiß, ich mache es richtig, auch wenn es was normales ist und sagt immer, dass ich es gut mache. Kleine Schmeichlerin. Und dann bastelten wir noch ein Armband aus Holzkugeln, die wir bunt anmalten und durch Glitzer rollten und sie war das glücklichste Mädchen. Sie liebt Schmuck, aber noch mehr liebt sie selbstgemachten Schmuck. Ich wette das Armband muss morgen mit in den Kindergarten




S C H L I M M S T E R  M O M E N T

War so ein Moment in welchem die Püppi mich komplett von sich weggestoßen hat. Ich durfte nichts machen, alles sollte der Papa übernehmen. Wäre es nach ihr gegangen hätte ich sie nicht einmal mit ins Bett bringen müssen. Es war nicht das erste Mal, dass sich mich mal wegstieß, aber es war das erste Mal doch sehr verletztend, weil sie mir einfach alles "verboten" hat. Sogar den Mund, was sie nicht darf und das weiß sie auch. Es ist schwierig dann seine Enttäuschung runterzuschlucken und zu sagen: Okay, das ist vermutlich ganz normal. Der Papa ist halt selten zuhause und dann will sie die Zeit mit ihm nutzen. Ich finde, ein Kind sollte trotzdem spüren, dass es denjenigen in diesem Moment verletzt. Alles auf einer normalen Ebene, ohne Vorwürfe. Und, ihr kennt das doch auch, oder? Sagt mir das ihr das kennt?!

E N D L I C H  I N  A N G R I F F  G E N O M M E N

Habe ich mein Inspirations-und Blogtagebuch. Es hat mir hier und da schon geholfen, vor allem wenn wieder zu viele Ideen in meinem Kopf waren oder wenn ich noch Dinge brauchte für ein Rezept oder ein DIY, welches ich unbedingt für den Blog shooten wollte. Da kommt alles rein und wenn ich was geschafft habe, kann ich es abstreichen. An diesem Wochenende habe ich mir z.B. auch eine sehr lange To-Do Liste reingeschrieben und konnte am Ende fast alles streichen, außer drei Dinge, die aber auch keine Dringlichkeit haben. Also wirklich keine Dringlichkeit, die ich aber einfach nicht vergessen will.


E S S E N  G E N O S S E N

Diese Woche gab es gleich zweimal einen italienschen Brotsalat. Dieser benötigt gar nicht viele Zutaten und ist sowohl schnell, als auch leicht gemacht. Das Rezept teile ich in der kommenden Woche mit euch. Schmeckt schon ein bisschen nach Frühling. Nach Frühling in Italien, wenn man fest die Augen schließt ;) 

Am Montag hatte ich das Elternratstreffen, zu welchem wir uns beim Italiener trafen. Dort aß ich ein unglaublich gutes Risotto mit Rinderfiletspitzen und Pilzen. Das war ziemlich gut. Und bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ich mich vor einiger Zeit selbst an einem Zitronen-Risotto mit Datteltomaten und Bailikum-Mozzarella versucht hatte, welches wirklich auch unglaublich lecker war. 


M U S I K  D I E  M I C H  G L Ü C K L I C H  M A C H T E

Florence + The Machine - Delilah / Ich habe euch ja schon im letzten Rückblick von Florence + the Machine vorgeschwärmt und ja, das hört nicht auf. Diese Woche war mein liebster Song Delilah. Wie immer finde ich den Song sehr melancholisch, aber ich mag diese allgemeine, einheitliche Stimmung in den Songs. Und ich liebe liebe den Text. So wie alle Texte. Ehrlich, ungeschönt und tiefgründig.

Zara Larsson - Lush Life / Ja, dieser Song hat es noch ein zweites Mal in die Liste geschafft, weil ich ihn immer und immer wieder hören könnte. Irgendwie ist das auch der perfekte Ausgleich zu dem Song von Florence + the Machine. Den einen hört man bei einem Glas Wein und lässt die Gedanken schweifen und bei dem anderen tanzt man durch die Wohnung und denkt an nichts.


G E L E S E N / G E S E H E N / G E K L I C K T

Gelesen habe ich bisher 3 Bücher. Das erste im März war Girl on the train, es folgte Bald ruhest du auch und dann las ich Extrem laut und unglaublich nah. Heute begann ich dann schon mal ein neues Buch, welches schon seit Ewigkeiten auf meiner Leseliste steht: Der Märchenerzähler. Mehr zu dem was ich gelesen habe, erfahrt ihr dann ja im Lesemonat März. 

Gesehen habe ich gar nicht so viel. Da war eine Folge How to get away with murder und ganz ehrlich? Ich komme ja fast wieder um vor Spannung. Ich frage mich bei jeder Folge, wie Shonda Rhimes das schafft, immer so viel zu verraten und einen dann am Ende trotzdem mit 100 Fragezeichen im Kopf zurückzulassen. Und dann habe ich noch eine neue Folge Pretty Little Liars gesehen. Auch hier ist es -wie immer- sehr spannend. 

Geklickt habe ich mich z.B. zu diesem wunderschönen Shop mit ganz zauberhafter Bettwäsche im Angebot und auch bei amazon habe ich ein kleines Schätzchen entdeckt: Schlafanzüge von Vaenait Baby, welche Schlafanzüge bis Größe 116/122 verkaufen - zum Beispiel diesen zauberhaften Pyjama mit Wolken. Einziger Wehrmutstropfen? Man bezahlt pro Pyjama einen Versand in Höhe von 5,90€ - aktuell bekommt man ab 2 Stück einen Rabatt und somit betragen die Versandkosten 7,40€. Dafür sind die Pyjamas selbst um die Hälfte reduziert. Bisher habe ich noch nicht zugeschlagen, liebäugele aber doch sehr damit.


G U T E  I N V E S T I T I O N / S C H W A C H  G E W O R D E N

Eine gute Investition sind immer und immer wieder die Kleidungsstücke von Petit Cochon, welche liebevoll von Hand gefertigt werden. Ein seperater Eintrag wird bald folgen. Dieses Mal habe ich mich für eine Leinen-Heringsknickerbocker entschieden, welche die Püppi gut durch den Frühling bringen soll, nachdem ich von unserer Cord-Knickerbocker so begeistert bin, war es nur logisch in Frühlings-Hosen-Fragen wieder auf Petit Cochon zurückzukommen. Bestellt habe ich dieses Modell.

Schwach geworden bin ich bei diesen Converse Chucks für die Püppi. Diese sind hoffentlich aber auch eine gute Investition, weil sie sowieso neue Schuhe für den Frühling benötigt. Zuerst wollte ich wieder welche von Adidas haben, weil sie die sehr liebt und unglaublich gut in ihnen laufen kann, aber leider wurden wir nicht fündig und da ich schon immer Chucks für sie haben wollte, werden wir das jetzt mal probieren. Ich hoffe, sie fühlt sich in ihnen so wohl wie der Papa und ich. Übrigens konnte ich da echt einen Schnapper in ihrer Größe und meiner Wunschfarbe machen. 29 und ein paar Zerquetschte. 


A U S P R O B I E R T  U N D  E R L E B T 

Ausprobiert habe ich mit der Püppi gerade erst heute eine neue "Mal/Basteltechnik", wie auch immer man das nennen mag. Leider kam ich in der letzten Woche nicht mehr an eine Leinwand, denn das wäre ideal gewesen. Egal, die besorge ich morgen im Lidl, da sie ein super Angebot haben. Jedenfalls feuchtet man bei dieser Technik die Leinwand (zur Not tut es auch ein stabiles weißes Papier) mit Wasser und Pinsel an und legt dann vorsichtig ausgeschnittene Formen aus Krepp-Papier darauf und lässt das Ganze trocknen. Wenn man an der ein oder anderen Stelle für mehr Farbintensität sorgen möchte, kann man einige Teile noch einmal vorsichtig befeuchten. Dabei kommt ein wirklich schönes Ergebnis heraus, dass man sich auch toll an die Wand hängen kann. Krepp-Papier gibt es ja in allen Regebogenfarben, sodass da sicher für jeden etwas dabei ist.

Am Mittwoch waren die Püppi und ich nach dem Kindergarten noch mit einer anderen Mama und ihrer Tochter auf dem Spielplatz verabredet. Das war wirklich ein schöner Nachmittag an dem auch die Mädels sich gut miteinander verstanden haben. Wir Mamis stellten aber schnell fest, dass wir auch ganz bald mal wieder ein Treffen ohne die Mädels vereinbaren müssen ;)




P L Ä N E  F Ü R  D I E S E  W O C H E

Für morgen ist der Wocheneinkauf geplant für den ich noch eine Einkaufsliste schreiben muss. Desweiteren muss ich um 8h vor dem Lidl stehen, also unmittelbar nachdem wir die Püppi in die KiTa gebracht haben, damit ich die Leinwände und Ausstanzer bekomme. Die Leute sind da ja total bekloppt. Ich habe die Stanzer aber nun schon 3mal verpasst, weil ich immer erst am Nachmittag in den Lidl kam und dieses Mal will ich sie auch haben. SO!

Am Dienstag ist ein Frühstücksdate mit einer Mama aus dem Kindergarten geplant. Darauf freue ich mich sehr.

Und das kommende Wochenende hat der Mann endlich frei und ich hoffe, dass das Wetter schön wird. Vielleicht könnten wir dann nochmal an den Cospudener See fahren, Steinchen ins Wasser werfen, Enten beobachten und wieder einen fabelhaften Sonnenuntergang mitansehen. Ansonsten lasse ich mich überraschen. Vielleicht gehen wir auch ins Schwimmbad, damit die Püppi sich mal wieder richtig austoben kann.

Außerdem würde ich gerne mal wieder den Kleiderschrank der Püppi ausmisten und die Frühlings/Sommer-Kleidungsstücke vorholen, aber da werde ich mich wohl noch ein paar Wochen gedulden müssen.


// Foto-Credits: Foto 1-3: Drei Herzen

Buchvorstellungen #2 / Lesemonat Februar

Dienstag, 8. März 2016
Oh, eine Buchvorstellung? Kein Wochenrückblick? Bitte steinigt mich nicht, ich wollte den Wochenrückblick echt schreiben und das wirkt jetzt schon wieder so wahnsinnig inkonsequent, aber genau zum Sonntag bekam die Püppi einen fiesen Schnupfen und gestern Abend hatte ich über zwei Stunden ein heikles Elternratstreffen, was sich am Ende doch nicht als so heikel herausstellte und heute dachte ich, ist es eigentlich zu spät für einen Wochenrückblick. Also bekommt ihr heute mal wieder 3 Buchvorstellungen von Büchern, die ich sehr sehr gerne mochte. Wie gern, das werdet ihr dann weiter unten lesen können. Auf Facebook fragte ich, was ihr davon haltet wenn ich aus den Buchvorstellungen einen Lesemonat mache. Es gab jetzt nicht sehr viele Rückmeldungen, aber die, die es gab, waren dem Lesemonat nicht abgeneigt. Das finde ich persönlich sehr schön, da ich Lesemonate selbst sehr gerne lese oder anschaue. Die meisten Lesemonate gibt es vermutlich auf YouTube, oder? Aber mich bekommt man ja nicht vor eine Kamera - ich mag meine Stimme nicht ;) Wie in den letzten Einträgen schon desöfteren angeschnitten, lese ich wieder sehr viel und will daran auch festhalten. Goodreads motiviert mich wirklich sehr immer dran zu bleiben und auch euch hier davon zu berichten, spornt mich an. Und weil ich das Lesen so liebe, möchte ich das unbedingt beibehalten. Ich kann euch natürlich nicht versprechen, dass ich jeden Monat so viele Bücher lese, wie im Februar, aber ich bemühe mich. Für den März sieht es auf jeden Fall schon wieder sehr gut aus. Ich bin gespannt, ob ich das im Sommer auch umsetzen kann. So ein kleiner Stimmungsleser bin ich ja schon und Thriller passen für mich nicht in den Sommer, aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich das ändern kann. Alles eine Frage der Einstellung ;) Gerade kann ich mir das ziemlich gut vorstellen, an einem lauen Sommerabend noch auf dem Balkon zu sitzen oder auf einer Wiese zu liegen, den lauen Wind im Nacken und ein Buch zu lesen. Oder im Freibad oder am See, wenn der Mann gerade mit der Püppi im Wasser ist. Gelegenheiten wird es genug geben. Achso! Da ich drei meiner Lieblingsbücher schon geshootet hatte, gibt es diesmal noch eine Mischung aus Buchvorstellungen der Lieblingsbücher und Lesemonat. Ab März gibt es dann nur noch den Lesemonat. Vielleicht ist immer mal wieder ein Buch für euch dabei und wenn mir ein Buch nicht gefallen hat, könnte es euch ja trotzdem gefallen, deswegen werde ich auch versuchen euch genau wie möglich aufzuschreiben, was mich gestört hat - natürlich ohne etwas zu verraten. Das ist mir persönlich sehr wichtig. Übrigens würde ich mich freuen, wenn ihr euch ein bisschen beteiligt. Lasst mir doch auch gerne Buch-Tipps da oder schreibt mir unter meinen Lesemonat, was ihr im jeweiligen Monat so gelesen habt. Den Austausch mit euch würde ich sehr schön finden.



A L L E S  M U S S  V E R S T E C K T  S E I N
GENRE: THRILLER | AUTORIN: WIEBKE LORENZ | SEITEN: 349 | ERSTAUFLAGE: SEPTEMBER 2012 | VIER VON FÜNF

Ich muss zugeben, es hat zwei Anläufe und beim zweiten Anlauf auch nochmal 70 Seiten gedauert, ehe ich mit Alles muss versteckt sein warum geworden bin. Das ist auch der einzige Grund, weshalb ich dem Buch ein Herzchen abgezogen habe. Nachdem ich dann nämlich einmal im Buch drin war, konnte ich es gar nicht mehr zur Seite legen. Zuerst dachte ich tatsächlich ich käme mit dem Schreibstil von Wiebke Lorenz nicht klar, was mich wirklich geärgert hätte, nachdem ich so viel Gutes über ihre Bücher gehört habe. Aber es lag auch wirklich nicht am Schreibstil, denn den mochte ich dann nach einer Weile sehr gerne. Doch worum geht es überhaupt?

Marie ist eine junge Frau, Erzieherin und sitzt in einer psychologischen Anstalt, weil sie ihren Freund umgebracht haben soll. In ihren Träumen hat Marie schon oft gemordet, aber denken ist nicht tun. Oder doch? Marie ist sich selbst sicher, sie hat diesen Mord begangen, auch alle anderen glauben das, denn alles spricht gegen sie. Mit der Hilfe eines Psychologen will Marie dennoch versuchen, sich wieder zu erinnern und die Nacht der Tat zu rekonstruieren. Auch wenn die Wahrheit vielleicht schlimmer ist, als das was sie glaubt getan zu haben. 

Das Buch ist fesselnd und spannend bis zur letzten Seite geschrieben. Es befasst sich mit einem unheimlichen und heiklem Thema. Es ist verblüffend wie Wiebke Lorenz dieses Buch mit dieser Thematik so gut zu Papier gebracht hat. Auch das Nachwort sollte unbedingt gelesen werden, um die Dinge etwas klarer zu sehen. Ich war immer damit beschäftigt meine eigenen Theorien zu einem kompletten Bild zusammenzufügen. Ganz gelang es mir nicht, aber ich war tatsächlich nah dran. Dennoch ist das Buch nicht vorhersehbar und an der ein oder anderen Stelle sogar sehr überraschend, wenn auch beängstigend. In mir hallte das Buch jedenfalls eine ganze Weile nach und das ist immer ein sehr gutes Zeichen. 





T U  E S.  T U  E S  N I C H T.
GENRE: THRILLER | AUTOR: S.J. WATSON | SEITEN: 477 | ERSTAUFLAGE: 2015 | FÜNF VON FÜNF

Tu es. Tu es nicht. habe ich angefangen zu lesen und musste dann nach 10 Seiten abrupt aufhören, weil irgendwas dazwischen kam und dann sagte der Mann noch, ich müsse erst das Buch lesen, welches er beendet hatte, damit er sich mit jemanden darüber austauschen kann. Also, ich wollte das Buch eh lesen, aber eben noch nicht jetzt, dennoch habe ich ihm natürlich den Gefallen getan. Jedenfalls konnte ich einfach nicht den Anfang von Tu es. Tu es nicht. vergessen und fühlte mich sofort wieder im Buch gefangen, als ich es dann weiterlas. Das fiel mir damals schon beim Erstlingswerk von S.J. Watson auf (Ich.darf.nicht.schlafen.). Ich mag seinen Schreibstil und auch, wie er es schafft Dinge zu umschreiben. Da kann ich wirklich ins Buch eintauchen und habe so ein bisschen das Gefühl, ich würde einen Film sehen. Und worum geht es? 

Julia führt eigentlich ein wunderbares Leben in London mit ihrem Mann und ihrem Sohn, welcher nicht ihr leiblicher Sohn ist, sondern der ihrer Schwester Kate und genau diese kommt ums Leben. Julia will nicht glauben, dass der Tod ihrer Schwester ein Unglück oder gar ein Unfall war und findet bald heraus, dass sie beinahe nichts über ihre Schwester wusste. Auf ihrem Weg den Mörder ihrer Schwester zu finden, begibt sich Julia in große Gefahr. Sie lässt sich von ihren Sehnsüchten und Leidenschaften leiten und setzt nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Familie aufs Spiel. 

S.J. Watson ist für mich ein Autor, dem es gelingt einen Spannungsbogen schnell aufzubauen und er schafft es auch eben diesen zu halten. Auch hier habe ich mir meine wildesten Theorien zusammengesponnen und doch bin ich nicht ganz zur Auflösung gekommen. Sehr gefallen hat mir auch, dass die Auflösung wirklich erst auf den allerletzten Seiten geschrieben stand und auch, wenn es ein offenes Ende war, so wurde ich trotzdem nicht enttäuscht zurückgelassen. 




S T I L L
GENRE: THRILLER | AUTOR: ZORAN DRVENKAR | SEITEN: 414 | ERSTAUFLAGE: AUGUST 2014 | FÜNF VON FÜNF

STILL war für mich das beste Buch aus meinem Lesemonat Februar und es war mein erstes Buch von Zoran Drvenkar. Und vermutlich war es bis hierhin, bis zum heutigen Tage, dass außergewöhnlichste Buch, welches ich bisher gelesen habe. Zoran Drvenkar ist für mich ein Meister seines Fachs. Dieser Mann sollte niemals mehr aufhören Bücher zu schreiben. Ich habe mich sofort in seine Art zu schreiben verliebt. Er hat eine unglaublich bildhafte Sprache und als wenn das nicht schon reicht, schreibt er zudem auch noch tiefgründig, bewegend, zerreißend, melancholisch, klar und ohne Berührungsängste an heiklen Themen. STILL wird definitiv nicht mein letztes Buch von Zoran sein. Aber worum geht es überhaupt?

Ehrlich gesagt: Schwer. Schwer zu beschreiben. Schwer so wenig zu verraten, dass man nicht zu viel verrät. Schwer, weil es einem an Worten fehlt, wenn man das Buch zuschlägt. Schwer, weil man Fragezeichen im Kopf hat und trotzdem genau weiß, was passiert ist. Schwer zu erklären auf so vielen Ebenen, dass ich es eigentlich gar nicht tun möchte. Aber ihr MÜSST dieses Buch lesen! Da ist ein Mädchen, welches immer vor einem Fenster sitzt und nichts sagt. Wenn sie nicht vor dem Fenster sitzt, dann liegt sie unter dem Bett und schläft dort. Dann ist da ein Mann, der eine Lüge lebt und sich mit Menschen einlässt, die er zutiefst verabscheut. Und dann ist da eine Gruppe von Männern. Männer die nur im Winter zuschlagen und nur wenn Schnee liegt. Männer, die hinter Kindern her sind. 

An dieser Stelle würde ich Zoran am liebsten einfach nur noch danken. Für dieses unfassbar gute Buch. Für die Stunden, die ich mit eben diesem verbracht habe. Für die Gänsehaut, die kalten Schauer, die mir über den Rücken liefen. Ich möchte ihm danken, für meinen Mund der offen stand und ich möchte ihm dafür danken, dass er es geschafft hat, ein Buch zu schreiben, was ich zu keiner Sekunde durchschaut habe. Es kam immer alles anders, als ich dachte. Und es wird auch anders kommen, als ihr denkt, wenn ihr dieses Buch lest und das solltet ihr wirklich tun!




Und nun komme ich noch zu den restlichen Büchern aus meinem Lesemonat Februar. Das wird nicht ganz so auführlich, aber genau so werde ich es dann auch in den darauffolgenden Monaten handhaben. Nur das ihr dann natürlich Fotos zu allen Büchern bekommt. Solltet ihr hier und da Fragen haben, könnt ihr mir diese gerne stellen!


D I E  N A C H T  G E H Ö R T  D E N  W Ö L F E N - WULF DORN / 464 Seiten / Jugendbuch / 4

Wulf Dorn ist einer meiner Lieblingsautoren. Ich lernte ihn mit seinem Erstlingswerk Trigger kennen und lieben. Seitdem habe ich -bis auf ein Buch- jedes gelesen, aber das ist eine längere Geschichte. Mit Die Nacht gehört den Wölfen, veröffentlichte Wulf Dorn nun sein zweites Jugendbuch. Es geht um Simon. Simon hat bei einem Autounfall seine Eltern verloren und war der einzig Überlebende. Nachdem er aus der Psychiatrie entlassen wird, soll Simon zu seiner Tante und seinem Bruder ziehen. Simon fühlt sich dort überhaupt nicht wohl und wird weiterhin von seinen Albträumen heimgesucht. Und dann verschwindet auch noch ein Mädchen. Gemeinsam mit einer Freundin, die Simon an der neuen Schule findet, kommt er einem Geheimnis auf die Spur.  Ich mochte das Buch gerne. Es gab bisher aber auch kein Buch, welches ich von Wulf Dorn nicht mochte. Auch in diesem Buch fühlte ich mich so, als würde ich immer neben Simon herlaufen, ihn begleiten. Insgesamt plätscherte das Buch ein wenig vor sich hin, aber auf eine positive Art. Für ein Jugendbuch ist es schon sehr düster, sodass man es auch als Erwachsener mit viel Spannung lesen kann.


T O D E S W U N S C H - MICHAEL ROBOTHAM / 512 Seiten / Psychothriller / 2

Wo fange ich an, wo höre ich auf? Ich bin eine Frau, die ganz genau überlegt, welche Bücher sie sich wünscht und welche sie sich kauft. Ich überlege dreimal, zerdenke das Buch fünfmal und lege mich dann fest. Grundsätzlich gebe ich nichts auf Bewertungen und überzeuge mich lieber selbst. Meistens klappt das sehr gut, hier war das nicht der Fall. Im Nachhinein habe ich mal so geschaut, welche Bewertungen das Buch hat und die sind ziemlich gut. Für mich ist das absolut nicht nachvollziehbar. Auch hier habe ich zwei Anläufe gebraucht. Aber im Gegensatz zu "Alles muss versteckt sein" plänkerte das hier fröhlich vor sich hin und erzählte die Geschichte. Erzählte seitenlang unwichtige Dinge, die nichts für das Buch taten. Es gab seitenweise Szenen, die nichts mit dem Fall zu tun hatten. Witzigerweise war es nicht einmal so, dass ich die Charaktere blöd fand'. Charaktere sind mir eigentlich "egal" bzw. ist mir egal, ob ich sie leiden kann oder nicht, aber hier? Ich fand' die Charaktere weder gut, noch schlecht. Sie waren einfach nicht tiefgründig, nicht mitreißend. Langweilig. So wie das ganze Buch.  Es geht darum, dass ein Mädchen blutüberströmt vor dem Haus ihrer besten Freundin auftaucht und dann wieder verschwindet. Der Vater der besten Freundin findet dann das Mädchen und in ihrem Elternhaus findet man den Vater, tot. Sie wird angeklagt ihn umgebracht zu haben, auch wenn sie das abstreitet. Das sind so die ersten 100 Seiten. Danach wird das restliche Buch lang einfach die Geschichte aufgeklärt, ohne Spannung, ohne Twists. Man weiß quasi fast von Anfang an, wie das Buch endet. Wirklich sehr enttäuschend. Ich habe die 512 Seiten nur durchgestanden, weil ich dachte: Da muss noch etwas passieren. Aber lasst euch gesagt sein: Da passiert NICHTS mehr. Schade! Auch der Titel Todeswunsch ist sehr unglücklich gewählt. (Am liebsten hätte ich es aus dem Fenster geschmissen.) Zwei Herzen nur, weil ich es ausgelesen habe. Sie stehen also für mein Durchhaltevermögen *ähäm


M I N U S G E F Ü H L E - JANA SEELIG / 240 Seiten / Autobiografie / 4

Minusgefühle hat mich wieder reingeholt. Reingeholt ins Lesevergnügen. Wobei das Buch natürlich kein Vergnügen ist, aber es befasst sich mit einem Thema, mit dem ich mich selbst befasse. Despressionen. Und was die mit einem machen. Das viele Menschen nicht einmal wissen, dass sie Depressionen haben, dass Depressionen nicht als Krankheit anerkannt werden. Von der Gesellschaft. Jana Seelig beschreibt hautnah, wie es sich anfühlt mit einer Depression zu leben. In guten wie in schlechten Zeiten. Sie beschreibt ihr Leben und wie sie es bisher erlebt hat. Wann sie erfahren und auch eingesehen hat, dass sie unter Depressionen leidet. Und dann hat sie es ins Internet geschrien und hat dafür so viel Feedback bekommen, dass hätte sie selbst am wenigsten gedacht. Jana Seelig ist ehrlich und schonungslos und macht greifbarer was für viele nicht greifbar ist. Ich habe durch dieses Buch sehr viel über mich selbst gelernt und über Depressionen und auch habe ich gelernt, dass man nicht alles über Depressionen lernen kann. Denn wie mit so vielem, ist es auch mit Depressionen so, dass sie jeder anders erlebt. Deswegen ist es auch keine Anleitung dazu, wie man besser mit Depressionen klar kommt, sondern einfach ein richtig gutes Buch, durch das man sich eventuell weniger allein fühlt.

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Kinderzimmer-Update / Einblick

Samstag, 5. März 2016
Es ist fast genau 3 Jahre her, als ich euch das Kinderzimmer der Püppi zeigte. Damals war sie gerade mal ein paar Monate alt, hatte noch ein Gitterbettchen und eine Wickelkommode. Spielzeug hatte sie gar nicht viel und es war alles blau. Blau, weil das Zimmer zuvor für Jonas eingerichtet wurde. Man könnte meinen, ich lebe in Klischees, aber tatsächlich mag ich sowohl blau als auch rosa und benutze das auch, wenn es mir gefällt. Einzig der Teppich ist noch blau und gefiel mir eigentlich, seitdem er dann fertig im Zimmer lag, nie. Aber leider hatten wir da noch keine Gelegenheit diesen auszutauschen. Hier könnt ihr nochmal sehen, wie es noch vor 3 Jahren bei der Püppi aussah. Und heute gebe ich euch einen Einblick, wie das Zimmer jetzt aussieht. 


Bitte wundert euch nicht über evtl. Farbschwankungen bei den Bildern oder auch falls ihr vielleicht kleine Qualitätsunterschiede seht. Ich habe über mehrere Tage hinweg fotografiert und auch zu verschiedenen Uhrzeiten und mit verschiedenen Kameras. Achja und weil wir gerade dabei sind: An damals hat sich nichts verändert - ich kann keine Räume fotografieren und werde dabei jedes Mal wütend, weil ich es einfach nicht hinbekomme, dass es schön aussieht. Aber immerhin annehmbar ist es geworden, deshalb kann ich euch nun auch ein paar mehr Fotos zeigen. 


Alles begann im letzten Jahr, vor dem 3. Geburtstag der Püppi. Da rappelte es mich und ich wollte ihr endlich einen kleinen rosa Mädchen-Traum schaffen, denn auch wenn die Püppi innerlich rebellisch ist und lieber mit Autos und Eisenbahn, anstatt mit Puppen spielt, so liebt sie doch die Farbe rosa und alles was glitzert. Deswegen ist sie auch gerne eine Zauberfee. Und ja, Zauberfee - Prinzessin kann ja jeder. Sie will jedenfalls keine sein ;) 


Da die Püppi schon einige rosa Elemente in ihrem Zimmer hatte - z.B. die wunderschöne Küche (klick) - wollte ich in etwa dieselbe Wandfarbe haben. Der Mann wollte dann noch eine weitere kurze Wand etwas dunkler streichen und wir entschieden uns für zwei Töne aus derselben Farbfamilie, die jetzt an den Wänden auch wirklich sehr gut miteinander harmonieren. Die Möbel haben wir dann versucht so anzuordnen, dass weiße Stücke vor der rosa Wand stehen und rosa Stücke vor der weißen Wand. Hat auch ziemlich gut geklappt. Der Kleiderschrank und die Wickelkommode, die keine mehr war, sollten in eine Ecke "verbannt" werden, wo sie nicht mehr so viel Raum einnehmen. Das große Bett musste nun sinnvoller eingefügt werden und eine Garderobe hat sie auch bekommen. Ich weiß noch, nachdem die erste Wand gestrichen war und die Püppi sie das erste Mal sah, war sie unheimlich glücklich, ihr gefiel es so gut, dass sie durch ihr Zimmer tanzte. Und sie liebt es bis heute. Auch als ich vor ein paar Wochen endlich noch umsetzte, was ich damals schon tun wollte, war sie begeistert. Ich habe nämlich noch goldene Punkte aus Klebefolie an eine Stelle der großen rosa Wand geklebt. Zuerst war ich skeptisch, rückte alles hundert mal hin und her und schnitt so lange Kreise bis mein Arm versagte. Das Ergebnis hat sich jetzt aber definitiv gelohnt, auch wenn das eine Sache war, an die man sich erst einmal gewöhnen musste.


Mittlerweile ist das Zimmer der Püppi ganz schön voll. Ich würde auch behaupten, sie hat von allem etwas. Alles was man als Kind so braucht oder eben auch nicht braucht ;) Ich miste aber auch regelmäßig heimlich aus - das klappt bisher ganz gut. Meistens mache ich das, nach dem Geburtstag oder nach Weihnachten. Immer wenn es einen neuen Schwung Geschenke gibt. Da fällt es scheinbar nicht auf, jedenfalls hat die Püppi sich bisher nicht beschwert.


Und wie ihr seht: Hier ist es auch nicht nur schwarz/weiß, sondern trotzdem bunt. Ich mag diese Katalog-Zimmer nicht, in denen man das Gefühl hat, dort wird nicht gelebt. Alles weiß und clean und sogar das Spielzeug wird nach Optik ausgewählt. Hauptsache es ist nicht zu bunt. Wände werden maximal grau. Ich frage mich ja da wirklich oft, ob man dem Kind nicht die eigene Entfaltung seiner Selbst vorenthält oder es in einem gewissen, unterbewusstem Maße einschränkt. Ich will aber niemanden zu nahe treten. Bei uns muss es jedenfalls bunt sein und wir hängen auch gern Gemaltes und Gebasteltes auf. Also wirklich besondere Dinge. Ginge es nach der Püppi wäre das ganze Kinderzimmer schon mit ihren Kunstwerken dekoriert ;)


Wie ich bereits weiter oben erwähnte ist mir der Teppich noch ein Dorn im Auge, aber das werden wir wohl nicht mehr ändern, jedenfalls nicht solange, bis die Püppi ein neues Zimmer bekommt. Ich bin ja schon gespannt wann sie das erste Mal ein größeres Zimmer einfordert ;) Darauf sind wir aber vorbereitet und wir würden dann mit ihr unser Schlafzimmer tauschen. Dann würden auch die Bodenbeläge erneuert werden. Normalerweise hätte sie auch schon als Baby das große Zimmer bekommen, allerdings liegt das an einer stark befahrenen Straße und wir waren unsicher, ob sie da als Baby würde schlafen können. Ich denke mal, bevor sie in die Schule kommt, wird sie das nicht einfordern, aber wenn es dann irgendwann soweit ist, freue ich mich drauf. Ehrlich. Dann kann ich ihr auch endlich eine Kuschel/Lese-Ecke mit einrichten, die hat nämlich leider aktuell nirgends Platz. Aber vielleicht finde ich irgendwann wenigstens noch einen schönen Himmel, der über ihr Bett passt.


Ich hoffe, ich habe nichts vergessen und der kleine Einblick in das Kinderzimmer der Püppi hat euch gefallen. Solltet ihr Fragen haben, stellt sie mir gerne und sobald sich etwas am Zimmer ändert, werde ich euch ein kleines Update geben. Ich habe da nämlich noch das ein oder andere DIY geplant. Habt noch ein schönes Wochenende - wir machen jetzt das Licht aus ;)


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